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Professionalisierung im Hebammenwesen. Akademisierung des Hebammenberufs

Titel: Professionalisierung im Hebammenwesen. Akademisierung des Hebammenberufs

Seminararbeit , 2021 , 17 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Gesundheitswissenschaften - Geschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit untersucht den Fortschritt der Professionalisierung unter dem Aspekt der Akademisierung des Hebammen- und Entbindungspflegeberufs. Ziel dieser Arbeit ist es herauszufinden, ob und inwiefern genau die Professionalisierung des Berufs im Zuge der Akademisierung vorangeschritten ist. Die genaue Forschungsfrage lautet: Ob und inwiefern ist die Professionalisierung im Hebammen- und Entbindungspflegeberuf im Zuge der Akademisierung vorangeschritten?

Für die Beantwortung dieser Frage wird zunächst im Kapitel zwei der Begriff der Professionalisierung geklärt. Dabei wird genauer sowohl auf die indikatorisch-merkmalstheoretische als auch auf die interaktionistische Position in der Professionalisierungsdebatte eingegangen. Diese Begrifflichkeiten bilden die theoretische Grundlage für die Beantwortung der Forschungsfrage.

Im dritten Kapitel wird die Akademisierung des Hebammen- und Entbindungspflegeberufs untersucht. Dabei wird zuerst auf die gesetzlichen Grundlagen eingegangen, dann der aktuelle Stand der Akademisierung aufgezeigt und letztlich die Chancen und Risiken der Akademisierung erörtert. Auf die Forschungsfrage wird speziell im Kapitel vier eingegangen. In diesem wird die Professionalisierung des Hebammen- und Entbindungspflegeberufs anhand der vorher erläuterten indikatorisch-merkmalstheoretischen und interaktionistischen Position analysiert. Die Arbeit schließt im letzten Kapitel mit einem Fazit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Professionalisierungsbegriff

2.1 Indikatorisch-merkmalstheoretische Position

2.2 Interaktionstheoretische Position

3. Akademisierung des Hebammenberufes

3.1 Frühere und derzeitige Gesetzgebung des Hebammenberufes

3.2 Aktueller Stand der Akademisierung

3.3 Chancen und Grenzen der Akademisierung

4. Professionalisierung des Hebammenberufes

4.1 Analyse nach der indikatorisch-merkmalstheoretischen Position

4.2 Analyse nach der interaktionistischen Position

5. Fazit

Zielsetzung & Themenschwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Fortschritt der Professionalisierung des Hebammen- und Entbindungspflegeberufs im Kontext der aktuellen Akademisierung. Das zentrale Ziel ist es, in Anlehnung an wissenschaftliche Professionalisierungstheorien zu analysieren, ob und inwieweit die Akademisierung zu einer tatsächlichen Professionalisierung des Berufsfeldes geführt hat.

  • Entwicklung des Professionalisierungsbegriffs in der Wissenschaft.
  • Gesetzliche Grundlagen und Wandel von der Ausbildung zum Studium.
  • Aktueller Status der Akademisierung in Deutschland.
  • Analyse der Professionalisierung durch indikatorisch-merkmalstheoretische Ansätze.
  • Einfluss der Akademisierung auf die praktische und hermeneutische Kompetenz von Hebammen.

Auszug aus dem Buch

3.3 Chancen und Grenzen der Akademisierung

Die EU-Richtlinie und die damit verbundenen Änderungen der Ausbildungsbedingungen sind eine weitreichende Reformierung der Ausbildung des Hebammenberufs. Die damit verbundenen Chancen und Grenzen dieser Akademisierung werden hier kurz diskutiert.

Durch die Reform der Hebammenausbildung wurden erstmalig seit 1987 die Inhalte der Ausbildung überarbeitet und aktualisiert. Der vorher so stark angepriesene Praxisteil war nicht bedingungslos vorteilhaft; oftmals fehlte die Praxisanleitung und die Auszubildenden verrichteten eher Nebentätigkeiten als solcher, die ihren Kompetenzzuwachs sicherten. Im Studium muss die Praxis nach gesetzlicher Bestimmung mindestens 25% qualifiziert angeleitet werden. Die Praxisanleiter*innen erhalten regelmäßig pädagogische Fortbildungen. Gleichzeitig führt die Akademisierung zu einem höherem Niveau, da das Studium wissenschaftliche Kenntnisse und Reflexion vermittelt, was Schulteams nicht in derselben Weise leisten können. Durch die enge Verzahnung der Theorie mit der Praxis ist das gesamte Team gezwungen, sich mit der Ausbildung auseinanderzusetzen, was zu einer Verbesserung des geburtshilflichen Handelns in Kliniken führt.

Weiter wird auch das Studiengehalt für Hebammenstudierende neu eingeführt. Hebammen werden damit anderen Studierenden in dualen Studiengängen, wie zum Beispiel der Wirtschaft oder Industrie, gleichgestellt, was diesen Beruf bzw. Studiengang wesentlich attraktiver macht, da die Studierenden nicht mehr auf elterliche Hilfe angewiesen sind. Schwierig gestaltbar ist die Leitung der Studiengänge. Das Gesetz sieht für diese Zuständigkeit ausschließlich Hebammen vor. Dies verhindert einen schnellen Aufbau der Studiengänge.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den rechtlichen Rahmen der Akademisierung durch das Hebammenreformgesetz und definiert das Forschungsziel der Arbeit.

2. Der Professionalisierungsbegriff: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Professionalisierungsdebatte, insbesondere die indikatorisch-merkmalstheoretische und die interaktionistische Position.

3. Akademisierung des Hebammenberufes: Hier werden die historische Gesetzgebung, der aktuelle Stand der hochschulischen Ausbildung sowie die Chancen und Herausforderungen dieses Wandels beleuchtet.

4. Professionalisierung des Hebammenberufes: Dieses Kapitel analysiert anhand der zuvor vorgestellten Theorien, inwieweit der Hebammenberuf durch die Akademisierung bereits eine Profession darstellt.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass der Hebammenberuf durch die Akademisierung im Professionalisierungsprozess signifikant fortgeschritten ist.

Schlüsselwörter

Professionalisierung, Hebammenwesen, Akademisierung, Hebammengesetz, EU-Richtlinie, Berufsbiographie, Bildungsniveau, Hebammenwissenschaften, Praxistransfer, hermeneutische Fallkompetenz, Gesundheitsberufe, Doppelqualifikation, Studienziel, Akkreditierung, Berufsverband.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Strukturwandel des Hebammenberufs in Deutschland hin zu einer akademischen Ausbildung und untersucht, inwiefern dieser Prozess als Professionalisierung nach wissenschaftlichen Maßstäben betrachtet werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind der theoretische Professionalisierungsbegriff, die rechtlichen Veränderungen durch das Hebammenreformgesetz sowie die Auswirkungen der Akademisierung auf Ausbildungsinhalte und berufliche Kompetenzen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, ob die Überführung der Hebammenausbildung in ein Studium nach indikatorisch-merkmalstheoretischen und interaktionistischen Kriterien zur Ausbildung einer vollwertigen Profession geführt hat.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin verwendet eine theoretisch-analytische Methode, bei der existierende Professionalisierungstheorien auf den aktuellen Wandel im Hebammenwesen angewendet werden, ergänzt durch eine Analyse gesetzlicher Rahmenbedingungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Klärung relevanter Fachbegriffe, eine Darstellung der gesetzlichen Entwicklung und eine tiefgehende Analyse der akademischen Entwicklung anhand von professionssoziologischen Modellen.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Die zentralen Begriffe sind Professionalisierung, Akademisierung, Hebammenreformgesetz sowie die Balance zwischen theoretischer Wissensvermittlung und praktischer Kompetenz.

Wie unterscheidet sich die neue Ausbildung rechtlich von der alten Regelung?

Das neue Hebammengesetz von 2019 verpflichtet zu einem Studium anstelle der bisherigen Ausbildung an Hebammenschulen, erhöht die Anforderungen an das Vorwissen und betont die wissenschaftliche Methodik.

Welche Rolle spielt die "hermeneutische Fallkompetenz" in dieser Arbeit?

Sie dient als Kernkriterium der interaktionistischen Position, um zu belegen, dass Hebammen durch das Studium in der Lage sind, komplexe, nicht standardisierbare Situationen eigenverantwortlich und wissenschaftlich fundiert zu bewältigen.

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Details

Titel
Professionalisierung im Hebammenwesen. Akademisierung des Hebammenberufs
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Berufspädagogik und Berufliche Didaktiken)
Veranstaltung
Berufsfeldwissenschaftliche Grundlagen
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
17
Katalognummer
V1334272
ISBN (PDF)
9783346831514
ISBN (Buch)
9783346831521
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hebamme Hebammen Professionalisierung Akademisierung Geschichte Gesetzgebung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Professionalisierung im Hebammenwesen. Akademisierung des Hebammenberufs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1334272
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Leseprobe aus  17  Seiten
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