In dieser Arbeit sollen die verschiedenen Determinanten der Dividendenpolitik herausgearbeitet und wichtige Ansatzpunkte für die Ausgestaltung der Ausschüttungspolitik dargestellt werden.
Zuerst werden die Grundlagen der Dividendenpolitik erläutert. Anschließend wird der Begriff und die Ziele der Dividendenpolitik ausgeführt. Die Rahmenbedingungen und rechtlichen Grundlagen der Dividendenpolitik bilden den Abschluss des zweiten Kapitels. Anschließen werden die zugrundeliegenden Theorien der Dividendenpolitik erläutert. Dabei werden drei Theorien genauer beschrieben.
Die Arbeit endet mit einem Vergleich der vorgestellten Theorien und schließt mit einem Fazit.
Dividendenstarke Aktien rücken immer zu Zeiten niedriger Inflation und niedriger Zinsen in den Vordergrund. Eine Konstellation wie sie in Deutschland zurzeit herrscht. Weitere Aspekte, wie das vergleichsweise niedrige Ausschüttungsniveau deutscher Aktiengesellschaften bei steigenden Gewinnen, das hohe Maß an Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung sowie die Verunsicherung insbesondere privater Investoren verstärken die Bedeutung der Dividende als Anlage und Entscheidungskriterium zusätzlich.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit
2 Grundlagen der Dividendenpolitik
2.1 Begriff und Ziele der Dividendenpolitik
2.2 Rahmenbedingungen der Dividendenpolitik
2.3 Rechtliche Grundlagen zur Dividendenzahlung in Deutschland
3 Grundlegende Theorien zur Dividendenpolitik
3.1 Das Irrelevanz Theorem von Modigliani/Miller
3.2 Der Signalingansatz
3.3 Das Modell von Lintner
4 Vergleich der vorgestellten Theorien
5 Fazit & Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die verschiedenen Determinanten der Dividendenpolitik zu identifizieren und die wesentlichen Ansatzpunkte für die Ausgestaltung einer Ausschüttungspolitik in Unternehmen systematisch darzustellen.
- Grundlagen und rechtliche Rahmenbedingungen der Dividendenpolitik in Deutschland.
- Analyse des Irrelevanz Theorems von Modigliani und Miller.
- Untersuchung des Signalingansatzes als Informationsinstrument.
- Erläuterung des Modells von Lintner zur Dividendenentscheidung.
- Vergleich der theoretischen Erklärungsansätze zur Dividendenpolitik.
Auszug aus dem Buch
3.2 Der Signalingansatz
Die Frage wie Unternehmen ihr Dividendenpolitik festlegen, lässt sich nur beantworten, wenn die jeweiligen Einflussfaktoren bekannt sind. Im Fall asymmetrischer Informationsverteilung ist die Dividendenpolitik als Instrument zur Informationsübermittlung geeignet.
Nach der Signaling-Theorie dienen Dividendenzahlungen als Signal für den Unternehmenswert und erwartete Gewinne. Vereinfacht gilt, dass ein Unternehmen bereit ist, eine höhere Dividende zu zahlen, wenn es an seine positive Entwicklung in der Zukunft glaubt. Aktionäre sehen daher in der Dividendenkontinuität, also einer stabilen Ausschüttung, ein Indiz für wirtschaftliche Stärke. Dividendenerhöhungen geben dem Markt somit positive Informationen über Kapitalzuflüsse und Gewinne. Auch kann ein Unternehmen mit aktuell geringem Kapitalfluss Investoren zeigen, dass es an eine erfolgreiche Entwicklung in der Zukunft glaubt, indem es trotzdem eine attraktive Dividendenzahlung leistet. Diese Signale lassen den Aktienkurs steigen. Sind die Zukunftsaussichten dagegen eher schlecht, bildet ein Unternehmen Rücklagen und schüttet weniger Dividende aus.
Dies ist jedoch ein negatives Signal, infolgedessen es zu Kurseinrückgängen kommen kann. Dies möchte die Unternehmensführung vermeiden und senkt die Dividende nur dann, wenn sich das Management bewusst ist, dass die aktuelle Dividende nicht dauerhaft aufrechterhalten werden kann. Unternehmen werden daher nur dann eine Dividendenerhöhung vornehmen, wenn sie sicher sind, diese Zahlung auch in Zukunft fortführen zu können.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Relevanz der Dividendenpolitik in Zeiten niedriger Zinsen ein und skizziert die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema, insbesondere ausgehend vom Irrelevanztheorem.
2 Grundlagen der Dividendenpolitik: Es werden die Definition, Ziele sowie die rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen der Dividendenpolitik, inklusive der Shareholder-Value-Betrachtung, dargelegt.
3 Grundlegende Theorien zur Dividendenpolitik: Dieses Kapitel analysiert drei zentrale theoretische Ansätze: das Irrelevanztheorem von Modigliani/Miller, den Signalingansatz und das Modell von Lintner als verhaltenswissenschaftlichen Erklärungsansatz.
4 Vergleich der vorgestellten Theorien: Die verschiedenen Modelle werden gegenübergestellt, wobei deutlich wird, dass unterschiedliche Annahmen über den Kapitalmarkt zu widersprüchlichen Erklärungen für das Ausschüttungsverhalten führen.
5 Fazit & Ausblick: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Rolle der Dividendenpolitik als Finanzierungs- und Instrument der Investor Relations und gibt Anregungen für zukünftige Forschungsaspekte wie beispielsweise Aktienrückkäufe.
Schlüsselwörter
Dividendenpolitik, Ausschüttungspolitik, Modigliani/Miller, Signalingansatz, Lintner-Modell, Kapitalmarkt, Shareholder Value, Thesaurierung, Finanzierungsentscheidung, Investor Relations, Aktiengesetz, Marktwertmaximierung, Informationsasymmetrie, Dividendenkontinuität, Eigenkapitalfinanzierung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das zentrale Thema dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit den Determinanten der Dividendenpolitik von Unternehmen und analysiert, welche Faktoren das Ausschüttungsverhalten maßgeblich beeinflussen.
Welche Themenfelder stehen im Fokus?
Im Zentrum stehen die theoretischen Grundlagen der Finanzierungstheorie, rechtliche Vorgaben zur Gewinnverwendung sowie die verhaltenswissenschaftlichen Erklärungsmodelle für Dividendenzahlungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die unterschiedlichen Faktoren aufzuzeigen, die bestimmen, ob und in welcher Höhe ein Unternehmen Dividenden an seine Aktionäre ausschüttet.
Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?
Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die verschiedene finanzwissenschaftliche Modelle strukturiert einordnet und anhand der bestehenden Fachliteratur kritisch diskutiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundlagen, die detaillierte Analyse der drei Theorien (Modigliani/Miller, Signaling, Lintner) und deren anschließenden systematischen Vergleich.
Welche Begriffe charakterisieren diese Publikation am besten?
Zentrale Begriffe sind Dividendenpolitik, Signalingansatz, Marktwertmaximierung, Kapitalmarkttheorie und die rechtliche Gewinnverwendung nach Aktiengesetz.
Inwieweit spielt die Rechtslage in Deutschland eine Rolle?
Die deutsche Rechtslage bildet einen wesentlichen Rahmen, da die Gewinnverwendung im Aktiengesetz streng geregelt ist und den Spielraum des Managements bei der Ausschüttung festlegt.
Verfolgen Unternehmen nach Lintner primär Gewinnmaximierung kurzfristig?
Nein, laut Lintner glätten Unternehmen ihre Dividenden lieber, um Schwankungen zu vermeiden, da Investoren eine stetige Dividendenpolitik als Signal wirtschaftlicher Stärke besonders honorierten.
- Citar trabajo
- Sophie Schürmann (Autor), 2020, Determinanten der Dividendenpolitik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1334567