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Der Fall Oscar Pistorius. Prothesen im Sport

Título: Der Fall Oscar Pistorius. Prothesen im Sport

Trabajo Escrito , 2009 , 15 Páginas

Autor:in: Stefan Moors (Autor)

Didáctica - Deporte, Pedagogía deportiva
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Im Vorfeld der Olympischen Spiele 2008 in Peking sorgten nicht Stars wie Liu Xiang oder Usain Bolt für Aufmerksamkeit, sondern der Fall des 23-jährigen südafrikanischen Sprinters Oscar Pistorius (O.P.) beherrschte die weltweiten Schlagzeilen. Schon seine Spitznamen „Blade Runner“ oder „the fastest man on no legs“ lassen vermuten, dass es sich bei O. P. um keinen „normalen“ Athleten handelt.

Aufgrund eines Gendefektes fehlten ihm vom Geburt an beide Wadenbeine sowie die äußeren Seite der Füße. Im Alter von 11 Monaten wurden ihm beide Beine unterhalb der Knie amputiert. Seitdem läuft er auf Prothesen. 2004 entschied sich O.P. nach einer schweren Verletzung für die Leichtathletik. Dies war der Beginn einer beispiellosen Karriere mit zahlreichen Medaillen und Weltrekorden, deren vorläufigen Höhepunkt er mit seinen Goldmedaillen über 100m, 200m und 400m bei den Paralympics 2008 in Peking erreichte. Damit war er der erste Paralympics-Teilnehmer, der Gold in allen 3 Disziplinen gewann.

Sein nächstes großes Ziel ist die Teilnahme an den den Olympischen Spielen, um sich mit Nicht-Behinderten messen zu können. Auch wenn er nicht der Erste mit diesem Vorhaben ist, bildet sein Fall die Grundlage zahlreicher Diskussionen.

Mit seinem futuristisch anmutenden Aussehen weckt O. P. bei den Sportfunktionären düstere Vorahnungen – das böse Wort vom „Techno-Doping“ macht die Runde. Die vorliegende Hausarbeit beleuchtet O. P. und die Frage, ob er durch seine Prothesen einen unfairen Vorteil gegenüber nicht behinderten Sportlern hat.

Das ist die Frage, auf die sich die Diskussion an der Oberfläche reduzieren lässt und die seinen Fall von anderen wie dem seiner Teamkollegin Natalie du Toit unterscheidet. Denn im Gegensatz zu ihnen nutzt O. P. Hilfsmittel, die den Leistungskern seiner Disziplin betreffen und somit die Antwort auf die Frage nach seiner Starterlaubnis bei Olympia erschweren.
Diese Antwort soll durch Betrachtung der Positionen der beteiligten Parteien erfolgen. Anschließend werden die in der Diskussion aufgekommenen Schlüsselargumente kurz dargestellt, um dann am Ende die Frage nach einem Vorteil beantworten zu können.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Der Fall Oscar Pistorius

2. Positionen der beteiligten Parteien

2.1 Position des Internationalen Leichtathletikverbandes

2.1.1 Kritik am Urteil des Internationalen Leichtathletikverbandes

2.2 Position von Oscar Pistorius und seinem Team

2.2.1 Kritik am Houston Report

2.3 Position des Internationalen Sportgerichtshof

2.3.1 Kritik am Urteil des CAS

3. Bewertung relevanter Fakten zur Entscheidungsfindung

3.1 Design der Prothesen

3.2 Technische Entwicklung der Prothesen

3.3 Gewichtsreduktion

3.4 Kinetik

3.5 Energiebedarf

3.6 Ausdauer während eines 400m Rennens

3.7 Energieumsatz

3.8 Sonstiges

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Fall des Sprinters Oscar Pistorius und analysiert die wissenschaftliche Debatte darüber, ob die Verwendung von High-Tech-Laufprothesen einen unfairen Wettbewerbsvorteil gegenüber nicht behinderten Athleten darstellt.

  • Analyse der gegensätzlichen Positionen von IAAF, Oscar Pistorius und dem CAS
  • Biomechanische Bewertung des Designs und der Effizienz von Sportprothesen
  • Untersuchung von Energiebedarf und Kinetik im Vergleich zu menschlichen Beinen
  • Diskussion der ethischen und sportrechtlichen Implikationen von technischer Leistungssteigerung

Auszug aus dem Buch

3.1 Design der Prothesen

Die von O.P. genutzten „Cheetahs“ sind individuell konfigurierte, aus Karbon gefertigte Hochleistungsprothesen für Sprinter. Das spezielle Design, welches dem hinteren Bein eines Geparden (Landtier mit der höchsten Endgeschwindigkeit) nachempfunden ist und der Prothese ihren Namen gibt, ist darauf ausgerichtet, soviel Energie wie möglich zurückzugeben. Die während der Landung entstehenden Kräfte werden von der Prothese aufgenommen, gespeichert und in Vorwärtsbewegung umgewandelt.

Weitere Eigenschaften, wie die aktive Ferse oder die vertikale Stoßdämpfung, tragen dazu, bei den Gang noch effizienter zu gestalten und den Energieverbrauch zu reduzieren. Das spezielle Design der Prothesen macht es erforderlich, den Umgang mit ihnen zu erlernen. Heinrich Popow zum Beispiel schaffte es erst durch hartes Training, mit seiner Sportprothese schneller als mit seiner Alltagsprothese zu laufen. Ohne Frage hat O.P. als Erster den Umgang mit seinen Prothesen perfektioniert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Fall Oscar Pistorius: Einführung in die Biografie von Oscar Pistorius und die Problematik seiner Teilnahme an Wettbewerben für nicht behinderte Athleten.

2. Positionen der beteiligten Parteien: Detaillierte Darstellung der Argumente des Internationalen Leichtathletikverbandes (IAAF), des Teams um Pistorius und der abschließenden Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs (CAS).

3. Bewertung relevanter Fakten zur Entscheidungsfindung: Wissenschaftliche Analyse technischer und biomechanischer Aspekte wie Prothesendesign, Kinetik, Energieeffizienz und Ermüdungsverhalten im Wettkampf.

4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der wissenschaftlichen Beweislage und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Definition von Hilfsmitteln im Sport.

Schlüsselwörter

Oscar Pistorius, Leichtathletik, Sportprothesen, Biomechanik, IAAF, Internationaler Sportgerichtshof, CAS, Technischer Vorteil, Energieeffizienz, Cheetah-Prothesen, Behindertensport, Sportethik, 400-Meter-Lauf, Leistungsdiagnostik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Kontroverse um die Startberechtigung des beidseitig amputierten Sprinters Oscar Pistorius bei Wettkämpfen für nicht behinderte Athleten unter Berücksichtigung biomechanischer und sportrechtlicher Aspekte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die wissenschaftlichen Untersuchungen zur Leistungsfähigkeit von Karbon-Laufprothesen im Vergleich zu menschlichen Beinen sowie der juristische Prozess vor dem CAS.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Frage zu klären, ob die verwendeten Sportprothesen dem Athleten einen unfairen Vorteil gegenüber nicht behinderten Sprintern verschaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer kritischen Analyse biomechanischer Studien (u.a. der Kölner Studie und dem sogenannten Houston Report) sowie der Dokumentation der juristischen Argumentationsketten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Auswertung physiologischer und technischer Daten wie Energieverbrauch, Kinetik, Ausdauer und technischer Unterschiede bei der Nutzung von Sportprothesen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Prothesentechnologie, biomechanischer Vorteil, IAAF-Regelwerk, CAS-Urteil und die physiologische Leistungsfähigkeit von Amputierten im Sprint.

Wie bewerten die Experten den Energiebedarf von Pistorius?

Die vorliegenden Studien zeigten widersprüchliche Ergebnisse, wobei einige Untersuchungen darauf hinwiesen, dass Pistorius bei gleicher Geschwindigkeit weniger Sauerstoff verbraucht als Vergleichssportler.

Warum ist das Urteil des CAS umstritten?

Die Kritik entzündet sich daran, dass das Gremium, bestehend aus Juristen, eine Entscheidung auf der Basis wissenschaftlicher Argumente fällen musste, obwohl die wissenschaftliche Beweislage komplex und in Teilen umstritten war.

Gibt es einen technologischen Vorteil durch das Design der „Cheetah“-Prothesen?

Es wird diskutiert, dass die Prothesen durch ihre Federwirkung Energie speichern und effizient zurückgeben, was bei hohen Geschwindigkeiten einen biomechanischen Vorteil gegenüber dem menschlichen Fuß bieten könnte.

Was schlussfolgert der Autor über die Zukunft des Sports?

Der Autor vermutet, dass die Grenze zwischen Mensch und Technik verschwimmt und zukünftige technologische Verbesserungen die Definition von „technischen Hilfsmitteln“ vor immer neue Herausforderungen stellen werden.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Fall Oscar Pistorius. Prothesen im Sport
Universidad
Humboldt-University of Berlin  (Sportwissenschaft)
Curso
Grundlagen der Sportpädagogik und Sportphilosophie
Autor
Stefan Moors (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
15
No. de catálogo
V134008
ISBN (Ebook)
9783640416431
ISBN (Libro)
9783640411986
Idioma
Alemán
Etiqueta
Oscar Pistorius Technodoping Prothesen Paralympics
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stefan Moors (Autor), 2009, Der Fall Oscar Pistorius. Prothesen im Sport, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134008
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