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Die EU-Beitrittskandidaten Ungarn und Rumänien und die rechtliche Gestaltung des Minderheitenschutzes

Title: Die EU-Beitrittskandidaten Ungarn und Rumänien und die rechtliche Gestaltung des Minderheitenschutzes

Term Paper (Advanced seminar) , 2001 , 36 Pages , Grade: 1

Autor:in: Maximilian Spinner (Author)

Law - Comparative Legal Systems, Comparative Law
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Summary Excerpt Details

Der Aufsatz vergleicht die Ausgestaltung des Minderheitenrechtes in den EU-Beitrittskandidatenländern Ungarn und Rumänien im Rahmen von nationalen und internationalen Recht.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Minderheitenbegriff

3. Abstrakte rechtliche Gestaltungsmöglichkeiten

4. Bestimmungen des Völkerrechts

5. Bestimmungen des Europarechts

6. Bilaterale Verträge

7. Innerstaatliche Gesetzgebung

7.1. Ungarn

7.1.1. Allgemeines

7.1.2. Die Verfassung von1989

7.1.3. Das Gesetz über die Rechte der nationalen und ethnischen Minderheiten von 1993

7.1.4. Weitere gesetzliche Regelungen

7.1.5. Abschließende Bemerkungen

7.2. Rumänien

7.2.1. Allgemeines

7.2.2. Die Verfassung von 1991

7.2.3. Abschließende Bemerkungen

8. Fazit: Ungarn und Rumänien auf dem Weg in die Europäische Union

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den rechtlichen Minderheitenschutz in den EU-Beitrittskandidaten Ungarn und Rumänien und bewertet deren Status im Hinblick auf europäische Standards und die Kopenhagener Kriterien.

  • Analyse der nationalen Minderheitenschutzgesetze in Ungarn und Rumänien.
  • Vergleich der völker- und europarechtlichen Rahmenbedingungen.
  • Untersuchung der praktischen Anwendung der Minderheitenrechte.
  • Bewertung des Einflusses der EU-Osterweiterung auf den Schutz von Minderheiten.

Auszug aus dem Buch

3. Abstrakte rechtliche Gestaltungsmöglichkeiten

Die wichtigste und grundlegende Norm in Bezug auf Minderheiten ist das völkerrechtlich anerkannte Selbstbestimmungsrecht der Völker, verankert in Art 1 S.2 UN-Charta, als eine der elementaren Regeln des Völkerrechts. Es überlagert den innerstaatlichen Regelungsanspruch des Gesetzgebers, das heißt minderheitenrechtliche innerstaatliche Bestimmungen dürfen diesem Selbstbestimmungsrecht nicht entgegenstehen. Das Selbstbestimmungsrecht beinhaltet auch das Recht auf Sezession.

Dem Gesetzgeber bieten sich verschiedene Konzepte der Ausgestaltung des staatlichen Schutzes von Minderheiten. Zu unterscheiden sind hier Konzepte des Gruppen- und des Individualrechtsschutzes, die jeweils subjektive Ansprüche begründen können. Dem gegenüber stehen die sogenannten Einrichtungsgarantien, die keine subjektiven Ansprüche begründen, sondern Gestaltungsaufgaben des Staates sind.

In der Kategorie der Gruppenrechte sind die Modelle der Personalautonomie und die der Territorialautonomie zu unterscheiden. Ersteres gewährt der Minderheit unabhängig von ihrer Siedlungsstruktur den Status eines öffentlich-rechtlichen Personalverbandes mit Selbstverwaltungsrechten, letztere faßt kompaktere Minderheitensiedlungsgebiete zu öffentlich-rechtlichen Gebietskörperschaften mit regionaler Autonomie zusammen.

Ein wichtiges Element in diesem Zusammenhang ist die sogenannte positive Diskriminierung (engl.: affirmative action), eine besondere Förderung bestimmter Personenkreise, um Nachteile gegenüber der Mehrheit auszugleichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik von Minderheiten in Osteuropa und die Relevanz des Minderheitenschutzes für EU-Beitrittskandidaten.

2. Der Minderheitenbegriff: Erörterung der Schwierigkeiten bei der Definition von "Minderheit" im Völkerrecht und den soziologischen Kontexten.

3. Abstrakte rechtliche Gestaltungsmöglichkeiten: Darstellung der theoretischen Konzepte wie Personal- und Territorialautonomie sowie des Selbstbestimmungsrechts.

4. Bestimmungen des Völkerrechts: Überblick über relevante UN-Konventionen und den Schutzmechanismus für Minderheiten auf globaler Ebene.

5. Bestimmungen des Europarechts: Analyse der Rolle von Europarat, EMRK und EU-Richtlinien im Rahmen des Minderheitenschutzes.

6. Bilaterale Verträge: Untersuchung der Bedeutung von zwischenstaatlichen Abkommen für den Minderheitenschutz.

7. Innerstaatliche Gesetzgebung: Detaillierte Analyse der rechtlichen Situation, der Verfassungen und Gesetze in Ungarn und Rumänien.

8. Fazit: Ungarn und Rumänien auf dem Weg in die Europäische Union: Abschließende Bewertung der Erfüllung von Beitrittskriterien durch beide Länder.

Schlüsselwörter

Minderheitenschutz, Osteuropa, Ungarn, Rumänien, EU-Beitritt, Völkerrecht, Minderheitenrechte, Personalautonomie, Kopenhagener Kriterien, Diskriminierungsverbot, Zigeuner, Volksgruppenrecht, Rechtsangleichung, Menschenrechte, Minderheitengesetz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert den rechtlichen Minderheitenschutz in Ungarn und Rumänien, um festzustellen, inwieweit diese Länder die für einen EU-Beitritt notwendigen rechtlichen Standards erfüllen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die nationalen Verfassungen, das Minderheitengesetz in Ungarn, die völker- und europarechtlichen Vorgaben sowie die praktische Umsetzung der Rechte vor Ort.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist eine rechtsvergleichende Untersuchung der Schutzmechanismen in beiden Ländern, um deren Aufnahmefähigkeit in die EU aus minderheitenrechtlicher Sicht zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rechtsvergleichende Analyse, die sowohl normative Texte (Gesetze, Verträge) als auch die politische und praktische Realität in den Fallbeispielen beleuchtet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Minderheitenschutzes, die Analyse der rechtlichen Bestimmungen im Völker- und Europarecht sowie die detaillierte Betrachtung der ungarischen und rumänischen Gesetzgebungsmodelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Minderheitenschutz, EU-Osterweiterung, Personalautonomie, rechtliche Integration und die spezifische Situation von ethnischen Minderheiten wie Roma in Osteuropa.

Warum spielt die Personalautonomie für Ungarn eine so große Rolle?

Da die ungarischen Minderheiten stark über das Land verstreut sind, ist eine territoriale Autonomie kaum umsetzbar, weshalb die Personalautonomie das primäre Instrument der Rechtsgestaltung darstellt.

Warum wird die Situation in Rumänien kritischer bewertet als die in Ungarn?

Rumänien wird kritisiert, weil bisher ein einheitliches Minderheitengesetz fehlt und die Umsetzung von Schutzrechten oft durch nationalistische Tendenzen sowie die Benachteiligung insbesondere der Roma-Minderheit behindert wird.

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Details

Title
Die EU-Beitrittskandidaten Ungarn und Rumänien und die rechtliche Gestaltung des Minderheitenschutzes
College
Free University of Berlin  (Osteuropainstitut)
Course
HS Rechtsvergleich Osteuropa
Grade
1
Author
Maximilian Spinner (Author)
Publication Year
2001
Pages
36
Catalog Number
V13408
ISBN (eBook)
9783638190756
ISBN (Book)
9783638642880
Language
German
Tags
Minderheiten minorities Roma Diskriminierung discrimination Sprache language Selbstverwaltung self-administration kulturelle Autonomie Kultur cultural automomy Verfassung constitution Mi
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maximilian Spinner (Author), 2001, Die EU-Beitrittskandidaten Ungarn und Rumänien und die rechtliche Gestaltung des Minderheitenschutzes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13408
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