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Überlegungen zur Verwendung der Erkenntnisse der sportlichen Bewegungslehre in der Instrumentalpädagogik

Titel: Überlegungen zur Verwendung der Erkenntnisse der sportlichen Bewegungslehre in der Instrumentalpädagogik

Diplomarbeit , 1997 , 116 Seiten , Note: 1

Autor:in: Stephan Zitzmann (Autor:in)

Musik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Da ich meinen Kenntnissen nach mit meiner Thematik ein noch unbekanntes Feld für den Instrumentalpädagogen betrete, möchte ich dieser Arbeit einige Erläuterungen voran stellen.
Diese Arbeit ist entstanden, da ich bei der Suche von Erkenntnissen über das Bewegungslernen, diese in für mich relevanter Weise in der Literatur der sportlichen Bewegungslehre gefunden habe.
Die Erfahrungen die ich mit verschiedenen Bewegungstechniken gemacht hatte, fand ich dort wieder, aber wesentlich präziser, systematischer, griffiger und umfassender formuliert. Die Erklärungsansätze, Modelle und Begriffe boten mir eine bessere Grundlage meine Technik zu reflektieren.
Als besonders wohltuend empfand ich den Wegfall der psychologisierenden und esoterischen Erklärungsmodelle
Diese Arbeit wurde in zwei Teile gegliedert.
Der Erste umfaßt eine Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse der sportlichen Bewegungslehre. Im zweiten Teil wird erläutert, warum und wie diese Erkenntnisse für den Instrumentalpädagogen verwendbar sein könnten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

VORWORT

1. TEIL: ZUSAMMENFASSUNG DER WICHTIGSTEN ERKENNTNISSE DER SPORTLICHEN BEWEGUNGSLEHRE

FUNKTION UND PRINZIPIEN DER MENSCHLICHEN MOTORIK

WESENSMERKMALE SPORTLICHER BEWEGUNG

BEWEGUNGSKOORDINATION ALS REGULATION DER BEWEGUNGSTÄTIGKEIT

ZUM BEGRIFF DER BEWEGUNGSKOORDINATION

Zur Komplexität der Bewegungskoordination

Koordinationtaktiken

Theoretisches Modell der Bewegungskoordination

INFORMATIONSAUFNAHME UND -AUFBEREITUNG:

Sensorische Information und Rückinformation

Der Anteil der Analysatoren an der Information und Rückinformation

Der kinästhetische Analysator

Der taktile Analysator

Der statico-dynamische Analysator

Der optische Analysator

Der akustische Analysator

Das verbale Informationssystem

Folgerung für die Lehr und Übungspraxis

PROGRAMMIERUNG DES MOTORISCHEN VERHALTENS

Antizipation

Folgerung für die Schulung der motorischen Antizipation

ZUM SOLLWERT-ISTWERT-VERGLEICH

ALLGEMEINE BEWEGUNGSMERKMALE ALS AUSDRUCK DER BEWEGUNGSKOORDINATION

DIE STRUKTUR SPORTLICHER BEWEGUNGSAKTE

Allgemeine Grundstruktur sportlicher Bewegungsakte

Strukturvarianten bei azyklischen Bewegungsakten

Die Abwandlung der Grundstruktur bei zyklischen Bewegungsakten

Bewegungskombinationen

Objektive und subjektive Bewegungsstruktur

Anwendung der Strukturkenntnisse in der Lehr- und Übungspraxis

BEWEGUNGSRHYTHMUS

Bewegungsrhythmus als komplexes Merkmal sportlicher Bewegungsakte

Entwicklungsbedingungen und Genese sportlicher Bewegungsrhythmen

BEWEGUNGSKOPPLUNG (MERKMAL DES ZUSAMMENHANGS DER TEILBEWEGUNGEN UND DER BEWEGUNGSÜBERTRAGUNG)

Zur Arbeit mit dem Merkmal Bewegungskopplung in der Lehr- und Übungspraxis

BEWEGUNGSFLUß (MERKMAL DER KONTINUITÄT IM BEWEGUNGSVERLAUF)

BEWEGUNGSPRÄZISION

BEWEGUNGSKONSTANZ

BEWEGUNGSUMFANG

BEWEGUNGSTEMPO

BEWEGUNGSSTÄRKE

ZUSAMMENFASSUNG

MOTORISCHES LERNEN IM SPORT

DER MOTORISCHE LERNPROZEß ALS GRUNDVORGANG DER AUSBILDUNG DES MOTORISCHEN KÖNNENS

Kognitives und motorisches Lernen

Koordinativen und motorischen Fähigkeiten.

Lernen als Informationsverarbeitung

Lernaktivität und Motivation

Bedeutung des motorischen Ausgangsniveaus

Sportarten und deren Erlernen

Folgerung für die Lehr- und Übepraxis

PHASEN DES LERNVERLAUFES

Erste Lernphase: Entwicklung der Grobkoordination

Allgemeine Charakteristik

Zur Bewegungskoordination in der ersten Lernphase

Folgerung für die Lehr- und Übepraxis

ZWEITE LERNPHASE: ENTWICKLUNG DER FEINKOORDINATION

Allgemeine Charakteristik

DIE DRITTE LERNPHASE

DER KOMPLEXE CHARAKTER DES MOTORISCHEN LERNENS

ZUR TRANSFERENZ UND INTERFERENZ BEIM MOTORISCHEN LERNEN

MOTORISCHES LERNEN ALS INTEGRIERENDER BESTANDTEIL DER SPORTLICHEN LEISTUNGSENTWICKLUNG UND DER KÖRPERLICHEN VERVOLLKOMMNUNG

FOLGERUNG FÜR DIE LEHR- UND ÜBEPRAXIS

KOORDINATIVE FÄHIGKEITEN UND BEWEGLICHKEIT

ZUM BEGRIFF „KOORDINATIVE FÄHIGKEITEN“

KOORDINATIVE FÄHIGKEITEN UND BEWEGUNGSFERTIGKEITEN (SPORTTECHNISCHE FERTIGKEITEN)

ABLEITUNG UND CHARAKTERISTIK EINZELNER KOORDINATIVER FÄHIGKEITEN

Differenzierungsfähigkeit

Kopplungsfähigkeit

Reaktionsfähigkeit

Orientierungsfähigkeit

Gleichgewichtsfähigkeit

Umstellungsfähigkeit

Rhythmisierungsfähigkeit

ALLGEMEINE UND SPEZIFISCHE AUSPRÄGUNG

STRUKTURELLE BEZIEHUNGEN ZWISCHEN DEN FÄHIGKEITEN

ERFASSUNG KOORDINATIVER FÄHIGKEITEN

BEWEGLICHKEIT ALS TEILWEISE KOORDINATIV BEDINGTE MOTORISCHE FÄHIGKEIT

FOLGERUNG FÜR DIE AUSBILDUNG KOORDINATIVER FÄHIGKEITEN

DIE MOTORISCHE ENTWICKLUNG DES MENSCHEN VON DER GEBURT BIS INS HOHE ALTER

DAS SÄUGLINGSALTER

Säuglingsalter: Geburt bis 3 Lebensmonat - Die Phase der ungerichteten Massenbewegung.

Säuglingsalter: 4. Lebensmonat bis zum 1. Lebensjahr - Die Phase der Aneignung erster koordinierter Bewegungen

DAS KLEINKINDALTER DIE PHASE DER ANEIGNUNG VIELFÄLTIGER BEWEGUNGSFORMEN

DAS VORSCHULALTER: DIE PHASE DER VERVOLLKOMMNUNG, VIELFÄLTIGER BEWEGUNGSFORMEN

DAS FRÜHE SCHULKINDALTER - DIE PHASE SCHNELLER FORTSCHRITTE IN DER MOTORISCHEN LERNFÄHIGKEIT

DAS SPÄTE SCHULKINDALTER - DIE PHASE DER BESTEN MOTORISCHEN LERNFÄHIGKEIT IN DER KINDHEIT

DIE ERSTE PHASE DER REIFUNGSZEIT - DIE PHASE DER UMSTRUKTURIERUNG VON MOTORISCHEN FÄHIGKEITEN UND FERTIGKEITEN

DIE ZWEITE PHASE DER REIFUNGSZEIT - DIE PHASE DER SICH GESCHLECHTSSPEZIFISCHEN DIFFERENZIERUNG, DER FORTSCHREITENDEN INDIVIDUALISIERUNG UND DER ZUNEHMENDEN STABILISIERUNG

DAS ERWACHSENENALTER

Das frühe Erwachsenenalter - Das Jahr der relativen Erhaltung der motorischen Leistungsfähigkeit

Das mittlere Erwachsenen Alter - Die Jahre der allmählichen motorischen Leistungssteigerung

Das spätere Erwachsenenalter - Die Jahre der verstärkten motorischen Leistungsminderung

Das späte Erwachsenen- und Greisenalter

ZWEITER TEIL

RELEVANZ DER ERKENNTNISSE DER SPORTLICHEN BEWEGUNGSLEHRE FÜR DIE INSTRUMENATALPÄDAGOGIK

ZULÄSSIGKEIT DER ANWENDUNG DER ERKENNTNISSE DER SPORTLICHEN BEWEGUNGSLEHRE AUF DIE INSTRUMENTALPÄDAGOGIK

RELEVANZ DER EINZELNEN BEGRIFFE, SICHTWEISEN UND METHODEN DER SPORTLICHEN BEWEGUNGSLEHRE FÜR DIE INSTRUMENTALPÄDAGOGIK

Bedeutung der unterschiedlichen Sichtweisen von Bewegung der sportlichen Bewegungslehre angewendet auf musikalische Bewegungen

Bedeutung der Koordinationstaktiken angewandt auf die musikalische Bewegungen

Verwendung des Theoretisches Modell der Bewegungskoordination für die musikalische Bewegung

Bedeutung und Verwendung der Analysatoren der Bewegung im Instrumentalunterricht

Der kinästhetische Analysator

Der taktile Analysator

Der statico-dynamische Analysator

Der optische Analysator

Der akustische Analysator

Das verbale Informationssystem

Weiter Folgerungen für die Unterrichtspraxis

FOLGEN DER PROGRAMMIERUNG DES MOTORISCHEN VERHALTENS FÜR DEN INSTRUMENTALUNTERRICHT

ZUR BEDEUTUNG DES SOLLWERT-ISTWERT-VERGLEICH FÜR DEN INSTRUMENTALLEHRER

BEDEUTUNG UND VERWENDUNG DER ALLGEMEINE BEWEGUNGSMERKMALE ALS AUSDRUCK DER BEWEGUNGSKOORDINATION FÜR DEN INSTRUMENTALLEHRER

DIE BEDEUTUNG UND VERWENDUNG DER STRUKTUR SPORTLICHER BEWEGUNGSAKTE FÜR DEN INSTRUMENTALLEHRER

Verwendung und Bedeutung der „Allgemeinen Grundstruktur sportlicher Bewegungsakte“ für den Instrumentalunterricht

Bedeutung und Folgen der Vorbereitungsphase für den Instrumentalunterricht

Bedeutung und Folgen der Hauptphase für den Instrumentalunterricht

Bedeutung und Folgen der Endphase für den Instrumentalunterricht

Bedeutung und Folgen der Verschmelzung der Anfangsphase und Endphase für den Instrumentalunterricht

Die Verwendung und Bedeutung der Begriffe der azyklischen und zyklischen Bewegung für den Instrumentallehrer

Verwendung und Bedeutung des Begriffes der Bewegungskombination für den Instrumentalunterricht

Verwendung und Bedeutung des Begriffes Bewegungsrhythmus für den Instrumentalunterricht

Verwendung und Bedeutung des Begriffes Bewegungskopplung für den Instrumentalunterricht

Verwendung und Bedeutung des Begriffes Bewegungsfluß für den Instrumentalunterricht

Verwendung und Bedeutung des Begriffes Bewegungspräzision für den Instrumentalunterricht

Verwendung und Bedeutung des Begriffes der Bewegungskonstanz für den Instrumentalunterricht

Verwendung und Bedeutung des Begriffes Bewegungsgröße für den Instrumentalunterricht

Verwendung und Bedeutung des Begriffes Bewegungstempos für den Instrumentalunterricht

Verwendung und Bedeutung des Begriffes Bewegungsstärke für den Instrumentalunterricht

ZUSAMMENFASSUNG

RELEVANZ DES MOTORISCHEN LERNENS UNTER DEN ASPEKTEN DER SPORTLICHEN BEWEGUNGSLEHRE FÜR DIE INSTRUMENTALPÄDAGOGIK

VERWENDUNG UND BEDEUTUNG DES BEGRIFFES MOTORISCHES UND KOGNITVES BEZIEHUNGSWEISE MENTALES LERNEN FÜR DEN INSTRUMENTALUNTERRICHT

VERWENDUNG UND BEDEUTUNG DES BEGRIFFES „MOTORISCHE FERTIGKEIT“ UND „KOORDINATIVE TÄTIGKEIT“ FÜR DEN INSTRUMENTALUNTERRICHT

VERWENDUNG UND BEDEUTUNG DES BEGRIFFES „LERNEN ALS INFORMATIONSVERARBEITUNG IN DER SPORTLICHEN BEWEGUNGSLEHRE“ FÜR DEN INSTRUMENTALUNTERRICHT

MOTIVATION

VERWENDUNG UND BEDEUTUNG DES BEGRIFFES „MOTORISCHES AUSGANGSNIVEAU“ FÜR DEN INSTRUMENTALUNTERRICHT

VERWENDUNG UND BEDEUTUNG DER VERSCHIEDENEN SPORTARTTYPEN FÜR DEN INSTRUMENTALUNTERRICHT

BEDEUTUNG UND FOLGEN DER ERSTEN LERNPHASE FÜR DEN INSTRUMENTALUNTERRICHT

BEDEUTUNG UND FOLGENDER ZWEITEN LERNPHASE FÜR DEN INSTRUMENTALUNTERRICHT

BEDEUTUNG UND FOLGEN DER DRITTEN LERNPHASE FÜR DEN INSTRUMENTALUNTERRICHTE

BEDEUTUNG UND FOLGEN DER KOMPLEXITÄT DES MOTORISCHEN LERNENS FÜR DEN INSTRUMENTALUNTERRICHT

BEDEUTUNG UND FOLGEN DER TRANSFERENZ UND INTERFERENZ BEIM MOTORISCHEN LERNEN FÜR DEN INSTRUMENTALUNTERRICHT

ZUSAMMENFASSUNG

VERWENDUNG UND BEDEUTUNG DER KOORDINATIVEN FÄHIGKEITEN FÜR DEN INSTRUMENTALUNTERRICHT

Verwendung und Bedeutung des Begriffes der Differenzierungsfähigkeit für den Instrumentalunterricht

Verwendung und Bedeutung der Kopplungsfähigkeit für den Instrumentalunterricht

Verwendung und Bedeutung der Reaktionsfähigkeit für den Instrumentalunterricht

Bedeutung und Folgen der Orientierungsfähigkeit für den Instrumentalunterricht

Bedeutung und Folgen der Gleichgewichtsfähigkeit für den Instrumentalunterricht

Bedeutung und Folgen der Umstellungsfähigkeit für den Instrumentalunterricht

Bedeutung und Folgen der Rhythmisierungsfähigkeit für den Instrumentalunterricht

Bedeutung und Folgen der Allgemeine und spezifische Ausprägung der koordinativen Fähigkeiten für den Instrumentalunterricht

Bedeutung und Folgen der Strukturelle Beziehungen zwischen den Fähigkeiten für den Instrumentalunterricht

Bedeutung und Folgen Erfassung der koordinativer Fähigkeiten für den Instrumentalunterricht

Bedeutung und Folgen der Beweglichkeit als teilweise koordinativ bedingte motorische Fähigkeit für den Instrumentalunterricht

Bedeutung und Folgen der Möglichkeit zur Ausbildung der koordinativer Fähigkeiten für den Instrumentalunterricht

ZUSAMMENFASSUNG

BEDEUTUNG DER LEBENSALTERBEDINGTEN MOTORISCHEN ENTWICKLUNG FÜR DEN INSTRUMENTALUNTERRICHT

BEDEUTUNG UND FOLGEN DES VORSCHULALTERS FÜR DEN INSTRUMENTALUNTERRICHT

BEDEUTUNG UND FOLGEN DER MOTORISCHEN ENTWICKLUNG IM FRÜHEN SCHULKINDALTER FÜR DEN INSTRUMENTALUNTERRICHT

BEDEUTUNG UND FOLGEN DER MOTORISCHEN ENTWICKLUNG IM SPÄTEN SCHULKINDALTER FÜR DEN INSTRUMENTALUNTERRICHT

BEDEUTUNG UND FOLGEN DER MOTORISCHEN ENTWICKLUNG IN DER ERSTEN PHASE DER REIFUNGSZEIT FÜR DEN INSTRUMENTALUNTERRICHT

BEDEUTUNG UND FOLGEN DER MOTORISCHEN ENTWICKLUNG IN DER ZWEITEN PHASE DER REIFUNGSZEIT FÜR DEN INSTRUMENTALUNTERRICHT

BEDEUTUNG UND FOLGEN DER MOTORISCHEN ENTWICKLUNG IM ERWACHSENENALTER FÜR DEN INSTRUMENTALUNTERRICHT

ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die Anwendbarkeit sportwissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Bewegungslehre auf die instrumentale Pädagogik, um Unterrichtsmethoden durch ein systematisches Verständnis des motorischen Lernens zu optimieren.

  • Theoretische Fundierung der menschlichen Motorik und Bewegungskoordination
  • Analyse von Lernphasen (Grobkoordination bis zur automatisierten Feinkoordination)
  • Übertragung motorischer Prinzipien auf instrumentalspezifische Anforderungen
  • Bedeutung von Analysatoren (kinästhetisch, optisch, akustisch) im Musikunterricht
  • Förderung koordinativer Fähigkeiten und altersgemäße motorische Entwicklung

Auszug aus dem Buch

Die Struktur sportlicher Bewegungsakte

Die Struktur von Bewegungsakten ist immer prozeßhaft. Das heißt, wenn man eine Struktur eines Bewegungsaktes beschreiben und vermitteln will, hat man die Abfolge der Teilbewegungen und ihre Zusammenhänge festzustellen. Zusätzlich ist festzustellen, wie und was die Teilabschnitte und -bewegungen zur Erfüllung des Ziels beitragen.

Allgemeine Grundstruktur sportlicher Bewegungsakte

Sportliche Bewegungsakte werden in drei Phasen aufgegliedert.

1. Vorbereitungsphase

2. Hauptphase

3. Endphase

Diese drei Phasen sind in ihrer Reihenfolge nicht austauschbar.

In der Hauptphase wird die eigentliche Aufgabe gelöst. Allgemein formuliert bedeutet das, dem Körper wird ein Bewegungsimpuls erteilt oder ein Endglied wird durch einen Kraftimpuls so beschleunigt, daß dadurch es selbst, ein Gerät oder Gegenstand einen Bewegungsimpuls erhält.

In der Vorbereitungsphase versucht man optimale Voraussetzungen für den Bewegungsvollzug zu schaffen. Im Sport ist es in der Regel eine Ausholbewegung.

Ausholbewegungen werden meistens in Gegenrichtung zur eigentlichen Bewegung ausgeführt. Sie sollen eine Position für einen optimalen Beschleunigungsweg schaffen.

Zusätzlich ermöglicht die Ausholbewegung eine höhere Ausgangskraft. Die Muskulatur wird durch die Ausholbewegung in eine höhere Ausgangsspannung, welche die höhere Ausgangskraft ermöglicht, versetzt.

Es wird folgender Zusammenhang genutzt. Bei der Umkehrung der Ausholbewegung in die Hauptphase muß gebremst werden. Das Abbremsen der Ausholbewegung erhöht bei weitem mehr die Muskelspannung, als dies der Fall wäre, wenn man den gesamten Bewegungszusammenhang mit nur einer Bewegungsrichtung ausführt.

Weiter versucht man mit der Ausholbewegung seinen Körper oder seine Glieder in eine Position zu bringen, die ermöglicht äußere Kräfte optimal zu nutzen.

Weitere Möglichkeiten zur Ausführung einer Vorbereitungsphase sind Anschwung-, Angleit und Anlaufbewegungen.

Diese drei Bewegungen werden verwendet, wenn keine Ausholbewegung möglich ist. Allen ist gemeinsam, daß sie in Bewegungsrichtung der Hauptphase stattfinden. Sie nutzen den Impulserhaltungssatz. Dem Körperglied beziehungsweise dem Körper wird dadurch eine verwertbare Bewegungsenergie zur Verfügung gestellt.

In der Endphase wird der Körper wieder ins Gleichgewicht gebracht. Sie stellt teilweise schon die Vorbereitung zum nächsten Bewegungsakt dar.

Die einzelnen Phasen einer Bewegungen lassen sich teilweise untergliedern. Dies ist insbesondere bei der Vorbereitungsphase beziehungsweise der Hauptphase, wenn mehrere Bewegungen kombiniert werden, möglich.

Die Hauptphase ist normalerweise in aufgabenbezogene Teilelemente aufgegliedert. Dabei ist zu beachten, daß die Ausführung der Teilelemente immer davon abhängt, was für ein Teilelement folgt.

Zusammenfassung der Kapitel

FUNKTION UND PRINZIPIEN DER MENSCHLICHEN MOTORIK: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen sportlicher Bewegungen, insbesondere die Bedeutung der Koordination und der verschiedenen Sinnes-Analysatoren für die Steuerung motorischer Handlungen.

MOTORISCHES LERNEN IM SPORT: Hier werden die Phasen des Lernverlaufes (Grob-, Fein- und stabilisierte Koordination) sowie die Mechanismen der Informationsverarbeitung und Motivation beim motorischen Könnenserwerb detailliert dargestellt.

KOORDINATIVE FÄHIGKEITEN UND BEWEGLICHKEIT: Dieses Kapitel definiert koordinative Fähigkeiten als Leistungsvoraussetzungen für Bewegungsklassen und beschreibt deren systematische Förderung sowie die Bedeutung der Beweglichkeit.

DIE MOTORISCHE ENTWICKLUNG DES MENSCHEN VON DER GEBURT BIS INS HOHE ALTER: Das Kapitel bietet einen Abriss über die altersbedingten motorischen Möglichkeiten und Einschränkungen, von der frühkindlichen Entwicklung bis zum Erwachsenenalter.

RELEVANZ DER ERKENNTNISSE DER SPORTLICHEN BEWEGUNGSLEHRE FÜR DIE INSTRUMENATALPÄDAGOGIK: Dieses Kernkapitel diskutiert die Übertragbarkeit der sportwissenschaftlichen Modelle auf den Instrumentalunterricht und betont die Notwendigkeit von Feedback-Prozessen bei der musikalischen Motorik.

Schlüsselwörter

Sportliche Bewegungslehre, Instrumentalpädagogik, Bewegungskoordination, Motorisches Lernen, Feinkoordination, Kinästhetischer Analysator, Bewegungsrhythmus, Kopplungsfähigkeit, Sollwert-Istwert-Vergleich, Transferenz, Interferenz, Muskeltonus, Informationsverarbeitung, Musikalische Motorik, Bewegungsstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Erkenntnisse aus der sportlichen Bewegungslehre auf den Instrumentalunterricht übertragen werden können, um das Verständnis für Bewegungsprozesse bei Musikern zu schärfen und Unterrichtsmethoden zu verbessern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen der sportlichen Motorik, die Analyse von Lernphasen, die Bedeutung koordinativer Fähigkeiten und die Anwendung dieser Konzepte auf instrumentalspezifische Bewegungsabläufe.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, Musikpädagogen ein systematisches Hilfsmittel an die Hand zu geben, um Bewegungen beim Instrumentalspiel präziser zu analysieren, zu korrigieren und so die motorische Lernfähigkeit der Schüler zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt die logische Deduktion, indem er bestehende Konzepte der Sportwissenschaft (wie z. B. von Meinel & Schnabel) auf musikalische Kontexte anwendet und durch Plausibilitätsbetrachtungen untermauert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Zusammenfassung sportwissenschaftlicher Theorien zum Bewegungslernen und deren explizite Übertragung und Anwendung auf die instrumentale Lehrpraxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bewegungskoordination, motorisches Lernen, Fein- und Grobkoordination sowie die Anwendung von Analysatoren auf das Instrumentalspiel definiert.

Wie hilft die sportwissenschaftliche Sichtweise bei der Korrektur von Instrumentalfehlern?

Sie erlaubt es, Fehler nicht nur intuitiv zu korrigieren, sondern diese auf Basis objektiver Bewegungsmerkmale (wie Rhythmus, Kopplung oder Phasenstruktur) gezielt zu identifizieren und methodisch anzugehen.

Welche Bedeutung kommt dem Sollwert-Istwert-Vergleich im Musikunterricht zu?

Dieser Vergleich ist essenziell für die Selbstkontrolle des Schülers. Der Lehrer muss lernen, den Schüler dazu zu befähigen, sein aktuelles Spielergebnis mit dem angestrebten musikalischen Idealbild durch gezieltes Feedback abzugleichen.

Ende der Leseprobe aus 116 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Überlegungen zur Verwendung der Erkenntnisse der sportlichen Bewegungslehre in der Instrumentalpädagogik
Hochschule
Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main  (Instrumentalpädagogik)
Note
1
Autor
Stephan Zitzmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1997
Seiten
116
Katalognummer
V13374
ISBN (eBook)
9783638190473
ISBN (Buch)
9783638888332
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sportliche Bewegungslehre Instrumentalpädagogik Instrumentalunterricht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stephan Zitzmann (Autor:in), 1997, Überlegungen zur Verwendung der Erkenntnisse der sportlichen Bewegungslehre in der Instrumentalpädagogik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13374
Blick ins Buch
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