Um die zentrale Fragestellung der Arbeit möglichst objektiv beantworten zu können, bedarf es der Analyse von Zusammenhängen zwischen möglichen Einflussfaktoren, welche zu der tatsächlichen Nutzung von Dating-Applikationen, gemessen an Männern und Frauen in der Generation Y, führen. Die Kernaufgabe konzentriert sich darauf, die Erwartungshaltung und das Nutzungsverhalten näher zu beleuchten.
Ob unterwegs oder bequem von zu Hause aus, Dating-Applikationen bieten nicht nur einen schnellen Zugriff auf Flirts, sondern auch auf zwanglose Bekanntschaften bis hin zu Partnerschaften. Ein Swipe nach rechts und schon kann ein Match entstehen. Im Jahr 2017 belief sich die Zahl der Nutzer, die sich regelmäßig bei Online-Dating-Portalen angemeldet haben, allein in Deutschland auf 8,6 Millionen, Tendenz steigend. Da vielen Suchenden die klassischen Online-Partnerbörsen mittlerweile zu statisch sind, geht der Trend über zur Mobilität und Flexibilität. Der Markt bietet inzwischen unterschiedliche Dating-Applikationen, da sich das mobile Kennenlernen immer größerer Popularität erfreut.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Relevanz des Themas und Herleitung der Forschungsfrage
1.2 Ziel und Gang der Untersuchung
2 Theoretische Fundierung des Studienumfelds
2.1 Begriffsdefinition und technischer Aspekt
2.2 Von Online- hin zu Mobile Dating
2.3 Vorstellung verschiedener Mobile-Dating-Applikationen
2.3.1 Badoo
2.3.2 Tinder
2.3.3 Lovoo
2.3.4 Bumble
2.3.5 Jaumo
2.4 Nutzungsmotive und Nutzungserwartungen mobiler Dating-Applikationen
2.5 Stand der Forschung
2.6 Forschungslücke
3 Aufstellung des Untersuchungsmodells
3.1 Herleitung des Untersuchungsmodells
3.2 Durchführung und Ergebnisse der Fokusgruppe
3.3 Definition der Konstrukte und Aufstellung der Hypothesen
3.4 Operationalisierung
3.5 Angewandte Methodik
4 Überprüfung des Untersuchungsmodells
4.1 Datenerhebung
4.2 Bereinigung des Datensatzes
4.3 Beschreibung der Stichprobe
4.4 Beurteilung des Messmodells
4.5 Beurteilung des Strukturmodells
4.6 Evaluierung der geschlechterspezifischen Divergenzen
5 Schlussbetrachtung
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.2 Fazit und kritische Würdigung
5.3 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die geschlechtsspezifischen Unterschiede im Nutzungsverhalten und in der Erwartungshaltung der Generation Y bei der Verwendung mobiler Dating-Apps zu untersuchen und dabei potenzielle Einflussfaktoren auf die Absicht zur Nutzung dieser Applikationen zu analysieren.
- Analyse der Nutzungsentscheidungen bei Dating-Apps in der Generation Y
- Untersuchung der psychologischen Konstrukte (z.B. Sensationslust, Vertrauen, Selbstwirksamkeit)
- Einsatz des "Integrative Model of Behavioral Prediction" (IMBP) als theoretisches Fundament
- Quantitative Überprüfung durch Strukturgleichungsmodellierung (PLS-SEM)
- Evaluierung geschlechterspezifischer Differenzen mittels Multigroupanalyse und t-Tests
Auszug aus dem Buch
2.3.2 Tinder
Tinder, gegründet im Jahr 2012, ist schätzungsweise in fast 200 Ländern vertreten und hat mehr als 50 Millionen aktive Nutzer, davon etwa 10 Millionen täglich (K. Chin, Edelstein, und Vernon 2019; Orosz u. a. 2018). Tinder ist eine kostenlose Dating-App, die auf ein Mobiltelefon heruntergeladen oder in einem Browser verwendet werden kann. Um Tinder zu nutzen, kann sich der Benutzer mit Facebook, Google oder seiner Telefonnummer anmelden. Vor der Verwendung der App müssen die Benutzer soziodemografische Informationen wie Geschlecht, sexuelle Orientierung, romantische Interessen, Bildung oder Leidenschaften eingeben und den Zugriff auf den Standort aktivieren. Nach der Anmeldung können die Nutzer die App in der aufgebauten Logik nutzen (Stoicescu 2020).
Der Swiping-Mechanismus in Form von Like (Rechtswischen) und Dislike (Linkswischen) ist die Kernfunktionalität der App (David und Cambre 2016). Der Swipe ist eine Möglichkeit, den Wunsch nach weiterer Interaktion mit einem anderen zu signalisieren. Im Freemium-Modell sind die Nutzer auf 100 Rechtswischungen pro Tag beschränkt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Online-Datings ein, benennt das Forschungsziel und erläutert den strukturellen Aufbau der Master-Thesis.
2 Theoretische Fundierung des Studienumfelds: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe definiert, die Entwicklung von Online- zu Mobile-Dating nachgezeichnet, relevante Dating-Applikationen vorgestellt sowie der Stand der Forschung und die Forschungslücke dargelegt.
3 Aufstellung des Untersuchungsmodells: Dieses Kapitel beschreibt die Herleitung des IMBP-Modells, die Durchführung einer qualitativen Fokusgruppe, die Definition der Konstrukte sowie die Operationalisierung der Variablen für die empirische Untersuchung.
4 Überprüfung des Untersuchungsmodells: Hier wird der Prozess der Datenerhebung und -bereinigung beschrieben, die Stichprobe charakterisiert sowie das Mess- und Strukturmodell mittels PLS-SEM und Multigroupanalyse bewertet.
5 Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel interpretiert die Ergebnisse der Hypothesenprüfung, zieht ein Fazit zur Arbeit und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Schlüsselwörter
Generation Y, Mobile Dating, Tinder, Badoo, Lovoo, Bumble, Jaumo, Nutzungsverhalten, Erwartungshaltung, IMBP, Strukturgleichungsmodell, Smart PLS, Sensationslust, Vertrauen, Geschlechterunterschiede
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse geschlechtsspezifischer Unterschiede im Nutzungsverhalten und den Erwartungen der Generation Y gegenüber mobilen Dating-Applikationen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Akzeptanz und Nutzung von Dating-Apps, psychologische Determinanten wie Vertrauen und Sensationslust sowie die Anwendung des "Integrative Model of Behavioral Prediction".
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, objektiv zu untersuchen, welche Einflussfaktoren das Nutzungsverhalten von Männern und Frauen der Generation Y bei Dating-Apps bestimmen und ob dabei signifikante geschlechtsspezifische Divergenzen existieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wurde eine quantitative empirische Forschung unter Verwendung der Strukturgleichungsmodellierung (PLS-SEM) durchgeführt, ergänzt durch eine qualitative Vorstudie mittels einer Fokusgruppe.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Herleitung und Aufstellung eines Untersuchungsmodells sowie dessen anschließende statistische Überprüfung anhand eines erhobenen Datensatzes.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Generation Y, Mobile Dating, Nutzerverhalten, IMBP, Sensationslust und Geschlechterdifferenzen charakterisiert.
Was ergab die Multigroupanalyse bezüglich der Geschlechter?
Die Multigroupanalyse zeigte, dass die Pfadkoeffizienten zwischen Männern und Frauen kaum voneinander abweichen und somit keine statistisch signifikanten Unterschiede in den kausalen Beziehungen innerhalb des Modells bestehen.
Welche Rolle spielt die Generation Y in dieser Studie?
Die Generation Y dient als Grundgesamtheit, da sie als "Digital Natives" einen Großteil der Bevölkerung darstellt, die das Smartphone als integralen Bestandteil ihres Alltags nutzt.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2021, Analyse der geschlechtsspezifischen Divergenzen im Nutzungsverhalten und der Erwartungshaltung der Generation Y an Dating-Apps, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1334740