Gegenstand dieser Hausarbeit ist der Diskurs zur Entwicklung der Republik Moldau hin zum Beitrittskandidat der EU, trotz zunehmenden Drucks Russlands, und der Bewahrung der politischen Neutralität vom Zeitpunkt der Unabhängigkeit bis heute.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretischer Zugang und Definitionen
2.1 Der Poststrukturalismus
2.2 Die poststrukturalistische Diskurstheorie nach Stahl und Harnisch
2.3 Definition des Diskursbegriffs
2.4 Definition der Begriffe Diskursformation, Diskurshegemonie und Diskursmuster
2.5 Identitäten in der Außenpolitik
2.6 Definition des Begriffs der Neutralität
3. Diskursanalyse
3.1 Darstellung und Entwicklung der Identitätskonstruktionen und der Diskursformationen in der Republik Moldau
3.2 Diskursanalyse nach der EU-Assoziierung 2014 bis zu Beginn des Ukraine-Kriegs 2022
3.3 Diskursanalyse nach Beginn des Kriegs in der Ukraine 2022
4. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das außenpolitische Verhalten der Republik Moldau zwischen dem Streben nach europäischer Integration und der Bewahrung ihrer verfassungsrechtlich verankerten Neutralität. Dabei wird analysiert, wie nationale Identitätskonstruktionen und konkurrierende Diskursformationen den politischen Kurs des Landes seit der Unabhängigkeit bis in die Gegenwart beeinflussen.
- Poststrukturalistische Diskurstheorie nach Stahl und Harnisch
- Identitätskonstruktionen in der Republik Moldau
- Einfluss der EU-Assoziierung seit 2014
- Außenpolitisches Spannungsfeld zwischen Russland und dem Westen
- Rolle der Neutralität im Kontext des Ukraine-Kriegs
Auszug aus dem Buch
2.2 Die poststrukturalistische Diskurstheorie nach Stahl und Harnisch
In der Diskurstheorie nach Bernhard Stahl und Sebastian Harnisch wird betont, wie sich nationale außenpolitische Identitäten durch den Diskurs entwickeln und zielt auf die Bewältigung von Lücken in der Identitätsforschung (Stahl/Harnisch: 35). In der nachfolgenden Hausarbeit wird vor allem auf das „Problem der konkurrierenden Identitäten“ eingegangen. Bei dieser Problemstellung geht es darum, die Frage zu beantworten, welche historisch relevanten Identitätskonstruktionen es gibt, welche den Diskurs gewinnt und die Oberhand im Diskurs hat (Harnisch: 2003: 338). Wenn Identität diskursiv erhoben wird, besteht die Schwierigkeit darin, die Mechanismen herauszufinden, die zeigen, warum und wann sich eine Diskursformation (siehe Definition der Diskursformationen) gegen eine andere durchsetzt (ebd.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung steckt den zeitlichen und geografischen Rahmen ab und thematisiert das Spannungsfeld der Republik Moldau zwischen postsowjetischen Strukturen, innenpolitischen Herausforderungen und einer westlich orientierten Außenpolitik.
2. Theoretischer Zugang und Definitionen: Dieses Kapitel legt das wissenschaftliche Fundament durch die Erläuterung der poststrukturalistischen Diskurstheorie sowie zentraler Begriffe wie Diskurs, Diskursformation, Identität und Neutralität.
3. Diskursanalyse: Der empirische Teil untersucht chronologisch die Entwicklung der Identitätskonstruktionen in der Republik Moldau, unterteilt in die Zeit vor dem Ukraine-Konflikt, die Phase der EU-Assoziierung und die Zeit nach Kriegsbeginn 2022.
4. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Diskursanalyse zusammen und bewertet die zukünftigen Herausforderungen der moldauischen Außenpolitik im Kontext der europäischen Integration.
Schlüsselwörter
Republik Moldau, Diskursanalyse, Poststrukturalismus, Außenpolitik, Identitätskonstruktion, Diskurstheorie, EU-Assoziierung, Neutralität, Ukraine-Krieg, Diskurshegemonie, Nationale Identität, Maia Sandu, Igor Dodon, Geopolitik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das außenpolitische Verhalten der Republik Moldau und untersucht, wie nationale Identitäten und verschiedene Diskursformationen den politischen Kurs des Landes zwischen einer pro-europäischen Ausrichtung und der Wahrung der Neutralität bestimmen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Zentrum stehen die poststrukturalistische Diskurstheorie, die Identitätsforschung im postsowjetischen Kontext sowie die spezifischen außenpolitischen Wendepunkte Moldaus, insbesondere das EU-Assoziierungsabkommen und der Einfluss des Ukraine-Kriegs.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, zu erklären, welche historischen Identitätskonstruktionen in der Republik Moldau existieren, welche davon im aktuellen politischen Diskurs dominieren und wie sich diese auf die Entscheidung für den Status als EU-Beitrittskandidat trotz der politisch neutralen Verfassung auswirken.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt die poststrukturalistische Diskurstheorie nach Stahl und Harnisch, um den politischen Diskurs und die Argumentationsmuster der moldauischen Akteure systematisch zu untersuchen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Diskurstheorie und eine anschließende Diskursanalyse, die die Entwicklung moldauischer Identitäten in drei zeitlichen Etappen untersucht: vor der Assoziierung, die Phase nach 2014 und die Zeit nach Beginn des Ukraine-Kriegs 2022.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wesentlichen Begriffe sind Republik Moldau, Diskursanalyse, Poststrukturalismus, Identitätskonstruktion, EU-Integration, Neutralität, Geopolitik und die politischen Akteure Maia Sandu sowie Igor Dodon.
Wie unterscheidet sich der zivile gegenüber dem ethischen Moldavinismus?
Der zivile Moldavinismus ist pro-europäisch ausgerichtet und strebt eine Integration in westliche Strukturen an, während der ethische Moldavinismus stärker an das postsowjetische Erbe und eine engere Bindung an Russland orientiert ist.
Welche Rolle spielt die Neutralität der Republik Moldau in der Analyse?
Die Neutralität wird als verfassungsrechtliches Konzept analysiert, das jedoch ständig im Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach EU-Sicherheit und dem wirtschaftlichem sowie politischem Druck durch Russland neu verhandelt werden muss.
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- Anonym (Author), 2022, Moldaus Beitritt in die EU. Diskursanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1336090