In diesem ausführlichen Unterrichtsentwurf wird eine Einzelstunde im Englischunterricht in einer 7. Klasse vorgestellt. Im Rahmen dieser Stunde werden Kenntnisse zum Reziprokpronomen "each other" im Zusammenhang mit den bereits vermittelten Reflexivpronomen vermittelt und in spielerischer Weise geübt.
Das übergeordnete Stundenziel lautet: Die SuS erwerben Kenntnisse hinsichtlich des Reziprokpronomens each other bzw. an other und deren Unterschied zu Reflexivpronomen. Mithilfe der neuen grammatischen Strukturen können sie mindestens fünfmal vorgegebene Sätze mündlich korrekt umformulieren. Die spezifischen Stundenziele lauten dagegen: Die SuS reaktivieren ihren Wortschatz zum Beschreiben von Persönlichkeitsmerkmalen, indem sie im Rahmen der Umformulierung von Sätzen produktiv und rezeptiv auf diesen zurückgreifen. Die SuS verfestigen außerdem ihre bisherigen Kenntnisse zu Reflexivpronomen, indem sie selbstständig mindestens fünfmal vorgegebene Sätze unter Verwendung ihrer Kenntnisse zu Reflexivpronomen mündlich korrekt umformulieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Begründender Teil
1.1 Bedingungsanalyse
1.2 Ziele
1.3 Sachanalyse
1.3.1 Stellung des Themas im Lehrplan
1.3.2 Stellung der Stunde in der Unterrichtseinheit
1.3.3 Fachwissenschaftliche Analyse des Unterrichtsgegenstandes
1.4 Didaktisch-methodische Analyse
2. Verlaufsskizze
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die mündliche Sprachkompetenz von Schülerinnen und Schülern der Klasse 7.4 im Englischunterricht gezielt zu fördern, indem die korrekte Verwendung von Reziprokpronomen im Kontrast zu Reflexivpronomen durch interaktive und spielerische Methoden erarbeitet wird.
- Vermittlung und Unterscheidung von Reflexiv- und Reziprokpronomen.
- Einsatz von Scaffolding zur Unterstützung der mündlichen Sprachproduktion.
- Anwendung grammatikalischer Strukturen in realitätsnahen Kommunikationskontexten.
- Förderung der aktiven Beteiligung durch kooperative Lernformen wie Brettspiele.
- Sensibilisierung für Registerunterschiede und Sprachgebrauch.
Auszug aus dem Buch
1.3.3 Fachwissenschaftliche Analyse des Unterrichtsgegenstandes
Da es sich beim Menschen im Allgemeinen um ein soziales Wesen handelt, würde eine Beschränkung der für die Kommunikation zur Verfügung stehenden grammatischen Strukturen auf die Selbstbezug verdeutlichenden sowie die selbst-hervorhebenden Reflexivpronomen nicht allen kommunikativen Bedürfnissen der Schüler entsprechen. Angesichts der Tatsache, dass die Lernenden insbesondere in diesem Alter, beispielsweise zur Vergewisserung einer freundschaftlichen Beziehung zu Mitschülerinnen und Mitschülern sowie weiteren Mitmenschen, Handlungen, die auf Gegenseitigkeit beruhen, anwenden, spielen reziproke Pronomen eine nicht zu unterschätzende Rolle für ihre alltägliche Lebenswelt. Dies wird bei einer Berücksichtigung des zur Weihnachtszeit anstehenden Austauschs von Geschenken und anderen positiven Gesten umso deutlicher. Dementsprechend werden im Kontext der Vermittlung von Reflexivpronomen auch reziproke Pronomen zu einem Lerngegenstand des Englischunterrichts. Hierbei werden diese beide Arten der Pronomen in der vorgestellten Stunde unter Verwendung von Elementen der bereits bekannten Lexik zur Beschreibung von Persönlichkeitsmerkmalen thematisiert. Auf diese Weise ergibt sich oftmals ein bedeutungsvoller Kontext, der bei der produktiven und rezeptiven Verwendung dieser Pronomen durch deutlichere Beispiele unterstützend wirkt. Außerdem ergibt sich so die Möglichkeit zur tieferen Verankerung der lexikalischen Einheiten im mentalen Lexikon durch ein erneutes Umwälzen der Wörter in neuen Kontexten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Begründender Teil: Analyse der Rahmenbedingungen, Lernziele und fachwissenschaftliche Einordnung des Unterrichtsthemas.
1.1 Bedingungsanalyse: Untersuchung der schulischen Ressourcen, der Klassenzusammensetzung und des Lernklimas.
1.2 Ziele: Definition der übergeordneten und spezifischen Lernziele für die Unterrichtsstunde.
1.3 Sachanalyse: Einbettung des Themas in den Lehrplan sowie fachliche Fundierung der Pronomen.
1.3.1 Stellung des Themas im Lehrplan: Zuordnung der Lerninhalte zum sächsischen Lehrplan für das Gymnasium.
1.3.2 Stellung der Stunde in der Unterrichtseinheit: Verortung der Stunde innerhalb der Sequenz "Speaking about ourselves and speaking about each other".
1.3.3 Fachwissenschaftliche Analyse des Unterrichtsgegenstandes: Erläuterung der Bedeutung von Reflexiv- und Reziprokpronomen in der Kommunikation.
1.4 Didaktisch-methodische Analyse: Begründung der gewählten Unterrichtsprinzipien wie Ganzheitlichkeit und Scaffolding.
2. Verlaufsskizze: Detaillierte Darstellung des geplanten Unterrichtsablaufs inklusive Zeitplanung und methodischem Vorgehen.
Schlüsselwörter
Reflexivpronomen, Reziprokpronomen, Englischunterricht, Sprachkompetenz, Ganzheitliches Lernen, Scaffolding, Each other, One another, Unterrichtsplanung, Grammatikunterricht, Kommunikative Kompetenz, Persönlichkeitsmerkmale, Mündliche Produktion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Planung einer Englischstunde für die 7. Klasse, in der Schüler den Gebrauch von Reflexiv- und Reziprokpronomen erlernen und anwenden sollen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die grammatische Differenzierung zwischen Reflexiv- und Reziprokpronomen sowie die Förderung der mündlichen Ausdrucksfähigkeit im Englischen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, Sätze unter Verwendung der korrekten Pronomen mündlich umzuformen und dabei ein Bewusstsein für situative Zusammenhänge zu entwickeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf fachdidaktische Analysen, die Lehrplantheorie und Konzepte wie Scaffolding und ganzheitliches Lernen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden sowohl die organisatorischen Rahmenbedingungen als auch die fachwissenschaftliche Analyse des Unterrichtsgegenstandes und eine detaillierte Verlaufsplanung dargestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wesentlichen Begriffe sind Reflexivpronomen, Reziprokpronomen, Scaffolding, kommunikative Kompetenz und Unterrichtssequenz.
Warum spielt Scaffolding bei diesem Thema eine Rolle?
Scaffolding dient als Hilfskonstruktion, um insbesondere leistungsschwächeren Schülern den direkten Zugang zur komplexen grammatikalischen Produktion während der Unterrichtsstunde zu erleichtern.
Wie werden die neuen grammatikalischen Inhalte in der Stunde spielerisch verankert?
Durch den Einsatz eines Brettspiels und interaktiver Aufgaben, wie der "Pronoun Race", werden die Schüler motiviert, die Pronomen in einem bedeutungsvollen Kontext und spielerischen Umfeld anzuwenden.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2021, Themselves vs. each other. Unterrichtsentwurf für das Fach Englisch (7. Klasse), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1344244