In dem Text „Vergleichende Policy-Forschung“ von Manfred G. Schmidt beschäftigt sich der Autor mit einer Teildisziplin der Politikwissenschaft: Der Vergleichenden Policy-Forschung. Manfred G. Schmidt will mit seiner Arbeit Begriffsbedeutungen dieser Disziplin erarbeiten, den Gegenstandsbereich sowie die einzelnen Entwicklungsstufen als auch die Probleme der Vergleichenden Policy-Forschung deutlich machen um so eine Einordnung der Teildisziplin in die Politikwissenschaft zu ermöglichen.
Inhaltsverzeichnis
1. Gegenstandsbereich der Vergleichenden Policy-Forschung
2. Phasen der Vergleichenden Policy-Forschung
3. Sozial- und wirtschaftspolitische Profile im internationalen Vergleich
4. Gesellschaftliche und wirtschaftliche Konsequenzen von Regierungspolitik
5. Probleme der Vergleichenden Policy-Forschung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Text von Manfred G. Schmidt zur „Vergleichenden Policy-Forschung“. Das Ziel besteht darin, die Begriffsbedeutungen dieser Disziplin zu erarbeiten, den Gegenstandsbereich zu definieren, die historischen Entwicklungsstufen aufzuzeigen sowie die bestehenden Probleme und Herausforderungen für eine wissenschaftliche Einordnung zu analysieren.
- Definition und Bestimmung des „Policy“-Begriffs in der Politikwissenschaft.
- Historische Phasenentwicklung der Policy-Forschung von den 60er Jahren bis heute.
- Analyse sozial- und wirtschaftspolitischer Handlungskorridore von Staaten.
- Untersuchung der Wirkungen und Konsequenzen staatlicher Regierungspolitik.
- Kritische Reflexion methodischer Probleme, wie Datenlage und regionale Schwerpunkte.
Auszug aus dem Buch
Die Vergleichende-Policy Forschung lässt sich ein ihrer Geschichte in vier Phasen unterteilen.
Mit diesen Entwicklungsstufen beschäftigt sich der Autor Manfred G. Schmidt im zweiten Teil seines Textes zur Vergleichenden Policy-Forschung. Die einzelnen Phasen lassen sich laut Schmidt jeweils durch eine grundlegende Fragestellung charakterisieren.
In der ersten Phase, welche in die 60er Jahre einzuordnen ist lautete die zentrale Fragestellung: „Does politics matter?“. Es wurde gefragt, ob Politik eigentlich einen Unterschied für die Inhalte politischer Entscheidungsprozesse macht. Schmidt bringt hier als alternative Beispielfrage die Überlegung ob es in einer Demokratie einen Unterschied macht, ob die Regierung von einer rechten oder von einer linken Partei gestellt wird.
Für die zweite Phase der Vergleichenden Policy-Forschung kommt Schmidt zu der Erkenntnis, dass der zentrale Befund der zur zweiten Phase gehörenden Policy-Analysen war, dass Politics sowohl von sozialökonomischen als auch von politischen Determinanten gesteuert werden. Den politischen und den sozialökonomischen Faktoren kam ein gleichrangiger Status zu.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Gegenstandsbereich der Vergleichenden Policy-Forschung: Dieses Kapitel klärt die grundlegenden Definitionen des Begriffs „Policy“ und definiert den Gegenstand der Teildisziplin als Untersuchung politischer Entscheidungsprozesse.
2. Phasen der Vergleichenden Policy-Forschung: Der Autor gliedert die historische Entwicklung der Disziplin in vier aufeinanderfolgende Phasen mit jeweils zentralen Fragestellungen.
3. Sozial- und wirtschaftspolitische Profile im internationalen Vergleich: Hier werden Forschungsergebnisse zu den Handlungskorridoren von Regierungen unter Berücksichtigung politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen präsentiert.
4. Gesellschaftliche und wirtschaftliche Konsequenzen von Regierungspolitik: Dieser Teil befasst sich mit der Frage nach den tatsächlichen Wirkungen staatlicher Politik und der Problematik kausaler Schlussfolgerungen.
5. Probleme der Vergleichenden Policy-Forschung: Das abschließende Kapitel thematisiert methodische Schwierigkeiten wie regionale Zentrierungen, Datenmangel und die Notwendigkeit zur Vorsicht bei Generalisierungen.
Schlüsselwörter
Vergleichende Policy-Forschung, Politikwissenschaft, Regierungspolitik, Politische Entscheidungsprozesse, Sozialökonomische Determinanten, Internationaler Vergleich, Staatstätigkeit, Handlungskorridor, Politische Steuerung, Historische Phasen, Methodik, Politik, Polity, Governance, Mehrebenensysteme.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit bietet eine Zusammenfassung und Einordnung der politikwissenschaftlichen Teildisziplin „Vergleichende Policy-Forschung“ basierend auf dem Text von Manfred G. Schmidt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Begriffsdefinition von Policy, die historische Entwicklung in vier Phasen, den Vergleich nationaler Politikprofile und die kritische Analyse methodischer Probleme.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für den Gegenstand, die Entwicklung und die methodischen Herausforderungen der Vergleichenden Policy-Forschung zu vermitteln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine strukturierte Zusammenfassung und kritische Analyse wissenschaftlicher Fachliteratur mit dem Fokus auf die systematische Aufarbeitung des Autors Manfred G. Schmidt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die historischen Phasen, die Handlungsspielräume von Regierungen, die Wirkungen politischer Entscheidungen sowie die Schwachstellen der Forschung untersucht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Policy-Forschung, Politik, Regierungsentscheidungen, politischer Vergleich und staatliche Handlungskorridore.
Was versteht man unter der zentralen Frage „Does politics matter?“?
Diese Frage aus der ersten Phase der Forschung untersucht, ob politische Faktoren (z.B. Parteienideologien) einen tatsächlichen Einfluss auf die Inhalte politischer Entscheidungen haben.
Wie definiert der Autor den „Handlungskorridor“ einer Regierung?
Der Handlungskorridor beschreibt den Spielraum einer Regierung, der nach unten durch historisch gegebene Ausgangsbedingungen und nach oben durch die Arbeitsteilung zwischen Staat und Markt begrenzt wird.
Warum warnt der Autor vor zu schnellen Generalisierungen?
Aufgrund der Datenlage, des starken Fokus auf westliche Industrieländer und der mangelnden historischen Breite mahnt Schmidt zur Vorsicht bei der Ableitung allgemeingültiger Aussagen.
- Quote paper
- Florian Schaffer (Author), 2008, Vergleichende Policy-Forschung , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/133703