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Zur Wirkungsweise der traditionellen chinesischen Medizin in der ambulanten Betreuung

Título: Zur Wirkungsweise der traditionellen chinesischen Medizin in der ambulanten Betreuung

Tesis , 2001 , 111 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Matthias Arnold (Autor)

Medicina - Medicina alternativa
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Gegen Ende des 2. Jahrtausends n. Chr. hat sich das Krankheitsbild der Weltbevölkerung sehr stark verändert. Viele der Infektionskrankheiten, die zum Teil in den vergangenen Jahrhunderten ganze Landstriche entvölkerten - im 14. Jahrhundert starben an der Pest 35% der europäischen Bevölkerung innerhalb von 5 Jahren (ca. 25 Millionen Menschen) [30]- sind heute aufgrund stark verbesserter Hygienebedingungen und des Fortschrittes der „Schulmedizin“ (z.B. Antibiotika, Impfungen...) weitestgehend unter Kontrolle. Zwei sich daraus ergebende Effekte sind die um mehrere Jahrzehnte angestiegene Lebenserwartung der Menschen und ein weltweites Bevölkerungswachstum verbunden mit einer lokal ständig ansteigenden Bevölkerungsdichte (bis zu 30.000 EW/km2). Aufgrund der hohen Lebenserwartung in den Industrieländern treten hier neue Krankheitsbilder (Stoffwechselkrankheiten) vor allem im Alter in den Vordergrund, die bisher nur eine untergeordnete Rolle spielten. Die in diesen Ländern vor allem in den letzten 50 Jahren stark veränderten Ernährungsbedingungen werden heute als mögliche Ursache von einigen gastro-intestinalen Symptomatiken und allergenen Belastungen diskutiert. Sogenannte Zivilisationskrankheiten, die den Bewegungsapparat bzw. die Psyche des Menschen betreffen, sind mitunter die Reaktion auf die veränderten Anforderungen der Gesellschaft an das Individuum. Demgegenüber bieten die Großstädte der Entwicklungsländer aufgrund ihres explosionsartigen Bevölkerungswachstums der Ausbreitung neuer Infektionskrankheiten optimalen Nährboden.

Trotz der großen Erfolge in der Pharmaforschung ist nach Aussagen der HOECHST Marketing-Abteilung die Medizin nur in der Lage, ca. ein Drittel aller bekannten Krankheiten mit den derzeit verfügbaren Arzneimitteln erfolgreich zu bekämpfen [1]. “Bei vielen Leiden lassen sich nur die Beschwerden lindern, und vielen anderen stehen die Ärzte noch machtlos gegenüber.“ (HOECHST Werkbericht)
Der allgemeine Gesundheitszustand hat sich bei ständig steigendem Arzneimittelverbrauch nicht wesentlich verbessert. Hinzu kommt die Unklarheit über die Nebenwirkungen von Medikamenten, Langzeitstudien sind in Bezug auf ihre Reliabilität schwer realisierbar (In den USA sterben jährlich etwa 106.000 Menschen an medikamentösen Nebenwirkungen bei sachgerechter Anwendung [18]).

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Akupunktur : Naturheilverfahren und Erfahrungsmedizin

1.1 Geschichtliche Grundlagen

1.1.1 Eine 2000jährige Philosophie mit rationalen, wissenschaftlichen Grundzügen

1.1.2 Die Charakteristik der Entwicklung von Wissenschaft in China und Europa

1.1.3 Erkenntnisse der TCM im Vergleich mit der Entwicklung der westlichen Medizin

1.1.4 Integrative Kontakte in Europa & weiterentwickelte Formen chinesischer Medizin

1.2 Die Untersuchung der Stellung von Akupunktur und Schulmedizin innerhalb kybernetischer Betrachtungsweisen

1.2.1 Regulationsmedizinische Grundbegriffe

1.2.1.1 Kybernetik

1.2.1.2 Information

1.2.1.3 Regulation

1.2.2 Regulative Systeme

1.2.2.1 Das Meridiansystem

1.2.2.2 Die Grundsubstanz

1.2.2.3 Biophotonen

1.2.3 Regulationsmedizin

2. Akupunkturwissenschaft : Bisherige Forschungsergebnisse

2.1 Anatomische und physiologische Besonderheiten von Akupunkturpunkten

2.1.1 Histologischer Aufbau

2.1.2 Elektrophysiologische Veränderungen

2.1.3 Thermische Besonderheiten

2.2 Regulationsmechanismen von Akupunktur

2.2.1 Nervale Regulationswege

2.2.2 Humorale Regulationswege

2.2.3 Experimentelle Phänomene

2.2.3.1 Das Meridiangefühl

2.2.3.2 Meridiane sind Lichtleitungen

2.3 Ausgewählte randomisierte Studien

2.3.1 Rehabilitatives Krafttraining

2.3.2 Psychische Belastungssituation

2.3.3 Anästhesiologie

2.4 Das „Münchner Modell“

2.4.1 Entstehung und Hintergründe

2.4.2 Ergebnisse der Beobachtungsstudien

2.4.2.1 Übersichtsergebnisse der beteiligten Kliniken

2.4.2.2 Ergebnisse der Klinik für TCM Kötzting

2.4.2.3 Verzerrungs- und Selektionseffekte

3. Wissenschaftliches Projekt im „Centrum für Traditionelle Chinesische Medizin“

3.1 Projektbedingungen

3.2 Zielstellung

3.3 Methodik

3.3.1 Probandenpool

3.3.2 Datenerfassung

3.3.2.1 Datenquellen

3.3.2.2 Erhebungsinstrumente

3.3.2.3 Datenauswahl

3.3.3 Statistische Auswertung

3.3.4 Qualitätssicherung

3.4 Ergebnisse

3.4.1 Demographische Indikationsverteilung

3.4.2 Therapeutische Leistungen

3.4.3 Allgemeiner Therapieerfolg

3.4.4 Ergebnisse Subgruppen

3.4.5 Therapiemotivation

3.4.6 Qualitätssicherung

3.4.6.1 Reliabilität

3.4.6.2 Positivselektionseffekte

3.5 Diskussion

3.5.1 Zielstellung

3.5.2 Methodenkritik

3.5.3 Ergebnisdiskussion

4. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit und wissenschaftliche Fundierung der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) sowie deren Integration in die ambulante Gesundheitsversorgung. Das primäre Ziel ist die Evaluation von Therapieerfolgen in einer ambulanten Praxis für TCM unter Berücksichtigung kybernetischer Regulationsmechanismen.

  • Historische Entwicklung der TCM und ihre wissenschaftliche Einordnung im Vergleich zur westlichen Medizin.
  • Kybernetische Betrachtung des Organismus und die Rolle von Meridianen, Biophotonen und Regulationsmechanismen.
  • Analyse bisheriger Forschungsergebnisse, einschließlich randomisierter Studien zu Akupunktur-Wirkweisen.
  • Empirische Datenerhebung zur Patientenzusammensetzung und zum Therapieerfolg einer ambulanten TCM-Praxis.
  • Kritische Diskussion zur Qualitätssicherung und Standardisierung komplementärmedizinischer Verfahren.

Auszug aus dem Buch

Die Untersuchung der Stellung von Akupunktur und Schulmedizin innerhalb kybernetischer Betrachtungsweisen

Kybernetik ist die interdisziplinäre Wissenschaft, die sich mit Kommunikations- und Steuerungssystemen in lebenden Organismen, Maschinen und Organisationen beschäftigt. Der Ausdruck ist vom griechischen Wort kybernetes („Rudergänger“ oder „Kommandant“) abgeleitet und wurde zum ersten Mal 1948 vom Mathematiker Norbert Wiener auf die Theorie von Steuermechanismen angewendet. FISCHER definiert die Kybernetik als die Wissenschaft von Kontrolle und Information. Ein „CYBORG“, ein CYBernetischer ORGanismus (-begrifflich eine Tautologie !), ist ein künstlich geschaffenes System, das sich selbst steuert, im Gegensatz zu einem Roboter, der von einem Programm gesteuert wird. Der Unterschied liegt vor allem im Informationsaustausch zwischen Steuerung und Gesteuertem. Eine interaktive Kommunikation zweier Systeme erfüllt begrifflich die Bedingungen für Kybernetik.

Ein einfaches Beispiel aus der Technik, mit dem jeder bereits konfrontiert wurde, ist das ABS im Auto. Die Bremskraft und die Traktion stellen zwei sich gegenseitig regelnde physikalische Größen dar, welche mit Hilfe von Sensoren und Informationsübertragungs-mechanismen in direkte Abhängigkeit zueinander gebracht werden. Viele dieser einfachen, aber auch viel komplexere Kreisläufe funktionieren in dieser interaktiven Form in unserem Organismus. Ein einfaches Beispiel ist die Interaktion zwischen Muskelspindel und Muskel, ein etwas komplexerer Kreislauf ist die hormonelle Steuerung des gesamten Kalziumhaushaltes. Die Schwierigkeit eines Organismus aus kybernetischer Sicht besteht in der Einbeziehung seiner Umwelt. Der Organismus ist ein halboffenes System, das sich an alle nur erdenklichen Veränderungen der Parameter seiner Umwelt anpassen muss.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Akupunktur : Naturheilverfahren und Erfahrungsmedizin: Beleuchtet die historischen Ursprünge der TCM und vergleicht diese mit den wissenschaftlichen Entwicklungen im westlichen Raum.

2. Akupunkturwissenschaft : Bisherige Forschungsergebnisse: Fasst anatomische und physiologische Besonderheiten sowie bisherige Studien zur Wirksamkeit der Akupunktur zusammen.

3. Wissenschaftliches Projekt im „Centrum für Traditionelle Chinesische Medizin“: Dokumentiert die methodische Vorgehensweise und die Ergebnisse der eigenen Beobachtungsstudie zur Wirksamkeit ambulanter TCM-Behandlungen.

4. Fazit: Führt die Erkenntnisse zusammen und plädiert für eine Integration der TCM in das medizinische Versorgungssystem unter Berücksichtigung moderner Diagnostik.

Schlüsselwörter

Traditionelle Chinesische Medizin, TCM, Akupunktur, Kybernetik, Regulationsmedizin, Systemtheorie, Biophotonen, Meridiansystem, Therapieerfolg, Anästhesiologie, Beobachtungsstudie, ambulante Betreuung, Ganzheitliche Medizin, Qualitätssicherung, Schmerztherapie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht die Wirkungsweise der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und ihre Rolle in der ambulanten medizinischen Betreuung, wobei sie insbesondere die wissenschaftliche Evidenz und kybernetische Grundlagen betrachtet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Herleitung der TCM, der kybernetischen Systemtheorie, der physiologischen Wirkungsweise von Akupunkturpunkten sowie der empirischen Auswertung von Patientendaten in einer TCM-Praxis.

Welches ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist die Evaluation des Therapieerfolgs einer ambulanten Praxis für TCM unter Anwendung und kritischer Prüfung spezifischer Messinstrumente.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Es handelt sich um eine klinische Beobachtungsstudie, bei der Patientenakten und strukturierte Fragebögen verwendet werden, um den subjektiven und objektiven Therapieerfolg über einen längeren Behandlungszeitraum zu quantifizieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Grundlagenforschung zur Anatomie und Physiologie von Akupunkturpunkten sowie der Auswertung eines Datensatzes von 800 Patienten, um Indikationsverteilungen und Erfolgsquoten zu bestimmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind TCM, Akupunktur, Kybernetik, Regulationsmedizin, Therapieerfolg und Ganzheitliche Medizin.

Wie lässt sich die Bedeutung des „Münchner Modells“ für das Projekt einordnen?

Das Münchner Modell dient als Vergleichsbeispiel für die Integration von Naturheilverfahren in Forschung und Lehre sowie für die Bemühungen um Qualitätsstandards in der Komplementärmedizin.

Warum spielt die Kostenfrage für Patienten in dieser Studie eine so große Rolle?

Die Untersuchung zeigt, dass die finanzielle Eigenbelastung aufgrund fehlender Kassenunterstützung ein Hauptgrund für Therapieabbrüche ist, was die soziale Zugänglichkeit der TCM-Behandlung einschränkt.

Final del extracto de 111 páginas  - subir

Detalles

Título
Zur Wirkungsweise der traditionellen chinesischen Medizin in der ambulanten Betreuung
Universidad
University of Potsdam  (Institut für Sportmedizin und Prävention)
Calificación
1,3
Autor
Matthias Arnold (Autor)
Año de publicación
2001
Páginas
111
No. de catálogo
V13382
ISBN (Ebook)
9783638190541
Idioma
Alemán
Etiqueta
TCM Regulationsmedizin
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Matthias Arnold (Autor), 2001, Zur Wirkungsweise der traditionellen chinesischen Medizin in der ambulanten Betreuung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13382
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