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Konstruktion kultureller Stereotype im Gegenwartsfilm

Titel: Konstruktion kultureller Stereotype im Gegenwartsfilm

Bachelorarbeit , 2017 , 58 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Master Fenja Gruetz (Autor:in)

Kulturwissenschaften - Allgemeines und Begriffe
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf der Darstellung von Stereotypen im Gegenwartsfilm. Dieses Vorgehen wurde gewählt, da Filme bzw. das Fernsehen im Allgemeinen als ein viel genutztes Medium gelten. Im Zuge der Sozialisation werden die Menschen verstärkt durch Medien geprägt und bilden durch die vermittelten Bilder und Repräsentationen von Mitgliedern fremder Gruppen Vorstellungen über „Andere“. Für die Analyse wurden ein deutscher und ein französischer Film festgelegt, die in der vorliegenden Arbeit bezüglich stereotypisierter Gestaltung untersucht werden. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf der Repräsentation der Charaktere, da sich in den vorhergehenden Kapiteln auf stereotype Eigenschaften und den Umgang mit Fremdheit konzentriert wird.

Es stellt sich die Frage, ob auf Stereotype gänzlich verzichtet werden kann. Hinsichtlich der Funktion der Komplexitätsreduktion erscheint die Antwort eindeutig negativ auszufallen. Um die Frage beantworten zu können, müssen die Zusammenhänge beleuchtet werden, durch die Stereotype entstehen. Dabei steht vor allem das Fremde im Vordergrund, denn Fremdheit und der Vergleich zwischen Eigenem und Fremdem sind als Grundvoraussetzungen für die Bildung von Stereotypen zu betrachten. Über Unvertrautes liegen am wenigsten Informationen vor und daher werden diese Lücken von den jeweiligen Individuen ausgefüllt und verallgemeinert auf fremde Gruppen angewandt. In kognitiver Hinsicht ist der Abbau von Verallgemeinerungen nur sehr schwer umzusetzen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Stereotype

2.1 Definition und Abgrenzung

2.2 Formen von Stereotypen

2.3 Wirkung von Stereotypen

2.4 Funktionen von Stereotypen

3. Konstruktion kultureller Stereotype

3.1 Vorurteils- und Stereotypenforschung

3.2 „Wir“ und „die Anderen“

3.3 Stereotype im Film

4. Filmanalysen

4.1 „Die Fremde“ (2010)

4.1.1 Figurenkonstellation

4.1.2 Nationale Stereotype

4.1.3 Religiöse Stereotype

4.1.4 Geschlechtliche Stereotype

4.2 „Monsieur Claude und seine Töchter“ (2014)

4.2.1 Figurenkonstellation

4.2.2 Nationale Stereotype

4.2.3 Religiöse Stereotype

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Bachelorarbeit untersucht die Konstruktion und Darstellung kultureller Stereotype in zeitgenössischen Filmen und analysiert, wie diese Medien zur Festigung oder Hinterfragung von Vorurteilen gegenüber sozialen Gruppen beitragen.

  • Wissenschaftliche Grundlagen der Stereotypen- und Vorurteilsforschung
  • Die kognitive und soziale Funktion von Stereotypen
  • Konstruktion von „Wir“- und „Anderen“-Gruppen
  • Analyse der Stereotypisierung in den Filmen "Die Fremde" und "Monsieur Claude und seine Töchter"

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

„Ein bisschen rassistisch sind wir doch alle irgendwie.“

Mit diesen Worten entschuldigt der muslimische Algerier Rachid das vorurteilsbehaftete Verhalten seines Schwiegervaters in der französischen Komödie „Monsieur Claude und seine Töchter“. Oberflächlich betrachtet wirkt diese Aussage unbedacht und darüber hinaus diskriminierend. Doch hinter den Worten steckt eine Botschaft, die den Alltagsrassismus kritisiert, und auf die Verallgemeinerungen aufmerksam macht, die von Individuen geschaffen werden.

Im Alltag werden die Menschen mit vielschichtigen komplexen Sachverhalten konfrontiert, deren objektiv korrekte kognitive Verarbeitung nicht geleistet werden kann. Daher entwickeln sich stereotype Denkmuster, die auf Erfahrungen und individuellen Einstellungen basieren und die kognitiven Strukturen simplifizieren. Außerdem beinhalten Stereotype wichtige Funktionen, wie die Bildung einer sozialen Identität, die einem Individuum eine Gruppenzugehörigkeit verleiht und kollektive Systeme zusammenhält. Jedoch geht mit der Gruppenbildung häufig die Abgrenzung zu Fremdgruppen einher, wobei zwischen Eigenem und Fremdem differenziert wird. Das „Wir“ wird hierbei aufgewertet, „die Anderen“ werden abgewertet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Stereotypen ein und erläutert die Relevanz der Filmanalyse als Medium zur Untersuchung gesellschaftlicher Vorurteile.

2. Stereotype: Das Kapitel bietet eine theoretische Fundierung, indem es den Begriff des Stereotyps definiert, dessen unterschiedliche Formen darstellt und die zugrunde liegenden kognitiven Wirkungsweisen erörtert.

3. Konstruktion kultureller Stereotype: Hier werden die Mechanismen der Identitätsbildung durch Gruppenbildung sowie die Rolle der Medien bei der Aufrechterhaltung stereotypisierender Bilder detailliert diskutiert.

4. Filmanalysen: Dieses Hauptkapitel wendet die theoretischen Erkenntnisse auf das Drama „Die Fremde“ und die Komödie „Monsieur Claude und seine Töchter“ an, um konkrete nationale, religiöse und geschlechtliche Stereotype herauszuarbeiten.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert, inwiefern die moderne filmische Darstellung von Fremdheit zur kritischen Auseinandersetzung mit Stereotypen anregen kann.

Schlüsselwörter

Stereotype, Vorurteile, Fremdheit, Filmanalyse, soziale Identität, Ingroup, Outgroup, Kultur, Diskriminierung, Komplexitätsreduktion, Medien, Migrationshintergrund, Rassismus, Rollenstereotype, Sozialisation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie kulturelle Stereotype konstruiert werden und welche Rolle Filme dabei spielen, diese Vorurteile entweder zu festigen oder kritisch zu hinterfragen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die wissenschaftliche Definition von Stereotypen, die psychologischen Funktionen der Kategorisierung sowie deren empirische Anwendung auf zwei sehr unterschiedliche Filme des Gegenwartsfilms.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Stereotype als kognitive Komponente von Vorurteilen funktionieren und welchen Einfluss diese auf die Wahrnehmung von Menschen mit Migrationshintergrund im Film haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Filmanalyse, welche die Filme „Die Fremde“ und „Monsieur Claude und seine Töchter“ hinsichtlich spezifischer Stereotypisierungen untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Konzepte zur Vorurteilsforschung besprochen als auch die konkrete Analyse der Figurenkonstellationen, der nationalen, religiösen und geschlechtlichen Stereotype in den ausgewählten Filmen durchgeführt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Stereotyp, Vorurteil, soziale Identität, Fremdheit, Filmanalyse und Interkulturalität beschreiben.

Inwieweit unterscheiden sich die untersuchten Filme in ihrer Stereotypendarstellung?

Während „Die Fremde“ Stereotype eher ernsthaft zur Darstellung von Tragik nutzt, setzt „Monsieur Claude und seine Töchter“ auf eine humorvolle Überzeichnung und Provokation, um die Absurdität von Vorurteilen offenzulegen.

Kommt die Arbeit zu dem Schluss, dass Stereotype vollständig vermeidbar sind?

Nein. Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass Stereotype kognitiv tief verankert sind und zur Komplexitätsreduktion dienen, weshalb eine vollständige Unterbindung kaum möglich ist; wohl aber eine kritische Reflektion.

Ende der Leseprobe aus 58 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Konstruktion kultureller Stereotype im Gegenwartsfilm
Hochschule
Universität Vechta; früher Hochschule Vechta
Note
1,3
Autor
Master Fenja Gruetz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
58
Katalognummer
V1334916
ISBN (PDF)
9783346856470
ISBN (Buch)
9783346856487
Sprache
Deutsch
Schlagworte
konstruktion stereotype gegenwartsfilm
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Master Fenja Gruetz (Autor:in), 2017, Konstruktion kultureller Stereotype im Gegenwartsfilm, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1334916
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  58  Seiten
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