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Gesundheitskonzepte und Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen mit ADHS

Título: Gesundheitskonzepte und Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen mit ADHS

Trabajo Escrito , 2005 , 28 Páginas

Autor:in: Dipl. Sozialarbeiter/Sozialpädagoge Carsten Kiehne (Autor)

Trabajo social
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Ich habe das Thema „Gesundheitskonzepte“ ausgewählt, da ich der Meinung bin, dass diese trotz vieler Verbesserungen des Gesundheitssystems zu wenig inhaltlich behandelt und beachtet werden.
In dem ersten Teil dieser Arbeit versuche ich zu klären, was Gesundheit ist und welche Faktoren sie beeinflussen. Da gerade im biomedizinischen Modell der Pathogenese (Krankheitsmodell), in denen nach Krankheitsrisiken gefahndet wird, die Vorstellung der Gesundheit an sich, nach der Definition der WHO unerreichbar (Im nächsten Kapitel folgt eine genaue Erläuterung!), eher negativ besetzt ist, möchte ich das Modell der Salutogenese ausführlich erläutern. In Antonovsky’s postuliertem System der Gesunderhaltung stehen die Stress ausgleichenden Widerstandsressourcen (u.a.) im Mittelpunkt. Ich gehe darauf ein, dass es gerade diese Ressourcen und Kompetenzen sind, mit denen sich nicht nur Krankheitssymptome, viel mehr die Ursachen selbst beseitigen lassen und die wir bei dem Klientel der Sozialarbeit am ehesten fördern können und müssen.

Im Falle des in Kapitel drei und vier gewählten Sachverhaltes ADHS heißt es, sich nicht nur auf das Fehlverhalten (Symptomatik des Krankheitsbildes) von Betroffenen zu konzentrieren, sondern die jeweiligen Stärken zu erkennen und speziell diese für die soziale Integration, sowie der Eingliederung in die Gesellschaft und das Arbeitsleben zu fördern. Dabei soll selbstverständlich das Krankheitsbild selbst definiert und Symptomatik, Verlauf, Ursachen und Häufigkeit veranschaulicht, unter anderem auch Behandlungsmöglichkeiten angesprochen werden. Eine genauere Ausführung der Therapie- und Interventionsmaßnahmen findet hier jedoch nicht statt, da der Rahmen der Arbeit begrenzt ist.
Interessant ist aber gerade die Frage, inwieweit sich die ADHS- Problematik in unserer heutigen von Hektik und Betriebsamkeit geprägten Zeit verschlimmert hat? Bei diesem Berg von täglich neuen Informationen, bei denen scheinbar jedes Kind entweder übergewichtig (adipös) und träge oder hyperaktiv und impulsiv ist, muss sich eigentlich jeder, der einen Helfenden-Beruf ausüben möchte, ein eigenes Bild der Situation machen. Und ich kann es gar nicht oft genug betonen:
Verhaltensgestörte Kinder sind das Klientel der Jugendsozialarbeit, und damit liegt es an uns, Maßnahmen zu ergreifen, Mittel und Wege zu finden/ bzw. zu gehen, um unserer Aufgabe gerecht zu werden!

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Gesundheitskonzepte

2.1. Laienkonzepte von Gesundheit

2.1.2 Inhalte von subjektiven Gesundheitstheorien

2.1.2.1 Erläuterung der Einflussprozesse auf Gesundheit

2.1.2.2. Erläuterungen der Einflussbereiche auf Gesundheit

2.2. Wissenschaftliche Konzepte von Gesundheit

>Das Modell der Salutogenese<

Exkurs: Erläuterung des Modells der Salutogenese

3. ADHS im Kindes- und Jugendalter

3.1 Definition des ADHS

3.2 Symptomatik

3.3 Verlauf

3.4 Ursachen

3.4.1 Genetische Ursachen

3.4.2 Prä- und perinatale Einflüsse

3.4.3 Schadstoffe und Nahrungsmittelallergien

3.4.4 Neuroanatomische Ursachen

3.4.5 Neurochemische Ursachen

3.4.6 Psychosoziale Einflüsse

3.5 Häufigkeit

4. Hilfen durch die Sozialarbeit bei ADHS

4.1 Prävention und Gesundheitsförderung

4.2. Beratung und Sozialtherapie

4.3 Rehabilitation und Nachsorge

5. Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Konzept von Gesundheit und dessen Anwendung auf Kinder und Jugendliche mit ADHS, mit dem Ziel, den Fokus von einer rein defizitorientierten Betrachtung auf die Stärkung individueller Ressourcen und salutogener Faktoren in der Sozialarbeit zu verschieben.

  • Grundlagen wissenschaftlicher und subjektiver Gesundheitskonzepte
  • Das salutogenetische Modell nach Aaron Antonovsky
  • Klinische Symptomatik, Verlauf und multifaktorielle Ursachen von ADHS
  • Sozialpädagogische Interventions- und Beratungsansätze
  • Kritische Reflexion medikamentöser versus verhaltenstherapeutischer Hilfen

Auszug aus dem Buch

3.2 Symptomatik

Laut diagnostischen Kriterien des DSM-IV für ADHS, in Anlehnung an Brandau u.a. (2003, Seite 12 f.), müssen jeweils sechs Kriterien pro 1. und 2. Kategorie (1.Unaufmerksamkeit/ 2.Hyperaktivität und Impulsivität) auftreten.

1. Unaufmerksamkeit

- häufige Flüchtigkeitsfehler bei anstehenden Aufgaben

- Probleme einer Sache lange Aufmerksamkeit zu widmen

- kann scheinbar schlecht zuhören (auch Verständnisschwierigkeiten)

- bringt angefangene Tätigkeiten oft nicht zu Ende

- Schwierigkeiten Aufgaben und Aktivitäten zu planen

- Vermeidung von lang andauernden und schwierigen, kognitiv anspruchsvollen Aufgaben

- häufige „Schusseligkeit“/ Verlust von Gegenständen

- hohe Ablenkbarkeit

- häufig vergesslich

2. Impulsivität

- häufiges ungefragtes Herausplatzen von Antworten

- Schwierigkeiten abzuwarten

- Störung anderer Kinder/ häufige Unterbrechungen

Hyperaktivität

- zappelt ständig, rutscht auf dem Stuhl herum

- steht häufig auf und läuft herum (in unpassenden Situationen > Schulstunden)

- Probleme beim ruhigen Spiel

- Hoher Bewegungsdrang/ exzessives klettern und laufen (auch in eher unangebrachten Situationen

- Getriebenheit

- Redseligkeit

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Der Verfasser erläutert die Auswahl des Themas und begründet den notwendigen Perspektivwechsel von der reinen Pathogenese hin zu salutogenen Ansätzen bei der Arbeit mit verhaltensauffälligen Kindern.

2. Gesundheitskonzepte: Dieses Kapitel differenziert zwischen Laien- und wissenschaftlichen Gesundheitsvorstellungen und führt das Modell der Salutogenese als theoretische Basis ein.

3. ADHS im Kindes- und Jugendalter: Der Abschnitt definiert das Störungsbild, beschreibt die klinische Symptomatik, beleuchtet die vielfältigen Ursachen und analysiert die aktuelle epidemiologische Lage.

4. Hilfen durch die Sozialarbeit bei ADHS: Hier werden präventive, beratende und sozialtherapeutische Maßnahmen sowie rehabilitative Strategien zur Unterstützung betroffener Kinder und ihrer Familien vorgestellt.

5. Schlussteil: Der Autor resümiert die Problematik der Begriffsdefinition von Gesundheit und plädiert für eine ganzheitliche, ressourcenorientierte pädagogische Praxis.

Schlüsselwörter

ADHS, Gesundheit, Salutogenese, Sozialarbeit, Gesundheitsförderung, Ressourcenorientierung, Stressoren, Kohärenzgefühl, Verhaltensmanagement, Pädagogik, Prävention, Kinder- und Jugendhilfe, Diagnostik, Symptomatik, Beratung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Konzepten von Gesundheit und wie diese Erkenntnisse in der Sozialarbeit genutzt werden können, um Kinder und Jugendliche mit ADHS effektiver zu unterstützen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Unterscheidung zwischen Pathogenese und Salutogenese, die klinischen Hintergründe von ADHS sowie konkrete Handlungsmöglichkeiten für pädagogische Fachkräfte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für Gesundheit zu entwickeln, das über die bloße Abwesenheit von Krankheit hinausgeht und Stärken sowie Potenziale bei Kindern mit ADHS in den Vordergrund rückt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Verfasser nutzt eine fundierte Literaturanalyse sowie die theoretische Aufarbeitung bestehender Modelle zur Gesundheitsförderung, um daraus sozialpädagogische Interventionsansätze abzuleiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Definition und Symptomatik von ADHS, analysiert genetische und psychosoziale Ursachen und diskutiert verschiedene Hilfsangebote der Sozialarbeit.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind Salutogenese, Ressourcen, Kohärenzgefühl, ADHS-Symptomatik und sozialtherapeutische Interventionen.

Welche Rolle spielt das Kohärenzgefühl bei der Bewältigung von ADHS?

Ein ausgeprägtes Kohärenzgefühl hilft betroffenen Kindern, ihren Alltag trotz Belastungen als verstehbar und bewältigbar zu erleben, was den positiven Pol des Gesundheits-Krankheits-Kontinuums stärkt.

Wie bewertet der Autor die rein medikamentöse Therapie?

Der Autor hinterfragt kritisch, ob Medikamente wie Ritalin das alleinige Mittel sein sollten, und betont, dass sie oft nur Symptome unterdrücken, während eine ganzheitliche Förderung nachhaltigere Erfolge erzielen kann.

Final del extracto de 28 páginas  - subir

Detalles

Título
Gesundheitskonzepte und Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen mit ADHS
Universidad
University of Lüneburg
Autor
Dipl. Sozialarbeiter/Sozialpädagoge Carsten Kiehne (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
28
No. de catálogo
V134501
ISBN (Ebook)
9783640480081
ISBN (Libro)
9783640480173
Idioma
Alemán
Etiqueta
Gesundheitskonzepte Gesundheitsförderung Kindern Jugendlichen ADHS
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dipl. Sozialarbeiter/Sozialpädagoge Carsten Kiehne (Autor), 2005, Gesundheitskonzepte und Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen mit ADHS, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134501
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