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Legal Tech 3.0 in der digitalen Rechtspraxis. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Vertragsrecht - mehr Risiken als Chancen?

Título: Legal Tech 3.0 in der digitalen Rechtspraxis. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Vertragsrecht - mehr Risiken als Chancen?

Tesis (Bachelor) , 2022 , 69 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Deniz Tüzüner (Autor)

Derecho - Derecho Civil - mercantil, de sociedades, comercial, de la competencia y económico
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In der Forschungsarbeit wird auf zivilrechtliche Fragestellungen in Bezug auf die Zurechnungs- und Haftungsproblematiken bei Fehlverhalten autonomer Systeme, insbesondere im Vertragswesen, eingegangen. Dabei werden auch die rechtlichen Auswirkungen sowie die Chancen des Einsatzes von KI in der Rechtspraxis aufgezeigt. Das wesentliche Ziel der Arbeit liegt in der rechtsanalytischen Untersuchung der Anwendung von KI-Systemen im Vertragsrecht. Für die Beantwortung der Forschungsfrage wurde eine profunde wissenschaftliche Literaturrecherche durchgeführt.

Die kontinuierlich fortschreitende Digitalisierung ist auch in der Rechtsbranche bereits angekommen. Unter dem Schlagwort Legal Technology (LT) hat sich die digitale Transformation in der anwaltlichen Praxis bemerkbar gemacht. Von grundlegender Bedeutung sind künftige LT-Entwicklungen 3.0 wie Künstliche Intelligenz (KI), Blockchain oder Smart Contracts. Der zunehmende Einsatz autonomer KI-Systeme im Rechtswesen bringt aus juristischer Perspektive Vorteile und gleichzeitig Herausforderungen mit sich. Aktueller Diskussionsgegenstand ist dabei die Einführung einer elektronischen Persönlichkeit (ePerson) für KI-Systeme.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1 Problemstellung und Untersuchungsgegenstand

1.2 Methodik

2. Begriffserklärung „Legal Tech“

3. Die Entwicklungsphasen von LT

3.1 Die historische Entwicklung von LT 1.0 - 3.0

3.2 Der LT-Marktüberblick – Die wesentlichen LT Anwendungen

3.3 Status quo und künftige Entwicklungen von LT 3.0 in der Praxis

4. LT-Use-Cases in der Rechtspraxis

4.1 Smart Contracts

4.2 Blockchain-Technologie 3.0

5. KI im Vertragsrecht

5.1 Begriffserklärung ‚KI‘ und technische Grundlagen

5.1.1 Abgrenzung zwischen schwacher und starker KI

5.1.2 Algorithmen und autonome Systeme

5.1.3 Intelligente Techniken – ML und NLP

5.2 Einsatz von KI-Systemen im Vertragsrecht

5.2.1 Automatisierte und autonome Vertragsschlüsse

5.2.2 KI in der Vertragsanalyse – autonome Willenserklärungen

5.2.3 Der Rechtsdiskurs um die Rechtspersönlichkeit von KI-Systemen

5.2.4 Die vertragliche Haftungsproblematik von KI-Systemen nach § 280 I BGB

5.3 Weitere Einsatzmöglichkeiten von KI-Systemen in der Rechtsbranche

6. Chancen und Risiken von KI-Systemen

6.1 Chancen und Vorteile der KI-Tools

6.2 Risiken und Herausforderungen in der juristischen Praxis

6.3 Forschungsergebnisse zum Einsatz von KI-Systemen im Vertragsrecht

7. Zukunftsprognose 3.0 und künftige Entwicklung von KI-Tools

7.1 ‚Legal Robots‘ – vollautomatisierte Rechtsberatung durch KI

7.2 Kann KI die Juristen künftig ersetzen?

8. Fazit und Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt primär darauf ab, die Grundlagen von Systemen der Künstlichen Intelligenz (KI) zu erläutern und den aktuellen Diskussionsstand hinsichtlich ihrer Anwendung im Vertragswesen rechtsanalytisch zu untersuchen, um offene Zurechnungs- und Haftungsfragen zu klären.

  • Rechtliche Einordnung autonomer Vertragsschlüsse durch KI-Systeme
  • Status der Rechtspersönlichkeit autonom agierender Systeme (ePerson-Diskurs)
  • Haftungsfragen bei KI-Fehlverhalten unter Berücksichtigung des § 280 I BGB
  • Technologische Grundlagen von Legal Tech 3.0 (KI, Blockchain, Smart Contracts)
  • Chancen und Risiken beim Einsatz von KI-Tools in der Rechtspraxis

Auszug aus dem Buch

4.1 Smart Contracts

Im Rahmen des digitalen Wandels sind Smart Contracts als Buzzword in Erscheinung getreten. Der ursprüngliche Terminus geht bereits auf das Jahr 1996/97 zurück. Der US-amerikanische Informatiker und Jurist Nick Szabo definierte Smart Contract als „eine Reihe von Versprechungen, die in digitaler Form niedergelegt werden, einschließlich Protokollen, in denen die Parteien diese Versprechen einhalten“ - im Original mit den Worten „computerized transaction protocol that executes the terms of a contract“ […]. Demzufolge sollten Verträge mithilfe webbasierter Computerprotokolle selbstständig abgebildet und ausgeführt werden. Die Umsetzung dieser Vision hat jedoch erst mit der Entwicklung der Blockchain-Technologie an Bedeutung gewonnen. Eine Blockchain Technologie stellt in erster Linie eine digitale Datenbank dar, auf der die Smart Contracts gespeichert werden. Diese Technologie kann in Gestalt programmierbarer Plattformen dezentrale Anwendungen wie Smart Contracts ermöglichen. Mit Erfindung der blockchainbasierten Plattform Ethereum im Jahr 2013 haben die Smart Contracts im Gegensatz zum herkömmlichen Vertrag eine wesentliche Bedeutung erlangt. Im Rahmen des Ethereum-Netzwerks sind Smart Contracts dazu fähig, autonome Transaktionen innerhalb der Blockchain abzubilden und über digitale Güter zu verfügen. Wie genau eine Blockchain funktioniert und was sie darstellt, wird im nächsten Kapitel genauer untersucht. In Anbetracht dessen wird an dieser Stelle auf die Grundlagen der Blockchain-Technologie nicht näher eingegangen.

Aus technologieneutraler Sicht ist die Blockchain-Technologie für die Anwendung von Smart Contracts keine zwingende Voraussetzung. Ein Smart Contract kann auch unabhängig von dieser Technologie ausgeführt werden. Gemäß der vorgestellten Begriffsbestimmung stellt ein Smart Contract einen programmierbaren Computercode dar, der ein Wenn-dann-Verhältnis, d. h. eine Reihenfolge von Anweisungen autonom ausführt. Prinzipiell geht es dabei um die automatische Ausführung festgelegter Anweisungen durch eine Computersoftware bei Vorliegen bestimmter Bedingungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Darstellung der Digitalisierung im Rechtswesen und der daraus resultierenden Herausforderungen an das Vertragsrecht.

2. Begriffserklärung „Legal Tech“: Erörterung verschiedener Definitionsansätze und des Mehrwertes von Legal Tech-Anwendungen.

3. Die Entwicklungsphasen von LT: Analyse der historischen und technologischen Entwicklung von Legal Tech 1.0 bis zur KI-basierten Phase 3.0.

4. LT-Use-Cases in der Rechtspraxis: Untersuchung der Funktionsweise und Anwendungsbereiche von Smart Contracts und der Blockchain-Technologie.

5. KI im Vertragsrecht: Vertiefte Analyse der KI-Grundlagen sowie der juristischen Problematik autonomer Vertragsschlüsse und deren Haftungszurechnung.

6. Chancen und Risiken von KI-Systemen: Bewertung des Nutzens sowie der technischen und rechtlichen Herausforderungen bei der Nutzung von KI-Tools.

7. Zukunftsprognose 3.0 und künftige Entwicklung von KI-Tools: Prognose über den Einsatz vollautomatisierter Rechtssysteme und die potenzielle Substitution anwaltlicher Tätigkeiten.

8. Fazit und Schlussbemerkungen: Zusammenfassende Bewertung der rechtlichen Diskrepanzen und der notwendigen zukünftigen gesetzlichen Regulierungen.

Schlüsselwörter

Legal Tech 3.0, Künstliche Intelligenz, KI, Smart Contracts, Blockchain-Technologie, ePerson, digitale Transformation, Vertragsrecht, autonome Systeme, Haftung, Rechtspersönlichkeit, Machine Learning, Natural Language Processing, Robot-Lawyers, Rechtsberatung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die rechtlichen Implikationen des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz und autonomen Systemen speziell im juristischen Vertragsrecht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Legal Tech 3.0, die technischen Grundlagen von KI und Blockchain sowie die haftungs- und zivilrechtliche Zurechnung autonomer Willenserklärungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist eine rechtsdogmatische Untersuchung der Rechtsfähigkeit und des Vertragsschlusses autonomer Systeme, um einen aktuellen Diskussionsstand zur KI-Anwendung im Vertragsrecht aufzubereiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte, theoretische Forschungsmethode, ergänzt durch Inhaltsanalysen sowie die klassisch-juristische Auslegung von Gesetzen und Forschungsberichten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert neben den technischen Entwicklungsphasen von Legal Tech vor allem die Möglichkeiten und Risiken von KI-gestützten Verträgen und die strittige Frage einer Rechtspersönlichkeit für KI.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Legal Tech 3.0, Künstliche Intelligenz (KI), Smart Contracts, autonome Systeme, ePerson und Haftungsproblematik.

Kann eine Künstliche Intelligenz nach heutiger Rechtslage Verträge schließen?

Nach herrschender Ansicht besitzen autonome Systeme de lege lata keine Rechtspersönlichkeit und sind somit nicht rechtsfähig, weshalb ein KI-System selbst keinen rechtsverbindlichen Vertrag im eigenen Namen schließen kann.

Welche Bedeutung hat das Forschungsthema für zukünftige Anwälte?

Angesichts disruptiver Technologien wie Legal Robots müssen sich Juristen mit neuen Berufsfeldern und der technologischen Modernisierung ihrer Arbeit auseinandersetzen, wobei menschlicher Sachverstand bei strittigen Entscheidungen weiterhin essenziell bleibt.

Final del extracto de 69 páginas  - subir

Detalles

Título
Legal Tech 3.0 in der digitalen Rechtspraxis. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Vertragsrecht - mehr Risiken als Chancen?
Calificación
1,7
Autor
Deniz Tüzüner (Autor)
Año de publicación
2022
Páginas
69
No. de catálogo
V1341633
ISBN (PDF)
9783346858931
ISBN (Libro)
9783346858948
Idioma
Alemán
Etiqueta
Legal Tech 3.0 digitale Transformation ePerson Blockchain Smart Contracts Legal Technology KI Künstliche Intelligenz LT Blockchain Technologie 3.0 Vertragsrecht autonome Vertragsabschlüsse automatisierte Vertragsabschlüsse
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Deniz Tüzüner (Autor), 2022, Legal Tech 3.0 in der digitalen Rechtspraxis. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Vertragsrecht - mehr Risiken als Chancen?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1341633
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