Das Märchen von Hyazinth und Rosenblütchen von Novalis wird in dieser Schreibaufgabe zunächst einmal zusammenfasst. Anschließend wird es auf typische Kunstmärchenmerkmale untersucht. Abschließend wird das Märchen mithilfe eines Zitates auf einen triadischen Entwicklungsprozess untersucht.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Analyse der Märchenmerkmale
2.1 Zusammenfassung des Märcheninhalts
2.2 Untersuchung auf Märchenmerkmale
2.3 Einordnung als Kunstmärchen
3. Triadischer Entwicklungsprozess
3.1 Erläuterung des Begriffs
3.2 Anwendung auf das Märchen von Hyazinth und Rosenblütchen
3.3 Stellungnahme zum Zitat von Ahrendt
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das in Novalis‘ Roman „Die Lehrlinge zu Sais“ eingebettete Märchen von Hyazinth und Rosenblütchen unter Berücksichtigung spezifischer Gattungsmerkmale sowie des Modells des triadischen Entwicklungsprozesses.
- Typische Märchenmerkmale in Novalis' Werk
- Differenzierung zwischen Volks- und Kunstmärchen
- Analyse der triadischen Struktur (Einheit, Entzweiung, reflektierte Einheit)
- Figurenanalyse als Assoziationskoordinaten
- Interpretation romantischer Geschichtsphilosophie im Märchen
Auszug aus dem Buch
Das Märchen von Hyazinth und Rosenblütchen
Ein wunderschöner Junge namens Hyazinth, welcher mit Tieren und Pflanzen spricht, und ein ,,bildschönes‘‘ (Novalis, 1802, S. 215) Mädchen namens Rosenblütchen leben ein Leben in glücklicher Liebe zueinander. Dies ändert sich jedoch, als ein alter Mann auftaucht. Dieser Mann, welcher im späteren Verlauf des Märchens von Rosenblütchen ,,Hexenmeister‘‘ (Novalis, 1802, S. 216) genannt wird, erzählt Hyazinth mehrere Tage lang Geschichten.
Hyazinth hört ihm wie gefesselt zu und vergisst dabei alle anderen Dinge. Mit dem Abschied des alten Manns, ist Hyazinth so unglücklich geworden, dass er sich, im Hoffen auf Heilung, auf die Suche nach dem Tempel der Göttin Isis und der verschleierten Jungfrau macht. Dabei wandert er einige Zeit durch die Natur, welche ihm nach und nach immer vertrauter wird.
Schließlich gelangt er zum Tempel der Göttin Isis. Dort kann er im Schlaf den Schleier der Jungfrau öffnen und erkennt dort Rosenblütchen. Schließlich leben sie glücklich zusammen und das Märchen endet. (vgl. Novalis, 1802, S.218)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Hinführung zum Thema und Definition der Untersuchungsziele hinsichtlich der Märchenmerkmale und des triadischen Entwicklungsprozesses.
2. Analyse der Märchenmerkmale: Zusammenfassung der Handlung und Identifikation spezifischer Merkmale wie Einsträngigkeit, Orts- und Zeitlosigkeit sowie Einbeziehung des Wunderbaren.
3. Triadischer Entwicklungsprozess: Anwendung des theoretischen Schemas von ursprünglicher Einheit, Entzweiung und reflektierter Einheit auf die psychologische Entwicklung der Protagonisten.
Schlüsselwörter
Novalis, Die Lehrlinge zu Sais, Hyazinth und Rosenblütchen, Märchenmerkmale, Kunstmärchen, Triadischer Entwicklungsprozess, Romantik, Geschichtsphilosophie, Dieter Ahrendt, Detlef Kremer, Volksmärchen, Wunderbares, Motivik, Literaturanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der literaturwissenschaftlichen Untersuchung des Märchens von Hyazinth und Rosenblütchen aus Novalis‘ Roman „Die Lehrlinge zu Sais“.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Anwendung von Märchentypologien auf dieses Kunstmärchen und die philosophische Deutung der Handlung als triadischer Entwicklungsprozess.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie das Märchen typische Märchenkriterien erfüllt und inwiefern der Entwicklungsweg der Figuren ein triadisches Schema widerspiegelt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine textnahe Analyse unter Heranziehung literaturwissenschaftlicher Fachliteratur sowie ein Vergleich mit gattungstheoretischen Definitionen (Volks- vs. Kunstmärchen) vorgenommen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Märchenmerkmalen wie Mündlichkeit und Wunderbarem sowie die Anwendung des Theoriebegriffs nach Kremer und die Diskussion von Ahrendts Thesen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Romantik, Kunstmärchen, triadischer Entwicklungsprozess und die spezifische Figurenanalyse von Novalis geprägt.
Wie unterscheidet sich das untersuchte Märchen vom klassischen Volksmärchen?
Obwohl es Volksmärchenmerkmale zeigt, wird es aufgrund der eindeutigen Autorenschaft und der bewussten literarischen Gestaltung als Kunstmärchen eingeordnet.
Inwiefern lassen sich die Figuren als „Assoziationskoordinaten“ beschreiben?
Nach Ahrendt dienen sie nicht als abgeschlossene Charaktere mit fester Bedeutung, sondern markieren durch ihre Gemütszustände die verschiedenen Stadien des triadischen Prozesses.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2022, Kriterienanalyse von Novalis' Kunstmärchen "Hyazinth und Rosenblütchen'', München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1340493