Dieses Dokument dient als Information über das Gebäudeautomatisierungssystem „Desigo“ der Firma Siemens und soll einen Überblick über die Eigenschaften und Funktionen des Systems bieten.
In den nachfolgenden Abschnitten werden die einzelnen Systemebenen des Leitsystems „Desigo“ erklärt. Es wird näher gebracht wie die Komponenten des Systems untereinander kompatibel sind und welche Funktionen über die Mensch-Maschine-Interfaces auf den jeweiligen Systemebenen realisiert sind. Weiters wird erläutert wie die einzelnen Managementfunktionen der zentralen Gebäudeleittechnik arbeiten.
Nicht Ziel dieser Arbeit ist es auf detaillierte technische Eigenschaften des Leit- und Bussystems einzugehen sowie die Beleuchtung der Feldbusautomatisierung. Diese Daten können bei Bedarf aus den entsprechenden Datenblättern der Firma Siemens (siehe Anhang) und facheinschlägiger Literatur entnommen werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Allgemeine Systembeschreibung
2. Die Managementebene
2.1 Softwarefunktionen der zentralen Leittechnik
2.1.1 Aufzeichnungsfunktionalität
2.1.2 Ereignisverarbeitungsfunktionalität
2.1.3 Zeitfunktionalität
2.1.4 Nutzerzugriffsverwaltung
2.1.5 Grafikdarstellung
2.2 Datenauswertung und Energiemanagement
3. Die Automatisierungsebene
3.1.1 kompakte Prozessstationen
3.1.2 modular aufgebaute Prozessstationen
3.1.3 MMI in der Automatisierungsebene
3.1.4 Webserver für Automatisierungsebene
4. Die Feldebene
4.1 Baugruppen zur Signalverarbeitung
4.2 Raumautomatisierung
4.2.1 Raumautomation auf Basis LonMark
4.2.2 Raumautomation auf Basis KNX (EIB)
5. Intergration von Drittherstellern
6. Software-Engineering
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit bietet einen umfassenden Überblick über das Gebäudeautomatisierungssystem „Desigo“ der Firma Siemens. Ziel ist es, die Funktionsweise der verschiedenen Systemebenen, deren Interoperabilität und die Möglichkeiten der Prozessführung darzustellen, ohne dabei in die detaillierte technische Konfiguration auf Feldbusebene einzutauchen.
- Struktur und Funktionen der Managementebene
- Aufbau der Automatisierungsebene mit Prozessstationen
- Funktionalität der Feldebene und Raumautomatisierung
- Integration von Drittherstellern und Standards
- Software-Engineering und Programmierung mittels D-MAP
Auszug aus dem Buch
1.1 Allgemeine Systembeschreibung
Siemens DESIGO ist die Zusammenfassung von frei programmierbaren Prozessstationen mit modularem Aufbau. Die Komponenten sind in der kompletten Breite der Gebäudetechnik einsetzbar. Das System besteht aus integrierten Steuer- und Regeleinrichtungen, die auf allen Systemebenen (Management-, Automatisierungs- und Feldebene) zum Einsatz kommen können. Das System hat neben automatisierten Bedienungsfunktionen über die zentrale Gebäudeleittechnik auch die Funktion von Datenprozessierung und Energiemanagement.
Dabei setzt das System vorwiegend auf offene Kommunikationsstandards und daher auch bei Erweiterungen einer bereits installierten Basis mit diversen Drittherstellern flexibel. Das Leitsystem besteht aus einem voll skalierbaren Sortiment an Prozessautomatisierungsstationen, Einzelraumregeleinheiten und MMI-Bedien und Eingreifmöglichkeiten auf allen Systemebenen. Das System kommuniziert auf Grundlage folgender Standards:
BACnet über das Kommunikationsmedium Lon oder Ethernet/IP – Kommunikation in der Automatisierungs- und Managementebene
LON, KNX (EIB) und PPS2 über das Kommunikationsmedium Lon oder Zweidrahtleitung – Kommunikation in der Feld- und Automatisierungsebene
Mod-Bus, SED2, M-Bus, OPC – Kommunikation über diverse Medien je nach Erfordernis der Integration von Geräten dritter Hersteller - Vorwiegend in der Automatisierungs-, aber auch in der Feldebene möglich.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Desigo-System von Siemens ein und erläutert dessen grundlegende Einsatzbereiche in der HLK-Automatisierung.
2. Die Managementebene: Hier werden die Softwarefunktionen zur Überwachung, Bedienung und Datenverwaltung innerhalb der Leittechnikzentrale beschrieben.
3. Die Automatisierungsebene: Dieses Kapitel erläutert den Aufbau der Prozessstationen und die Möglichkeiten der Mensch-Maschine-Schnittstellen (MMI) innerhalb der Automatisierung.
4. Die Feldebene: Hier wird der Funktionsumfang der Ein- und Ausgabebaugruppen sowie die spezifischen Lösungen für die Raumautomatisierung mittels LonMark oder KNX (EIB) behandelt.
5. Intergration von Drittherstellern: Dieses Kapitel beschreibt die Möglichkeiten der Einbindung fremder Systeme und Schnittstellen in das Desigo-Gesamtsystem.
6. Software-Engineering: Hier liegt der Fokus auf den professionellen Softwarewerkzeugen und der Programmiersprache D-MAP zur Projektierung der Automatisationsstationen.
Schlüsselwörter
Automatisierungsebene, BACnet, Datenpunkt, Desigo, Feldebene, Gebäudeleittechnik, Insight, Leitsystem, Managementebene, Systemtopologie, HLK-Technik, Prozessstation, D-MAP, Raumautomatisierung, Interoperabilität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit liefert einen strukturierten Überblick über das Gebäudeautomatisierungssystem „Desigo“ von Siemens und erklärt dessen Aufbau und Funktionalitäten auf verschiedenen Ebenen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen umfassen die Managementebene, die Automatisierungsebene, die Feldebene sowie Aspekte des Software-Engineerings in der Gebäudeautomation.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, dem Leser ein Verständnis für die Systemarchitektur, die Skalierbarkeit und die Interoperabilität von Desigo zu vermitteln, ohne dabei tief in technische Datenblatt-Details einzusteigen.
Welche wissenschaftliche bzw. technische Methode wird primär beschrieben?
Die Arbeit beschreibt die systemtheoretische Gliederung in Ebenen (Management, Automatisierung, Feld) und den Einsatz offener Kommunikationsstandards wie BACnet und LonMark.
Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beschreibung der Software-Funktionen der Leittechnik, die Hardware-Komponenten der Automatisierung und die Umsetzung von Raumautomationskonzepten.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind Gebäudeleittechnik, Desigo, Managementebene, Automatisierungsebene, BACnet und Systemtopologie.
Wie unterscheidet sich die Raumautomatisierung zwischen LonMark und KNX?
Beide Systeme sind funktional gleichwertig, wobei das Desigo RXC-System auf dem LonTalk-Protokoll basiert und das RXB-System auf den KNX-Bus zurückgreift, welcher sich besonders für allgemeine Büroanwendungen eignet.
Welche Rolle spielt die D-MAP Programmiersprache?
D-MAP (DESIGO Modular Application Programming) ist eine speziell für haustechnische Anlagen entwickelte, grafische Programmiersprache zur Implementierung komplexer Steuer- und Regelstrategien.
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- Dipl.-Ing. (FH) Simon Hemstreit (Autor), 2008, Leitsysteme. Siemens „Desigo“, ein flexibles Gebäudeautomatisierungssystem, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/133480