Überraschend würde für mich der Prozess des Perspektivenwechsels werden, zu beobachten, wie, wann und wodurch ich den Rollentausch durchleben und umsetzen würde. Wie würde ich zu Beginn den Unterricht beobachten und wie würde ich am Ende beobachten, nachdem ich sicherlich einige Stunden selbst gehalten habe. Was werde ich mir von den Lehrern abschauen, für mich selbst als positiv befinden, so dass ich am Ende des Praktikums sagen kann: „Ja, ich habe viel mitgenommen und etwas gelernt!“
Doch dafür musste ich nun erstmal an die Praktikumsschule und bis dahin gingen mir noch so etliche Gedanken durch den Kopf. Würden die Schüler vielleicht mehr wissen als ich oder wie würde ich agieren, wenn ich eine Frage nicht beantworten könnte? Könnte es sein, dass die Praktikantenbelastung für die Schule so groß ist, dass ich den Lehrern lästig werden könnte?
Inhaltsverzeichnis
1. Erwartungen an das Praktikum
2. Schulportrait
2.1 Latein als 1. Fremdsprache
3. Praktikumsbeginn
4. Praktikumsphasen
5. Unterrichtsportrait
5.1 Der äußere Rahmen
5.2 Verlaufsprotokoll
5.3 Auswertung
6. Eigener Unterrichtsversuch
6.1 Klassenportrait
6.2 Vorbereitung des eigenen Unterrichts
6.3 Durchführung des eigenen Unterrichts
6.4 Abschließende Reflexion
6.5 Eigene Gefühle
7. Unterrichtsbeobachtung eines Schülers
8. Beobachtungsaufgabe
8.1 Zugrundeliegende Idee
8.2 Forschungsstand
8.3 Beobachtungen in der Praxis
8.4 Reflexion
9. Bilanz des Praktikums: Beurteilung und Ausblick
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Dieser Praktikumsbericht dokumentiert die Erfahrungen einer Lehramtsstudierenden während eines fünf-wöchigen Schulpraktikums am Gymnasium XX. Das primäre Ziel der Arbeit ist die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Eignung für den Lehrerberuf, die Reflexion über den Rollenwechsel von der Schülerin zur Lehrkraft sowie die Beobachtung pädagogischer Prozesse im Schulalltag.
- Reflexion des schulpraktischen Entwicklungsprozesses durch Wochenberichte.
- Analyse von Lehrerverhalten in Abhängigkeit von Faktoren wie Tageszeit, Fach und Jahrgangsstufe.
- Durchführung und Auswertung eines eigenen Unterrichtsversuchs im Fach Erdkunde.
- Beobachtung und pädagogische Einordnung individueller Schülerprofile.
- Diskussion der Bedeutung professioneller Lehrerpersönlichkeit und des Balanceakts zwischen Nähe und Distanz.
Auszug aus dem Buch
1. Erwartungen an das Praktikum
Mein Werkstück, eine Collage mit selbst fotografierten Treppen; ich hätte es nicht besser wählen können. Sucht man nach der Bedeutung des Symbols „Treppe“, so findet man einiges. Eine Treppe steht für den Übergang von einer Ebene zur anderen, für einen Aufstieg, der mit Mühe und Anstrengung zu bewältigen ist. Ebenso ist definiert, dass eine Treppe ein aus Stufen gebildeter Auf- oder Abgang ist, der es für Fußgänger möglich macht, Höhenunterschiede bequemer zu überwinden. Eine Treppe besteht aus mindestens drei aufeinander folgenden Stufen. Für die sichere Benutzung ist ein Geländer als Absturzsicherung und der Handlauf zum Festhalten entscheidend.
Die drei Stufen der Treppe lassen unterschiedliche Realitätsbezüge zu, zum Beispiel könnten die drei Stufen das Orientierungspraktikum, das SPS 1 und das SPS 2 darstellen, doch mir erscheint ein anderer Bezug besser. Am Anfang, die erste Stufe ist wohl zunächst die grundlegende Entscheidung, den Lehrerberuf zu ergreifen; für sich selbst festzustellen, dass dies der wahre Wunsch für die Zukunft ist. Auf der nächsten Stufe folgt dann alles, was zur Formung des ehemaligen Schülers zum zukünftigen Lehrer von Nöten ist, wie auch das SPS 1 Praktikum, um dann am Ende die dritte Stufe zu erreichen, ausgebildeter Lehrer zu sein, der sich trotzdem bis zu seinem Ruhestand in einem Formungsprozess befinden sollte.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Erwartungen an das Praktikum: Die Autorin reflektiert ihre Motivation für das Lehramtsstudium und vergleicht den persönlichen Werdegang mit dem Symbol einer Treppe.
2. Schulportrait: Eine Vorstellung der Praktikumsschule, ihres räumlichen Aufbaus und des besonderen Schwerpunkts auf Latein als erste Fremdsprache.
3. Praktikumsbeginn: Ein persönlicher Bericht über die erste Ankunft, die Aufnahme in das Kollegium und die ersten emotionalen Eindrücke in der Schule.
4. Praktikumsphasen: Die Autorin gliedert ihre Erfahrungen in eine wöchentliche Chronologie, die den fortschreitenden Lernprozess und die wachsende Sicherheit in der Lehrerrolle verdeutlicht.
5. Unterrichtsportrait: Eine detaillierte Darstellung einer Französischstunde inklusive Verlaufsprotokoll und Auswertung hinsichtlich des Schülerengagements.
6. Eigener Unterrichtsversuch: Die Vorbereitung, Durchführung und abschließende Reflexion einer selbst gehaltenen Erdkundestunde in einer fünften Klasse.
7. Unterrichtsbeobachtung eines Schülers: Eine Fallstudie über einen Schüler namens T. und sein unterschiedliches Auftreten im Sport- und Deutschunterricht.
8. Beobachtungsaufgabe: Eine kurze Forschungsarbeit über Lehrerverhalten, basierend auf Literatur und eigenen Beobachtungen zur Abhängigkeit von Kontextfaktoren.
9. Bilanz des Praktikums: Beurteilung und Ausblick: Das Fazit bestätigt den Berufswunsch der Autorin und reflektiert den Mehrwert der praktischen Erfahrungen für das weitere Studium.
Schlüsselwörter
Schulpraktikum, Lehrerpersönlichkeit, Unterrichtsplanung, Klassenführung, pädagogische Kompetenz, Reflexion, Lehrerverhalten, Didaktik, schulpraktische Studien, Lernklima, Hospitation, Berufsfeld, Fachunterricht, Rollenfindung, Lehrer-Schüler-Interaktion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Praktikumsbericht grundsätzlich?
Der Bericht dokumentiert die fünfwöchigen Erfahrungen einer angehenden Lehrkraft an einem Gymnasium, inklusive Hospitationen, eigenem Unterricht und theoretischer Reflexion.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Im Zentrum stehen die Entwicklung der eigenen Lehrerrolle, die Beobachtung des Lehrerverhaltens unter verschiedenen Bedingungen und die Analyse pädagogischer Interaktionen im Schulalltag.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Autorin untersucht ihre Eignung für den Lehrerberuf und reflektiert, wie äußere Bedingungen wie Tag, Fach oder Jahrgangsstufe das Lehrerverhalten beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine teilnehmende Beobachtung (Hospitation) kombiniert mit einer schriftlichen Reflexion, ergänzt durch Fachliteratur zur Lehrerbelastung und Lehrerrolle.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen chronologischen Praktikumsbericht, eine detaillierte Ausarbeitung einer eigenen Unterrichtsstunde und eine Fallstudie zu einem einzelnen Schüler.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit fokussiert auf Themen wie Lehrerpersönlichkeit, Unterrichtsplanung, pädagogische Kompetenz, Klassenführung und die Reflexion von Unterrichtsverläufen.
Wie unterscheidet sich das Verhalten des Schülers T. in den Fächern Sport und Deutsch?
In Sport zeigt T. motorische Schwierigkeiten und wirkt teilweise lustlos, während er in Deutsch als engagierter Klassenbester glänzt, was die unterschiedliche Gewichtung von Fächern verdeutlicht.
Welche Rolle spielt die "Treppe" als Metapher in der Arbeit?
Die Treppe symbolisiert den Entwicklungsprozess zur Lehrkraft, bestehend aus Studium, Praktika und der fortwährenden Formung des Lehrers bis zum Ruhestand.
- Citar trabajo
- Laura Schmalenbach (Autor), 2008, Praktikumsbericht Schulpraktische Studien 1 Gymnasium SPS 1 , Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134110