Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit dem Thema "Scaffolding" nach dem Modell von Pauline Gibbons und zieht hierbei besonders die dadurch entstehenden Chancen und Herausforderung für Lehrkräfte in Betracht. Hierzu wurden zwei Leitfadeninterviews mit zwei Lehrkräften durchgeführt, welche sich in ihrem Unterricht mit der Durchsetzung des Modells beschäftigen.
Die Arbeit wird sich mit der Beantwortung folgender Fragestellung auseinandersetzen: "Welche Herausforderungen und Perspektiven sehen Lehrkräfte im Scaffolding-Modell?". Die entsprechende Erörterung einer angemessenen Antwort, stellt sich gesellschaftlich als besonders relevant heraus, da zunehmend Schüler:innen mit DaZ/DaF an deutschen Schulen unterrichtet werden und alle Fachlehrer:innen an verschiedenen Schulen davon betroffen sein werden. Ziel der vorliegenden Bachelorarbeit ist die Untersuchung der Herausforderungen und Perspektiven durch den Scaffolding-Ansatz für die Lehrkräfte. Zuvor soll das Scaffolding Modell in einem theoretischen Teil umfasst und im Anschluss mit Hilfe eines Experteninterviews unterstützt werden. Der Fokus liegt primär auf dem Scaffolding-Ansatz von Pauline Gibbons.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Alltags- und Bildungssprache
2.2. Deutsch als Fremd- und Zweitsprache
2.3 Sprachsensibler Fachunterricht
2.4 Das Scaffolding-Modell nach Gibbons (2009)
2.4.1 Makro-Scaffolding
2.4.2 Mikro-Scaffolding
2.4.3 Methodisches Vorgehen des Scaffolding-Modells
2.4.4 Herausforderungen des Scaffolding-Modells für Lehrende
2.4.5 Scaffolding und sprachsensibler Unterricht
3 Forschungsmethodisches Vorgehen
3.1 Art der Forschungsmethode: Leitfrageninterview
3.2 Durchführung der Interviews
3.3 Ergebnisse der Datensammlung
4 Analyse der Daten
5 Interpretation der Ergebnisse
6 Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, welche Herausforderungen und Perspektiven Lehrkräfte im Umgang mit dem Scaffolding-Modell nach Pauline Gibbons sehen, insbesondere im Kontext von Schulklassen mit einem hohen Anteil an Schülern mit Deutsch als Zweitsprache oder Fremdsprache (DaZ/DaF). Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Welche Herausforderungen und Perspektiven sehen Lehrkräfte im Scaffolding-Modell?“.
- Definition und Abgrenzung von Alltags- und Bildungssprache
- Grundlagen des sprachsensiblen Fachunterrichts
- Methodik des Scaffolding-Modells (Makro- und Mikro-Scaffolding)
- Empirische Analyse von Experteninterviews mit Lehrkräften
- Reflexion der pädagogischen Relevanz von Sprachförderung im Regelunterricht
Auszug aus dem Buch
Die zunehmend schlechten Ergebnisse in Schulleistungsstudien, wie z. B. der „PISA-Schock“ im Jahr 2001, trugen dazu bei, dass zahlreiche Pädagog*innen, Lehrer*innen und Erziehungswissenschaftler*innen sich mit der Frage auseinandersetzen mussten, wie Schülerinnen und Schüler (folgend SuS) angemessen unterstützt werden können, damit ein Bildungserfolg garantiert werden kann. Mit der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 ist das Problem relevanter denn je.
Das Bild einer homogenen Klassengemeinschaft ist seit Jahrzehnten bereits überholt. Die SuS unterscheiden sich nicht nur in ihren Lernniveaus, sondern auch in ihrer Herkunft. Kaum zu erahnen ist, wie schwer es einem Schüler oder einer Schülerin mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ) oder Deutsch als Fremdsprache (DaF) an deutschen Regelschulen ergehen mag. Nicht nur das Erlernen einer neuen Sprache kommt hier auf die SuS zu, sie müssen sich zudem den Unterricht in dessen Fachsprache erschließen können, um erfolgreich am Unterricht teilnehmen zu können.
So werden die SuS z. B. im Unterricht mit Fachbegriffen konfrontiert, deren Bedeutung sie nicht kennen. Zudem müssen sie in einer fremden Sprache Kompetenzen erlernen, die selbst manche Muttersprachler*innen vor Herausforderungen stellt. Eine Möglichkeit zur Lösung des Problems bietet sprachsensibler Unterricht und das Scaffolding, eine Methode der Erziehungswissenschaftlerin Pauline Gibbons (2009):
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Notwendigkeit sprachlicher Unterstützung im schulischen Kontext angesichts zunehmender Heterogenität in Klassen und führt in die Relevanz des Scaffolding-Modells ein.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die sprachwissenschaftlichen Begriffe wie Alltagssprache, Bildungssprache sowie Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache und führt detailliert in das Scaffolding-Modell ein.
3 Forschungsmethodisches Vorgehen: Hier wird der methodische Ansatz der Untersuchung beschrieben, der auf qualitativen Leitfrageninterviews mit zwei Lehrkräften basiert.
4 Analyse der Daten: Die durchgeführten Experteninterviews werden in diesem Kapitel ausgewertet und die Aussagen der Lehrkräfte strukturiert dargestellt.
5 Interpretation der Ergebnisse: Die erhobenen Daten werden interpretiert und in Bezug auf die Forschungsfrage diskutiert, wobei die Chancen und Barrieren des Modells herausgearbeitet werden.
6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und beantwortet die Forschungsfrage im Kontext der schulischen Praxis.
Schlüsselwörter
Scaffolding, Sprachsensibler Unterricht, Bildungssprache, DaZ, DaF, Lehrkräfte, Schulerfolg, Fachsprache, Unterrichtsinteraktion, Heterogenität, Sprachförderung, Inklusion, Deutsch als Zweitsprache, Unterrichtsplanung, pädagogische Herausforderungen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Scaffolding-Modell nach Pauline Gibbons und bewertet dessen Eignung sowie die damit verbundenen Herausforderungen für Lehrkräfte im deutschsprachigen Regelunterricht.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Themen umfassen die sprachliche Heterogenität in Schulklassen, die Differenzierung zwischen Alltags- und Bildungssprache sowie pädagogische Interaktionsstrategien.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie Lehrer durch das Scaffolding-Modell DaZ-Lernende unterstützen können und vor welche pragmatischen Probleme sie dabei in der Unterrichtsplanung gestellt werden.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Untersuchung ist qualitativ angelegt und nutzt das Experteninterview (Leitfrageninterview) als zentrales Erhebungsinstrument.
Was ist der Kern des Hauptteils?
Im Hauptteil werden neben der theoretischen Fundierung der Begriffe insbesondere die Konzepte von Makro- und Mikro-Scaffolding detailliert erläutert und mit praktischen Beispielen unterfüttert.
Welche Begriffe beschreiben die Arbeit am besten?
Die zentralen Schlüsselbegriffe sind Scaffolding, sprachsensibler Fachunterricht, DaZ, Heterogenität und berufliche Herausforderungen für Lehrkräfte.
Wie bewerten die befragten Lehrkräfte den Zeitaufwand von Scaffolding?
Beide interviewten Lehrkräfte betonen, dass die Methode sehr zeitintensiv ist, da individuelles Material erstellt und der Unterricht detaillierter geplant werden muss.
Welche Rolle spielt die Differenzierung für DaZ-SuS?
Differenzierung ist essenziell, jedoch stießen die befragten Lehrkräfte an ihre Grenzen, da sie im Unterrichtsalltag nicht immer jedem Schüler individuell gerecht werden können.
Wird Scaffolding als Chance oder Hürde wahrgenommen?
Die Lehrkräfte sehen darin eine Chance für die persönliche Entwicklung und eine bessere Förderung, nehmen es jedoch gleichzeitig als herausfordernde Belastung wahr.
- Citation du texte
- Laura Ballarini (Auteur), 2022, Das Scaffolding-Modell nach Pauline Gibbons. Herausforderungen und Chancen aus der Perspektive von Lehrkräften, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1339733