Praktikumsbericht Schulpraktische Studien 1 Gymnasium SPS 1

Unterrichtsprotrait, Schülerbeobachtung, Unterrichtsversuch, Beobachtungsaufgabe


Praktikumsbericht (Schule), 2008
37 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 ERWARTUNGEN AN DAS PRAKTIKUM

2 SCHULPORTRAIT
2.1 Latein als 1. Fremdsprache

3 PAKTIKUMSBEGINN

4 PRAKTIKUMSPHASEN

5 UNTERRICHTSPROTRAIT
5.1 Der äußere Rahmen
5.2 Verlaufsprotokoll
5.3 Auswertung

6 EIGENER UNTERRICHTSVERSUCH
6.1 Klassenportrait
6.2 Vorbereitung des eigenen Unterrichts
6.3 Durchführung des eigenen Unterrichts
6.4 Abschließende Reflexion
6.5 Eigene Gefühle

7 UNTERRICHTSBEOBACHTUNG EINES SCHÜLERS

8 BEOBACHTUNGSAUFGABE
8.1 Zugrundeliegende Idee
8.2 Forschungsstand
8.3 Beobachtungen in der Praxis
8.4 Reflexion

9 BILANZ DES PRAKTIKUMS : BEURTEILUNG UND AUSBLICK

10 ANHANG

11 LITERATURVERZEICHNIS

1 Erwartungen an das Praktikum

Mein Werkstück, eine Collage mit selbst fotografierten Treppen; ich hätte es nicht besser wählen können. Sucht man nach der Bedeutung des Symbols „Treppe“, so findet man einiges. Eine Treppe steht für den Übergang von einer Ebene zur anderen, für einen Aufstieg, der mit Mühe und Anstrengung zu bewältigen ist. Ebenso ist definiert, dass eine Treppe ein aus Stufen gebildeter Auf- oder Abgang ist, der es für Fu1gänger möglich macht, Höhenunterschiede bequemer zu überwinden. Eine Treppe besteht aus mindestens drei aufeinander folgenden Stufen. Für die sichere Benutzung ist ein Geländer als Absturzsicherung und der Handlauf zum Festhalten entscheidend.

Die drei Stufen der Treppe lassen unterschiedliche Realitätsbezüge zu, zum Beispiel könnten die drei Stufen das Orientierungspraktikum, das SPS 1 und das SPS 2 darstellen, doch mir erscheint ein anderer Bezug besser. Am Anfang, die erste Stufe ist wohl zunächst die grundlegende Entscheidung, den Lehrerberuf zu ergreifen; für sich selbst festzustellen, dass dies der wahre Wunsch für die Zukunft ist. Auf der nächsten Stufe folgt dann alles, was zur Formung des ehemaligen Schülers zum zukünftigen Lehrer von Nöten ist, wie auch das SPS 1 Praktikum, um dann am Ende die dritte Stufe zu erreichen, ausgebildeter Lehrer zu sein, der sich trotzdem bis zu seinem Ruhestand in einem Formungsprozess befinden sollte.

Meine erste Stufe begann vor etwa acht Jahren, als sich ein prägender Moment meiner Schulzeit dem Ende neigte und ich mir vornahm, es besser zu machen. Es bereitete mir schon immer gro1e Freude, Wissen und Können zu vermitteln, meine Arbeit als Übungsleiterin und die Erfolge als Skilehrerin stärkten mich in meinem Entschluss.

Somit startete ich in mein Studium nach Absolvierung eines vierwöchigen Orientierungspraktikums an einer Berufsbildenden Schule. Ich lernte unterschiedliche Aufgabenbereiche kennen und stellte dort schnell fest, dass mir das Unterrichten und der Umgang mit jungen Menschen sehr liegt und Spa1 macht, aber auch, dass ich an einem Gymnasium unterrichten möchte und ich mich erstmal von dem Gedanken, an eine Berufsbildende Schule zu gehen entfernt habe. Genau daran musste ich mich zurück erinnern, als ich meinen Praktikumsplatz für das SPS 1 bekam, daran, dass ich etwa nochmal feststellen muss, dass etwas nicht zu mir passt oder nicht meinen Vorstellungen entspricht.

Das SPS 1 begann mit dem Vorbereitungsseminar, in dem uns schon viele Ängste genommen wurden, wir mit unseren Erwartungen und Hoffnungen konfrontiert wurden und uns die verantwortungsvolle Aufgabe des Lehrerberufs vor Augen geführt wurde.

Nun stehe ich an dem Punkt, meinen Stand auf meiner ersten Stufe weiter zu stabilisieren und zwar für ganze fünf Wochen am Gymnasium in . Ich hatte sehr unterschiedliche Gefühle in mir, doch war da wirklich Angst in mir, oder doch nur Unsicherheit? Ich glaube sagen zu können, dass es nichts mit Angst zu tun hatte, denn ich bin mir meiner Entscheidung sehr sicher und ich verspürte eine gro1e Neugierde in Verbindung mit Unsicherheit. Ich fühlte mich unsicher, da ich nicht wusste, wie die fünf Wochen ablaufen würden. Wie die Schule so ist, das Kollegium, unsere Kontaktlehrerin und die anderen Praktikanten. Klar, ich hatte schon Informationen im Vorfeld gesammelt, doch erfährt man die Dinge selbst nochmal ganz anders, man wertet sie und verbindet Gefühle mit dem Erlebten. Ich war sehr aufgeregt, die neue Schule und die neue Situation zu entdecken und auch deshalb, weil hinter dem Praktikum auch eine Bewertung steht, die, ob ich für den Lehrerberuf geeignet bin.

Überraschend würde für mich der Prozess des Perspektivenwechsels werden, zu beobachten, wie, wann und wodurch ich den Rollentausch durchleben und umsetzen würde. Wie würde ich zu Beginn den Unterricht beobachten und wie würde ich am Ende beobachten, nachdem ich sicherlich einige Stunden selbst gehalten habe. Was werde ich mir von den Lehrern abschauen, für mich selbst als positiv befinden, so dass ich am Ende des Praktikums sagen kann: „Ja, ich habe viel mitgenommen und etwas gelernt!“

Doch dafür musste ich nun erstmal an die Praktikumsschule und bis dahin gingen mir noch so etliche Gedanken durch den Kopf. Würden die Schüler vielleicht mehr wissen als ich oder wie würde ich agieren, wenn ich eine Frage nicht beantworten könnte? Könnte es sein, dass die Praktikantenbelastung für die Schule so gro1 ist, dass ich den Lehrern lästig werden könnte?

Mit der Erwartung, auf Probleme zu stoßen, ging ich am Vorabend des ersten Praktikumstages zu Bett. In meinem Kopf kreisten die Gedanken weiter um den bevorstehenden Tag und ich hatte die Hoffnung, dass das Praktikum mir viel aufzeigen würde und ich viele Helfer haben würde, die mir zur Seite stehen würden, um die Probleme zu bewältigen. Denn schließlich war ich nicht alleine, mit mir starteten fünf weiter PraktikantInnen ihr Praktikum, sodass ich mir sicher sein konnte, nicht alleine solche Gefühle zu haben. Dies gab mir Kraft und die Hoffnung, dass immer bekannte Personen zur Stelle sein würden, an die man sich bei etwaigen Ungereimtheiten wenden konnte.

So stellte sich bei mir ein wohliges Gefühl ein und ich verspürte eine große Freude, das Praktikum zu beginnen. Die Gedanken, endlich unterrichten zu dürfen, praxisbezogen zu arbeiten und viel Neues zu lernen ließen mich die Nacht gut schlafen.

Ich begann am 11. Februar 2008 frohen Mutes mein Schulpraktikum am

Gymnasium in in Erwartung vieler neuer und spannender Dinge.

2 Schulportrait

Gleichzeitig zur Gründung der Universität in im Jahre

gründete auch das Gymnasium. Die Schule befindet sich im

Süden in der sehr ruhig gelegenen . Aktuell
unterrichten mehr als 110 Lehrer eine Schulgemeinschaft von über 1000 Schülern (vgl. Schulprogramm).

Das Schulgebäude wurde sehr ansprechend gestaltet, in Anlehnung an einen Campus, so dass im Zentrum der Schulgebäude der Schulhof liegt. Die Gebäude sind zum Großteil einer Fachrichtung wie Musik, Sport, Kunst oder Naturwissenschaft zugeordnet, zudem gibt es auch einen gesonderten Unterstufenbau, der nur die Klassen 5 und 6 beherbergt und somit ein besonderes Lernklima für die „Kleinen“ bietet (vgl. Schulprogramm).

Das Gymnasium bietet viele Besonderheiten, zum Beispiel ein Nachmittagsangebot und der Möglichkeit, ein Essen in der Caféteria zu bestellen bis hin zu den Schwerpunkten, die die Schule charakterisieren. Im Folgenden 5 werde ich auf den Schwerpunkt Latein näher eingehen, da dieser in meinen Augen die Schule deutlich von einem anderen Gymnasium unterscheidet (vgl. Schulprogramm).

2.1 Latein als 1. Fremdsprache

Latein ist und bleibt die erste Fremdsprache am Gymnasium. Englisch wird parallel angeboten, jedoch nur als zweistündiger Grundkurs, ganz im Gegenteil zum in Jahrgangsstufe 5 fünfstündigen Lateinunterricht. Nach Abschluss der Jahrgangsstufe 10 wird das Latinum erteilt, je nachdem, wie interessiert und motiviert einige Schüler sind, wird Latein auch in den Jahrgangsstufen 11 bis 13 in Form von Grund- oder Leistungskursen weitergeführt, so wird nach Abschluss des Klasse 13 das große Latinum erworben (vgl. Schulprogramm).

„Lieber spät als nie“ würde ich es mal salopp betiteln, denn bei mir setzte die Einsicht, wieso, weshalb und warum Latein gelernt werden sollte erst sehr spät ein, um genau zu sein, zu Beginn meines Studiums hier in , als ich darüber informiert wurde, dass ich für das Studienfach Französisch ein großes Latinum vorweisen muss. Ich besitze keines, hatte sogar in der Schule mal Latein als dritte Fremdsprache begonnen, doch aufgrund des mir fehlenden Realitätsbezugs wieder schnell abgewählt. Nun stehe ich hier, wäre froh, ich hätte Latein in der Schule als Fremdsprache belegt, denn nun ist mir klar, dass die mit meinen Worten bezeichnete „tote Sprache“ eine sehr nützliche ist.

Die SchülerInnen des Gymnasium sind von Beginn an dem Latein verbunden und dies für fünf Schuljahre, so dass sie am Ende auf jeden Fall den Abschluss eines Latinums erreichen können.

Die Schule sieht im Latein zum einen eine Sprachkompetenz und zum anderen eine Kulturkompetenz. Dies ist meiner Meinung nach völlig korrekt, denn Latein ist der Ursprung unserer Kultur, der Ursprung Europas. Sprachlich betrachtet bietet Latein einige Möglichkeiten, um die eigene Muttersprache besser zu verstehen, vor allem schriftlich (vgl. Schulprogramm). Latein fördert die Sprachreflexion, wie zum Beispiel das Herleiten oder Erläutern von unbekannten Begriffen. Latein kann auch helfen, alltäglich Redewendungen, die SchülerInnen oft von

Erwachsenen aufschnappen, im Kontext verstehen und verwenden zu können und im Sinn zu verstehen. Beispiele hierfür ist die Schriftart „kursiv“, die Buchstaben wirken hierbei, als würden sie laufen - (currere) oder auch ein „Benefiz-Konzert“, bei dem man etwas „Gutes tun“ will - (bene, facere).

Da die SchülerInnen des Gymnasium in der Jahrgangsstufe 7 eine weiter Fremdsprache erlernen müssen, bietet sich hierbei besonders Französisch als romanische Sprache an (vgl. Schulprogramm), denn ca. 90% des Wortschatzes der romanischen Sprachen (Französisch, Italienisch, Spanisch und Portugiesisch) entstammen direkt aus dem Lateinischen. Somit haben es die SchülerInnen viel leichter, eine neue Sprache zu erlernen, da deren Wortschatz und Syntax dem Latein sehr ähnlich sind und sie sich vieles aus dem Lateinischen herleiten können.

Latein ist somit eine besonderes „Aushängeschild“ des Gymnasium und auch wenn sich manche SchülerInnen wohl schwer mit dieser Sprache tun, sie werden früher oder später realisieren, dass es nicht umsonst war und vielen wird es zu gute kommen, ein Latinum gemacht zu haben. SchülerInnen der Klasse 5-10 sind sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Klaren über ihren Berufswunsch und wie bekannt ist, ist ein Latinum in vielen Studiengängen notwendig, sodass die SchülerInnen eine gute Grundlage haben und nicht erst im Studium ihr Latinum nachholen müssen.

3 Praktikumsbeginn

Nachdem ich mit guten Gefühlen eingeschlafen war, klingelte mein Wecker zu einer recht ungewohnten Zeit, es war gerade mal 06.30h. Wann ich das letzte Mal zu dieser Zeit aufgestanden bin? Ich erinnere mich dunkel an die Zeit, in der ich noch zur Schule ging. Und genauso fühlte ich mich im ersten Moment. Durch meine Gedanken am Vorabend und die Träume muss ich wohl unterbewusst registriert haben, dass heute mein erster Schultag anstand, doch im Moment nach dem Aufwachen dachte ich an den ersten Schultag in einer neuen Klasse mit neuen Lehrern nach langen Ferien und nicht an meinen ersten Praktikumstag mit mir in der Rolle als Praktikantin.

Doch als ich wach wurde und meiner Situation bewusst wurde, startet offiziell mein erster Praktikumstag am Montag, den 11.02.2008. Ich nahm mir viel Zeit, mich fertig zu machen und verspürte keinerlei Aufregung, sodass ich um 07.35h das Haus verließ, um mich am verabredeten Treffpunkt mit M. zu treffen. Wir hatten an diesem Morgen viel zu erzählen und von unserem Wochenende zu berichten, dass wir zum einen völlig abgelenkt waren von unserer neu beginnenden Situation und zum anderen den richtig Weg zur Schule verpassten und uns erstmal in einem Wohngebiet verliefen. Doch wir fanden schnell wieder den richtigen Weg und kamen gut in der Schule an.

Sofort stellte sich Aufregung ein. Die tobenden Kinder, die sich schminkenden Mädchen und die Frühstücksschlange vor der Caféteria waren die ersten Eindrücke, die sich uns boten, als wir die Pausenhalle des Gymnasiums betraten. Wir gingen direkt ans Lehrerzimmer, denn dort wurden wir von unserer Kontaktlehrerin in Empfang genommen. Um Punkt acht Uhr waren alle sechs PraktikantInnen versammelt und auch unsere Betreuungslehrerin kam. Sie begrüßte uns ganz warmherzig und hieß uns am herzlich willkommen. Sie widmete sich jedem einzelnen, kannte die vollständigen Namen und die Fächerkombination und wir waren beeindruckt, dass sie sich schon so gut im Vorfeld mit unserer Person beschäftigt hatte. Alle Aufregung war vergessen und es stellte sich sofort ein gutes Gefühl ein, ein große Freude und eine Erleichterung so herzlich empfangen worden zu sein. Der positive erste Eindruck sollte sich an diesem Montag genau wie in den fünf folgenden Wochen weiter bestätigen.

Der Schritt ins Lehrerzimmer folgte, doch davor mussten wir uns nicht fürchten, denn es war nach acht Uhr, es war fast leer und so konnten wir gelassen eintreten und bekamen direkt unseren eigenen Tisch gezeigt, an dem wir die nächsten Wochen Platz nehmen durften. Unsere Betreuungslehrerin teilte uns angefertigte Namensschilder aus, die wir in der ersten Woche zur Erkennung im Lehrerzimmer tragen sollten und einen von ihr erstellten Reader, in dem sie das Schulhaus, die Lehrernamenskürzel und weiter wichtige Informationen für uns zusammengefasst hatte. Es herrschte eine tolle Stimmung, ich fühlte mich sehr gut in der Gruppe und wir waren alle sehr interessiert und positiv gestimmt.

Es folgte der Schulrundgang. Es war interessant und schön zu sehen, welch gute Qualität das Schulgebäude zu bieten hatte. Wir bekamen alle Gebäude gezeigt, die die unterschiedlichen Fachbereiche beherbergten. Das Naturwissenschaftsgebäude, den Unterstufenbau, die Turnhalle, das Atrium, das Kultidrom, das Hauptgebäude und die Caféteria, wir beendeten unsere Tour wieder im Lehrerzimmer.

Es war nun gro1e Pause und so ergaben sich für einige von uns schon Gespräche mit den Fachlehrern, die uns unsere Betreuungslehrerin zuvor persönlich vorgestellt hatte. Wir wurden sehr positiv vom Kollegium aufgenommen und so waren auch meine Bedenken, wir könnten den Lehrern zur Last fallen, über Bord geworfen. Zum Ende der Pause stand der Begrü1ungstermin beim Direktor an. Dieser empfing uns genauso herzlich und widmete sich jedem individuell ein paar Minuten. Es war ein nettes Gespräch und auch der Direktor zeigte uns, dass ihm viel daran liegt, dass wir durch das Praktikum lernen und er versicherte uns, bei Problemen ein offenes Ohr zu haben und uns Hilfestellung zu gewähren. Er verabschiedete uns in den nächsten Tag und so war für uns der erste Praktikumstag offiziell beendet.

Doch die Stimmung war so gut, dass wir noch blieben, um alle offenen Fragen zu klären und bei Kaffe und Kuchen, zu dem wir in der Caféteria eingeladen waren, unsere Stundenpläne für die erste Woche zu erstellen. Dies ging dank der gro1en Hilfe unserer Kontaktlehrerin so schnell, dass wir im Anschluss noch direkt ein Foto machten, das in das Lehrerzimmer gehängt wurde, um die aktuellen PraktikantInnen bekannt zu machen. Unsere Betreuungslehrerin verabschiedete uns, wünschte uns einen ruhigen Nachmittag und versicherte uns, uns am nächsten Morgen im Lehrerzimmer zu empfangen.

Ich machte mich mit M. auf den Weg zur Bushaltestellen. Wir hatten viel zu bereden, tauschten unsere positiven Eindrücke aus und verabschiedeten uns bester Laune bis zum nächsten Tag.

4 Praktikumsphasen

Ich habe mich entschieden, meine Praktiumsphasen in Wochen abzuhandeln. So wird es mir hoffentlich am besten möglich sein, meinen Entwicklungsprozess zu erläutern und die zu thematisierende Bereiche abzuhandeln.

1. Woche – Welche Sorte Kaugummi bekomme ich?

Das Leben ist mit allem vergleichbar, ich hab mir einen Kaugummi als Synonym ausgesucht. Es gibt so viele unterschiedliche Sorten, da ist es oft schwer sich zu entscheiden, denn man versucht immer, das Bestmögliche zu erreichen. So war es auch bei der Schulvergabe im Seminar, im Angebot waren die in oder das in . Ich durfte an das Gymnasium – eine gute Wahl? Der schon beschriebene erste Tag und auch die erste Woche lässt mich diese Frage deutlich bejahen. Die erste Woche war sehr gut vorstrukturiert, lediglich Donnerstag und Freitag waren von uns selbst zu gestalten.

Aktuell befinde ich mich in der Umgewöhnungsphase, sich daran zu gewöhnen Lehrer zu sein oder sich zumindest in diese Rolle hinein zu bewegen, denn um sich als Lehrer zu bezeichnen, braucht es noch einiger Erfahrung und dem Abschluss des Studiums. Es ist neu, in der Schule im Lehrerzimmer zu sein, von den Schülern mit „SIE“ angesprochen zu werden und sich mit einer ständig anhaftenden Autorität durch das Schulhaus zu bewegen. Wichtig ist gerade für mich, da ich selbst noch für eine Schülerin gehalten werden könnte, mich durch Kleidung und Selbstsicherheit von den Schülern abzuheben. Das ist komisch und ungewohnt, sich so erwachsen zu verhalten. Es sind viele neue Gegebenheiten, die auf mich wirken, vieles was ich erstmal realisieren muss um mich dann, wenn langsam alles normal wird, den Hauptaufgaben des Praktikums zu widmen. Der Beobachtung und Reflexion. Der Anfang ist gemacht, ich bin mir meiner Aufgabe bewusst und beginne, mich mit der Situation anzufreunden, so dass ich zwar noch nicht wirkliche Rückschlüsse auf mein eigenes Lehrerhandel ziehen kann, denn dafür ist alles noch zu neu und ungewohnt und bedarf einer Woche Eingewöhnung, doch genau dazu ist es sehr hilfreich, einen kompletten Tag mit einem Lehrer zu verbringen und ihn zu beobachten. Hierbei begleitete ich einen Tag einen Mathematiklehrer, der an diesem Tag in der Unter-, Mittel- und

Oberstufe unterrichtete, jeweils das gleiche Fach. Einerseits konnte ich dadurch direkt die Belastung eines Lehrers an solch einem Tag erleben und beobachten, wie der Lehrer sein Verhalten und seine Methoden an die jeweilige Altersstufe anpasst.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

In der Unterstufe, der Klasse sechs, war deutlich zu sehen, wie der Lehrer erst einige Minuten damit verbringen musste, die Klasse zur Ruhe zu bekommen und zu disziplinieren, um dann im Anschluss mit dem Unterricht beginnen zu können. Damit dem Lehrer der Einstieg gelang und er konzentriert mit den Schülern arbeiten konnte, führte er zu Stundenbeginn ein kurzes Konzentrationsspiel durch, welches Wirkung zeigte, die SchülerInnen beruhigten sich und waren auf den Unterricht einstellt. Der Lehrer hat in den unteren Stufen eine im Vordergrund stehende pädagogische Aufgabe, welche aber die Wissensvermittlung nicht in den Hintergrund geraten lassen darf. Dem Lehrer gelang dies aber mit Hilfe des Konzentrationsspiels sehr gut, so dass er im Anschluss mit den Unterrichtsinhalten fortfahren konnte und ein gutes Lernklima erzeugt hatte. Die SchülerInnen kamen gut voran, waren motiviert und fleißig bei der Sache, nachdem sie in den Unterricht hineingefunden hatten. Der Lehrer sagte mir nach der Stunde, dass es für ihn sehr anstrengend ist zu Beginn der Stunden die Klasse immer wieder aufs Neue zu konzentrieren, was aber daran liegt, dass es die erste Stunde ist und die SchülerInnen zwar fit und munter sind, aber noch nicht in Gedanken auf Schule eingestellt.

[...]

Ende der Leseprobe aus 37 Seiten

Details

Titel
Praktikumsbericht Schulpraktische Studien 1 Gymnasium SPS 1
Untertitel
Unterrichtsprotrait, Schülerbeobachtung, Unterrichtsversuch, Beobachtungsaufgabe
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Erziehungswissenschaft)
Veranstaltung
Schulpraktische Studien 1
Note
1,7
Autor
Jahr
2008
Seiten
37
Katalognummer
V134110
ISBN (eBook)
9783640894147
ISBN (Buch)
9783640893997
Dateigröße
502 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
SPS1, Marburg, Praktikumsbericht, Gymnasium
Arbeit zitieren
Laura Schmalenbach (Autor), 2008, Praktikumsbericht Schulpraktische Studien 1 Gymnasium SPS 1 , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134110

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Titel: Praktikumsbericht Schulpraktische Studien 1 Gymnasium SPS 1


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