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Jugendkriminalität. Präventionsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit am Beispiel der Initiative "Kurve kriegen"

Title: Jugendkriminalität. Präventionsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit am Beispiel der Initiative "Kurve kriegen"

Bachelor Thesis , 2022 , 61 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Insbesondere im Bereich der Jugendkriminalität spielt die Prävention in der sozialen Arbeit eine wichtige Rolle und ist deshalb Hauptthema dieser Bachelorthesis. Wie dieses präventive Handeln im Bereich der Sozialen Arbeit gelingen kann, welche Möglichkeiten es hierbei gibt und wie sich diese in der Praxis anhand der kriminalpräventiven Initiative „Kurve kriegen“ umsetzen lassen, wird im Verlauf der Thesis beschrieben.

Zu Beginn der Arbeit wird der Begriff Jugendkriminalität definiert und sowohl Bezug auf die rechtliche Lage genommen, als auch beleuchtet, wie sich die aktuelle Situation im Bereich der Jugendkriminalität darstellt. Dieses Kapitel dient vor allem dazu, einen Überblick über die derzeitige Lage in Deutschland zu vermitteln. Da sich diese Arbeit mit den Präventionsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit beschäftigt, wird im darauffolgenden Kapitel veranschaulicht, was der Begriff Soziale Arbeit bedeutet, welche Ziele und Funktionen diese beinhaltet und welche Einsatzbereiche die Soziale Arbeit in Bezug auf die Prävention bietet. Da es in der Bachelorthesis um Jugendkriminalität geht, soll vor allem der Bereich der Kinder- und Jugendhilfe betrachtet werden. Hierbei wird verdeutlicht, wie Soziale Arbeit und Prävention zusammenhängen. Im Folgenden werden die verschiedenen Arten der Prävention aufgeführt, um zu veranschaulichen, wie konkrete Präventionsmaßnahmen aussehen und in welchen Bereichen sie sinnvoll sind. Im anschließenden Teil wird die kriminalpräventive Initiative „Kurve kriegen“ vorgestellt, um einen Praxisbezug zu den vorher genannten theoretischen Grundlagen zu vermitteln.

Die Soziale Arbeit ist ein Arbeitsbereich, der sehr vielfältig und facettenreich ist. Durch unterschiedlichste Angebote soll eine positive Entwicklung der Gesellschaft gefördert und einzelne Individuen bei der Bewältigung ihrer persönlichen Herausforderungen oder Klärung ihrer Anliegen unterstützt werden. Eine Methode, die bereits sehr früh in dem oben genannten Prozess ansetzt und durch die einer schädlichen Entwicklung entgegengewirkt werden soll, ist die Prävention. Durch diese sollen Probleme schon vor deren Eintreten vermieden werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Forschungsstand

1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit

1.3 Methodisches Vorgehen

2 Jugendkriminalität

2.1 Definition und Abgrenzung

2.2 Rechtliche Lage

2.2.1 Formen der Kriminalität

2.2.2 Abgrenzung Wiederholungstäter und Intensivtäter

2.3 Zahlen, Daten und Fakten zur Jugendkriminalität

3 Soziale Arbeit

3.1 Definition und Abgrenzung

3.2 Ziele und Funktion

3.3 Einsatzbereiche der Sozialen Arbeit in Bezug auf Prävention

4 Prävention

4.1 Begriffsbestimmung

4.2 Arten der Prävention

4.3 Prävention in der Sozialen Arbeit

4.4 Präventionsmöglichkeiten im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe

5 Initiative „Kurve kriegen“

5.1 Vorstellung der Initiative

5.2 Zahlen und Kosten

5.3 Ziele der Initiative

5.4 Bisherige Erfolge

5.5 Weitere Präventionsprojekte in Bezug auf Jugendkriminalität

6 Diskussion

6.1 Chancen und Potentiale der Prävention

6.2 Grenzen der Prävention

6.3 Handlungsempfehlungen und Verbesserungsvorschläge

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der Prävention innerhalb der Sozialen Arbeit, um der Jugendkriminalität entgegenzuwirken. Dabei wird insbesondere erforscht, wie durch ein frühzeitiges, vernetztes Handeln kriminelle Karrieren bei gefährdeten Kindern und Jugendlichen verhindert werden können.

  • Analyse der theoretischen Grundlagen von Jugendkriminalität, Sozialer Arbeit und Prävention.
  • Untersuchung der rechtlichen Rahmenbedingungen und der Rolle der Kinder- und Jugendhilfe.
  • Detaillierte Fallstudie der kriminalpräventiven Initiative „Kurve kriegen“ in Nordrhein-Westfalen.
  • Bewertung von Chancen, Potenzialen und Grenzen präventiver Sozialarbeit.
  • Entwicklung von Handlungsempfehlungen zur Optimierung präventiver Angebote.

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Abgrenzung Wiederholungstäter und Intensivtäter

Neben den Formen der Kriminalität spielt ebenfalls die Intensität und die Häufigkeit der Begehung von Straftaten eine Rolle. Es wird deshalb zwischen Einmaltätern, Wiederholungs- und Intensivtätern unterschieden. Insbesondere die Abgrenzung von Wiederholungs- und Intensivtätern nimmt hierbei eine wichtige Position ein. Grund dafür ist zu verdeutlichen, mit welcher jugendlichen Zielgruppe sich die Initiative „Kurve kriegen“ beschäftigt. Wie bereits in Kapitel 2.1 erwähnt, handelt es sich bei Jugendkriminalität oftmals um eine ubiquitäre Verhaltensweise, die sich im Verlauf der Jugend von selbst aufhebt. Jedoch gibt es eine Vielzahl an Fällen, in denen sich Jugendkriminalität verfestigt und zum langwierigen Problem wird, das sich nicht von alleine löst und wieder verschwindet. Mehrere Instanzen, insbesondere die Polizei und die Jugendhilfe, haben es sich zur Aufgabe gemacht, junge Straftäter, die wiederholt auffällig geworden sind, durch bestimmte Maßnahmen dabei zu unterstützen, keine weiteren Straftaten zu begehen.

Grund dafür ist, dass sich diese genannten Mehrfach- und Intensivtäter deutlich von Einmaltätern abheben. „Man geht nunmehr davon aus, dass eine kleine Gruppe junger Rechtsbrecher (ca. 5%) keine jugendtypisch-ubiquitäre Kriminalität an den Tag legt, sondern sich durch ein in der Entwicklung konstantes und sehr früh einsetzendes delinquentes Verhalten auszeichnet.“ Schon hier wird der Unterschied zu Einmaltätern sehr deutlich. Begeht ein junger Mensch mehr als fünf Straftaten, die innerhalb eines Kalenderjahres registriert werden, spricht die Polizei von einem Intensivtäter. Jedoch ist hierbei zu erwähnen, dass es unterschiedliche Auffassungen darüber gibt, ab wann ein jugendlicher Straftäter als Intensivtäter gilt. Dies ist davon abhängig, auf welcher Definitionsgrundlage die Personen betrachtet und beurteilt werden. Unterschiedliche Instanzen definieren den Begriff Intensivtäter demnach auch differenziert. Des Weiteren wird davon ausgegangen, dass ca. 10% junger Tatverdächtiger für ca. 50% der Straftaten in dieser Altersgruppe verantwortlich sind. Es stellt sich hierbei natürlich die Frage, welche Ursachen und Gründe dafür verantwortlich sind, dass sich ein kriminelles Verhalten verfestigt und der jugendliche Tatverdächtige immer wieder in Erscheinung tritt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab, definiert das Problem der Jugendkriminalität und stellt das methodische Vorgehen dar.

2 Jugendkriminalität: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Jugendkriminalität, beleuchtet die rechtlichen Grundlagen und geht auf die Unterscheidung von Tätern ein.

3 Soziale Arbeit: Hier werden Definition, Ziele, Funktionen und die spezifischen Einsatzbereiche der Sozialen Arbeit dargelegt.

4 Prävention: Dieses Kapitel definiert den Präventionsbegriff, beschreibt dessen verschiedene Arten und erörtert die Relevanz für die Kinder- und Jugendhilfe.

5 Initiative „Kurve kriegen“: Der Teil stellt die Initiative „Kurve kriegen“ vor, analysiert deren Ziele, Kosten, Struktur und reflektiert bisherige Erfolge sowie vergleichbare Programme.

6 Diskussion: Die Diskussion bewertet kritisch die Potenziale und Grenzen von Präventionsarbeit und leitet Handlungsempfehlungen ab.

7 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse der Bachelor-Thesis zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen im Bereich der Jugendkriminalität.

Schlüsselwörter

Jugendkriminalität, Soziale Arbeit, Prävention, Kurve kriegen, Intensivtäter, Kriminalstatistik, Kinder- und Jugendhilfe, Jugendgerichtsgesetz, Sozialer Wandel, Früherkennung, Netzwerk, Delinquenz, Intervention, Risikofaktoren, Opferschutz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Grenzen der Kriminalprävention durch die Soziale Arbeit, unter besonderer Berücksichtigung der nordrhein-westfälischen Initiative „Kurve kriegen“.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Zentrale Themen sind die Definition von Jugendkriminalität, die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die verschiedenen Arten der Prävention und die praktische Umsetzung durch moderne Unterstützungsangebote.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Nutzen präventiver Sozialarbeit bei der Verhinderung krimineller Karrieren bei Kindern und Jugendlichen aufzuzeigen und Strategien für eine effektivere Praxis abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine umfassende Literaturrecherche, die Nutzung von Kriminalstatistiken (PKS) sowie die Analyse offizieller Handlungsleitfäden und Evaluationsberichte der Initiative „Kurve kriegen“.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe Prävention und Soziale Arbeit sowie eine detaillierte Praxisdarstellung der Initiative „Kurve kriegen“ und weiterer Präventionsprojekte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die wichtigsten Begriffe sind Jugendkriminalität, Prävention, Soziale Arbeit, Intensivtäter, Intervention, Netzwerkarbeit und Früherkennung.

Was macht die Initiative „Kurve kriegen“ besonders?

Die Initiative zeichnet sich durch einen sekundärpräventiven Ansatz aus, der frühzeitig bei polizeilich auffälligen Jugendlichen ansetzt und auf einer engen Zusammenarbeit zwischen Polizei, Jugendhilfe und Familien basiert.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Intensivtätern und Einmaltätern wichtig?

Diese Unterscheidung ist essenziell für die Auswahl passgenauer pädagogischer Maßnahmen und die Vermeidung von Intensivtäterkarrieren.

Welche Herausforderungen bei der Prävention identifiziert der Autor?

Kritisiert wird insbesondere die Diskurs-Problematik um „soziale Kontrolle“, die schwierige Messbarkeit des Erfolgs und die notwendige, aber herausfordernde Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Institutionen.

Welche Empfehlungen gibt die Autorin für die Zukunft?

Empfohlen werden der Ausbau primärpräventiver Angebote, die Stärkung lokaler Netzwerke sowie eine kontinuierliche Evaluation bestehender Programme zur fortwährenden Verbesserung.

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Details

Title
Jugendkriminalität. Präventionsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit am Beispiel der Initiative "Kurve kriegen"
College
University of Applied Sciences Essen
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2022
Pages
61
Catalog Number
V1335196
ISBN (PDF)
9783346835093
ISBN (Book)
9783346835109
Language
German
Tags
Jugendkriminalität Kurve kriegen Prävention Soziale Arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2022, Jugendkriminalität. Präventionsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit am Beispiel der Initiative "Kurve kriegen", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1335196
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