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Ambulante spezialfachärztliche Versorgung im Krankenhaus

Titre: Ambulante spezialfachärztliche Versorgung im Krankenhaus

Dossier / Travail de Séminaire , 2022 , 42 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Auteur)

Santé - Système de santé
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Résumé Extrait Résumé des informations

Als Reaktion auf die demografische Entwicklung, steigende Kosten im stationären Gesundheitssektor sowie Fortschritte der Medizin, bestehen die aktuellen gesundheitspolitischen Bestrebungen darin, medizinische Leistungen in den ambulanten Sektor zu verlagern. Vor allem die in den letzten zwei Jahren wegen der COVID-Pandemie wirtschaftlich angeschlagenen kleineren/mittleren Krankenhäuser müssen ihre Strukturen anpassen, um sich der ambulanten Medizin zu öffnen (Ambulantisierung).

Vor diesem Hintergrund ist das Ziel der vorliegenden Abhandlung die Evaluation des ambulanten Potentials eines Krankenhauses der Regelversorgung zur langfristigen Existenzsicherung. Insbesondere wird die Rolle des Managements in der Planung, Gestaltung sowie Umsetzung der Ambulantisierungsprozesse näher beschrieben. Zunächst wurden vom ärztlichen und kaufmännischen Management die Möglichkeiten und Grenzen einer Restrukturierung evaluiert, um der Demografie, Morbidität und der lokalen Wettbewerbssituation Rechnung zu tragen. Im Wettbewerb um onkologisch-palliativmedizinische Patient*innen, die vom Direktorium als Zielgruppe ausgewählt wurden, verfolgte das Krankenhaus die Strategie, diesen Schwerpunkt, zunächst im stationären Rahmen fachlich und strukturell, zu stärken.

Durch Kooperation mit der größten onkologischen Praxis im Einzugsgebiet wurden anschließend Ambulantisierungsprozesse angestoßen und in diesem Zusammenhang konnte eine Praxis-Onkologin für eine Teilzeittätigkeit im Krankenhaus gewonnen werden. Darüber hinaus beteiligten sich die niedergelassenen Onkolog*innen an den interdisziplinären sektorenübergreifenden Tumorkonferenzen und nutzten die Infrastruktur sowie die fachliche Kompetenz des Krankenhauses für ihre eigenen Patient*innen. Mit Etablierung einer ASV für gastrointestinale Tumoren konnten die ambulanten Fachpartner*innen zu einer langfristigen Tätigkeit in diesem Netzwerk gewonnen werden. Durch diese Maßnahmen konnten die lukrativen onkologisch-palliativmedizinischen Patient*innen auch für die stationäre Behandlung akquiriert werden, was sich als vorteilhaft im lokalen Wettbewerb für das Krankenhaus erwies.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Ambulante und stationären Leistungserbringung

1.2 Kostenaspekte des stationären und ambulanten Gesundheitssektors

2 Ambulantisierung

2.1 Gesundheitspolitische Initiativen zur Ambulantisierung der Medizin

2.2 Ausgewählte Modelle der ambulanten Leistungserbringung

2.2.1 Belegarztsystem

2.2.2 Ambulantes Operieren

2.2.3 Ambulante Spezialfachärztliche Versorgung

2.2.4 Medizinisches Versorgungszentrum

2.2.5 Persönliche und institutionelle Ermächtigungsambulanz

2.2.6 Ambulante Notfallbehandlung

3 Eckdaten des betrachteten Krankenhauses

3.1 Struktur, Organisation und Auftrag

3.2 Aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen

3.2.1 Schwerpunktbildung im Bereich der Inneren Medizin

3.2.2 Entwicklungsperspektiven des onkologisch-palliativmedizinischen Schwerpunktes

4 Lokale Wettbewerbssituation

5 Stärkung der stationären Schwerpunkte in der Inneren Medizin

5.1 Planung

5.2 Ausbau des onkologisch-palliativmedizinischen Schwerpunktes

6 Sektorenübergreifenden Restrukturierung

6.1 Interdisziplinäre Sektoren-übergreifende Tumorkonferenzen

6.2 Gründung einer Ambulanten Spezialfachärztlichen Versorgung

7 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit evaluiert das ambulante Potenzial eines Krankenhauses der Regelversorgung zur langfristigen Existenzsicherung vor dem Hintergrund gesundheitspolitischer Forderungen zur Ambulantisierung und beschreibt die Management-Strategien bei der Planung und Umsetzung entsprechender Versorgungsstrukturen.

  • Analyse gesundheitspolitischer Initiativen und Versorgungsmodelle
  • Strategische Stärkung onkologisch-palliativmedizinischer Schwerpunkte
  • Etablierung intersektoraler Tumorkonferenzen
  • Gründung einer Ambulanten Spezialfachärztlichen Versorgung (ASV)
  • Wirtschaftliche und strukturelle Aspekte der Prozessoptimierung

Auszug aus dem Buch

2.2.3 Ambulante Spezialfachärztliche Versorgung

In 2011 wurde der § 116b SGB V neu verfasst und die Eckpunkte der neuetablierten ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) definiert. Im Jahr 2013 wurde durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) die Richtlinie über die ASV nach § 116b SGB V veröffentlicht. Die ASV ist ein sektorenübergreifendes Konstrukt, welches sich aus multiplen Fachdisziplinen zusammensetzt. Das Ziel der ASV ist die Behandlung von seltenen, schweren, oder solchen Erkrankungen, die hochspezialisierte medizinische Leistungen bedürfen. Um welche Erkrankungen es sich handelt, definiert die Anlage der beschlossenen Richtlinie. In erster Linie gehören hierzu onkologische, rheumatologische, spezielle kardiologische (Herzinsuffizienz im NYHA Stadium 3-4), neurologische (Multiple Sklerose), sowie andere seltenen Erkrankungen, wie Tuberkulose, Marfan Syndrom, pulmonale Hypertonie und Mukoviszidose.

Das am Management der o. g. Erkrankungen beteiligte interdisziplinäre Team besteht aus einem*-r Teamleiter*in, dem Kernteam sowie kooperierenden Fachärzt*innen, die bei Bedarf zur Behandlung der Patient*innen mit der ASV-relevanten Erkrankung hinzugezogen werden. Die Teamleitung hat die Kernkompetenz inne, die die ASV prägt (z. B. Rheumatologen für die rheumatologische ASV). Dieses überschaubare und vordefinierte intersektorale Kooperationsnetzwerk versorgt die Patient*innen ohne schnittstellenbedingte qualitative und quantitative Defizite. Damit werden z. B. doppelte Untersuchungen, doppelte Dokumentation sowie Informationsverluste eliminiert. Die Behandlungspfade für stationäre und ambulante Leistungen sind einheitlich und werden konsequent befolgt. Dies erhöht die Behandlungsqualität dieser besonderen Patientenpopulation erheblich. Eine Bedarfsplanung im Sinne begrenzter Kassenarztsitze ist für die ASV irrelevant. Es ist vorteilhaft, dass alle erbrachten Leistungen vergütet werden anstatt einer pauschalen Vergütung. Zudem gelten keine Behandlungsobergrenzen, sondern lediglich eine Mindestanzahl an Patient*innen, um eine hohe Leistungsqualität zu sichern. Bei den gastrointestinalen Tumoren müssen beispielsweise mindestens 230 Patient*innen jährlich behandelt werden. Im Rahmen der ASV können auch spezialisierte Leistungen durchgeführt werden wie CT- oder MRT-assistierte, interventionelle, schmerztherapeutische Leistungen oder eine Brachytherapie.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Grundlegende Definitionen der ambulanten und stationären Leistungserbringung sowie Darstellung der Kostenaspekte und gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen im deutschen Gesundheitssystem.

2 Ambulantisierung: Erläuterung der politischen Zielsetzung „ambulant vor stationär“ sowie detaillierte Vorstellung verschiedener Modelle der intersektoralen Leistungserbringung zur Effizienzsteigerung und Qualitätssicherung.

3 Eckdaten des betrachteten Krankenhauses: Beschreibung der strukturellen und organisatorischen Rahmenbedingungen des untersuchten Hauses sowie Analyse aktueller Herausforderungen wie Personalmangel und finanzieller Druck.

4 Lokale Wettbewerbssituation: Analyse der Konkurrenzsituation durch umliegende Krankenhäuser der Maximalversorgung und Identifikation von Standortnachteilen hinsichtlich Fachexpertise und Infrastruktur.

5 Stärkung der stationären Schwerpunkte in der Inneren Medizin: Darlegung der strategischen Planungsschritte, inklusive SWOT-Analyse, sowie des Prozessausbaus im onkologisch-palliativmedizinischen Bereich.

6 Sektorenübergreifenden Restrukturierung: Darstellung der praktischen Implementierung neuer Strukturen durch interdisziplinäre Tumorkonferenzen und die Gründung einer ASV zur langfristigen Existenzsicherung.

7 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die strategische Positionierung des Krankenhauses im Hinblick auf zukünftige gesundheitspolitische Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Ambulantisierung, ASV, MVZ, Krankenhaus, Strategieplanung, onkologische Versorgung, intersektorale Strukturen, Tumorkonferenzen, stationäre Leistung, Gesundheitsökonomie, Prozessoptimierung, Palliativmedizin, Wettbewerb, Patientenbindung, Qualitätssicherung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der strategischen Neuausrichtung eines mittelgroßen Krankenhauses der Regelversorgung, um dessen Existenz durch die Ambulantisierung medizinischer Leistungen nachhaltig zu sichern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die medizinischen und wirtschaftlichen Aspekte der Ambulantisierung, die Etablierung sektorenübergreifender Kooperationen sowie die strategische Stärkung onkologisch-palliativmedizinischer Schwerpunkte.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Primäres Ziel ist die Evaluation des ambulanten Potenzials des Krankenhauses zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und zur rechtzeitigen Anpassung an gesundheitspolitische Veränderungen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt methodisch eine Bestandsaufnahme auf Basis historischer Patientendaten, eine SWOT-Analyse der internen und externen Erfolgsfaktoren sowie eine Balanced Score Card zur strategischen Überprüfung des Konzepts.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Ambulantisierung, die Analyse des konkreten Krankenhauses, die Bewertung der Marktsituation sowie die detaillierte Beschreibung der praktischen Restrukturierung, insbesondere durch interdisziplinäre Tumorkonferenzen und die Gründung einer ASV.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Ambulantisierung, ASV, intersektorale Strukturen, onkologische Versorgung und Wirtschaftlichkeit gekennzeichnet.

Warum spielt die onkologische Schwerpunktbildung eine so wichtige Rolle?

Da Krebserkrankungen demografisch bedingt zunehmen und onkologische Patient*innen langfristig an das Krankenhaus gebunden werden können, bietet dieser Bereich hohes Potenzial für die wirtschaftliche Existenzsicherung.

Welchen Vorteil bietet die Gründung einer ASV für das Krankenhaus?

Die ASV ermöglicht eine extrabudgetäre Vergütung ohne Regelleistungsvolumina, dient als Eingangstor für stationäre Fälle und reduziert Informationsverluste durch die nahtlose Verzahnung von ambulanter und stationärer Behandlung.

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Résumé des informations

Titre
Ambulante spezialfachärztliche Versorgung im Krankenhaus
Université
University of Applied Sciences Neu-Ulm
Note
1,3
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2022
Pages
42
N° de catalogue
V1339701
ISBN (PDF)
9783346850126
ISBN (Livre)
9783346850133
Langue
allemand
mots-clé
Ambulanz ASV Krankenhaus Ambulantisierung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2022, Ambulante spezialfachärztliche Versorgung im Krankenhaus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1339701
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Extrait de  42  pages
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