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Der Wandel der Corporate Governance im Zuge der CSRD. Eine kritische Bestandsaufnahme

Titel: Der Wandel der Corporate Governance im Zuge der CSRD. Eine kritische Bestandsaufnahme

Bachelorarbeit , 2023 , 38 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Esra Özbek (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Schwerpunkt dieser Arbeit widmet sich einer kritischen Bestandsaufnahme zum Wandel der Corporate Governance durch die Einführung der neuen Corporate Sustainability Reporting Directive. So umfasst diese Arbeit zunächst eine theoretische Untersuchung der angestrebten Soll-Situation. In dem Zusammenhang werden die Grundlagen der CSRD sowie die Offenlegungspflichten der European Sustainability Reporting Standard 2 hinsichtlich der Governance-Aspekte vorgestellt. Im Anschluss wird die derzeitige Ist-Situation in Deutschland anhand ausgewählter DAX-Unternehmen geschildert und analysiert, inwiefern die vergangenen Berichte bereits die neuen Richtlinien erfüllen. Durch den Vergleich der beiden Situationen werden die Chancen und Herausforderungen deutscher Unternehmen mit der Einführung der neuen Richtlinie hinsichtlich ihrer Corporate Governance herausgearbeitet, um die Arbeit mit einer Schlussfolgerung abzuschließen.

Die Nachhaltigkeitsberichterstattung wird immer mehr zum globalen, aber auch europäischem Trend. So stieg in Deutschland die Berichtsquote über Nachhaltigkeit seit dem Jahr 2020 erheblich an. Im Zuge der zunehmenden Fokussierung auf Nachhaltigkeit haben sich auch die Anforderungen an die Unternehmensführung verändert, der eine zentrale Rolle für die Berichterstattung zugeschrieben wird. Der Wandel von Corporate Governance ist diesbezüglich in den letzten Jahren zu einem entscheidenden Thema in der Wirtschaftswelt geworden. Eine wichtige Bedeutung wird hierbei der Corporate Sustainability Reporting Directive zugeschrieben. Mit dem Blick auf die Historie unterlag die Berichterstattung bislang der Freiwilligkeit. Dies ändert sich mit der Veröffentlichung im Jahr 2021, wo die Berichterstattung über nachhaltige Entwicklung für fast alle Unternehmen in der EU verpflichtend wurde. Sie schreibt vor, dass Unternehmen in ihren Nachhaltigkeitsberichten umfassende Informationen zu ihren sozialen, ökologischen und governancebezogenen Leistungen offenlegen müssen. Diese neue Richtlinie hat nicht nur Auswirkungen auf die Berichterstattung von Unternehmen, sondern auch auf die Art und Weise, wie sie ihre Geschäftstätigkeit führen und wie sie von ihren Führungsorganen geleitet werden. Die Einführung der neuen Berichterstattungsrichtlinie führt somit zu wesentlichen Neuerungen der Corporate Governance in der EU.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung in die Problematik

2. Grundlagen der neuen CSRD-Richtlinien

2.1 Vorgaben der Neuregelung der CSRD

2.2 Governance-Offenlegungspflichten der neuen ESRS 2

3. Analyse der aktuellen Ist-Situation deutscher Unternehmen auf Erfüllung der Governance-Aspekten der neuen ESRS 2

3.1 Analyse der Berichte der Allianz SE von 2017 und 2021

3.2 Analyse der Berichte der Deutschen Bank AG von 2017 und 2021

4. Konsequenzen hinsichtlich der Umsetzung der neuen Richtlinien für deutsche Unternehmen

4.1 Mögliche Chancen der Realisierung der governancebezogenen Berichterstattungspflicht

4.2 Mögliche Herausforderungen der Realisierung der governancebezogenen Berichterstattungspflicht

5. Thesenartige Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, kritisch zu untersuchen, wie sich die Einführung der neuen Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) auf die Corporate Governance von deutschen Unternehmen auswirkt. Hierzu wird die angestrebte Soll-Situation mit der derzeitigen Praxis bei ausgewählten DAX-Konzernen verglichen, um Chancen und Herausforderungen für die künftige Berichterstattung zu identifizieren.

  • Grundlagen und regulatorische Anforderungen der CSRD und der ESRS 2.
  • Analyse der Governance-Berichterstattung anhand der Allianz SE und der Deutschen Bank AG.
  • Vergleich der aktuellen Berichtspraxis mit den neuen EU-Offenlegungspflichten.
  • Identifikation von Chancen und Herausforderungen bei der Umsetzung der neuen Richtlinien.
  • Ableitung thesenartiger Zusammenfassungen zur Unternehmensführung unter CSRD.

Auszug aus dem Buch

2.1 Vorgaben der Neuregelung der CSRD

Nach dem Inkrafttreten der EU-Taxonomie im Jahr 2020 (vgl. Europäische Kommission, COM (2021) 188 final, S. 1) wurde nun am 21.4.2021 die EU-Richtlinie zur Corporate Sustainability Reporting Directive herausgegeben. Diese enthält neue Anforderungen an die Berichterstattung von Unternehmen hinsichtlich ihrer sozialen, ökologischen und governancetechnischen Leistungen. Aufgrund von Interessenkonflikten wurden einige Änderungen an der Vorlage vorgenommen, sodass die neue Richtlinie am 16.12.2022 im Amtsblatt veröffentlicht wurde. Innerhalb von 18 Monaten muss sie nun in nationales Recht umgesetzt werden (vgl. Amtsblatt der Europäische Union, (EU) 2022/2464).

Die neue CSRD umfasst einen größeren Anwendungsbereich. So bezieht sie sich fortan auf alle großen und börsennotierten Gesellschaften, einschließlich der KMUs (vgl. Amtsblatt der Europäische Union, (EU) 2022/2464, Abs. 17). In Deutschland steigt die Anzahl betroffener Unternehmen um das 30-fache. Während bislang nur 500 Unternehmen des öffentlichen Interesses von der bislang geltenden Berichtspflicht inkludiert wurden, werden es nunmehr bis zu 15.000 privatwirtschaftlich getragene Unternehmen (vgl. Deutsches Rechnungslegungs Standards Comittee e.V. 2021) sowie weitere 18.500 öffentliche Unternehmen (vgl. Institut der Wirtschaftsprüfer 2022) sein. Kritiker behaupten, dass die Corporate Sustainability Reporting Directive eine enorme Herausforderung für mittelständische Unternehmen darstellen wird, da diese bislang nicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung verpflichtet waren (vgl. Warnke et al., 2022, S. 466 ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung in die Problematik: Die Einleitung thematisiert den steigenden Trend zur Nachhaltigkeitsberichterstattung und erläutert, wie die CSRD als neue Richtlinie die Corporate Governance in der EU wesentlich beeinflusst und die Anforderungen an die Unternehmensführung verschärft.

2. Grundlagen der neuen CSRD-Richtlinien: Dieses Kapitel legt die Basis durch die Erläuterung der Vorgaben der CSRD und stellt die spezifischen Governance-Offenlegungspflichten innerhalb der neuen European Sustainability Reporting Standards (ESRS 2) vor.

3. Analyse der aktuellen Ist-Situation deutscher Unternehmen auf Erfüllung der Governance-Aspekten der neuen ESRS 2: Hier erfolgt eine praktische Untersuchung durch den Vergleich der Geschäftsberichte der Allianz SE und der Deutschen Bank AG aus den Jahren 2017 und 2021, um den Grad der Erfüllung künftiger Anforderungen zu beurteilen.

4. Konsequenzen hinsichtlich der Umsetzung der neuen Richtlinien für deutsche Unternehmen: Das Kapitel evaluiert die Potenziale und Hürden bei der Realisierung der neuen Berichterstattungspflichten und beleuchtet dabei Chancen durch eine bessere Transparenz sowie Herausforderungen für Unternehmen ohne Vorerfahrungen.

5. Thesenartige Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer prägnanten, in Thesen unterteilten Zusammenfassung der Analyseergebnisse ab, die die Notwendigkeit einer adäquaten Anpassung der Unternehmensführung betont.

Schlüsselwörter

Corporate Sustainability Reporting Directive, CSRD, Corporate Governance, Nachhaltigkeitsberichterstattung, ESRS 2, European Sustainability Reporting Standards, Unternehmensführung, Allianz SE, Deutsche Bank AG, ESG-Kriterien, Risikomanagement, Offenlegungspflichten, Transparenz, Nachhaltigkeit, Diversität.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Thema der Bachelorarbeit?

Die Arbeit untersucht den Wandel der Corporate Governance in Deutschland, der durch die Einführung der neuen CSRD-Richtlinie und die damit verbundenen Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung ausgelöst wird.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen die regulatorischen Vorgaben der CSRD, die Governance-Standards der ESRS 2, die Analyse der Berichterstattungspraxis großer DAX-Unternehmen sowie die Chancen und Herausforderungen bei der Umsetzung der neuen Richtlinien.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist eine kritische Bestandsaufnahme, inwiefern deutsche Unternehmen durch ihre bisherige Berichterstattungspraxis bereits auf die neuen Anforderungen vorbereitet sind und welche Auswirkungen dies auf ihre zukünftige Unternehmensführung hat.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine theoretische Untersuchung der regulatorischen Vorgaben vorgenommen, gefolgt von einer qualitativen Analyse und einem Vergleich der Geschäftsberichte ausgewählter DAX-Konzerne, um den Erfüllungsgrad gegenüber den neuen Standards zu evaluieren.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Richtlinien sowie eine detaillierte Auswertung der Berichte von Allianz SE und Deutscher Bank AG hinsichtlich ihrer Governance-Strukturen, Risikomanagementsysteme und Diversitätspolitik.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wesentliche Begriffe sind CSRD, Corporate Governance, Nachhaltigkeitsberichterstattung, ESRS 2, ESG-Kriterien sowie die Analyse von Transparenz und Risikomanagement in großen deutschen Kreditinstituten und Versicherungen.

Inwieweit sind die Allianz SE und die Deutsche Bank AG bereits auf die neue Richtlinie vorbereitet?

Die Analyse zeigt, dass beide Konzerne durch ihre bisherige Orientierung am Deutschen Corporate Governance Kodex bereits eine solide Basis haben und in vielen Bereichen, etwa bei der Beschreibung von Risikomanagementsystemen, die Anforderungen der ESRS 2 bereits weitgehend erfüllen.

Welchen Stellenwert nimmt die Diversität in den neuen Berichterstattungspflichten ein?

Diversität ist ein zentraler Aspekt der Corporate Governance unter der CSRD. Die Arbeit verdeutlicht, dass Unternehmen ihre Strategien zur Diversität in den Führungsorganen nun detailliert offenlegen müssen, was für die untersuchten DAX-Unternehmen aufgrund ihrer bereits etablierten Ziele jedoch keine gänzlich neuen Anforderungen darstellt.

Welche Herausforderungen identifiziert die Autorin für deutsche Unternehmen?

Die größte Herausforderung sieht die Autorin insbesondere bei Unternehmen ohne Vorerfahrungen und dem mittelständischen Sektor, die durch den Aufbau gänzlich neuer Prozesse und Systeme unter hohen Ressourcen- und Zeitdruck geraten könnten.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich des Nutzens der neuen Richtlinien?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass für Unternehmen mit einer bereits starken Nachhaltigkeitsposition die Umsetzung der CSRD eine Chance bietet, ihre Transparenz zu erhöhen und ihre Wettbewerbsposition durch eine verbesserte Glaubwürdigkeit gegenüber Stakeholdern nachhaltig zu stärken.

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Wandel der Corporate Governance im Zuge der CSRD. Eine kritische Bestandsaufnahme
Hochschule
Universität zu Köln
Note
2,3
Autor
Esra Özbek (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
38
Katalognummer
V1342633
ISBN (PDF)
9783346854773
ISBN (Buch)
9783346854780
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Corporate Governance Unternehmensführung Allianz Deutsche Bank Nachhaltigkeit CSRD Deutschland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Esra Özbek (Autor:in), 2023, Der Wandel der Corporate Governance im Zuge der CSRD. Eine kritische Bestandsaufnahme, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1342633
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Leseprobe aus  38  Seiten
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