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Das Jahr 1982 – Ende einer Ära: Vierzehn Tage sozialdemokratische Minderheitsregierung

Der öffentliche Diskurs vom Koalitionsbruch bis zum Misstrauensvotum

Titre: Das Jahr 1982 – Ende einer Ära: Vierzehn Tage sozialdemokratische Minderheitsregierung

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2009 , 18 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Martin Herceg (Auteur)

Histoire de l'Europe - Nouvelle Histoire, Union européenne
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Résumé Extrait Résumé des informations

Im Jahr 1982 endet die 13 jährige Regierungszeit der sozial-liberalen Koalition im Bonner Bundestag und mit dem ersten geglückten Misstrauensvotum der deutschen Nachkriegsgeschichte neigt sich eine Ära dem Ende zu. Erst 16 Jahre später gelingt es Gerhardt Schröder dritter SPD-Kanzler des inzwischen wiedervereinten Deutschlands zu werden.
Mit der am 17. September 1982 von Bundeskanzler Helmut Schmidt erzwungenen
Kündigung der Zusammenarbeit mit den Freien Demokraten, werden die letzten Tage einer über 13 Jahre dauernden sozial-liberalen Ära eingeläutet. Nur 14 Tage darauf muss sich Schmidt dem Misstrauensvotum der CDU/CSU und des ehemaligen Koalitionspartners FDP stellen und wird am 1. Oktober 1982 gestürzt.
Sieger des Votums und neuer Bundeskanzler ist der Christdemokrat und bis dato
CDU-Fraktionsvorsitzende Helmut Kohl.
Diese letzten Wochen der sozial-liberalen Regierungszeit, der Koalitionsbruch und
der Sturz des beliebten „Machers“ Helmut Schmidt auf der einen, und die Wahl des
„sprachlosen Schwätzers“ Helmut Kohls auf der anderen Seite, führten in der breiten Öffentlichkeit zu einem stark emotionalisiertem Diskurs.
Diese Arbeit stellt den Anspruch, die letzten zwei Wochen der Schmidt-geführten
Regierung näher zu beleuchten, die Gründe für den Bruch der Regierungskoalition
zwischen SPD und FDP und das Zustandekommen des Misstrauensvotums deutlich
zu machen und die Wahrnehmung dieser Ereignisse in der Öffentlichkeit zu
analysieren.

• Warum Zerbricht die Regierungskoalition nach der Bundestagswahl 1980?
• Wie reagieren die Medien und die, an diesen Entwicklungen beteiligten,
Zeitgenossen?
• Wie nehmen die Zeitgenossen diese Zeit wahr?
• Inwieweit besteht unter den Zeitgenossen ein übertriebene Dramatisierung? Abgesehen von den biographischen Werken der an den Prozessen des behandelten
Zeitraums beteiligten Persönlichkeiten, welche Kapitel über den Regierungswechsel
von 1982 enthalten, gibt es zwei Werke die bezüglich ihrer spezifischen
Themenstellung den Koalitionsbruch und die Zeit vom 17. September bis zum ersten Oktober 1982 sehr präzise darstellen. Zum einen die Dissertation von Johannes Merck „Klar zur Wende? – Die FDP vor dem Vertrauensbruch in Bonn, 1980 bis 1982“ zum anderen die Dissertation von Kay Zierold „Der Bruch der sozial-liberalen Koalition“ [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Themenstellung

1.2 Forschungsstand und Quellen

1.3 Aufbau der Arbeit

2. Hauptteil: 14 Tage Minderheitsregierung

2.1 Wie kommt es dazu?

2.2 Zwei ungewisse Wochen

2.3 Die hessischen Landtagswahlen

2.4 Kohl und Genscher an der Macht – Das erste geglückte Misstrauensvotum in der Geschichte der BRD

3. Fazit

3.1 Ergebnisse

3.2 Offene Fragen an das Thema

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit analysiert die letzten zwei Wochen der sozial-liberalen Koalition im Jahr 1982, den Bruch zwischen SPD und FDP sowie die Umstände, die zum ersten konstruktiven Misstrauensvotum in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland führten, unter besonderer Berücksichtigung der öffentlichen Wahrnehmung dieser Ereignisse.

  • Ursachen für den Zerfall der sozial-liberalen Regierung nach 1980
  • Reaktionen der Medien und Zeitgenossen auf den politischen Umbruch
  • Die Rolle der hessischen Landtagswahlen als Vorentscheid
  • Der Prozess und die Dynamik des Misstrauensvotums vom 1. Oktober 1982

Auszug aus dem Buch

2.2 Zwei ungewisse Wochen

Schmidt und seine SPD regierte nun ohne die nötige Mehrheit im deutschen Bundestag. Die Frage war nicht mehr ob, sondern wann die Amtszeit des Kanzlers beendet werden würde.

Die gesamte deutsche Presselandschaft war bereits seit Wochen fest in der Hand der Koalitionskrise, erst recht nach dem Lambsdorff-Papier vom 9. September. Schon am 17. September 1982, also dem Tag vor der Aufkündigung der Koalition, titelt die Süddeutsche Zeitung „Bundeskanzler will mit Hilfe der Opposition Neuwahlen anstreben“ und spekulierte darauf, dass Schmidt die Vertrauensfrage stellen würde. Einen Tag später ist den Redakteuren der Süddeutschen Zeitung dann klar, dass die Bundesrepublik keine Rot-Gelbe Zukunft haben kann.

Die Journalisten bemühten sich in dieser Zeit vor allem darum, ein Fazit der letzten 13 Jahre zu ziehen.

Mit der Überschrift „Das Ende einer Ära“ zieht auch Fritz Ulrich Fack in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 18. September 1982 ein Resüme über die 13 Jahre sozial-liberaler Regierung. Er sieht im Jahr 1982 die „zweite große Zäsur in der deutschen Nachkriegsgeschichte“ nach 1969. In seiner Ursachenforschung für die Krise und das Scheitern der Koalition sieht er neben den ökonomischen Ursachen den „überwölbenden Ideologischen Druck“, der seit dem Amtsantritt Willy Brandts auf der Regierung lag, als entscheidenden Faktor für das Versagen Helmut Schmidts. Doch ist das Scheitern der Regierung wirklich auf den äußeren, sowie den inneren Erwartungsdruck zurückzuführen?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die historische Zäsur des Jahres 1982 und Darstellung der Forschungsfragen hinsichtlich der Wahrnehmung des Koalitionsbruchs.

2. Hauptteil: 14 Tage Minderheitsregierung: Detaillierte Analyse der politischen Ereignisse, beginnend beim Lambsdorf-Papier, über die hessischen Landtagswahlen bis hin zum erfolgreichen Misstrauensvotum.

3. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Schuldfrage beim Koalitionsbruch und Analyse der gesellschaftlichen Wahrnehmung der politischen Ereignisse.

Schlüsselwörter

Bundesrepublik Deutschland, Koalitionsbruch, Helmut Schmidt, Helmut Kohl, Hans-Dietrich Genscher, Misstrauensvotum, Sozial-liberale Koalition, FDP, SPD, Lambsdorf-Papier, Neuwahlen, Politische Krise, Öffentlicher Diskurs, 1982, Hessenwahl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die politischen Ereignisse der letzten 14 Tage der sozial-liberalen Regierung unter Helmut Schmidt im September und Oktober 1982.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen der Koalitionsbruch, die Rolle der FDP, das Misstrauensvotum gegen Schmidt und die damit verbundene mediale sowie gesellschaftliche Berichterstattung.

Welches ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Gründe für das Scheitern der Koalition zu beleuchten, den Weg zum Misstrauensvotum nachzuzeichnen und die zeitgenössische öffentliche Wahrnehmung zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Analyse von Primärquellen, insbesondere zeitgenössischer Printmedien, sowie auf eine Auswertung politikwissenschaftlicher und historischer Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Ursachen des Bruchs, die Analyse der zwei Wochen der Minderheitsregierung und die Untersuchung der Bedeutung der hessischen Landtagswahlen für den Machtwechsel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Kernbegriffe sind Koalitionsbruch, Regierungswechsel, konstruktives Misstrauensvotum, 1982, Helmut Schmidt, Helmut Kohl und öffentliche Wahrnehmung.

Warum spielte die hessische Landtagswahl eine so wichtige Rolle für das Misstrauensvotum?

Die Wahl in Hessen wurde von den Medien zum Vorentscheid für die politische Stimmung in Deutschland stilisiert und beeinflusste den zeitlichen Ablauf der Strategien von Union und FDP.

Welche Rolle spielte Franz Josef Strauß während der Regierungsbildung?

Strauß nutzte sein politisches Gewicht, um den Termin des Misstrauensvotums zu verschieben, in der Hoffnung, durch ein schlechtes Abschneiden der FDP in Hessen eine absolute Mehrheit der Union zu erzwingen.

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Résumé des informations

Titre
Das Jahr 1982 – Ende einer Ära: Vierzehn Tage sozialdemokratische Minderheitsregierung
Sous-titre
Der öffentliche Diskurs vom Koalitionsbruch bis zum Misstrauensvotum
Université
University of Freiburg  (Neuere und Neuste Geschichte)
Cours
Proseminar: Die BRD in den Siebzigerjahren
Note
2,3
Auteur
Martin Herceg (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
18
N° de catalogue
V134406
ISBN (ebook)
9783640426140
ISBN (Livre)
9783640423231
Langue
allemand
mots-clé
70er 1982 MIsstrauensvotum Kohl Schmitt Koalitionsbruch CDU FDP SPD Minderheitsregierung sozialdemokratisch öffentlich Diskurs Helmut Presse 17.09.1982 2.10.1982 Gentscher Siebziger Kanzlersturz Putch 80er
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Martin Herceg (Auteur), 2009, Das Jahr 1982 – Ende einer Ära: Vierzehn Tage sozialdemokratische Minderheitsregierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134406
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Extrait de  18  pages
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