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Erkenntnistheorie - Ein Begriff des Umbruchs

Title: Erkenntnistheorie - Ein Begriff des Umbruchs

Term Paper , 2009 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Bernard Hoffmeister (Author)

Philosophy - Philosophy of the 19th Century
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Summary Excerpt Details

Die Hausarbeit beschäftigt sich mit der Begriffsgeschichte des Wortes "Erkenntnistheorie". Darin werden einige Schlussfolgerungen in der gänigen Literatur korrigiert und ferner wird der Zusammenhang zwischen auslaufendem Idealismus und Neukantianismus und der Disziplin Erkenntnistheorie verdeutlicht. [...] Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Begriffsgeschichte des Wortes „Erkenntnistheorie“ auseinander. Es soll der Stand der Forschung gezeigt werden, der Ursprung des deutschen Begriffes. Anschließend folgt eine Diskussion, warum sich dieser Begriff gegenüber anderen durchsetzte. Den philosophischen Ursprung des Themenbereiches Erkenntnistheorie genau aufzuzeigen und eine systematische Begriffsanalyse durchzuführen würde den Rahmen der Arbeit hoffnungslos sprengen. Es wird sich jedoch bemüht, einen guten Überblick über den gewählten Rahmen zu geben und wohlmöglich auch allgemeine Schlussfolgerungen über die philosophische Kultur des deutschen Sprachraums zu geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A Vorwort

B Begriffsgeschichte Erkenntnistheorie

I. Stand der Forschung

II. Begriffsgeschichte

C Erkenntnistheorie in seinem philosophisch-kulturellen Umfeld

I. Ein Stück deutsche Philosophiekultur

II. Die vermeintlichen Synonyme und die Diskussion

D Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Begriffsgeschichte des Wortes „Erkenntnistheorie“. Ziel ist es, den Ursprung des Begriffs im deutschen Sprachraum zu identifizieren, die wissenschaftliche Debatte um dessen Etablierung gegenüber konkurrierenden Termini nachzuzeichnen und den philosophischen Kontext seiner Entstehung sowie dessen Bedeutung als Abgrenzungsmerkmal zur Hegelfeindlichen Philosophie aufzuzeigen.

  • Begriffsgeschichtliche Analyse der Entstehung von „Erkenntnistheorie“.
  • Kritische Würdigung konkurrierender Begriffe wie „Erkenntnislehre“ und „Erkenntniskritik“.
  • Die Rolle von Ernst Reinhold als zentraler Präger der Disziplin.
  • Der philosophische Umbruch vom Idealismus zum Neukantianismus.
  • Untersuchung der Rezeption und Definition des Begriffs in der Fachliteratur.

Auszug aus dem Buch

II. Begriffsgeschichte

Vorangestellt sei noch festgehalten, dass der Begriff Erkenntnistheorie nicht auch erst erkenntnistheoretische Themen aufkommen ließ. Die Sache ist selbstverständlich viel älter, vermutlich sogar so alt wie die Philosophie selbst. Der erste „erkenntnistheoretische“ Text, der uns überliefert ist, ist Platons Dialog Theätet, in dem er Sokrates das „Wissen“ gegenüber dem Relativismus des Sophisten Protagoras verteidigen lässt. Immer wieder wurde sich im Laufe der Jahrhunderte mit solchen Themen beschäftigt, aber sie standen dabei nie im Fokus des philosophischen Augenmerks. Erst als die aristotelische Metaphysik in der Neuzeit immer mehr an Zuspruch verlor, rückten auch metaphysische Probleme in den Vordergrund. Mit Descartes, Locke und vor allem Kant wurden dann auch erkenntnistheoretische Fragen elementar, ohne jedoch dass von Erkenntnistheorie die Rede war.

Zusammenfassung der Kapitel

A Vorwort: Einführung in die Bedeutung der Begriffsgeschichte als interdisziplinäre Wissenschaft und Darlegung des Forschungsinteresses an „Erkenntnistheorie“.

B Begriffsgeschichte Erkenntnistheorie: Analyse des Forschungsstandes zur Entstehung des Begriffs und detaillierte Untersuchung der Rolle Ernst Reinholds bei der Systematisierung der Erkenntnistheorie.

C Erkenntnistheorie in seinem philosophisch-kulturellen Umfeld: Darstellung der Einbettung des Begriffs in den deutschen Idealismus und dessen Funktion als Abgrenzungsinstrument gegen den Hegelianismus.

D Fazit: Zusammenfassende Bewertung der erkenntnistheoretischen Tradition und der Etablierung des Begriffs als philosophisches Erbe.

Schlüsselwörter

Erkenntnistheorie, Begriffsgeschichte, Ernst Reinhold, Erkenntnislehre, Erkenntniskritik, Idealismus, Neukantianismus, Immanuel Kant, G.W.F. Hegel, Philosophiegeschichte, Epistemologie, Grundlagenwissenschaft, Sprachwandel, Wissenschaftstheorie, Philosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der historischen Entstehung und dem Bedeutungswandel des Begriffs „Erkenntnistheorie“ innerhalb der deutschen Philosophie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Untersuchung umfasst die terminologische Abgrenzung, die historische Herkunft des Begriffs bei Philosophen wie Reinhold, Tennemann und Beneke sowie das Spannungsfeld zwischen Idealismus und Neukantianismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Ursprung des Begriffs „Erkenntnistheorie“ präzise zu verorten und zu ergründen, warum sich dieser Begriff trotz der Konkurrenz durch andere Bezeichnungen langfristig durchsetzen konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Der Autor nutzt eine methodisch fundierte Begriffsgeschichte, basierend auf dem Quellenstudium von Originaltexten und der kritischen Auseinandersetzung mit der bestehenden Sekundärliteratur.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung des Forschungsstandes, die Untersuchung der Begriffsgenese sowie die Einordnung des Begriffs in das philosophisch-kulturelle Umfeld des 19. Jahrhunderts.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben der „Erkenntnistheorie“ vor allem die historischen Konkurrenten „Erkenntnislehre“ und „Erkenntniskritik“ sowie der historische Kontext des Übergangs vom deutschen Idealismus zur erkenntnistheoretisch geprägten Philosophie.

Warum wird der Begriff „Erkenntnistheorie“ als „Kampfbegriff“ bezeichnet?

Der Begriff fungierte als Instrument der Hegel-Kritiker, um eine neue, auf Kant aufbauende Grundlagenwissenschaft zu etablieren und sich systematisch vom Hegelianismus abzugrenzen.

Welche Rolle spielt die Unterscheidung zwischen „Erkenntnistheorie“ und „Epistemologie“?

Die Arbeit verdeutlicht, dass „Erkenntnistheorie“ fest in der deutschen, Kant-orientierten Tradition verankert ist, während die „Epistemologie“ stärker mit fremdsprachigen Denktraditionen assoziiert wird.

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Details

Title
Erkenntnistheorie - Ein Begriff des Umbruchs
College
University of Hildesheim
Course
Meinen – Glauben – Wissen
Grade
1,3
Author
Bernard Hoffmeister (Author)
Publication Year
2009
Pages
17
Catalog Number
V134734
ISBN (eBook)
9783640427123
ISBN (Book)
9783640425389
Language
German
Tags
Begriffsgeschichte Neukantianismus Erkenntnistheorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bernard Hoffmeister (Author), 2009, Erkenntnistheorie - Ein Begriff des Umbruchs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134734
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