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Vernetzende Soziale Arbeit und Demenz

Bedeutung sozialer Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung

Title: Vernetzende Soziale Arbeit und Demenz

Term Paper , 2006 , 16 Pages , Grade: 2

Autor:in: Bettina Nicole Dorscheid (Author)

Psychology - Consulting and Therapy
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In meiner Hausarbeit beabsichtige ich eine Auseinandersetzung mit der Krankheitsverarbeitung, am Beispiel der Demenz, in ihrer spezifischen Form als chronisch, progredienter Erkrankung. Besondere Bedeutung soll - neben dem Bewältigungsverhalten der Dementierenden - der sozialen Unterstützungsfunktion von Netzwerken im Umgang mit dieser Krankheit sowie der Leistung Vernetzender Sozialer Arbeit hierbei zukommen.
Die Unterstützungsnetzwerke sollen in ihrer Funktion als protektiver Faktor für psychische Stabilität, und somit als Ressource während der Krankheitsbewältigung miteinbezogen werden. Übergeordnet wird das Selbstverständnis Sozialer Arbeit, sowie ihre Aufgabe in Bezug auf diese spezielle Problematik – der Konfrontation mit chronischer, unheilbarer Krankheit und folglich mit Sterbenden - betrachtet und ihre unterstützende Wirkung in Form von Netzwerkarbeit dargestellt.

Meine Fragestellung soll folglich lauten:
Welchen Beitrag leistet Soziale Arbeit im Rahmen der Krankheitsbewältigung Demenzkranker?

Ziel der Ausarbeitung ist es, Impulse für die Soziale Arbeit im Umgang mit Demenzkranken zu liefern.

Diese soll damit in Form differenzierter Informationen Handlungs- und Hintergrundwissen bereitstellen, welches Voraussetzung adäquater Unterstützung Demenzkranker bei der Bewältigung krankheitsbedingter Probleme ist.
Die Arbeit soll somit einen professionsorientierten Beitrag zu Sozialer Arbeit leisten. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung

3. Umgang mit der Krankheit Demenz

3.1. Krankheit als Krise

3.2. Bewältigungsstrategien

3.3. Selbstverständnis und Rolle Sozialer Arbeit im Umgang mit Demenz

4. Bedeutung Sozialer Netzwerkarbeit bei Demenz

4.1. Unterstützungsfunktion Sozialer Netzwerke

4.2. Aufgabe vernetzender Sozialer Arbeit bei Demenzkranken

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Beitrag der Sozialen Arbeit zur Krankheitsbewältigung bei Menschen mit Demenz. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie Soziale Arbeit durch vernetzende Unterstützung dazu beitragen kann, die psychische Stabilität und Lebensqualität der Betroffenen trotz des fortschreitenden kognitiven Abbaus zu fördern.

  • Die Spezifik der Demenz als chronisch progrediente Erkrankung und existenzielle Krise
  • Bewältigungsstrategien von Demenzkranken und deren Unterstützungsmöglichkeiten
  • Das Selbstverständnis der Sozialen Arbeit im Kontext von Sterblichkeit und Identitätsverlust
  • Die Bedeutung und Funktion sozialer Netzwerke als protektiver Faktor
  • Ansätze vernetzender Sozialer Arbeit zur Ressourcenmobilisierung und Lebensbegleitung

Auszug aus dem Buch

3.1. Krankheit als Krise

Im Anfangsstadium der Demenz – eine Diagnose ist selten gestellt – erleben die Erkrankten die zunehmenden kognitiven Störungen meist noch sehr bewusst. Beginnende Vergesslichkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Fehlbeurteilungen von Situation lösen Angst und Verzweiflung aus. (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen, Jugend 2002, S.176f.)

Die erlebten Beeinträchtigungen lassen Hilflosigkeit entstehen und bedeuten für den Betroffenen einen katastrophalen Einschnitt in das bisherige Leben. Spätestens mit der Diagnose Demenz stürzt der Erkrankte dann in eine tiefe traumatische Krise, die die ganze Person in Frage stellt und bedroht. Wenn der Mensch mit Herausforderungen konfrontiert ist, die er allein nicht mehr zu bewältigen vermag, so kommt es zu einer Phase der Nichtsubjektivität. Kommt er aus dieser Krisensituation allein nicht mehr hinaus, so ist professionelle Hilfe von außen notwendig um zum ´´Modus der Identität´´ zurückzufinden. (Mennemann in Schweppe 2005, S.52).

Gerade bei Demenzkranken, die sich mehr als andere im Verlauf der Krankheit in ihrer Identität bedroht sehen, kann Soziale Arbeit ansetzen um die Verarbeitung zu unterstützen und die sozialen Folgen der Krise zu mildern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Krankheitsverarbeitung bei Demenz und analysiert die unterstützende Rolle vernetzender Sozialer Arbeit.

2. Begriffsklärung: Hier werden zentrale Begriffe wie Demenz als unumkehrbarer Prozess und Coping als sozialer Prozess definiert und theoretisch eingeordnet.

3. Umgang mit der Krankheit Demenz: Dieses Kapitel betrachtet die Demenz als existenzielle Krise, beleuchtet individuelle Bewältigungsstrategien und das professionelle Rollenverständnis der Sozialen Arbeit.

3.1. Krankheit als Krise: Es wird analysiert, wie die Diagnose Demenz eine traumatische Krise auslöst und welche Rolle professionelle Hilfe bei der Identitätsfindung spielt.

3.2. Bewältigungsstrategien: Dieser Abschnitt erörtert, wie Betroffene ihre kognitiven und emotionalen Ressourcen zur Krisenverarbeitung nutzen und durch äußere Unterstützung gestärkt werden können.

3.3. Selbstverständnis und Rolle Sozialer Arbeit im Umgang mit Demenz: Das Kapitel diskutiert, wie sich das professionelle Handeln unter der Bedingung der Endlichkeit neu ausrichten muss, hin zu einer Haltung des Loslassens und der Fokussierung auf das Jetzt.

4. Bedeutung Sozialer Netzwerkarbeit bei Demenz: Es wird die zentrale Rolle von Netzwerken als Ressource für den Erhalt von Lebensqualität und psychischer Stabilität dargestellt.

4.1. Unterstützungsfunktion Sozialer Netzwerke: Das Kapitel beschreibt den Puffereffekt sozialer Unterstützung und die Notwendigkeit von Netzwerken angesichts abnehmender eigener Handlungsmöglichkeiten.

4.2. Aufgabe vernetzender Sozialer Arbeit bei Demenzkranken: Hier werden Interventionsmöglichkeiten wie die Ressourcenmobilisierung und die Einbindung in generationsübergreifende Projekte aufgezeigt.

5. Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass Soziale Arbeit durch Lebensbegleitung und Netzwerkarbeit entscheidend zur Akzeptanz der Krankheit und zum Erhalt der Würde beitragen kann.

Schlüsselwörter

Demenz, Soziale Arbeit, Krankheitsbewältigung, Soziale Netzwerke, Soziale Unterstützung, Coping, Identität, Krise, Lebensqualität, Vernetzende Arbeit, Psychische Stabilität, Empowerment, Angehörigenarbeit, Professionelles Handeln, Lebensbegleitung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und den Beitrag der Sozialen Arbeit bei der Unterstützung von Menschen mit Demenz während ihres Krankheitsverlaufs.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit befasst sich mit der Krisenhaftigkeit von Demenz, dem Coping-Verhalten der Betroffenen, dem professionellen Rollenverständnis der Sozialpädagogik sowie der Funktion sozialer Netzwerke.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Impulse für eine professionsorientierte Soziale Arbeit zu liefern, die Demenzkranke und ihre Angehörigen durch vernetzende Maßnahmen effektiv bei der Krankheitsbewältigung unterstützt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Hausarbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Aufarbeitung aktueller fachwissenschaftlicher Konzepte zu Demenz und Sozialer Arbeit basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Auseinandersetzung mit der Krise Demenz, die Analyse von Bewältigungsstrategien, die Reflexion der Rolle Sozialer Arbeit sowie die praktische Bedeutung der Netzwerkarbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen zählen Demenz, Soziale Netzwerkarbeit, Krankheitsbewältigung, Coping und die lebensweltorientierte Soziale Arbeit.

Warum ist die klassische Rehabilitation bei Demenz nur bedingt anwendbar?

Da Demenz ein irreversibler Prozess mit stetigem kognitivem Abbau ist, kann Soziale Arbeit nicht mehr auf die Wiederherstellung von Fähigkeiten zielen, sondern muss sich auf die Unterstützung bei der Bewältigung von Verlusten konzentrieren.

Welche besondere Rolle spielt die Familie als Netzwerk?

Die Familie fungiert als unersetzbare Pufferfunktion bei der Bewältigung chronischer Belastungen; die Soziale Arbeit unterstützt hier, um die Ressourcen der Angehörigen zu schonen und Hilfspotentiale langfristig zu erhalten.

Warum ist ein "Handeln im Jetzt" für Professionelle so wichtig?

Da der zukunftsorientierte Blick bei Demenzkranken durch die progrediente Erkrankung eingeschränkt ist, muss die Soziale Arbeit professionelle Zugänge durch eine solidarische Haltung und die Fokussierung auf den aktuellen Augenblick finden.

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Details

Title
Vernetzende Soziale Arbeit und Demenz
Subtitle
Bedeutung sozialer Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung
College
University of Trier
Grade
2
Author
Bettina Nicole Dorscheid (Author)
Publication Year
2006
Pages
16
Catalog Number
V134266
ISBN (eBook)
9783640417193
ISBN (Book)
9783640412754
Language
German
Tags
Demenz Soziale Arbeit Vernetzung Krankheit Soziale Unterstützung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bettina Nicole Dorscheid (Author), 2006, Vernetzende Soziale Arbeit und Demenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134266
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