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Das Prager Mosaik

Eine Darstellung des Jüngsten Gerichts an der Goldenen Pforte des Veitsdoms

Title: Das Prager Mosaik

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 36 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Studentin Heike Kramer (Author)

Art - Architecture / History of Construction
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Summary Excerpt Details

Zu Beginn der Arbeit wird zunächst der historische Rahmen zur ersten allgemeinen
Einordnung des Mosaiks am Prager Veitsdom abgesteckt. Direkt anschließend soll der
Versuch eines bündigen Überblicks über die Forschung die Grundlage für eine nähere
Untersuchung der Goldenen Pforte schaffen. Dabei wird nun wiederum eingrenzend der
genaue Ort und der umgebende architektonische Kontext des Mosaiks dargestellt, damit
folgend das Werk selbst ausführlich betrachtet werden kann. Innerhalb dieser umfassenden
Betrachtung tragen Hintergrundinformationen zur Ikonographie des Jüngsten Gerichts an
Portalen und zur Bedeutung des Mediums Mosaik dazu bei, dass es daraufhin in Kapitel 3
seiner Funktion und Bedeutung zugeordnet werden kann. Ein besonders wichtiges Element
der Jüngsten Gerichtsdarstellung am Veitsdom ist der Auftraggeber Karl IV. im Portalbild
selbst. Dieses bedeutungsvolle Detail begründet die Existenz des vierten Kapitels, in dem das
Bildnis des Kaisers an der Goldenen Pforte im Vergleich zu ausgewählten Exemplaren von
Bildnissen Karls in anderen Medien und Kontexten untersucht wird. Schließlich soll im
Rahmen einer Schlussbetrachtung versucht werden, noch einmal zusammenfassend zu
resümieren und ein weiterer Gedankengang soll ergänzend die Möglichkeit
veranschaulichen, den Blick auf das Bild aus einem weiteren Winkel zu betrachten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Mosaik

2.1. Historische Rahmenbedingungen und Forschungsstand

2.2. Beschreibung der goldenen Pforte des Veitsdoms

2.3. Analytische Betrachtung des Prager Mosaiks

2.4. Ikonographische Tradition des Jüngsten Gerichts an Kirchenportalen

2.5. Zur Bedeutung des Mediums Mosaik

3. Besonderheit, Bedeutung und Funktion des Prager Mosaiks

4. Das Bildnis Karls IV. innerhalb des Mosaiks

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Mosaik an der Goldenen Pforte des Prager Veitsdoms unter besonderer Berücksichtigung seiner ikonographischen Einzigartigkeit, seiner Funktion als Herrschafts- und Repräsentationsinstrument unter Kaiser Karl IV. sowie seiner Stellung im Kontext mittelalterlicher Mosaikkunst.

  • Historische Einordnung und Forschungsstand zur Goldenen Pforte
  • Ikonographische Analyse der Darstellung des Jüngsten Gerichts
  • Die Rolle des Mediums Mosaik als Mittel der Sakralisierung
  • Kaiser Karl IV. und seine Gattin als Supplikanten im Bildprogramm
  • Vergleich der kaiserlichen Bildnisse in verschiedenen Medien und Kontexten

Auszug aus dem Buch

3.2. Beschreibung der Goldenen Pforte des Veitsdoms

Das Mosaik zeichnet das Südportal des Veitsdoms auf bedeutungsvolle Weise aus. Die materielle Eigenheit der Darstellung des Jüngsten Gerichts gewährt dem in die Kathedrale eintretenden Betrachter gewissermaßen einen strahlenden Anblick auf die Fassade der Vorhalle, die das innere mit dem äußeren Portal verbindet. Auch die besondere Komposition, insbesondere im Bezug auf die abgebildeten Personen innerhalb dieser Darstellung ist auffällig und verdient gleich zu Beginn Erwähnung, weil sie anfangs irritierend wirkt, geht man von einer allgemeinen ikonographischen Tradition der Jüngsten Gerichtsdarstellung aus. Allerdings wird auf diese Aspekte nachfolgend noch ausführlicher eingegangen. Zunächst soll festgehalten werden, dass das Portal der Kathedrale den in der Literatur vorherrschenden Titel Porta Aurea oder einfach Goldene Pforte offensichtlich dem herausragenden Mosaik zu verdanken hat.

Der Entstehungszeitraum der Goldenen Pforte wird in der Forschungsliteratur unterschiedlich angegeben. Eingrenzend und mit allen im Verzeichnis aufgeführten Quellen übereinkommend lässt sich aber sagen, dass die Vorhalle Ende der 1360er Jahre durch den Architekten Peter Parler fertig gestellt worden ist und dass das Mosaik kurz danach, Anfang der 1370er Jahre an die Frontseite des Portals angebracht wurde. Betrachtet man den Grundriss des Veitsdoms, so ist das Südportal bzw. die Vorhalle am südlichen Querhaus des Doms gut zu erkennen. Sie ragt zwischen der Wenzelskapelle mit der Grabstätte des Heiligen Wenzels, die sich links mit quadratischem Grundriss fast bis zur Hälfte an das nördliche Mauerwerk der Vorhalle anschmiegt, sowie dem Südturm zur rechten Seite heraus und markiert somit den südlichsten Ort der Kathedrale.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Einordnung und Forschungsbasis des Prager Mosaiks ein und umreißt die methodische Herangehensweise der Arbeit.

2. Das Mosaik: In diesem Kapitel erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Entstehung, der baulichen Beschreibung, der analytischen Bildkomposition sowie der ikonographischen Einordnung des Werkes im Kontext des Mediums Mosaik.

3. Besonderheit, Bedeutung und Funktion des Prager Mosaiks: Dieses Kapitel erörtert die spezifische Funktion des Mosaiks als Ausdruck kaiserlicher Repräsentation und dessen Einbindung in den Heiligenkult und liturgischen Kontext der Kathedrale.

4. Das Bildnis Karls IV. innerhalb des Mosaiks: Hier wird die Rolle des kaiserlichen Stifterpaares im Bildprogramm analysiert und in einen vergleichenden Kontext zu weiteren kaiserlichen Bildnissen in Prag und auf Burg Karlstein gesetzt.

5. Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet das Mosaik als komplexes, vielschichtiges Werk, das die kaiserliche Herrschaftsideologie im christlichen Rahmen festigt.

Schlüsselwörter

Prager Mosaik, Veitsdom, Kaiser Karl IV., Goldene Pforte, Jüngstes Gericht, Ikonographie, Heiligenkult, Luxemburger, Mittelalterliche Kunst, Mosaikkunst, Repräsentation, Stifterbild, Elisabeth von Pommern, Porta Aurea, Sakralisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Mosaik der Goldenen Pforte des Veitsdoms in Prag, einer herausragenden Darstellung des Jüngsten Gerichts aus der Zeit Kaiser Karls IV.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Ikonographie des Jüngsten Gerichts, die kunsthistorische Bedeutung des Mediums Mosaik und die Rolle von Kaiser Karl IV. als Auftraggeber und Akteur im Bildprogramm.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Einzigartigkeit des Mosaiks zu begründen und aufzuzeigen, wie das Werk sowohl zur religiösen Andacht als auch zur kaiserlichen Selbstdarstellung und Machtlegitimation diente.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine kunsthistorische Untersuchung, die auf der Analyse zeitgenössischer Quellen, dem Vergleich mit ikonographischen Traditionen und der Interpretation der räumlich-liturgischen Einbettung basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die baulichen und formalen Aspekte des Mosaiks beschrieben, die Traditionen der Gerichtsdarstellung erläutert und die spezifische Bedeutung der darin integrierten Heiligen und des kaiserlichen Stifterpaares analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Prager Mosaik, Veitsdom, Kaiser Karl IV., Jüngstes Gericht, Ikonographie und Herrscherrepräsentation.

Warum wird das Mosaik als "einmalig" bezeichnet?

Die Einzigartigkeit ergibt sich daraus, dass nördlich der Alpen zu dieser Zeit keine vergleichbare monumentale Darstellung des Jüngsten Gerichts im Medium Mosaik an einem Portal bekannt ist.

Welche Rolle spielt das kaiserliche Stifterpaar im Mosaik?

Karl IV. und Elisabeth von Pommern werden als Supplikanten dargestellt, die durch ihre Gebetshaltung und Nähe zu den Heiligen eine Verbindung zwischen kaiserlicher Frömmigkeit und göttlichem Heilsversprechen herstellen.

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Details

Title
Das Prager Mosaik
Subtitle
Eine Darstellung des Jüngsten Gerichts an der Goldenen Pforte des Veitsdoms
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Kunstgeschichte )
Course
Prager Hofkunst unter den Luxemburgern
Grade
1,7
Author
Studentin Heike Kramer (Author)
Publication Year
2006
Pages
36
Catalog Number
V133571
ISBN (eBook)
9783640405138
ISBN (Book)
9783656490050
Language
German
Tags
Prager Mosaik Eine Darstellung Jüngsten Gerichts Goldenen Pforte Veitsdoms
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Studentin Heike Kramer (Author), 2006, Das Prager Mosaik , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/133571
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