Bindungstheorie und Bindungsstörung. Analyse von Theorien zu Bindungsmustern


Hausarbeit, 2006
23 Seiten, Note: 1

Leseprobe

Inhaltverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen der Bindungstheorie
2.1 Die Wurzeln der Bindungstheorie
2.2 Grundannahmen der Bindungstheorie
2.2.1 Bindung und Bindungsverhalten
2.2.2 Merkmale von Bindungsverhalten
2.2.3 Innere Arbeitsmodelle
2.2.4 Das Konzept der Sicheren Basis

3 Kategorien von Bindungsmustern
3.1 Entdeckung der Bindungskategorien in der Fremden Situation
3.1.1 Vorüberlegungen
3.1.2 Die fremde Situation
3.1.3 Die 3 Hauptbindungskategorien
3.1.4 Ursachen und Folgen der Bindungskategorien
3.2 Desorganisation im Bindungsverhalten
3.3 Folgen von Desorganisation

4 Bindungsstörungen
4.1 Theorie der Bindungsstörung
4.2 Diagnostik und Typologie von Bindungsstörungen im ICD-10
4.3 Diagnostik und Typologie von Bindungsstörungen nach Brisch
4.4 Anwendungsgebiete in der Pädagogik

5 Schlussbemerkungen

6 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

„Bindung kann definiert werden als das gefühlsmäßige Band, welches eine Person oder ein Tier zwischen sich selbst und einem bestimmten anderen knüpft – ein Band, das sie räumlich verbindet und das zeitlich andauert.“

(Ainsworth u.a. 1974, zit. n. Grossmann/Grossmann 2003, S. 243)

Die Bindungstheorie ist ein ebenso faszinierendes wie weit reichendes Thema. Sie findet Beachtung und Anwendung in diversen Gebieten der Pädagogik, wie zum Beispiel in der Kleinkindforschung, in der Entwicklungspsychologie, aber auch in dem Bemühen, die Ursachen und Gründe von Störungen im Sozialverhalten von Kindern und Jungendlichen zu erkennen und zu verstehen und auch diesen entgegenzuwirken.

In dieser Hausarbeit werde ich zunächst die Bindungstheorie in ihren Grundlagen beschreiben. Dabei werde ich mich vorrangig auf die Beiträge von John Bowlby und Mary Ainsworth als Begründer der Bindungstheorie und der Bindungsforschung beziehen. Weiterhin werde ich besonders auf die von Mary Ainsworth entdeckten und von Mary Main erweiterten verschiedenen Bindungsmuster und deren Folgen für die Entwicklung eingehen, sowie auf die Einflussfaktoren für die Ausbildung bestimmter Bindungsmuster.

Danach werde ich mich mit Bindungsstörungen befassen, diese von den unsicheren Bindungsmustern abgrenzen, die verschiedenen Arten von Bindungsstörungen beschreiben und mich anschließend zu den Möglichkeiten äußern, welche die Kenntnis über Bindungsstörungen für die Pädagogik und verwandte Gebiete eröffnet. Hierbei beziehe ich mich auf Karl Heinz Brisch, der in seinem Buch „Bindungsstörungen“ sehr ausführlich und anschaulich über Bindungsstörungen und besonders über die Anwendung der Bindungstheorie in der Psychotherapie schreibt.

Den in der Literatur sehr häufig gebrauchten Begriff der „primären Bindungsperson“ werde ich im Folgenden in den meisten Fällen durch die Mutter ersetzen, um eine bessere Lesbarkeit der Arbeit zu erreichen. Ich möchte aber dennoch darauf hinweisen, dass die primäre Bindungsperson eines Kindes keinesfalls unbedingt die Mutter sein muss, sondern dass durchaus auch der Vater, eine Tagesmutter oder auch eine andere Person, die viel Kontakt zu dem Kind hat die Rolle der primären Bindungsperson einnehmen kann.

2 Grundlagen der Bindungstheorie

2.1 Die Wurzeln der Bindungstheorie

Die Bindungstheorie wurde Mitte des 20.Jahrhunderts von John Bowlby und Mary Ainsworth entwickelt, wobei Bowlbys Beiträge dazu eher die tatsächliche Theorie betrafen und Ainsworth, die erst später seinem Team betrat, mit ihren Forschungen versuchte, Bowlbys Theorie zu belegen und zu beweisen.

Als Kinderpsychiater und Psychoanalytiker entwickelte Bowlby während des Krieges ein zunehmendes Interesse an den nachteiligen Auswirkungen von unterbrochenen und fehlerhaften Eltern-Kind-Beziehungen und begann nach Kriegsende damit, Störungen zu erforschen, die aus einer längeren Mutter-Kind-Trennung resultierten. Mit seinem ersten Forschungsassistenten James Robertson begann er 1948 Kinder zu beobachten, die einen längeren Krankenhausaufenthalt vor sich hatten. Die Reaktionen auf die Trennung von den Eltern, die er bei den Kindern beobachtete gingen über Protest, Verzweiflung, Depression bis hin zur emotionalen Ablösung und starker Trennungsangst der Kinder (vgl. Grossmann/Grossmann 2003, S.38/39).

Bowlby konnte sich diese Verhaltensweisen auf Grundlage der Psychoanalyse nicht zu seiner Zufriedenheit erklären. Daher versuchte er die Psychoanalyse durch die Verhaltensbiologie und ihre Erkenntnisse zu ergänzen, die zu dieser Zeit durch Charles Darwin, Konrad Lorenz und H. F. Harlow große Popularität erreicht hatten. Aus der Psychoanalyse übernahm Bowlby die große Bedeutung von frühkindlichen Erfahrungen für seine Bindungstheorie. Durch die Arbeiten der Verhaltensbiologen inspiriert war er aber der Ansicht, dass die Verhaltenssysteme, die ein Mensch ausbildet, sich evolutionsgeschichtlich entwickelt haben und daher in ihrer Funktion phylogenetisch verstanden werden müssen. Es ging also vor allem um den Überlebenswert, den bestimmte Verhaltenssysteme wie das von ihm formulierte Bindungsverhaltenssystem haben, indem zum Beispiel die dadurch erreichte Nähe zur Mutter gleichzeitig Schutz vor Gefahren bot. Bowlbys Bindungstheorie hat daher also ihre Wurzeln sowohl in der Psychoanalyse, als auch in der Beobachtung von Kindern und Praktiken der Kindererziehung und in der Verhaltensbiologie (vgl. ebd., S.30f).

2.2 Grundannahmen der Bindungstheorie

2.2.1 Bindung und Bindungsverhalten

Bowlbys Absicht war es, mit seiner Bindungstheorie die starke gefühlsmäßige Verbindung zwischen Mutter und Kind zu untersuchen und zu erklären, die zwar auch schon die Psychoanalyse erkannt hatte, die sie aber seiner Ansicht nach durch die Triebtheorie nicht ausreichend erklären konnte. Er entwickelte daher ein komplexes bindungstheoretisches Konzept, welches er sowohl auf seinen Kenntnissen aus der Psychoanalyse, wie auch auf eigenen Beobachtungen und auf den Erkenntnissen der Verhaltensbiologie aufbaute. Nach Bowlbys Konzept sind Mutter und Kind „Teilnehmer in einem sich wechselseitig bedingenden und selbstregulierenden System“ (Brisch 2003, S.35), wobei er die Bindung zwischen Mutter und Kind als einen Teil dieses Systems der Beziehung darstellt. Dabei betrachtet er Bindung als „ein hypothetisches Konstrukt […], das nicht unmittelbar beobachtet werden kann“ (Grossmann/Grossmann 2003, S.33), sondern das „die innere Organisation des Bindungsverhaltenssystems und der zugehörigen Gefühle“ (ebd.) darstellt. Kennzeichnend für die Bindung des Säuglings an seine Mutter ist das Bindungsverhalten, welches vielfältige Verhaltensweisen und/oder Signale umfasst, die das Kind mit seiner Mutter in Verbindung bringen oder halten sollen. Diese umfassen sowohl „aktive nähe- und kontaktsuchende Verhaltensweisen wie Annäherung, Nachfolgen und Anklammern sowie Signalverhalten wie Lächeln, Weinen und Rufen“ (Ainsworth u.a. 1974, zit. n. Grossmann/Grossmann 2003, S. 243). Wichtig ist dabei aber, dass das Kind nicht ununterbrochen Bindungsverhalten zeigt, sondern dass das Bindungsverhalten nur dann aktiviert wird, wenn das Kind allein gelassen wird oder wenn es sich in einer Gefahrensituation befindet (vgl. Grossmann/Grossmann 2003, S.23). Auch wenn es sich dabei nicht unbedingt um eine reale Gefahr für das Kind handeln muss, sondern entscheidend ist, dass eine Situation von Kind als bedrohlich oder beängstigend wahrgenommen wird.

Bowlby postuliert weiterhin, dass es nicht nur das Bindungsverhaltenssystem gibt, sondern dass der Mensch eine Vielzahl von Verhaltenssystemen ausbildet, die zum Teil miteinander interagieren. So ist zum Beispiel das mütterliche Fürsorgesystem prä-adaptiv an das kindliche Bindungsverhaltenssystem angepasst, während das Explorationsverhalten des Kindes sich in der Regel mit seinem Bindungsverhalten ablöst, da die beiden Systeme eine gleichzeitige Aktivierung ausschließen (vgl. ebd., S.85). Die Gründe dafür liegen in der Funktion dieser Verhaltenssysteme, die evolutionsbiologisch gesehen einen bestimmten Überlebenswert für das Individuum haben müssen. So war es zum Beispiel zur Zeit der menschlichen Evolution die größte Gefahr für den Menschen zur Beute zu werden. Die unmittelbare Nähe des Kindes zur Mutter, welche durch das Zusammenspiel von mütterlichem Fürsorgeverhalten und kindlichem Bindungsverhalten erreicht wurde, stellte damit für das Kind den optimalen Schutz vor den meisten Gefahren der Umwelt dar. Gleichzeitig führt aber das Explorationsverhalten das Kind zunehmen von der Mutter weg, so dass es nötig ist, dass das Bindungsverhalten bei drohender Gefahr jederzeit das Explorationsverhalten deaktivieren und ablösen kann, um wieder die schützende Nähe zur Mutter herzustellen.

2.2.2 Merkmale von Bindungsverhalten

Bowlby ordnet dem Bindungsverhalten verschiedene Merkmale zu, um damit die Besonderheiten seiner Bindungstheorie hervorzuheben und um sie von der Abhängigkeitstheorie der Psychoanalyse abzugrenzen. Die Merkmale, die ich bisher noch nicht genannt und erklärt habe, möchte ich hier kurz zusammenfassen.

Bindungsverhalten ist in der Regel auf eine oder einige wenige Personen gerichtet. Unter diesen Personen besteht eine klar definierte Rangfolge. Bindungen sind meist lang andauernd. Frühe Bindungen können bis ins Erwachsenenalter erhalten bleiben, oder aber sie können sich ändern oder ersetzt werden. Prozesse, die mit Bindung zusammenhängen, wie Trennung oder Wiedervereinigung sind meist mit starken Gefühlen wie Trauer, Wut oder Freude verbunden. Bindungen können in allen möglichen Umgebungen ausgebildet werden und sie sind relativ unabhängig von Belohnung oder Bestrafung. Im Laufe des Lebens verändert sich das Bindungsverhalten einer Person vom einfachen Antwortsystem zu Beginn des Lebens bis hin zu einem komplexen Verhaltenssystem mit zunehmendem Alter, welches bestimmte Arbeitsmodelle der eigenen Person und auch der Bindungsperson(en) beinhaltet. Bindungsverhaltenssysteme werden durch bestimmte Umweltbedingungen, wie Hunger, Angst oder Müdigkeit aktiviert und können durch Kontakt zur Mutter und/oder durch Interaktion mit ihr wieder beendet werden (vgl. Grossmann/Grossmann 2003, S. 23ff).

2.2.3 Innere Arbeitsmodelle

Bowlby geht in seiner Theorie davon aus, dass das Kind mit der genetischen Veranlagung auf die Welt kommt, Bindungsverhalten zu entwickeln und diese Verhaltensweisen in einem Bindungsverhaltenssystem zu organisieren. Zu diesem Verhaltenssystem gehört weiterhin das Vorhandensein von „Inneren Arbeitsmodellen“ (Ainsworth/Bowlby 1991, zit. n. Grossmann/Grossmann 2003, S.88), die das Kind sowohl von sich selbst entwickelt, als auch von den Personen, zu denen es eine Bindung aufgebaut hat. Diese inneren Arbeitsmodelle des Kindes enthalten zum Beispiel Informationen über die Fähigkeiten und den Aufenthaltsort der Bindungsperson, sowie über die wahrscheinliche Reaktion der Bindungsperson bei sich ändernden Umweltbedingungen. Auch über sich selbst hat das Kind ein Arbeitsmodell mit Informationen darüber, was es selbst für Fähigkeiten hat und wie es durch bestimmte Verhaltensweisen seine Umwelt verändern und beeinflussen kann. Diese Arbeitsmodelle sind von entscheidender Bedeutung für die effektive Nutzung von Bindung, denn sie ermöglichen es dem Kind, Modelle der Realität zu simulieren und damit sein Verhalten besser planen zu können. Bowlby spricht in diesem Zusammenhang von einer „zielkorrigierten Partnerschaft“ (ebd., S. 85), die sich zwischen dem Kind und seiner Mutter entwickelt. Im Laufe des Lebens werden die Arbeitsmodelle allerdings immer unbewusster, da sie jeden Tag rund um die Uhr genutzt werden (vgl. Grossmann/Grossmann 2003, S. 62ff).

In diesem Zusammenhang erklärt Bowlby auch die Funktion der Gefühle; sie dienen als Bewertungsmaßstab für bestehende oder sich verändernde Zustände. Der Organismus vergleicht seine momentane Situation mit dem von ihm gewünschten Idealzustand, der seinen Bedürfnissen entspricht und richtet daran sein Verhalten aus. Die Gefühlt dienen dabei als Anzeiger für die Effektivität des Verhaltens und für dessen Wirkung auf die Umwelt. Ein „optimales Verhalten“ (Grossmann/Grossmann 2003, S. 32) des Säuglings ist nach dieser Definition ein solches, welches die Umwelt so verändert, dass sie seinen Bedürfnissen weitgehend entspricht. Nur dadurch, dass ein Säugling erlebt, dass er mit seinem Verhalten negative Gefühle beenden und seine Bedürfnisse befriedigen kann, kann er ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln. Andernfalls muss er ein Arbeitsmodell von sich entwickeln, das die (wiederholte) Erfahrung beinhaltet, dass er selbst keinen Einfluss auf seine Umwelt hat, was für seine weitere Entwicklung schwerwiegende Folgen haben kann, wie ich später noch zeigen werde (vgl. ebd., S.32/33).

2.2.4 Das Konzept der Sicheren Basis

Für sehr wertvoll hielt Bowlby auch das Konzept der Mutter als „sichere Basis“ (Brisch 2003, S.38), das ebenfalls in ethologischen Studien (besonders von Harlow) entdeckt worden war. Diesem Konzept zufolge ist die Mutter gegen Ende des ersten Lebensjahres des Kindes allein durch ihre Anwesenheit und Ansprechbarkeit in der Lage, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass das Baby frei seine Umwelt erkunden kann. Dies kann sie dadurch, dass sie durch ihre unmittelbare Verfügbarkeit das Bindungsverhaltenssystem des Kindes deaktiviert hält, so dass das Explorationssystem aktiv sein kann und das Kind ungehemmt seine Umwelt erkunden kann (vgl. ebd., S.38/39). Zu Beginn dieser Explorationsphasen muss das Kind sich noch sehr oft vergewissern, dass die Mutter da ist und muss öfter zu ihr zurückkommen, um körperliche Nähe mit ihr herzustellen. Wenn das Kind aber älter wird, reicht es oft aus, dass Mutter und Kind in visuellem oder verbalem Kontakt stehen, so dass das Kind sich der Verfügbarkeit seiner Mutter sicher sein kann. Dieses Vergewissern des Kindes, dass die Verfügbarkeit der Mutter noch gegeben ist und dass es beruhigt mit seiner Exploration der Umgebung fortfahren kann, wird von Grossmann unter dem Begriff des „social referencing“ (Grossmann, In: Euler/Mandl 1983, S. 172) beschrieben.

3 Kategorien von Bindungsmustern

3.1 Entdeckung der Bindungskategorien in der Fremden Situation

3.1.1 Vorüberlegungen

Wie schon in vorherigen Abschnitten erwähnt, befasste sich Mary Ainsworth in ihrer Zusammenarbeit mit Bowlbys Forschungsgruppe besonders intensiv mit der praktischen Erforschung von Bindungsverhalten und Bindungsmustern. Eines ihrer Hauptanliegen war es, neben den Bemühungen, durch ihre Forschung die Theorien Bowlbys zu untermauern, Aussagen über die Stärke und Qualität von Mutter-Kind-Bindungen treffen zu können, beziehungsweise Indikatoren für diese zu finden (vgl. Grossmann/Grossmann 2003, S 103ff).

In einer ihrer ersten Studien zum Bindungsverhalten von Kleinkindern entwickelte sie die Methode der „Fremden Situation“ (Ainsworth/Wittig 1969, zit. n. Grossmann/Grossmann 2003, S. 112). Die Studie war als Langzeitstudie angelegt und umfasst sowohl eine 4stündige Beobachtung der Kinder alle 3 Wochen im ersten Lebensjahr zu Hause im Umgang mit ihren gewohnten Bindungspersonen, als auch eine Untersuchung dazu, wie die Bindung an die Mutter, das Verhalten der Kinder in einer für sie unbekannten Situation beeinflusst. Es gab 3 Schwerpunkte, denen innerhalb der Untersuchung besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Zu einen sollte die Funktion der Mutter als sichere Basis untersucht werden, von der aus das Kind die fremde Situation erkunden kann, weiterhin die Reaktion des Kindes auf Trennung von der Mutter und darauf folgende Wiedervereinigung und letztlich die Reaktion des Kindes auf eine fremde Person. Beobachtungen in der vertrauten Umgebung der Kinder hatten gezeigt, dass die meisten Kinder nur wenig Angst zeigten, wenn die Mutter für kurze Zeit den Raum verließ und eine fremde Person beim Kind zurückblieb. Ainsworth und ihr Forschungsteam erwarteten, dass die Kinder in einer unbekannten Situation wesentlich ängstlicher auf die Trennung von der Mutter und auf die fremde Person reagieren würden (vgl. Grossmann/Grossmann 2003, S. 112).

3.1.2 Die fremde Situation

Die erste Versuchsgruppe, mit der Ainsworth die Fremde Situation erprobte bestand aus 14 Kindern im Alter von ca. einem Jahr. Die Beschreibungen, die Ainsworth in ihren Berichten zur Anordnung und zum Aufbau, sowie zur Dokumentation und Auswertung der Fremden Situation gibt, sind äußerst genau und detailliert und werden daher an dieser Stelle nicht von mir wiedergegeben, um den Rahmen dieser Arbeit nicht überzustrapazieren. Stattdessen möchte ich auf das Buch „Bindung und menschliche Entwicklung“ von Karin und Klaus Grossmann verweisen, da in hier die Fremde Situation ausgezeichnet und sehr ausführlich nachzulesen ist.

[...]

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Bindungstheorie und Bindungsstörung. Analyse von Theorien zu Bindungsmustern
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Fachbereich Erziehungswissenschaften, Wahlpflichtfach: Verhaltensgestörtenpädagogik)
Note
1
Autor
Jahr
2006
Seiten
23
Katalognummer
V133738
ISBN (eBook)
9783640415656
ISBN (Buch)
9783640405848
Dateigröße
452 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bindungstheorie, Bindungsstörung, Mary Ainsworth, John Bowlby, Karl Heinz Brisch
Arbeit zitieren
Diplom Pädagogin Mirjam Günther (Autor), 2006, Bindungstheorie und Bindungsstörung. Analyse von Theorien zu Bindungsmustern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/133738

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