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Menschenrechtsverletzungen und dessen Auswirkungen am Beispiel der Flüchtlings- und Frauenrechtsproblematik

Title: Menschenrechtsverletzungen und dessen Auswirkungen am Beispiel der Flüchtlings- und Frauenrechtsproblematik

Seminar Paper , 2008 , 37 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Michael Flohr (Author), Martin Hesse (Author)

Politics - Topic: Public International Law and Human Rights
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Im Rahmen dieser Seminararbeit möchten wir uns dem Thema der Menschenrechtsverletzungen mittels zweier unterschiedlicher Ansatzpunkte annähern – der Flüchtlingsproblematik und dem Konfliktfeld der Frauenrechte. Der Jahresbericht 2008 der nichtstattlichen Menschenrechtsorganisation Amnesty International wird als „Ode der Resignation“ deklariert. Gerade im Vergleich zur Hochphase der globalen Menschenrechtsverbesserung in den 90er Jahren, verzeichnete AI 2007 einen starken Rückschritt. Als Grund wird vor allem die Terrorismusbekämpfung angesehen, welche seit dem aufrüttelnden Datum des 11.September 2001 die Wahrnehmung der Öffentlichkeit verändert hat – kritische Stimmen, die auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam machen, werden durch das Primärziel der Terrorbekämpfung in den Hintergrund gedrängt. Die Probleme verschärfen sich darüber hinaus durch die zunehmende Umweltzerstörung und die daraus resultierenden direkten Auswirkungen des Klimawandels auf große Teile der Weltbevölkerung, welche in diesem Zusammenhang zum Verlassen ihrer Heimat genötigt werden.
Die Liste der Menschenrechtsverletzungen ist lang: Kinderarbeit, Gewalt an Frauen, Völkermord , Ehrenmorde und Todesstrafen sind als Exempel zu nennen. Im ersten Teil dieser Seminararbeit soll anhand der Flüchtlingsproblematik ein Aspekt der Verletzungen des höchsten Rechts der Menschheit vorgestellt werden. Der zweite große Abschnitt wird sich mit der Frauenrechtsvorstellung beschäftigen und einleitend die Betrachtungsweise aufzeigen, dass Frauen und Männer in gleichberechtigter Form schon immer ein Bestandteil der UN-Deklaration der Menschenrechte sind. Diese enthält unter anderem in Artikel 2, dass jeder Mensch „Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied, etwa […] [dem] Geschlecht“ , hat. Diese Aussage impliziert, dass kein Mensch aufgrund seines Geschlechts benachteiligt werden darf. Die Be-nachteiligung und Unterdrückung von Frauen soll in diesem Zusammenhang mittels eines zweidimensionalen Ansatzes erörtert werden: der Gewaltdimension und der politisch-wirtschaftliche Dimension, welche sich durch Indizes wie dem Gender-related Development Index (GDI) und dem Gender Empowerment Measure (GEM) erläutern lässt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung – Menschenrechtsverletzungen

2. Die Flüchtlingsproblematik

2.1. Arten von Flucht

2.2. Fallbeispiel

2.3. Rechtsstatus der Flüchtling

2.4. Asylrecht in der Bundesrepublik Deutschland

3. Zusammenfassung der Flüchtlingsproblematik

4. Einführung in die Frauenrechtsproblematik

5. Die Gewaltproblematik)

5.1. Vergewaltigung

5.2. Mitgiftmorde

5.3. Frauenhandel

5.4. Ehrenmorde

5.5. Amnesty International: Kampagne „Hinsehen & Handeln: Gewalt gegen Frauen verhindern“

5.6. Zusammenfassende Betrachtung der Frauenrechtsverletzungen

6. Messbarkeit von Gleichheit zwischen Mann und Frau

6.1. GDI – Gender-related Development Index

6.2. GEM – Gender Empowerment Measure

6.3. Entwicklung der letzten Jahre

6.4. Situation in Deutschland

7. Zusammenfassung der Frauenrechtsproblematik

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den komplexen Themenkomplex der Menschenrechtsverletzungen, wobei der Fokus gezielt auf die Flüchtlingsproblematik sowie das weite Feld der Frauenrechte gelegt wird. Das Ziel ist es, die strukturellen Ursachen und die rechtlichen Defizite im Umgang mit diesen globalen Herausforderungen aufzuzeigen.

  • Analyse der Flüchtlingssituation unter Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen und philosophischer Perspektiven.
  • Untersuchung verschiedener Formen von Gewalt gegen Frauen, wie Mitgiftmorde, Ehrenmorde und Frauenhandel.
  • Vorstellung von Lösungsansätzen und Kampagnen, insbesondere durch Akteure wie Amnesty International.
  • Quantifizierung und Messung von Geschlechtergleichheit durch Indizes wie den GDI und GEM im internationalen Vergleich.
  • Bewertung der spezifischen Situation in Deutschland hinsichtlich der Gleichstellung und gesellschaftlicher Rollenzuweisungen.

Auszug aus dem Buch

2.4. Asylrecht in der Bundesrepublik Deutschland

Wie bereits erörtert gehört das Asylrecht zu den Kompetenzen einer nationalen Souveränität. Die Asylbeantragung gestaltet sich oftmals schwierig, denn nach wie vor besitzen politisch Verfolgte keinen individuellen Anspruch auf Asyl. Die Bundesrepublik hat bis heute knapp eine Million Flüchtlinge aufgenommen, was eine relativ hohe Zahl im internationalen Vergleich darstellt. Dies liegt an einer besonderen Regelung des Grundgesetzes in Artikel 16 Absatz 2 Satz 2 – allen politisch Verfolgten wird ausdrücklich das Asylrecht gewährt. Einen Grund dafür sehen Rechtswissenschaftler in den Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges. Zu dieser Zeit standen die Begründer des Grundgesetzes einem enormen Flüchtlingselend gegenüber und ebenso waren sie sich dessen bewusst, dass viele vom nationalsozialistischen Regime Verfolgte aufgrund der Aufnahme seitens anderer Staaten ihr Leben haben retten können.

Der Kernpunkt des deutschen Asylrechts wurde somit die Nichtzurückweisung von Schutzsuchenden an der Staatsgrenze, um zu verhindern, dass Flüchtlinge in ihren Verfolgerstaat abgeschoben werden. Diese Regelung stellte aufgrund der geringen Asylbewerberzahlen lange Zeit kein Problem dar. Dies wurde durch das geschädigte Ansehen der Bundesrepublik Deutschland durch die Folgen des Dritten Reiches bedingt. In den 70er Jahren stieg die Zahl der Flüchtlinge aus der Dritten Welt dramatisch an. Politiker und die Bevölkerung hegten zunehmend Zweifel an der Integrierbarkeit der Schutzbedürftigen in das soziale Gefüge der Bundesrepublik.

1993 reifte aus diesem Grund der Entschluss zur Änderung des Artikels 16 des Grundgesetzes mit der so genannten Drittstaatenreglung. Nach ihr genießt der politisch Verfolgte zwar weiterhin Asylrecht, er kann sich allerdings nicht mehr auf dieses Recht berufen, sofern er aus einem sicheren Drittstaat einreist. Als Drittstaat gelten sowohl Länder der EU, als auch alle Länder, die die Genfer Flüchtlingskonvention anerkannte haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung – Menschenrechtsverletzungen: Einleitende Betrachtung der globalen Zunahme von Menschenrechtsverletzungen unter Einfluss von Terrorbekämpfung und Umweltzerstörung.

2. Die Flüchtlingsproblematik: Definition des Flüchtlingsstatus sowie Darstellung der Problematik anhand von Arten der Flucht, Fallbeispielen und rechtlichen Rahmenbedingungen.

3. Zusammenfassung der Flüchtlingsproblematik: Reflexion über die staatliche Ungebundenheit von Flüchtlingen und die Notwendigkeit, den Menschen zum Subjekt des Rechts zu erheben.

4. Einführung in die Frauenrechtsproblematik: Einführung in die Thematik der geschlechtsspezifischen Gewalt und die Notwendigkeit, die globale Chancengleichheit zu erfassen.

5. Die Gewaltproblematik): Detaillierte Analyse verschiedener Gewaltformen gegenüber Frauen wie Vergewaltigung, Mitgiftmorde, Frauenhandel und Ehrenmorde.

6. Messbarkeit von Gleichheit zwischen Mann und Frau: Vorstellung und Interpretation der Indizes GDI und GEM zur Bewertung der Stellung der Frau im internationalen Vergleich.

7. Zusammenfassung der Frauenrechtsproblematik: Resümee über die mangelnde Beachtung von Frauenrechten in der Öffentlichkeit und die Notwendigkeit politischer Lobbyarbeit.

Schlüsselwörter

Menschenrechte, Flüchtlingsproblematik, Asylrecht, Frauenrechte, Gewalt gegen Frauen, Genfer Flüchtlingskonvention, GDI, GEM, Gleichberechtigung, Amnesty International, Ehrenmord, Mitgiftmord, Menschenhandel, Deutschland, Völkerrecht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Problematik von Menschenrechtsverletzungen, wobei der Fokus insbesondere auf die Situation von Flüchtlingen und den Schutz von Frauenrechten gelegt wird.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die rechtlichen und gesellschaftlichen Hürden bei der Flucht nach Europa, die Gewalt gegen Frauen in unterschiedlichen Kulturkreisen sowie Methoden zur statistischen Erfassung von Geschlechtergleichheit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die strukturellen Defizite im internationalen und nationalen Rechtsschutz aufzuzeigen und die Notwendigkeit zu verdeutlichen, den Einzelnen stärker als Rechtssubjekt zu betrachten.

Welche wissenschaftliche Methode findet Anwendung?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Vorgehensweise, kombiniert mit der Auswertung von Statistiken (HDI, GDI, GEM) und Fallbeispielen sowie einer politikwissenschaftlichen Einordnung.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in eine eingehende Untersuchung der Flüchtlingsproblematik, eine Analyse gewaltsamer Übergriffe auf Frauen und eine Diskussion über die Messbarkeit von Gleichheit.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Begriffen gehören Menschenrechte, Asylpolitik, Gewaltprävention, Gender-Indizes und die Rolle internationaler Nichtregierungsorganisationen wie Amnesty International.

Wie bewertet die Autorin die Situation in Deutschland im Vergleich?

Deutschland wird hinsichtlich der Gleichberechtigung als moderat fortgeschritten betrachtet, wobei jedoch strukturelle Probleme wie Lohnunterschiede und Defizite bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf kritisiert werden.

Welche Rolle spielen Traditionen bei der Frauenrechtsverletzung?

Traditionen werden laut der Arbeit oft als Rechtfertigung für Gewalt missbraucht, wobei die Autorin betont, dass diese Verletzungen häufiger autoritären Herrschaftssystemen geschuldet sind als der Kultur an sich.

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Details

Title
Menschenrechtsverletzungen und dessen Auswirkungen am Beispiel der Flüchtlings- und Frauenrechtsproblematik
College
University of Erfurt
Grade
1,7
Authors
Michael Flohr (Author), Martin Hesse (Author)
Publication Year
2008
Pages
37
Catalog Number
V134630
ISBN (eBook)
9783640426775
ISBN (Book)
9783640423101
Language
German
Tags
Menschenrechte Frauenrechte Flüchtlinge Asyl Vergewaltigung Mitgiftmorde Frauenhandel Ehrenmorde Amnesty International GDI GEM Hinsehen & Handeln Gewalt Rechte Flucht Menschenrechtsverletzung Vereinte Nationen UNO UN VN Bundesregierung Deutschland Bundesrepublik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Flohr (Author), Martin Hesse (Author), 2008, Menschenrechtsverletzungen und dessen Auswirkungen am Beispiel der Flüchtlings- und Frauenrechtsproblematik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134630
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