Bisher konnte das Unternehmen großartige internationale Erfolge durch die Herstellung von bildgebenden Systemen im Markt der Krebsdiagnostik verzeichnen. Zudem wurde aufgrund der durchgeführten Portfolioplanung aufgezeigt, dass zukünftig neben dem Markt der Krebsdiagnostik auch der Markt der Krebstherapie weiterhin stark wachsen wird. Folglich wurde von der Unternehmensleitung beschlossen, dass man zukünftig auch im Geschäftsfeld der Krebstherapie tätig sein möchte. Um dieses Vorhaben zu realisieren, gilt es eine Portfolioveränderung vorzunehmen, welche mittels einer unternehmensinternen oder unternehmensexternen Entwicklung sowie durch eine Kooperation durchgeführt werden könnte. Aufgrund der in Kapitel 4 dargestellten Analyse der Vor- und Nachteile der drei Varianten, würde die unternehmensexterne Entwicklung die geeignetste Methode im Rahmen der angestrebten Portfolioerweiterung darstellen.
Inhaltsverzeichnis
1 Zweck des Dokuments
2 Narrative
3 Problem
4 Lösungsalternativen
4.1 Unternehmensinterne Entwicklung
4.2 Unternehmensexterne Entwicklung
4.3 Kooperation
5 Empfehlung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die strategische Evaluierung der verschiedenen Möglichkeiten einer Portfolioerweiterung für ein Unternehmen der Medizintechnik, um den Markteintritt in das Geschäftsfeld der Krebstherapie erfolgreich zu vollziehen.
- Analyse des Ist-Zustands und der Eintrittsbarrieren in den Krebstherapiemarkt.
- Untersuchung von drei Kernstrategien: unternehmensinterne Entwicklung, Unternehmensexterne Entwicklung (Akquisition) und Kooperation.
- Bewertung von Flexibilitäts-, Zeit- und Risikovorteilen der gewählten Geschäftsfeldstrategien.
- Strategische Empfehlung für die optimale Methode der Portfolioerweiterung unter Berücksichtigung von Unternehmensressourcen und Wettbewerbsfaktoren.
Auszug aus dem Buch
4.2 Unternehmensexterne Entwicklung
Die unternehmensexterne Entwicklung beziehungsweise Akquisition stellt den Kauf eines externen Unternehmens, oder eines Teilbereiches dessen dar, welches bereits in einem Zielgeschäftsfeld operiert. Die Akquisition kann in drei unterschiedlichen Kategorien eingeteilt werden, welche sich aufgrund der Beziehungen zwischen den unternehmensinternen Geschäftsfeldern und den akquirierten Geschäftsfeldern unterscheiden. Folglich differenziert man zwischen der horizontalen, vertikalen und konglomeraten Akquisition. Der Erwerb eines eigenständigen Unternehmens der Krebstherapie würde eine vertikale Akquisition darstellen, da dieses auf einer nachgelagerten Wertschöpfungskette operiert. Das Geschäftsfeld der Krebstherapie ist somit als „Kunde“ anzusehen, da zuerst Krebs diagnostiziert werden muss, damit dieser überhaupt therapiert werden kann.
Die unternehmensexterne Entwicklung zeichnet sich vor allem durch einen Zeitvorteil aus, da der Aufbau eigener Ressourcen und Marktpräsenz zur Erschließung des Geschäftsfeldes, im Gegensatz zur unternehmensinternen Entwicklung, nicht notwendig ist. Folglich könnte unser Unternehmen sofort als konkurrenzfähiger Marktteilnehmer fungieren. Darüber hinaus werden durch die Akquisition eines bereits existierenden Geschäftsfeldes Ressourcen und Fähigkeiten wie Know-how und Patente, welche im Rahmen der internen Entwicklung schwierig zu beschaffen und zu imitieren sind, durch den Kauf eines Unternehmens erworben.
Ein weiterer Vorteil der externen Entwicklung besteht darin, dass Markteintrittsbarrieren leichter und kostengünstiger überwunden werden können, da man beispielsweise schon über einen Zugang zu einem Distributionssystem verfügt. Zudem darf nicht unbeachtet bleiben, dass durch eine Akquisition kein neuer Marktteilnehmer entsteht, da das erworbene Unternehmen zuvor schon im Markt der Krebstherapie vertreten war. Somit können erfolgsgefährdende Abwehrreaktion anderer Markteilnehmer verhindert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Zweck des Dokuments: Hier wird der strategische Beschluss begründet, aufgrund positiver Prognosen vom reinen Diagnostik-Spezialisten zum Anbieter im Krebstherapie-Sektor zu expandieren.
2 Narrative: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der Krebserkrankungen sowie die Notwendigkeit, medizinische Therapieansätze wie Strahlentherapie und Chemotherapie in das Portfolio aufzunehmen.
3 Problem: Die Herausforderungen für den Markteintritt, insbesondere hoher Kapitalbedarf, spezifisches Know-how und wettbewerbsrechtliche Patenthürden, werden hier analysiert.
4 Lösungsalternativen: Es werden drei Marktbearbeitungsformen gegenübergestellt: unternehmensinterne Entwicklung, Unternehmensexterne Entwicklung und Kooperation, hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile.
5 Empfehlung: Basierend auf der Analyse wird die unternehmensexterne Entwicklung/Akquisition empfohlen, um Wissensvorsprünge zu sichern und Markteintrittsbarrieren effizient zu überwinden.
Schlüsselwörter
Portfolioerweiterung, Krebstherapie, Krebsdiagnostik, Unternehmensstrategie, Akquisition, Unternehmensexterne Entwicklung, Unternehmensinterne Entwicklung, Kooperation, Markteintritt, Markteintrittsbarrieren, Wettbewerbsanalyse, Know-how, Strahlentherapie, Chemotherapie, Ressourcenplanung
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundsätzliche Anliegen dieser Ausarbeitung?
Die Arbeit analysiert strategische Optionen für eine Portfolioerweiterung eines Unternehmens, das von der Krebsdiagnostik in den Bereich der Krebstherapie expandieren möchte.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Themen umfassen strategische Unternehmensführung, Markteintrittsanalysen, die Abwägung von Wachstumsalternativen sowie die Bewertung von Chancen und Risiken bei Akquisitionen versus internem Aufbau.
Was ist die spezifische Forschungsfrage oder das Ziel?
Ziel ist die Identifikation und Empfehlung der geeignetsten Methode für den Markteintritt in das Segment der Krebstherapie, um Wettbewerbsvorteile effizient zu realisieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Es wird eine betriebswirtschaftliche Analyse durchgeführt, welche die Vor- und Nachteile von Eigenentwicklung, Zukauf (Akquisition) und Kooperation systematisch gegenüberstellt.
Was bildet den Schwerpunkt im Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in die Problembeschreibung der Eintrittsbarrieren und die detaillierte Evaluierung der drei strategischen Lösungsalternativen und ihrer Konsequenzen.
Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Portfolioerweiterung, Markteintritt, Akquisitionsstrategie, Flexibilitätsvorteil sowie spezifische onkologische Therapiemethoden.
Warum wird von der unternehmensinternen Entwicklung abgeraten?
Die interne Entwicklung ist zu zeitaufwendig, kostenintensiv und das Etablierungsrisiko gegenüber bestehenden Konkurrenten als neuer Marktteilnehmer zu hoch.
Warum stellt eine Akquisition die bevorzugte Lösung dar?
Sie ermöglicht den unmittelbaren Zugriff auf bestehendes Know-how, Ressourcen und Patente, um sofort als konkurrenzfähiger Marktteilnehmer zu fungieren und Abwehrreaktionen des Marktes zu umgehen.
Welche Rolle spielt das Führungsrisiko bei der Kooperation?
Das Führungsrisiko bei Kooperationen bezeichnet den Mangel an vollständiger Kontrolle und Einflussnahme auf die Geschäftstätigkeit, bedingt durch notwendige Kompromisse mit Partnerunternehmen.
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- Florian Koch (Autor), 2021, Unternehmensinterne vs. unternehmensexterne Entwicklung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1334111