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Rauchverhalten von Pflegekräften. Möglichkeiten der Tabakprävention durch betriebliches Gesundheitsmanagement

Title: Rauchverhalten von Pflegekräften. Möglichkeiten der Tabakprävention durch betriebliches Gesundheitsmanagement

Term Paper , 2023 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Magdalena Gerbing (Author)

Psychology - Work, Business, Organisation
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Aus dem in der Bundesrepublik Deutschland vorherrschenden sowie voranschreitenden demografischen Wandel resultiert eine Überalterung der Bevölkerung. Dies mündet in einer erhöhten Pflegebedürftigkeit der Bundesbürger. Verschärfend kommt der bereits seit einigen Jahren in der Pflege bestehende Fachkräftemangel hinzu. Dieser geht mit hohen Krankheitstagen und steigenden Frührenten der Pflegenden einher.

Damit der erhöhte Stress und Druck während der Arbeit kompensiert werden kann, greifen viele Pflegekräfte zur Zigarette. Dabei zählt in Deutschland der Tabakkonsum zu den größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken, an dessen Folgen jährlich über 127.000 Menschen in der Bundesrepublik sterben. Der schädlichen Tabakabhängigkeit durch geeignete Präventionsstrategien entgegenzuwirken, kommt daher eine große Bedeutung zu. Vor allem bei der Tabakprävention am Arbeitsplatz, als Teil des betrieblichen Gesundheitsmanagements, handelt es sich um einen wichtigen Faktor der Tabakkontrolle.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, das Rauchverhalten von Pflegekräften zu analysieren sowie Möglichkeiten der Tabakprävention durch Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) aufzuzeigen. Die Leitfrage der Arbeit lautet wie folgt: Welche Interventionen des BGMs können zu einer Reduktion des Tabakkonsums von Pflegekräften beitragen?

Nach dem einleitenden Kapitel erfolgt zunächst eine Definition von schädlichem und abhängigem Tabakkonsum, um daraufhin die Entstehung der Tabakabhängigkeit zu erläutern und entsprechende Behandlungsansätze aufzuzeigen. Anschließend wird das Rauchverhalten von Pflegekräften und Pflegeschülern analysiert und Belastungsfaktoren in Pflegeberufen, welche sich auf den Tabakkonsum auswirken, erläutert. Daraufhin folgt: Tabakprävention als betriebliche gesundheitsfördernde Maßnahme, dies beschäftigt sich mit betrieblichen Maßnahmen zur Tabakprävention und deren Wirksamkeit. Im letzten Kapitel werden die Erkenntnisse dieser Arbeit kritisch hinterfragt und Empfehlungen für weiterführende Forschungsfragen gegeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Schädlicher und abhängiger Tabakkonsum

2.1 Entstehungsmechanismen der Tabakabhängigkeit

2.2 Behandlungsansätze von schädlichem und abhängigem Tabakkonsum

2.2.1 Kurzinterventionen

2.2.2 Pharmakologische Interventionen – Nikotinersatztherapie (NET)

2.2.3 Psychotherapeutische Interventionen

2.2.4 Somatische Therapieformen

3 Rauchverhalten von Pflegekräften

3.1 Rauchverhalten bei Pflegeschülern

3.2 Belastungsfaktoren in der Pflege

4 Tabakprävention als betriebliche gesundheitsfördernde Maßnahme

4.1 Wirksamkeit von betrieblicher Tabakprävention

4.2 Tabakprävention als Teil des BGM in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert das Rauchverhalten von Pflegekräften und beleuchtet Ansätze, wie betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) erfolgreich zur Tabakprävention und Rauchentwöhnung in medizinischen Einrichtungen eingesetzt werden kann.

  • Psychologische und soziale Entstehungsmechanismen der Tabakabhängigkeit.
  • Evidenzbasierte Behandlungsansätze von Kurzinterventionen bis hin zu somatischen Verfahren.
  • Spezifische Belastungsfaktoren im Pflegeberuf als Treiber für Tabakkonsum.
  • Strategien zur Implementierung von Tabakprävention in den betrieblichen Alltag.
  • Wirksamkeit von Maßnahmen zur Etablierung rauchfreier Krankenhauseinrichtungen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Entstehungsmechanismen der Tabakabhängigkeit

Das Modelllernen sowie die soziale Verstärkung in der Peergroup spielen beim Einstieg in das Rauchen eine wichtige Rolle. Das Zugehörigkeitsgefühl sowie die Anerkennung durch andere, beispielsweise Kolleg*innen, sind beim Einstieg in das Rauchen ein verstärkender Faktor. Sie fungieren im Sinne der operanten Konditionierung als positive Verstärkung (Kröger & Lohmann, 2007, S. 14). In einer Studie (Schulz, 2019, S. 5) geben 35 Prozent der befragten Pflegekräfte an, dem kollektiven Rauchen zu folgen. Neben positiven, meist sozialen Verstärkungsprozessen spielen auch negative Verstärkungsprozesse eine Rolle. Durch das wiederholte Rauchen werden unerwünschte negative körperliche Zustände (Entzugserscheinungen, Craving) reduziert. Diese negativen Empfindungen werden dabei durch das Rauchen selbst verursacht. Des Weiteren können unangenehme Gefühle wie Stress, Ärger oder Niedergeschlagenheit durch das Rauchen vermieden werden (Kröger & Lohmann, 2007, S. 14).

Weiterhin kommt es während des Rauchens zu einer Dopaminausschüttung im dopaminergen Belohnungssystem. Dadurch wird das Rauchen, ein ursprünglich neutraler Stimulus, mit Dopaminausschüttung assoziiert (Kröger & Lohmann, 2007, S. 15). Um die Behandlung einer Tabakabhängigkeit effizient zu gestalten, ist es wichtig zu verstehen, warum und wie sich diese entwickelt. In dieser Arbeit liegt der Fokus auf den sozialen und psychologischen (lerntheoretischen) Entstehungsmechanismen. Jedoch ist es wichtig zu erwähnen, dass es sich bei der Tabakabhängigkeit um eine multifaktorielle Genese handelt, an der auch biologische Mechanismen beteiligt sind (Lieb, Frauenknecht & Brunnhuber, 2016, o. S.). Im Folgenden werden daher verschiedene pharmakologische, psychotherapeutische und somatische Therapieverfahren sowie Kurzinterventionen vorgestellt. All diese haben den Rauchstopp und somit die Tabakabstinenz zum Ziel.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des hohen Tabakkonsums unter Pflegekräften vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels ein und definiert das Ziel der Arbeit, Präventionsmaßnahmen des BGM zu untersuchen.

2 Schädlicher und abhängiger Tabakkonsum: Hier werden die medizinischen Klassifikationen der Abhängigkeit sowie die psychologischen und biologischen Mechanismen ihrer Entstehung und die gängigen Therapieformen erläutert.

3 Rauchverhalten von Pflegekräften: Dieses Kapitel verknüpft das überdurchschnittliche Rauchverhalten in der Pflege mit spezifischen Belastungsfaktoren wie Zeitdruck und hoher Arbeitsbelastung.

4 Tabakprävention als betriebliche gesundheitsfördernde Maßnahme: Es wird analysiert, wie betriebliche Programme zur Tabakprävention gestaltet sein müssen, um wirksam in den Arbeitsalltag integriert zu werden.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Tabakprävention als festen Bestandteil in Krankenhäusern zu etablieren, um die Gesundheit der Mitarbeiter langfristig zu sichern.

Schlüsselwörter

Pflegekräfte, Tabakprävention, Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, Rauchentwöhnung, Tabakabhängigkeit, Gesundheitsrisiko, Präventionsstrategien, Arbeitsbelastung, Interventionsformen, Nikotinersatztherapie, Gesundheitsförderung, Stressreduzierung, rauchfreies Krankenhaus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Rauchverhalten von Pflegekräften und prüft, inwiefern betriebliche Gesundheitsmaßnahmen dazu beitragen können, den Tabakkonsum in diesem Berufsfeld zu reduzieren.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Neben den psychologischen Ursachen von Suchtverhalten stehen die berufsbezogenen Belastungsfaktoren in der Pflege sowie die Wirksamkeit verschiedener Präventions- und Entwöhnungsprogramme im Fokus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten der Tabakprävention durch das betriebliche Gesundheitsmanagement aufzuzeigen, um Pflegekräfte bei der Tabakabstinenz zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Studien, Metaanalysen und relevanter Leitlinien zu Tabakabhängigkeit und betrieblicher Gesundheitsförderung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Abhängigkeitsentstehung, eine Bestandsaufnahme des Rauchverhaltens von Pflegekräften sowie die Darstellung praxisnaher Ansätze zur Implementierung von Präventionsmaßnahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Pflegekräfte, Tabakprävention, BGM, Rauchentwöhnung, Tabakabhängigkeit, Arbeitsbelastung und Gesundheitsförderung sind die zentralen Begriffe.

Warum ist der Fokus der Arbeit speziell auf Pflegekräfte und nicht auf allgemein Beschäftigte gerichtet?

Aufgrund des demografischen Wandels und des bereits bestehenden Fachkräftemangels stellt die Gesundheit von Pflegekräften ein kritisch zu betrachtendes Gut dar, da der Tabakkonsum hier häufig durch spezifische Stressfaktoren begünstigt wird.

Welche Rolle spielt das betriebliche Umfeld bei der Rauchentwöhnung laut der Arbeit?

Die Arbeit verdeutlicht, dass das betriebliche Umfeld durch klare Regeln, Informationsangebote und eine rauchfreie Umgebung einen entscheidenden Einfluss auf das Rauchverhalten der Mitarbeiter ausüben kann.

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Details

Title
Rauchverhalten von Pflegekräften. Möglichkeiten der Tabakprävention durch betriebliches Gesundheitsmanagement
College
University of Applied Sciences Hamburg
Grade
1,0
Author
Magdalena Gerbing (Author)
Publication Year
2023
Pages
17
Catalog Number
V1341459
ISBN (PDF)
9783346846716
ISBN (Book)
9783346846723
Language
German
Tags
rauchverhalten pflegekräften möglichkeiten tabakprävention gesundheitsmanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magdalena Gerbing (Author), 2023, Rauchverhalten von Pflegekräften. Möglichkeiten der Tabakprävention durch betriebliches Gesundheitsmanagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1341459
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