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Manifestation zur Legitimation der Herrschaft. Die Porträts von Queen Elizabeth I.

Titre: Manifestation zur Legitimation der Herrschaft. Die Porträts von Queen Elizabeth I.

Dossier / Travail de Séminaire , 2021 , 24 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Auteur)

Art - Histoire de l'art
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Ziel der vorliegenden Seminararbeit ist es zu untersuchen, inwiefern Elisabeth I. eine Manifestation ihrer Legitimation durch ihre zahlreichen Portraits anstrebte. Von besonderer Bedeutung sind jene Bildnisse, die auf bestimmte politische Ereignisse oder Attribute ihrer Herrschaft hinweisen. Bildnisse, die Elisabeth I. einsetzt, um ihr Wirken sichtbar zu machen und so ein bestimmtes Bild von ihr als Königin und Herrscherin zu entwerfen. Auf dieser Grundannahme behaupte ich in den Porträts von Elisabeth I. eine Manifestation zur Legitimation ihrer Herrschaft Elisabeths sowie eine außergewöhnliche Form der Repräsentation im Vergleich zu der gängigen Darstellungstradition ihrer Zeit. Inwiefern und auf welche Art und Weise Elisabeth I. eine solche Manifestation ihrer Legitimation anstrebte, soll im Folgenden untersucht werden.

Elisabeth I. – die wohl populärste Königin Englands, eine Kultfigur und weibliche Herrscherin in einem von männlichen Herrschern dominierten Umfeld. Bis in die heutige Zeit beeindruckt Elisabeth I. durch ihre lange Herrschaftsdauer von über 45 Jahren und ihr Erscheinungsbild, das schon zu Lebzeiten zu einem Charakteristikum ihrer Person wurde. Die jungfräuliche Königin, die mit England verheiratet war – auch dafür war und ist Elisabeth I. bekannt. Zu vermuten ist, dass sie der Repräsentation ihrer Herrschaft sowie einem klaren Öffentlichkeitsbild großen Wert beimaß. Nun ist die Erkenntnis nicht neu, dass Herrscher*innen sich der Literatur, der Musik und der bildenden Künste bedienten und als Medium ihrer Repräsentation und Legitimation ihrer Herrschaft nutzten – dies wird bei Heinrich VIII., Elisabeths Vater und König von England sichtbar. Bei Elisabeth I. ist sich die Forschung weitestgehend darin einig, dass sie jene Porträts von sich anfertigen ließ, um ihre Machtposition zu stärken und zu repräsentieren.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Hintergrund

3. Legitimation ihrer Herrschaft am Beispiel verschiedener Gemälde

3.1 In Kindheit und Jugend

3.2 In frühen Jahren ihrer Herrschaft

3.4 Holbein-Typus als Beispiel einer zeitgenössischen Darstellungstradition

3.5 Armada-Porträt

3.6 Ditchley-Porträt

4. Fazit

5. Abbildungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit Elisabeth I. Porträts als gezieltes Instrument nutzte, um ihre Herrschaft zu legitimieren und ihre Machtposition symbolisch zu manifestieren. Dabei wird analysiert, wie sich ihre visuelle Selbstdarstellung von der Kindheit bis zur späten Regierungszeit entwickelte, um politischen Herausforderungen und ihrem Status als weibliche Herrscherin entgegenzuwirken.

  • Strategien der visuellen Machtinszenierung im 16. Jahrhundert
  • Die Entwicklung vom Prinzessinnen-Porträt zur gottgleichen Herrscherin
  • Symbolik und Ikonografie in der Tudor-Zeit
  • Verhältnis von politischer Legitimation und persönlichem Bildentwurf

Auszug aus dem Buch

3.6 Ditchley-Porträt

Das sogenannte The Ditchley-Portrait, das vermutlich im Jahre 1592 entstanden, unterscheidet sich stark von dem zuvor beschriebenen Armada-Porträt von Elisabeth I., weist aber auch Gemeinsamkeiten auf (Abb. 9). Die Königin wird hier auf der Weltkarte stehend porträtiert, wodurch sie auf und über der Welt zu stehen scheint. Das Gemälde entstand aufgrund des Wunsches der Königin als eine Gottheit porträtiert zu werden.

Der Hintergrund des Gemäldes besteht scheinbar aus zwei Hälften. Die linke Seite besteht aus einem sonnigen Himmel in hellen Farbtönen, die rechte Seite stellt einen düsteren Himmel mit Gewitter und Blitzen dar. Diese kontrastreiche Aufteilung zweier Situationen und Witterungen erinnert dabei an den Hintergrund des Armada-Gemäldes, welches das Meer in ruhigem und im tosenden Zustand abbildet. Auf beiden Gemälden scheint es dadurch eine gute und eine zerstörerische Seite zu geben. Elisabeth scheint dem Gewitter den Rücken zuzukehren, wie im Armada-Porträt, und sich eher der Sonne und dem Licht zuzuwenden.

Bei der Landkarte, auf der Elisabeth steht, handelt es sich um die Karte Englands. Ihr Kleid und Mantel verdecken den Großenteil der Weltkarte, was den Eindruck suggeriert, dass sie England, ihrem Volk Schutz bietet, indem sie es unter ihre Fittiche nimmt. Elisabeth I. als fürsorgliche Mutter, als mit England verheiratete Königin, die sich um ihr Volk sorgt und es beschützt – dieses Bild von Elisabeth I. findet in jener Darstellung Bekräftigung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, inwieweit Elisabeth I. Porträts zur Manifestation und Legitimation ihrer Macht gezielt einsetzte.

2. Historischer Hintergrund: Dieses Kapitel beleuchtet Elisabeths schwierigen Weg zum Thron, geprägt durch familiäre Konflikte, Umstürze und ihre illegitime Stellung als Kind Heinrichs VIII.

3. Legitimation ihrer Herrschaft am Beispiel verschiedener Gemälde: Der Hauptteil analysiert verschiedene Porträttypen als machtvolles Instrument, um Elisabeths Herrschaftsanspruch und ihre Souveränität visuell zu festigen.

3.1 In Kindheit und Jugend: Untersuchung der frühen Selbstdarstellung Elisabeths als Mittel, um Aufmerksamkeit am Hof ihres Vaters zu erlangen und ihre Loyalität zu beweisen.

3.2 In frühen Jahren ihrer Herrschaft: Analyse der androgynen Darstellungsweise als Reaktion auf die patriarchalen Strukturen und das männlich dominierte Umfeld zu Regierungsbeginn.

3.4 Holbein-Typus als Beispiel einer zeitgenössischen Darstellungstradition: Vergleich zwischen Elisabeths Bildpolitik und dem von Heinrich VIII. etablierten, strengen Herrscherbild.

3.5 Armada-Porträt: Diskussion der Verbindung von politischem Erfolg über die spanische Flotte mit der Inszenierung Elisabeths als unbesiegbare, glorreiche Souveränin.

3.6 Ditchley-Porträt: Untersuchung der monumentalen, gottgleichen Inszenierung Elisabeths, die ihre imperiale Macht über Welt und Natur symbolisiert.

4. Fazit: Zusammenfassende Auswertung über die enorme Bedeutung der Porträtmalerei als essenzielles, kontrolliertes Medium zur Sicherung von Elisabeths Herrschaft.

5. Abbildungen: Auflistung der im Werk analysierten Gemälde zur visuellen Veranschaulichung der theoretischen Erörterungen.

Schlüsselwörter

Elisabeth I., Legitimation, Herrschaft, Tudor, Porträtmalerei, Selbstdarstellung, Machtinszenierung, Armada-Porträt, Ditchley-Porträt, Jungfräuliche Königin, Tudor-Rezeption, Symbolik, Ikonografie, Herrscherbild, England.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle der Porträtmalerei als aktives Werkzeug zur Legitimierung der Herrschaft von Königin Elisabeth I. von England.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die visuelle Selbstdarstellung, die politische Machtinszenierung, die Entwicklung der Ikonografie im 16. Jahrhundert sowie die Reaktion Elisabeths auf die Herausforderungen als weibliche Regentin.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie Elisabeth I. ihre Porträts gezielt einsetzte, um ihre Macht zu manifestieren und ihren Anspruch auf den Thron in einer unsicheren politischen Ausgangslage zu festigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine beschreibende Bildanalyse der ausgewählten Gemälde durchgeführt, die in den historischen Kontext der Tudor-Zeit eingebettet wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert chronologisch verschiedene Porträttypen – von frühen Bildnissen der Kindheit über androgyn wirkende Darstellungen bis hin zum prunkvollen Armada- und Ditchley-Porträt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Herrschaftslegitimation, Selbstdarstellung, Ikonografie und symbolische Machtrepräsentation charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Inszenierung im Ditchley-Porträt von anderen Werken?

Das Ditchley-Porträt hebt sich durch seine unrealistische, fast übermenschliche Inszenierung hervor, in der die Königin als gottgleich dargestellt wird, die über die Welt herrscht.

Warum war eine gezielte Bildpolitik für Elisabeth I. so notwendig?

Aufgrund ihrer umstrittenen Legitimität, ihrer Ehelosigkeit und des Drucks durch mächtige männliche Kritiker war eine konsistente visuelle Strategie essenziell, um ihre Autorität unanfechtbar zu machen.

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Résumé des informations

Titre
Manifestation zur Legitimation der Herrschaft. Die Porträts von Queen Elizabeth I.
Université
Free University of Berlin
Note
1,0
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
24
N° de catalogue
V1340512
ISBN (PDF)
9783346846129
ISBN (Livre)
9783346846136
Langue
allemand
mots-clé
Elisabeth I. Königin Weibliche Königin Weibliche Herrscherin England Englische Königin Gemäldepolitik Porträt Spanische Armada Heinrich VIII. Feenkönigin Tudor Hans Hohlbein 16. Jahrhundert Queen Elisabeth I.
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Citation du texte
Anonym (Auteur), 2021, Manifestation zur Legitimation der Herrschaft. Die Porträts von Queen Elizabeth I., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1340512
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Extrait de  24  pages
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