Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Arqueología

Knochenschnitzerei im Mittelalter

Título: Knochenschnitzerei im Mittelalter

Trabajo Escrito , 2005 , 25 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anna Gosslar (Autor)

Arqueología
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Bei der Beschäftigung mit dem Forschungsgegenstand der Knochenschnitzerei ergeben sich vor allem zwei grundsätzliche Probleme: Zum einen ist die Forschung im Vergleich zu anderen Themenkomplexen - zumindest in unseren Breitengraden - noch relativ jung. Erst ab den 1970ern begann man, sich intensiver mit der Knochenschnitzerei zu beschäftigen. Zum anderen ist die Kenntnis bezüglich der Werkstätten sehr gering. Sämtliche Aussagen müssen also anhand von Abfällen, Halbfabrikaten und deren Bearbeitungsspuren gemacht werden, wie im folgenden deutlich werden wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Forschungsstand

2. Materialbasis

3. Vorbereitung des Knochens zur Verarbeitung

4. Wesentliche Gegenstände aus Knochen

4.1 Kämme

4.1.1 Langzinkenkämme

4.1.2 Dreilagenkämme

4.1.3 einteilige Kämme

4.2 Würfel

4.2.1 Herstellungsverfahren von Würfeln

4.2.2 Entwicklung des Würflerhandwerks

4.3 Paternosterperlen

4.3.1 Herstellungstechnik der Paternosterperlen

4.3.2 Entwicklung des Paternosterhandwerks

4.4 Beschlagplättchen

4.4.1 Beschläge aus Rinderrippe

4.4.2 Beschläge aus Schulterblättern des Rindes

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die handwerkliche Knochenschnitzerei im Mittelalter mit einem Fokus auf die Rekonstruktion von Produktionsprozessen und technologischen Abläufen. Anhand archäologischer Abfallfunde, insbesondere aus Konstanz, analysiert die Autorin, wie aus Rindermetapodien standardisierte Gebrauchsgegenstände gefertigt wurden und welche Entwicklungsphasen diese Handwerkszweige durchliefen.

  • Technologische Analyse der Knochenverarbeitung
  • Rekonstruktion der Fertigungsverfahren für Kämme, Würfel und Paternosterperlen
  • Untersuchung der handwerklichen Spezialisierung und Rationalisierung
  • Auswertung archäologischer Abfallfunde als Primärquelle

Auszug aus dem Buch

4.2.2 Entwicklung des Würflerhandwerks

Das Konstanzer Material kann bezüglich der handwerklichen Entwicklung in drei Phasen unterteilt werden: Die erste Phase erstreckte sich über das Ende des 13. Jahrhunderts und das gesamte 14. Jahrhundert. Hier variierte die Würfelgröße noch zwischen vier und zehn Millimetern.

Die Würfel wurden von wenigen Personen produziert, von denen jede mehrere Arbeitsschritte ausführen musste. Für die zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts wird sogar angenommen, dass Würfler und Paternosterer sich eine Werkstatt teilten, was auch sinnvoll erscheint, da die ersten Arbeitsschritte identisch waren. In den Abfällen überwiegen eindeutig Würfelstabenden im Vergleich zu Rohlingen und fertigen Würfeln. Es wurde also sehr sorgfältig gearbeitet.

Ab der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurden nachweislich sehr feine Sägen verwendet, die zwar Material sparten, sich in der Handhabung allerdings als sehr zeitaufwendig erwiesen, da mit ihnen vorsichtig umgegangen werden musste, damit sie nicht zerbrachen.

Eine außergewöhnliche Besonderheit dieser ersten Phase war die Veredelung der Würfel durch geschwungene Seiten, was evtl. durch die natürliche Krümmung einer Seite wegen des Markkanals entstand. Diese Seite konnte also beim Zubeilen dieser Würfelform belassen werden, die restlichen wurden evtl. mit einem Schnitzmesser mit halbrunder Klinge bearbeitet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Forschungsstand: Erläutert die Problematik der spärlichen Quellenlage zur Knochenschnitzerei und die Notwendigkeit, Rückschlüsse aus Abfallfunden zu ziehen.

2. Materialbasis: Definiert Rindermetapodien als primäres Ausgangsmaterial aufgrund ihrer Verfügbarkeit, Kosten und physischen Eigenschaften.

3. Vorbereitung des Knochens zur Verarbeitung: Beschreibt die notwendigen Reinigungsschritte wie das Entfernen von Fleischresten und das Entfetten durch Kochen.

4. Wesentliche Gegenstände aus Knochen: Detaillierte Darstellung der Produktionsmethoden für Kämme, Würfel, Paternosterperlen und Beschlagplättchen sowie deren jeweilige handwerkliche Entwicklung.

5. Schlussbetrachtung: Führt aus, dass sich im Spätmittelalter ein spezialisiertes Handwerk etabliert hat, das jedoch aufgrund der Austauschbarkeit des Materials im Gesamtkontext nicht überbewertet werden darf.

Schlüsselwörter

Knochenschnitzerei, Mittelalter, Rindermetapodien, Handwerk, Konstanz, Abfallfunde, Würfelproduktion, Paternosterperlen, Kammherstellung, Knochenbearbeitung, Archäologie, Produktionsprozess, Rationalisierung, Materialkunde, Werkstatt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die handwerkliche Knochenverarbeitung im Mittelalter, insbesondere wie durch das Handwerk der Knochenschnitzerei aus tierischen Abfällen wertvolle Gebrauchsgegenstände entstanden.

Welche zentralen Themenfelder deckt der Text ab?

Der Schwerpunkt liegt auf der Identifikation der verwendeten Knochenmaterialien, der Rekonstruktion der Fertigungstechniken sowie der zeitlichen Entwicklung verschiedener Handwerkszweige wie der Würfel- und Perlenherstellung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch die Analyse von archäologischen Abfallfunden, schwerpunktmäßig aus Konstanz, die technologischen Abläufe und die Professionalisierung der Knochenschnitzer im Spätmittelalter nachzuvollziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Arbeit nutzt primär die Analyse von Bearbeitungsspuren an archäologischen Abfällen, Halbfertigprodukten und Ausschussware, um daraus auf die angewandten Werkzeuge und Arbeitsschritte zu schließen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Kämmen, Würfeln, Paternosterperlen und Beschlagplättchen, wobei jeweils Herstellungstechniken und die geschichtliche Entwicklung des jeweiligen Handwerks analysiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die wesentlichen Begriffe sind Knochenschnitzerei, Rindermetapodien, archäologische Abfallfunde, Fertigungsverfahren und handwerkliche Spezialisierung.

Warum wurden für die Knochenschnitzerei überwiegend Rindermetapodien verwendet?

Diese Knochen (Mittelhand- und Mittelfußknochen) waren als Schlachtabfall kostengünstig und in großer Zahl verfügbar; zudem eigneten sie sich aufgrund ihrer festen Struktur (Kompakta) und Form ideal zur Bearbeitung.

Welche Rolle spielt die Stadt Konstanz in der Untersuchung?

Konstanz dient als zentraler Fundort für die untersuchten Abfallfunde, die eine lückenlose Rekonstruktion der handwerklichen Entwicklung vom 13. bis zum 16. Jahrhundert ermöglichen.

Final del extracto de 25 páginas  - subir

Detalles

Título
Knochenschnitzerei im Mittelalter
Universidad
University of Heidelberg
Curso
Handwerkstechnologien von der Vorgeschichte bis zur frühen Neuzeit
Calificación
1,3
Autor
Anna Gosslar (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
25
No. de catálogo
V133640
ISBN (Ebook)
9783640403912
ISBN (Libro)
9783640404292
Idioma
Alemán
Etiqueta
Knochenschnitzerei Mittelalter
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anna Gosslar (Autor), 2005, Knochenschnitzerei im Mittelalter, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/133640
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  25  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint