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Bindungstheorie und Bindungsstörung. Analyse von Theorien zu Bindungsmustern

Titre: Bindungstheorie und Bindungsstörung. Analyse von Theorien zu Bindungsmustern

Dossier / Travail , 2006 , 23 Pages , Note: 1

Autor:in: Diplom Pädagogin Mirjam Günther (Auteur)

Pédagogie - Sociologie pédagogique
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„Bindung kann definiert werden als das gefühlsmäßige Band, welches eine Person oder ein Tier zwischen sich selbst und einem bestimmten anderen knüpft – ein Band, das sie räumlich verbindet und das zeitlich andauert.“ (Ainsworth u.a. 1974, zit. n. Grossmann/Grossmann 2003, S. 243) Die Bindungstheorie ist ein ebenso faszinierendes wie weit reichendes Thema. Sie findet Beachtung und Anwendung in diversen Gebieten der Pädagogik, wie zum Beispiel in der Kleinkindforschung, in der Entwicklungspsychologie, aber auch in dem Bemühen, die Ursachen und Gründe von Störungen im Sozialverhalten von Kindern und Jungendlichen zu erkennen und zu verstehen und auch diesen entgegenzuwirken.

In dieser Hausarbeit wird die Bindungstheorie in ihren Grundlagen beschreiben. Dabei wird vorrangig auf die Beiträge von John Bowlby und Mary Ainsworth als Begründer der Bindungstheorie und der Bindungsforschung Bezug genommen. Weiterhin wird besonders auf die von Mary Ainsworth entdeckten und von Mary Main erweiterten verschiedenen Bindungsmuster und deren Folgen für die Entwicklung eingegangen sowie auf die Einflussfaktoren für die Ausbildung bestimmter Bindungsmuster. Danach werden die Bindungsstörungen bearbeitet und von unsicheren Bindungsmustern abgegrenzt. Es werden die verschiedenen Arten von Bindungsstörungen beschrieben und anschließend die Möglichkeiten bearbeitet, die sich für Pädagogik und verwandte Gebiete eröffnen. Dabei wird vor allem auf Karl Heinz Brisch Bezug genommen, der in seinem Buch „Bindungsstörungen“ sehr ausführlich und anschaulich über Bindungsstörungen und besonders über die Anwendung der Bindungstheorie in der Psychotherapie schreibt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen der Bindungstheorie

2.1 Die Wurzeln der Bindungstheorie

2.2 Grundannahmen der Bindungstheorie

2.2.1 Bindung und Bindungsverhalten

2.2.2 Merkmale von Bindungsverhalten

2.2.3 Innere Arbeitsmodelle

2.2.4 Das Konzept der Sicheren Basis

3 Kategorien von Bindungsmustern

3.1 Entdeckung der Bindungskategorien in der Fremden Situation

3.1.1 Vorüberlegungen

3.1.2 Die fremde Situation

3.1.3 Die 3 Hauptbindungskategorien

3.1.4 Ursachen und Folgen der Bindungskategorien

3.2 Desorganisation im Bindungsverhalten

3.3 Folgen von Desorganisation

4 Bindungsstörungen

4.1 Theorie der Bindungsstörung

4.2 Diagnostik und Typologie von Bindungsstörungen im ICD-10

4.3 Diagnostik und Typologie von Bindungsstörungen nach Brisch

4.4 Anwendungsgebiete in der Pädagogik

5 Schlussbemerkungen

6 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen der Bindungstheorie nach Bowlby und Ainsworth, klassifiziert verschiedene Bindungsmuster sowie deren Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung und grenzt diese von klinischen Bindungsstörungen ab, um pädagogische Handlungsoptionen aufzuzeigen.

  • Grundannahmen der Bindungstheorie und innere Arbeitsmodelle
  • Methodik und Ergebnisse der "Fremden Situation"
  • Differenzierung zwischen sicheren, unsicheren und desorganisierten Bindungsmustern
  • Klinische Diagnostik und Typologie von Bindungsstörungen
  • Bedeutung der Bindungstheorie für die pädagogische Praxis

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Die fremde Situation

Die erste Versuchsgruppe, mit der Ainsworth die Fremde Situation erprobte bestand aus 14 Kindern im Alter von ca. einem Jahr. Die Beschreibungen, die Ainsworth in ihren Berichten zur Anordnung und zum Aufbau, sowie zur Dokumentation und Auswertung der Fremden Situation gibt, sind äußerst genau und detailliert und werden daher an dieser Stelle nicht von mir wiedergegeben, um den Rahmen dieser Arbeit nicht überzustrapazieren. Stattdessen möchte ich auf das Buch „Bindung und menschliche Entwicklung“ von Karin und Klaus Grossmann verweisen, da in hier die Fremde Situation ausgezeichnet und sehr ausführlich nachzulesen ist.

An dieser Stelle möchte ich nur kurz und knapp die wichtigsten Aspekte der Fremden Situation nennen und beschreiben, auf die ich im weitern Verlauf der Arbeit aufbauen werde. Die Fremde Situation besteht aus zwei nebeneinander liegenden Räumen, von denen einer als Laborraum und der andere als Beobachtungsraum dient. Beide Räume sind durch einen Einwegspiegel miteinander verbunden. Der Laborraum ist so gestaltet, dass er für das Kind ansprechend und interessant ist; es befinden sich drei Stühle und Spielzeug darin. Die an der Untersuchung aktiv beteiligten Personen, also die Mutter und die „fremde Person“ (Ainsworth/Wittig 1969, zit. n. Grossmann/Grossmann 2003, S 114). haben genaue Instruktionen, wie sie sich verhalten sollen (vgl. ebd., S. 114ff).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in das Thema Bindungstheorie, Zielsetzung der Arbeit sowie Erläuterung der methodischen Vorgehensweise und terminologischer Grundlagen.

2 Grundlagen der Bindungstheorie: Darstellung der historischen Wurzeln, der zentralen Annahmen sowie der Konzepte von Bindungsverhalten, inneren Arbeitsmodellen und der sicheren Basis.

3 Kategorien von Bindungsmustern: Erläuterung der "Fremden Situation" zur Identifikation verschiedener Bindungskategorien sowie Analyse der Ursachen und Folgen von Bindungsmustern und des Phänomens der Desorganisation.

4 Bindungsstörungen: Abgrenzung von Bindungsstörungen zu unsicheren Bindungsmustern, Vorstellung diagnostischer Systeme wie ICD-10 und Brisch sowie die Relevanz für pädagogische Anwendungsgebiete.

5 Schlussbemerkungen: Zusammenfassende Betrachtung der Bindungstheorie für die pädagogische Praxis und Plädoyer für ein bindungsorientiertes Verständnis in der Kindererziehung.

6 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literatur zur Bindungstheorie.

Schlüsselwörter

Bindungstheorie, John Bowlby, Mary Ainsworth, Fremde Situation, Bindungsmuster, Desorganisation, Bindungsstörungen, Karl Heinz Brisch, ICD-10, Pädagogik, Sichere Basis, Innere Arbeitsmodelle, Explorationsverhalten, Eltern-Kind-Beziehung, Kindesentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Hausarbeit befasst sich mit den theoretischen Hintergründen der Bindungstheorie und der darauf aufbauenden Klassifikation von Bindungsmustern sowie deren Abgrenzung zu spezifischen Bindungsstörungen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Entstehung der Bindungstheorie, die verschiedenen Kategorien der Bindung (sicher, unsicher-vermeidend, unsicher-ambivalent), die Desorganisation sowie die pädagogische Relevanz dieser Erkenntnisse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch die theoretische Analyse ein tieferes Verständnis für die Bedeutung frühkindlicher Bindungserfahrungen zu entwickeln und deren Relevanz für den pädagogischen Alltag herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse der bindungstheoretischen Standardwerke von Autoren wie Bowlby, Ainsworth und Brisch basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen, die Analyse der Bindungsmuster anhand der "Fremden Situation" und die detaillierte Beschreibung verschiedener Arten von Bindungsstörungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Bindungstheorie, Bindungsmuster, Bindungsstörungen, sichere Basis und Pädagogik definieren.

Wie unterscheidet Brisch Bindungsmuster von Bindungsstörungen?

Brisch grenzt Bindungsstörungen als klinisch relevante Phänomene bei Hochrisikogruppen (z.B. Vernachlässigung oder Misshandlung) von den als adaptive Strategien verstandenen Bindungsmustern bei durchschnittlich normalen Eltern-Kind-Dyaden ab.

Welche Bedeutung hat das Lehrer-Schüler-Verhältnis laut der Arbeit?

Die Autorin betont, dass Lehrkräfte als wichtige Bindungspersonen fungieren können, indem sie als "sichere Basis" dienen, wodurch Kinder ihr störendes Verhalten reduzieren und sich stärker auf das Lernen konzentrieren können.

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Résumé des informations

Titre
Bindungstheorie und Bindungsstörung. Analyse von Theorien zu Bindungsmustern
Université
Martin Luther University  (Fachbereich Erziehungswissenschaften, Wahlpflichtfach: Verhaltensgestörtenpädagogik)
Note
1
Auteur
Diplom Pädagogin Mirjam Günther (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
23
N° de catalogue
V133738
ISBN (ebook)
9783640415656
ISBN (Livre)
9783640405848
Langue
allemand
mots-clé
Bindungstheorie Bindungsstörung Mary Ainsworth John Bowlby Karl Heinz Brisch
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Diplom Pädagogin Mirjam Günther (Auteur), 2006, Bindungstheorie und Bindungsstörung. Analyse von Theorien zu Bindungsmustern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/133738
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