Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Economics - Finance

Wie stabil ist das System der gesetzlichen Rentenversicherung nach den Reformen der vergangenen Jahre?

Title: Wie stabil ist das System der gesetzlichen Rentenversicherung nach den Reformen der vergangenen Jahre?

Diploma Thesis , 2008 , 85 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Ronny Höschel (Author)

Economics - Finance
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Renten sind sicher. Im politischen Diskurs eine oft formulierte Aussage, dennoch wurde und werden immer wieder neue Reformen hinsichtlich des deutschen Rentensystems auf den Weg gebracht. So sagte Norbert Blüm nach der Rentenreform 1992: „Die Rentenreform macht das bewährte Rentenhaus für das nächste Jahrhundert wetterfest […]“. Demnach wäre ein Reformbedarf des Rentensystems erst gegen Ende des 21. Jahrhunderts entstanden. Doch dies war nicht der Fall, weshalb es neben den Reformbemühungen von 1997, 2001, 2004 noch weitere gab. Durch Aussagen, wie die von Norbert Blüm, soll natürlich Vertrauen zum gesetzlichen Rentensystem aufgebaut werden, aber angesichts von „Nullrunden“, Besteuerung von Renten, Mindestrente und Höchstrente, die in der politischen Diskussion stehen, wird mehr Unsicherheit bei den Menschen in Deutschland gestreut, denn: „Zwei Drittel der Bürger sind inzwischen der Auffassung, die Renten seien in 20 Jahren nicht mehr sicher.“ Dies scheint nur eine logische Konsequenz, der immer wieder neuen Reformen. Die Riester-Rente, welche staatlich gefördert wird, nutzen in Deutschland bisher fast 11 Millionen Menschen als private Altersvorsorge. Private Vorsorge scheint für nicht wenige Menschen ein praktikabler Weg zu sein, um sich im Alter finanziell gut versorgt zu wissen. Bleibt/ Wird dadurch die Rente sicher? Ist es notwendig das gesetzliche Rentensystem in Deutschland umzugestalten?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DAS DEUTSCHE RENTENSYSTEM

2.1 Einführung

2.2 Die Rentenformel

2.3 Rentner und Rentenhöhe

2.4 Grundsätze der Finanzierung

3. EIN INTERNATIONALER VERGLEICH DER RENTENSYSTEME EINIGER AUSGEWÄHLTER STAATEN

4. DEMOGRAPHIE, RENTE UND ÖKONOMIK

4.1 Das demographische Problem

4.2 Deutschlands Bevölkerung – Status Quo und Entwicklung

4.3 Ökonomische Ansätze zur Erklärung der Fertilität

5. VORSCHLÄGE ZUR REFORMIERUNG DES RENTENSYSTEMS IN DEUTSCHLAND

5.1 Der Rürup-Bericht

5.1.1 Kapitaldeckungsverfahren, der Weg aus der Krise?

5.1.2 Lastenverteilung – Beitragssatz oder Rentenniveau?

5.1.3 Anheben des Renteneintrittsalters – eine Lösung?

5.1.4 Frauen und Männer – Ist die Rente gleich verteilt?

5.2 Politische Ansätze

5.3 Resümee

6. SCHLUSSBETRACHTUNGEN

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht aus ökonomischer Sicht, wie stabil das System der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) in Deutschland nach den Reformen der vergangenen Jahre ist und inwiefern diese Reformen die Altersvorsorge langfristig sichern können.

  • Analyse der Funktionsweise und Finanzierungsgrundsätze des deutschen Rentensystems
  • Internationaler Vergleich von Rentensystemen ausgewählter Staaten
  • Untersuchung der Auswirkungen demographischer Entwicklungen auf das Rentensystem
  • Diskussion von Reformvorschlägen, insbesondere des Rürup-Berichts und politischer Ansätze
  • Bewertung der Rolle von Humankapitalbildung und Anreizstrukturen für das Geburtenverhalten

Auszug aus dem Buch

2.2 Die Rentenformel

Durch die Rentenformel wird die Höhe der monatlichen Rentenzahlung (r) berechnet. Sie ist damit von entscheidender Bedeutung, um die Wirkungsweise der GRV verstehen zu können. Die Rentenformel setzt sich aus folgend Bestandteile zusammen:

r = ZGF × RA× EGP× ARW 17 ( 1 )

Demnach ergibt sich der monatliche Zahlbetrag aus dem Produkt von vier Variablen. Der Zugangsfaktor (ZGF) ist dann genau 1, wenn die Rente mit 65 Jahren angetreten wird.18 Wird die Rente später (früher) beansprucht, so ist ein Zu- (Ab)schlag von 0,5 (0,3) Prozent vom Zugangsfaktor abzuziehen, dies entspricht einem jährlichen Zuschlag (Abzug) von 6 Prozent (3,6 Prozent).19 Dabei gilt für eine vorzeitige Altersrente mit 63 Jahren ein maximaler Abschlag von 14,4 Prozent.20

Der Rentenartenfaktor (RA) gibt an, um welche Rente es sich handelt. Für den Fall der Altersrente beträgt er 1. Ist jedoch eine andere Art der Rente betroffen, wie die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung, ist der Faktor 0,5, bei der Witwenrente beträgt er 0,5521. 22

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Hinführung zur Thematik der Rentensicherheit im Kontext demographischer Herausforderungen und der politischen Reformdiskussion.

2. DAS DEUTSCHE RENTENSYSTEM: Erläuterung der historischen Grundlagen, der Rentenberechnung mittels der Rentenformel sowie der Strukturen der Renten und Rentner.

3. EIN INTERNATIONALER VERGLEICH DER RENTENSYSTEME EINIGER AUSGEWÄHLTER STAATEN: Kurzvorstellung der Altersvorsorgesysteme ausgewählter Länder als Basis für eine vergleichende Beurteilung.

4. DEMOGRAPHIE, RENTE UND ÖKONOMIK: Darstellung des demographischen Problems der Bevölkerungsalterung und -schrumpfung sowie ökonomische Erklärungsansätze für das Geburtenverhalten.

5. VORSCHLÄGE ZUR REFORMIERUNG DES RENTENSYSTEMS IN DEUTSCHLAND: Detaillierte Diskussion des Rürup-Berichts und politischer Alternativen hinsichtlich ihrer Eignung zur Krisenbewältigung.

6. SCHLUSSBETRACHTUNGEN: Fazit zur Stabilität der GRV und Bewertung der Wirksamkeit bisheriger Reformen.

Schlüsselwörter

Gesetzliche Rentenversicherung, Umlageverfahren, Demographischer Wandel, Rentenformel, Nachhaltigkeitsfaktor, Kapitaldeckungsverfahren, Geburtenverhalten, Reformen, Rentenniveau, Altersvorsorge, Rürup-Kommission, Fertilität, Rentenzahlbetrag, Beitragszahler, Generationenvertrag

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Stabilität des deutschen gesetzlichen Rentensystems im Licht der in den vergangenen Jahren durchgeführten Reformen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Funktionsweise der Rentenberechnung, der Einfluss demographischer Faktoren auf die Finanzierung und die Bewertung verschiedener politischer Reformkonzepte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu evaluieren, ob das System der Rentenversicherung trotz der Herausforderungen durch eine alternde Bevölkerung langfristig stabil gehalten werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine ökonomische Analyse, bei der neben der deskriptiven Darstellung von Systemen und Reformen auch theoretische Ansätze zur Erklärung des Geburtenverhaltens (Fertilitätstheorie) herangezogen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine Darstellung des aktuellen Rentensystems, einen internationalen Vergleich, eine demographische Analyse sowie eine detaillierte Diskussion von Reformvorschlägen der Rürup-Kommission und politischer Parteien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Gesetzliche Rentenversicherung, Umlageverfahren, demographischer Wandel, Nachhaltigkeitsfaktor, Geburtenverhalten und Rentenniveau.

Wie wirkt sich das Anheben des Renteneintrittsalters auf die Stabilität aus?

Das Anheben des Renteneintrittsalters soll die Ausgaben dämpfen, stößt jedoch an Grenzen, da langfristig die Lebenserwartung weiter steigt und die positiven Effekte durch das Rentensystem konterkariert werden könnten.

Warum wird das Rentensplitting im Kontext von Frauenrenten diskutiert?

Das Rentensplitting soll für Frauen einen eigenständigen Rentenanspruch schaffen, der unabhängig vom Ehepartner ist, erweist sich jedoch in der Analyse als komplex und je nach Frauentyp mit unterschiedlichen Effekten verbunden.

Welche Rolle spielt die ökonomische Theorie bei der Untersuchung des Geburtenrückgangs?

Die ökonomische Theorie, insbesondere Ansätze von Leibenstein und Becker, hilft zu verstehen, dass Kinder heute aufgrund veränderter ökonomischer Anreize und der sozialen Absicherung für Eltern tendenziell als ökonomisch belastend empfunden werden.

Excerpt out of 85 pages  - scroll top

Details

Title
Wie stabil ist das System der gesetzlichen Rentenversicherung nach den Reformen der vergangenen Jahre?
College
Martin Luther University
Grade
2,0
Author
Ronny Höschel (Author)
Publication Year
2008
Pages
85
Catalog Number
V133446
ISBN (eBook)
9783640397747
ISBN (Book)
9783640398096
Language
German
Tags
Rentenversicherung Sozialversicherung gesetzliche Rente Volkswirtschaftslehre Wirtschaftspolitik demographischer Wandel Sozialpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ronny Höschel (Author), 2008, Wie stabil ist das System der gesetzlichen Rentenversicherung nach den Reformen der vergangenen Jahre?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/133446
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  85  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint