Im Gegensatz zum Pressesektor sieht sich der Rundfunksektor in
Deutschland starken Regulierungsmaßnahmen unterworfen. Begründet
werden diese Maßnahmen zum einen mit Elementen des Marktversagens,
zum anderen mit „medienpolitisch unerwünschten Folgen des
ökonomischen Wettbewerbs“1 sowie mit der besonderen Rolle des
Rundfunks aufgrund seiner „Breitenwirkung, Aktualität und
Suggestivkraft“2.
Ziel dieses Referats ist es, Einblick in all diese Rundfunk-
Regulierungsformen zu verschaffen. Es ist in drei Hauptblöcke gegliedert:
Einer allgemeinen Einführung in das Thema Regulierung, in der sowohl
historische als auch aktuelle Aspekte dargestellt werden, folgt konkret der
Bereich des öffentlich-rechtlichen sowie danach des privaten Rundfunks.
Ergänzend folgt noch ein kleines Kapitel, das sich den Mediendiensten
widmet; diese sind zwar nicht dem Rundfunk zuzurechnen, von den
Rezipienten werden sie in der Regel aber als solcher empfunden.
1 Heinrich, S. 83.
2 Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 22. Februar 1994, S. 36; zitiert in: Heinrich, S. 83.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Regulierung
- historische und aktuelle Grundlagen
- Der öffentlich-rechtliche Rundfunk
- Programminhaltliche Regulierung
- Probleme bei der programminhaltlichen Regulierung
- Gebührenregulierung / KEF
- Werberegulierung
- Regulierung sonstiger Erwerbswirtschaft
- Privater Rundfunk
- Zulassung
- Programminhaltliche Regulierung
- Werberegulierung
- Landesmedienanstalten – Aufbau und Programmkontrolle
- KEK
- Mediendienste
- Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieses Referat bietet einen umfassenden Einblick in die verschiedenen Regulierungsformen des Rundfunks in Deutschland. Es beleuchtet sowohl historische als auch aktuelle Aspekte der Regulierung und konzentriert sich auf den öffentlich-rechtlichen sowie den privaten Rundfunk. Zusätzlich wird ein kurzer Überblick über Mediendienste gegeben.
- Die historischen und aktuellen Grundlagen der Rundfunk-Regulierung
- Die Regulierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
- Die Regulierung des privaten Rundfunks
- Die Rolle der Mediendienste im Regulierungssystem
- Die Bedeutung der Meinungsvielfalt und Staatsfreiheit im Rundfunk
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Das Referat untersucht die Regulierungsmaßnahmen im deutschen Rundfunksystem, die mit Elementen des Marktversagens und der besonderen Rolle des Rundfunks begründet werden. Es konzentriert sich auf die Regulierung des öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunks und beinhaltet auch eine Betrachtung von Mediendiensten.
Regulierung - historische und aktuelle Grundlagen
Der Abschnitt beleuchtet die Entwicklung der Regulierung im Rundfunk, beginnend mit der Einführung des dualen Rundfunksystems und der Deregulierung des öffentlich-rechtlichen Monopols durch das dritte Rundfunkurteil des Bundesverfassungsgerichts. Er analysiert die Bedeutung des Bundesverfassungsgerichts für die Festlegung des Rundfunkauftrags, der die Meinungsvielfalt und die Staatsfreiheit gewährleisten soll.
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk
Dieser Teil befasst sich mit den verschiedenen Regulierungsmechanismen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, einschließlich der programminhaltlichen Regulierung, der Gebührenregulierung, der Werberegulierung und der Regulierung anderer Erwerbswirtschaftstätigkeiten.
Privater Rundfunk
Der Abschnitt widmet sich der Regulierung des privaten Rundfunks, insbesondere der Zulassung privater Anbieter, der programminhaltlichen Regulierung, der Werberegulierung, der Rolle der Landesmedienanstalten und der KEK (Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich).
Mediendienste
Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über die Regulierung von Mediendiensten, die nicht dem Rundfunk zuzurechnen sind, aber von den Rezipienten in der Regel als solcher wahrgenommen werden.
Schlüsselwörter
Rundfunk, Regulierung, öffentlich-rechtlicher Rundfunk, privater Rundfunk, Mediendienste, Meinungsvielfalt, Staatsfreiheit, Monopolfreiheit, Bundesverfassungsgericht, Rundfunkurteil, KEF, KEK, Landesmedienanstalten
Häufig gestellte Fragen
Warum wird der Rundfunk in Deutschland stärker reguliert als die Presse?
Dies wird mit seiner Breitenwirkung, Aktualität und Suggestivkraft begründet sowie mit der Notwendigkeit, Meinungsvielfalt zu sichern.
Was ist die Aufgabe der KEF?
Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) prüft, wie viele Gebührenmittel ARD, ZDF und Deutschlandradio benötigen.
Welche Rolle spielen die Landesmedienanstalten beim privaten Rundfunk?
Sie sind für die Zulassung privater Sender verantwortlich und kontrollieren die Einhaltung von Jugendschutz- und Werbebestimmungen.
Was versteht man unter dem dualen Rundfunksystem?
Es beschreibt das Nebeneinander von öffentlich-rechtlichem Rundfunk (gebührenfinanziert) und privatem Rundfunk (werbefinanziert) in Deutschland.
Was ist die KEK?
Die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) wacht darüber, dass kein Medienunternehmen eine vorherrschende Meinungsmacht erlangt.
- Quote paper
- Marcel Maack (Author), 2002, Regulierung im Bereich der elektronischen Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13353