Die vorliegende Arbeit ist die Ausarbeitung der ersten Stunde in der zwölfstündigen Unterrichtsreihe in Klasse 10 zur Lektüre „Nathan der Weise“. Sie stellt eine Einführung in die Epoche der Aufklärung und deren wichtigsten Leitvorstellungen dar.
Die vorliegende Arbeit ist die Ausarbeitung der ersten Stunde in der zwölfstündigen Unterrichtsreihe in Klasse 10 zur Lektüre „Nathan der Weise“. Sie stellt eine Einführung in die Epoche der Aufklärung und deren wichtigsten Leitvorstellungen dar.
Da die Stunde im Rahmen einer fachdidaktischen Veranstaltung nur „simuliert“ war, mussten bei der Planung und Durchführung der Stunde folgende Aspekte außer Betracht gelassen werden:
- Altersstufe
- Leistungsfähigkeit und Vorwissen der Gruppe
- Lernatmosphäre, Verhältnis zwischen den SchülerInnen, Verhältnis zwischen den SchülerInnen und dem Lehrer/Lehrerin
- Soziale Kompetenzen
- Besonderheiten einzelner SchülerInnen, usw.
1. Begründung der Werkwahl und Schülerrelevanz
Gottfried Ephraim Lessings Drama „Nathan der Weise“ gilt als der zentrale Text der Aufklärung. Unter Aufklärung versteht man die geistige Bewegung des 17. und 18. Jahrhundert in Europa, die erstmals die autonome Vernunft und die individuelle Freiheit des Menschen als höchste Werte betrachtete. Die Botschaft des „Nathan“ – nämlich die Zusammengehörigkeit aller Menschen über die Grenzen der Religionen und Kulturen – berührt das Thema, das vor dem Hintergrund des Nahostkonfliktes, der fast täglich verübten Anschläge der Fundamentalisten, des Irakkriegs aber auch der Kopftuchdebatten in Deutschland nicht aktueller sein könnte.
Die Thematik des „Nathan“ betrifft jedoch auch die unmittelbare Lebenswelt der Schüler. Im Zeitalter der Globalisierung und einem damit verbundenen kulturellen Miteinander werden sie immer aufs Neue mit den Begriffen wie „Toleranz“, „Gerechtigkeit“ und „Andersartigkeit“ konfrontiert. Angesichts der Fülle an Informationen, welchen sie dank Internet und Fernsehen täglich ausgesetzt sind, müssen die Schülerinnen und Schüler lernen, ihre eigene Meinung zu bilden und Kritik zu üben.
Das Werk „Nathan der Weise“ ist außerdem im Lehrplan vorgesehen und daher gerechtfertigt.
2. Position und Bedeutung der aktuellen Stunde in der gesamten Unterrichtseinheit
In der aktuellen Stunde geht es nicht darum, in die Tiefe zu gehen; vielmehr sollen die Schülerinnen und Schüler dazu angeregt werden, sich in den nachfolgenden Stunden mit dem Phänomen der Aufklärung intensiver auseinanderzusetzen.
[...]
Häufig gestellte Fragen
Warum ist „Nathan der Weise“ heute noch relevant für Schüler?
Das Drama behandelt zeitlose Themen wie Toleranz, kulturelles Miteinander und Religionsfreiheit, die vor dem Hintergrund moderner Konflikte hochaktuell sind.
Was sind die zentralen Leitvorstellungen der Aufklärung?
Zu den wichtigsten Werten zählen die autonome Vernunft, die individuelle Freiheit und die Forderung nach religiöser Toleranz.
Für welche Klassenstufe ist dieser Unterrichtsentwurf konzipiert?
Die Unterrichtsskizze ist für eine 10. Klasse ausgelegt und dient als Einführung in eine zwölfstündige Unterrichtsreihe.
Welche pädagogischen Ziele verfolgt die erste Stunde?
Die Schüler sollen angeregt werden, sich kritisch mit dem Phänomen der Aufklärung auseinanderzusetzen und eine eigene Meinung zu bilden.
Welche Begriffe werden im Zusammenhang mit der Lebenswelt der Schüler genannt?
Im Fokus stehen Begriffe wie Gerechtigkeit, Toleranz und Andersartigkeit, die im Zeitalter der Globalisierung eine wichtige Rolle spielen.
- Arbeit zitieren
- Ilona Kramer (Autor:in), 2009, Unterrichtsskizze "Nathan der Weise": Einführung in die Epoche der Aufklärung und deren wichtigsten Leitvorstellungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134490