Auf der Suche nach einem, mich interessierenden, Facharbeitsthema bin ich auf den Roman "Er ist wieder da" gestoßen und habe mich im Folgenden mit der Fragestellung "<<Er ist wieder da>> - Untersuchung und Bewertung einer komischen Darstellung Hitlers" auseinandergesetzt. Das Buch "Er ist wieder da" habe ich mir bereits 2013, kurz nach Veröffentlichung, zum Geburtstag gewünscht, da ich mich schon damals für die Zeit des Nationalsozialismus und somit auch für Hitler interessiert habe. Zu dem Zeitpunkt war ich eindeutig zu jung, um das Buch zu verstehen und den Umgang mit der Figur Hitler im komischen Sinne zu realisieren, allerdings habe ich im Laufe der Zeit die Verfilmung gesehen und auch das Buch erneut mit Verstand gelesen. Dabei bin ich immer wieder auf, humorvolle und zum Nachdenken anregende, Szenen und Situationen gestoßen, die einen gleichzeitig auch teilweise geschockt und irritiert zurücklassen.
Der Buchautor Timur Vermes ist nicht der Erste, der sich satirisch mit Adolf Hitler auseinandergesetzt hat, neben unzähligen Karikaturen hat schon Charlie Chaplin 1940 während des Krieges eine ironische Darstellung Hitlers präsentiert. Um die Fragestellung zu überprüfen habe ich mich mit verschiedenen herausstechenden Szenen beschäftigt, die sich entweder durch besondere Ironie, Komik oder aber auch durch Absurdität auszeichnen. Diese werde ich im Verlauf der Facharbeit analysieren und auf die Hypothese überprüfen. Weiter werde ich meine Ergebnisse mit den Kritiken und Meinungen anderer Menschen und Medien vergleichen und ein finales Fazit ziehen. Anmerken muss man noch, dass ich, wenn ich von Adolf Hitler spreche, den lyrischen Hitler von Timur Vermes meine. Dieser überschneidet sich zwar häufig mit der historischen Figur Hitler, allerdings habe ich angesprochene Fakten und Verhaltensweisen nicht selbständig überprüft.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitende Worte
2. Definition Komik
2.1 Humor
2.2 Komik
2.3 Satire
3. Er ist wieder da – Informationen zum Roman
3.1 Der Autor
3.2 Der Roman
3.3 Inhaltsangabe
4. Die Analyse
4.1 Hitler in der Reinigung
4.2 Die Laubbläser Analogie
4.3 Hitler und Künast
5. Kritiken
5.1 Medienkritiken
5.2 Leserkritiken
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Facharbeit untersucht und bewertet die komische Darstellung von Adolf Hitler in Timur Vermes' Roman „Er ist wieder da“. Ziel ist es, durch die Analyse ausgewählter Szenen herauszuarbeiten, wie der Autor satirische Mittel einsetzt, um die Figur Hitlers in einen zeitgenössischen Kontext zu setzen und die Reaktionen seiner Umwelt zu beleuchten.
- Satirische Aufarbeitung historischer Figuren in der Gegenwartsliteratur
- Analyse humoristischer Stilmittel wie Ironie, Komik und Absurdität
- Die gesellschaftliche Resonanz auf die Person Hitler im modernen Deutschland
- Kritische Reflexion über die Grenze zwischen Komik und historischer Banalisierung
Auszug aus dem Buch
Die Laubbläser Analogie
In der vorliegenden Szene, die sich auf den Seiten 110 bis 112 befindet, erzählt Adolf Hitler von einer alltäglichen Erfahrung die er erlebt hat und wie ihn diese an den Rassenkampf und die fanatische Arbeitstreue erinnert.
Aus seinem Hotelzimmer heraus entdeckt Hitler einen Mann, der einer Betätigung nachgeht, die Hitler in dieser Form neu ist. Der Hotelangestellte beseitigt Laub mithilfe eines „vollkommen neuartigem, tragbaren Laubblasegerät“ (S.110). Durch fehlendes besseres Wissen, geht Hitler davon aus, dass dies nötig ist, da die Evolution des Laubes vorangeschritten sei und der Angestellte es mit einer widerstandsfähigeren Form von Blättern zu tun habe. Er führt diese Entwicklung als Beleg für den vorhandenen Rassenkampf an, der von den Medien zu häufig verleugnet würde.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitende Worte: Die Arbeit erläutert die persönliche Motivation der Wahl des Romans und stellt die zentrale Fragestellung zur satirischen Darstellung Hitlers vor.
Definition Komik: Dieses Kapitel definiert die theoretischen Grundlagen von Humor, Komik und Satire, um den Umgang mit dem Roman literaturwissenschaftlich einordnen zu können.
Er ist wieder da – Informationen zum Roman: Hier werden der Autor Timur Vermes sowie Hintergründe zum Roman und eine inhaltliche Zusammenfassung präsentiert.
Die Analyse: In diesem Hauptteil werden spezifische Schlüsselszenen wie der Besuch in der Reinigung, der Laubbläser und das Interview mit Renate Künast detailliert analysiert.
Kritiken: Es erfolgt eine Gegenüberstellung der eher ablehnenden Medienkritiken mit den überwiegend positiven Bewertungen der Leserschaft.
Fazit: Die Arbeit zieht ein kritisches Resümee über die Ambivalenz des Romans zwischen unterhaltsamer Satire und der problematischen Banalisierung des Nationalsozialismus.
Schlüsselwörter
Er ist wieder da, Timur Vermes, Adolf Hitler, Satire, Humor, Komik, Nationalsozialismus, Medienkritik, Romananalyse, Laubbläser, Renate Künast, Zeitgenössische Literatur, Comic Relief, Realitätsferne.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Facharbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung und Bewertung der komischen Darstellung Hitlers im Roman „Er ist wieder da“ von Timur Vermes.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die Theorie der Komik, die Analyse satirischer Textstellen und die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit der Figur Hitler im modernen Kontext.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, zu analysieren, ob und wie die satirische Darstellung Hitlers gelingt und welche Wirkung diese auf den Leser und die dargestellten Charaktere hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse von spezifischen Schlüsselszenen und vergleicht diese mit aktuellen Medien- und Leserkritiken.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zentrale Szenen, wie etwa Hitlers Besuch in einer Reinigung oder das Fernsehduell mit Renate Künast, interpretiert und auf ihr humoristisches Potenzial hin untersucht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Satire, Humor, Gesellschaftskritik, historische Aufarbeitung und Intertextualität.
Wie bewertet die Arbeit die Figur Hitler im Roman?
Die Arbeit kritisiert, dass Hitler von seiner Umgebung zu oft als Komiker wahrgenommen wird, anstatt sein echtes, nationalsozialistisches Gedankengut zu erkennen.
Warum wird die „Laubbläser Analogie“ als wichtig erachtet?
Diese Szene dient als Paradebeispiel für Hitlers absurde Deutungsflexibilität und seinen Versuch, alltägliche Dinge in ein nationalsozialistisches Weltbild zu transformieren.
Wie unterscheidet sich die Sicht der Medien von der Sicht der Leser?
Die Medien kritisieren den Roman häufig als banal und ideenlos, während Leser ihn mehrheitlich als unterhaltsamen und gelungenen Mix aus Satire und Geschichte empfinden.
Welchen Schluss zieht die Arbeit bezüglich der Moral des Romans?
Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass der Roman ambivalent bleibt, da er durch die Perspektive Hitlers den Massenmörder zum Lachen einlädt, anstatt zwingend über ihn zu lachen.
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- Anonym (Autor), 2022, Der Roman "Er ist wieder da" von Timur Vernes. Untersuchung und Bewertung einer komischen Darstellung Hitlers, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1337415