Bericht über das Unterrichtspraktikum im Fach Englisch an der Oberschule

Thema des Unterrichtsvorhabens: James Joyce „Eveline“ (Sprachanwendung Text)


Praktikumsbericht / -arbeit, 2006

35 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Bedingungsfeldanalyse
1.1. Schulsituation
1.2. Klassensituation
1.3. Voraussetzungen auf Seiten des Lehrenden

2. Auswahl und Begründung des Unterrichtsvorhabens

3. Unterrichtszusammenhang

4. Sachanalyse

5. Didaktische Analyse
5.1. Auswahl
5.2. Abstufung
5.3. Darbietung

6. Darstellung des Unterrichtsvorhabens
6.1. Kurzübersicht über das Unterrichtsvorhaben
6.2. Erste Unterrichtsstunde
6.2.1. Lernziele
6.2.2. Verlaufsplanung
6.2.3. Nachbetrachtung
6.3. Zweite Unterrichtsstunde
6.3.1. Lernziele
6.3.2. Verlaufsplanung
6.3.3. Nachbetrachtung

7. Zusammenfassung der Ergebnisse

8. Literaturverzeichnis

9. Anhang

10. Übersicht aller im Praktikum gehaltenen Unterrichtsstunden

1. Bedingungsfeldanalyse

1.1. Schulsituation

Die XY Oberschule liegt im , unweit des platzes. Die Mehrzahl der rund 1000 Schüler wohnt in diesem oder angrenzenden Bezirken. Die Schule ist vorrangig musisch-künstlerisch orientiert, daher gibt es auch eine Musik-Kunst-Klasse in jeder Klassenstufe. Die XY Oberschule verfügt außerdem über eine Gymnasiale Oberstufe in Aufbauform. Von den 94 Lehrern an diesem Gymnasium sind 25 Englischlehrer; darunter zwei Referendarinnen. Die XY Oberschule bietet ab der siebenten Klasse einen Bilingualen Zug für Englisch an, für den sich die Eltern im Namen ihrer Kinder entscheiden können. Das Fach Englisch, das in der Regel in der fünften Klasse begonnen wurde, ist dann im Bilingualen Zug im Stundenplan der Schüler mit fünf Stunden vertreten, während die zweite Fremdsprache, Latein oder Französisch, vierstündig gelehrt wird. Alle übrigen Fächer werden in zwei bis drei Stunden pro Woche unterrichtet. Die zusätzlichen zwei Englischstunden pro Woche sollen die Schüler auf den Fachunterricht in der Fremdsprache vorbereiten. Ab der neunten Klasse wird Geografie in Englisch unterrichtet, wobei der Hauptteil des Unterrichtsgeschehens in der Fremdsprache stattfindet. Ab Klasse zehn wird Biologie, ab Klasse elf auch Geschichte in Englisch unterrichtet. Das Schulgebäude ist ausgestattet mit mehreren Fachräumen, in denen die Schüler die notwendigen Nachschlagewerke, wie Wörterbücher, finden. Darüber hinaus gibt es für Filmvorführungen einen Vorführraum, in dem ein DVD- und ein Videogerät zur Verfügung stehen.

1.2. Klassensituation

Der zu unterrichtende Kurs ist ein Leistungskurs im Fach Englisch im vierten Semester, das heißt, die Schülerinnen und Schüler sind im Alter zwischen 18 und 21 Jahren. Der Kurs besteht aus zehn Jungen und zehn Mädchen. Vier Schüler1 sind nicht deutscher Herkunft; als ihre Muttersprache geben sie Russisch, Tschetschenisch, Kroatisch und Arabisch an. Für fünf Schüler ist es das zweite Wiederholungssemester, für einen Schüler das vierte. Zwei Schülerinnen haben in der Klassenstufe 11 ein Jahr an einer amerikanischen Highschool verbracht. Nach der Abiturklausur im Januar ist einer der Schüler an die Schule und somit in diesen Leistungskurs gewechselt.

In der 13. Klassenstufe gibt es noch einen weiteren Leistungskurs; dies verdeutlicht den hohen Stellenwert der Englischen Sprache bei den Schülern. Der zu unterrichtende LK2 unterschiedet sich zu dem anderen LK nur in der Person der Lehrenden. Die Schüler werden pro Woche in fünf Stunden Englisch unterrichtet, wovon an zwei Tagen Doppelstunden stattfinden. Das Leistungsniveau kann als eher heterogen bewertet werden. Die schriftlichen Abiturklausuren sind zu Beginn des vierten Semesters abgelegt worden, von welchen den Schülern die Ergebnisse noch unbekannt sind; die Schüler haben noch eine weitere 90-minütige Klausur zu schreiben. Für die Kursstufe gibt es kein festgelegtes Lehrwerk, es wird hauptsächlich mit Kopien und Readern gearbeitet.

Die individuelle Motivation der Schüler für das Fach Englisch ist gemischt. Die meisten sind mit den ihnen abverlangten wissenschaftlichen Arbeitsmethoden vertraut, können diese aber nicht immer wie gefordert einsetzen. Das Thema Short Stories wird seit Beginn des vierten Semesters behandelt; der spezielle Unterrichtsgegenstand stellt daher ein weiteres Beispiel des Genres der Kurzgeschichte für die Schüler dar.

1.3. Voraussetzungen auf Seiten der Lehrenden

Dieses Unterrichtspraktikum ermöglichte mir die ersten Unterrichtserfahrungen als Lehrende in der Kursstufe. Zuvor hatte ich schon in einer achten Klasse eines Gymnasiums und in der vierten Klasse einer Grundschule unterrichtet. Die Kursstufe stellt aufgrund des geringen Altersunterschieds zu den Lernenden eine besondere Herausforderung für mich dar.

Vor Beginn des eigenen Unterrichtsversuchs war es möglich, in dem Kurs für mehrere Stunden zu hospitieren und somit die Schüler im Englischunterricht kennen lernen zu können.

2. Auswahl und Begründung des Unterrichtsgegenstandes

Den Rahmen für diese Unterrichtsstunde bildet das Thema des vierten und letzten Kurshalbjahres The Short Story, das im Rahmenplan Englisch für die Gymnasiale Oberstufe3 für dieses Semester vorgesehen ist. Unter dem Punkt „Autoren, z.B. von Short-Story-Zyklen, bzw. –Sammlungen“ wird James Joyce genannt und als maßgebliches Werk seine Sammlung von Kurzgeschichten Dubliners, der „Eveline“ entnommen ist. Dies bedeutet, das „Eveline“ stellvertretend für die restlichen 14 Kurzgeschichten aus Dubliners gelesen und behandelt wird.

Diese Erzählung ist nach E. A. Poes „ Tell Tale Heart “ und zwei Geschichten von Ambrose Bierce, „ An Occurrence at Owl Creek Bridge “ und „ Oil of Dog “, die vierte unter dem Thema Short Stories.

Laut Rahmenplan sollen die Schüler die Kurzgeschichten unter Anderem inhaltlich erfassen und interpretieren lernen, sprachliche und formale Elemente und deren Funktion erkennen und analysieren lernen und zur Hauptaussage Stellung beziehen können. Darüber hinaus bietet „Eveline“ die Möglichkeit, anhand individueller Kriterien ihrem Autor und seiner Epoche zugeordnet zu werden.

3. Unterrichtszusammenhang

Unter dem Semesterthema Short Stories ist die zu beschreibende Stunde Teil der Reihe zu „Eveline“ von James Joyce, die aus insgesamt drei Unterrichtsstunden besteht. Thema der ersten Unterrichtsstunde zu dieser Reihe war die Biografie und das Werk Joyces, besonders Dubliners, und die Textverständnissicherung der Kurzgeschichte „Eveline“, die als Hausaufgabe vollständig gelesen werden sollte. In der zweiten Stunde ist die Analyse der Symbolik in „Eveline“ Thema; die Schüler sollten als Vorarbeit zu Hause die stilistischen Gestaltungsmerkmale (wie Metapher, Euphemismus usw.) im Text markieren. Die zu beschreibende Stunde widmet sich dem Thema der Entscheidung Evelines unter Bearbeitung der Gründe, die zu ihr geführt haben und des Zeitpunktes, an dem Eveline sich entschieden hat. Als Heimarbeit sollen die Schüler eine Tabelle mit Handlungsteilen anfertigen, die entweder interner oder externer Handlung zugeordnet werden können. Es soll sich eine Diskussion ergeben, die zum Thema hat, wann die Entscheidung der Protagonistin gefallen sein könnte. Diese kann unter Betrachtung der Erzählperspektive in der nächsten Stunde weitergeführt werden.

4. Sachanalyse

Die Kurzgeschichte „Eveline“ ist dem Short Story Zyklus Dubliners entnommen, der von James Joyce 1905 als dreiundzwanzigjähriger Exilschriftsteller begonnen und dann 1914 veröffentlicht wurde. In diesen 15 Kurzgeschichten beschreibt Joyce das Dublin seiner Zeit aus der Ferne – er verweilt zu dieser Zeit im italienischen Triest. Dabei decken die Kurzgeschichten immer einen bestimmten Aspekt ab: „ childhood, adolescence, maturity and public life4. „Eveline“ gehört zu den Erzählungen, deren Protagonist der adolescence zugeordnet werden kann und steht somit an sechster Stelle in der Reihenfolge der Geschichten aus Dubliners. Die Geschichte wurde von James Joyce verfasst, als dieser sich in ähnlicher, nur umgekehrter Situation befand: Er hatte seine spätere Frau Nora kennen gelernt und plante, sie mit zu sich auf den Kontinent zu nehmen. Daher kann angenommen werden, dass diese Geschichte, wie so oft im Werk Joyces, einen autobiografischen Hintergrund besitzt.

Die Geschichte erzählt die schwierigste Situation im Leben der neunzehnjährigen Eveline, die nach dem Tod ihrer Mutter deren Platz in der Familie eingenommen hat. Sie ist die einzige Tochter; die beiden älteren Brüder haben Dublin verlassen oder sind gestorben, der Vater droht ihr Gewalt an, ihre jüngeren Geschwister sind ihrer Verantwortung unterstellt. Die Familie ist arm und lebt von dem, was Eveline in den „Stores“5 verdient. Ein paar Wochen zuvor hat Eveline die Bekanntschaft eines jungen Seemanns, Frank, gemacht, der ihr ein für sie unbekanntes Leben zeigt und ihr anbietet, sie mit nach Buenos Aires zu nehmen. Nun steht die junge Heldin vor der Entscheidung, ihre Familie zu verlassen und mit Frank zu gehen oder dasselbe Schicksal wie ihre Mutter zu erleiden, die ein „ life of commonplace sacrifices closing in final craziness“ (ebd.) lebte. Am Ende kann sie nicht mit Frank auf das Schiff gehen, das sie in ein besseres Leben bringen sollte: sie ist wie paralysiert.

Die äußere Handlung beschränkt sich darauf, dass Eveline am Fenster ihres Elternhauses sitzt und sich an schöne und traurige Momente, wie den Tod ihrer Mutter, erinnert. Der letzte Abschnitt gibt hierin Anlass zu Spekulationen, denn durch den Erzähler erfährt der Leser nicht genau, ob Eveline sich diese Abschiedsszene auch nur vorstellt, wie sie die Erinnerungen an ihre Vergangenheit wachruft, oder ob sie sich wirklich am Hafen befindet. Earl G. Ingersoll meint dazu: “the reader has no way of ascertaining that Eveline has actually moved to the ‘North Wall,’ except in projecting herself forward to that scene of departure”4.

Es handelt sich in dieser Erzählung um einen Third-Person-Narrator, durch den der Leser zwar die Gedanken und Erinnerungen Evelines teilt, der aber auch wie an o.g. Stelle, Raum für Interpretationen lässt. Dies bezieht sich vor allem auf den letzten Abschnitt des Textes, in dem es der Erzähler dem Leser vollkommen überlässt, zu deuten, ob Eveline überhaupt zum Hafen gegangen ist oder sich nur in Gedanken an diesen Ort versetzt. Aufgrund dieser vom Leser auszufüllenden Leerstelle in der Erzählung kann man den Standpunkt vertreten, dass es sich, zumindest an dieser Stelle, um einen Unreliable Narrator handelt. Der Begriff des Unreliable Narrator ist den Schülern aus den vorangegangenen Kurzgeschichten bekannt, daher kann an dieser Stelle auf Vorwissen der Schüler in Bezug auf die Auslegung eines Unglaubwürdigen Erzählers zurückgegriffen werden.

Obwohl in dieser Kurzgeschichte nicht, wie in einigen anderen in Dubliners, eine Epiphanie6 beobachtet werden kann, so kann bei der Protagonistin doch das Gegenteil festgestellt werden. Wie Dublin selbst, das zu Joyces Zeiten von wirtschaftlicher und sozialer Stagnation gekennzeichnet war, ist auch die Heldin in „Eveline“ zu keinerlei Bewegung fähig. Die Sekundärliteratur spricht hier von Paralyse7.

Weitere rhetorische und stilistische Mittel im Text sind:

- Metaphern; zum Beispiel die mögliche Reise mit Frank nach Buenos Aires, die eine neue Perspektive in der ‚Neuen Welt’ darstellt;
- Wiederholungen; zum Beispiel die wiederholte Erwähnung des Staubes – der gleichzusetzen ist mit Vergänglichkeit und Tod – in dem Zimmer, in dem Eveline sich befindet; aber auch die auffällige Wiederholung des Personalpronomens „ she “ (Joyce 1), das fast jeden Satz einleitet und im Verlauf der Geschichte nur insgesamt dreimal mit „ Eveline “ (Joyce 1) und „ Miss Hill “ (Joyce 1) den Platz tauscht;
- Metonymie; Evelines „ black leather purse” (Joyce 1) steht stellvertretend für ihre Rolle als Hausfrau;
- Synecdoche; während Eveline Woche für Woche sauber macht, kann sie es kaum glauben, dass der Staub sich auf alles legt, was sie sieht;
- Euphemismus; Eveline ist durch Frank „ pleasantly confused” (Joyce 1), was nichts Anderes bedeutet, als dass sie ihn erregend findet;
- Vergleich; “She set her white face to him, passive, like a helpless animal” (Joyce 1)
- Dichotomien; past vs. future, hope vs. desperation.

Das Vokabular der Geschichte ist für die Schüler des Leistungskurses nicht zu anspruchsvoll. In ihrer Ausgabe8 der Geschichte, die Grundlage des Unterrichtes ist, werden die neuen Vokabeln eingeführt, die hauptsächlich Personen- oder Ortsnamen sind oder einem anderen Register als dem des Englischunterrichts entsprechen. Der Vollständigkeit halber werden hier die neuen Vokabeln aufgeführt, da es in vereinzelten Fällen zu Nachfragen kommen kann. Zu ihnen gehören:

- Margaret Mary Alacoque, eine französische Nonne, die eine Erscheinung hatte;
- Keogh; der Name einer Nachbarfamilie;
- Howth; ein Ort in der Nähe Dublins;
- Buenos Ayres, deren Schwierigkeit in der Diskrepanz der heutigen Schreibung liegt: Buenos Aires;
- The Bohemian Girl, Oper eines irischen Komponisten;
- Patagonian, Bewohner Patagoniens, des südlichen Teils Argentiniens;
- Straits of Magellan, die Magellanstraße, die vielen Schülern durch ihren
zweiten Leistungskurs Erdkunde bekannt sein dürfte;
- a lass, schottischer Ausdruck für ein junges Mädchen;
- a chap, ugs. Ausdruck für einen jungen Mann;
- to strut, stolzieren.

Darüber hinaus ist der Gebrauch einiger Wörter heutzutage ungewöhnlich:

- latterly, durch den Gebrauch und die Schreibweise mit later semantisierbar;
- to consent to sth., etwas zustimmen;
- to be courting, jemanden den Hof machen;
- close, stickig, leicht verwechselbar mit verschlossen.

Dazu kommen Wörter, die dem Wortfeld der Seefahrt angehören und daher wahrscheinlich unbekannt sind:

- a quay, durch Schreibung wahrscheinlich befremdlich, obwohl dem Deutschen sehr ähnlich: Kai;
- a porthole, ein Bullauge;
- nausea, Seekrankheit.

Des Weiteren sind einige Wörter dem Wortfeld der Medizin zuzuordnen und in ihrem Gebrauch wahrscheinlich auf Joyces Medizinstudium in Dublin und Paris zurückzuführen:

- palpitation, Herzflattern.

Die Aussprache der neuen Vokabeln kann in einigen Fällen schwierig sein, wird aber ebenso durch die Schüler-Ausgabe erklärt, in deren Vokabelverzeichnis die phonologische Umschrift mit angegeben ist.

Von den Schülern des Leistungskurses kann im Allgemeinen erwartet werden, dass sie sich in Zweifelsfällen die Beratung des Lehrenden oder eines Nachschlagewerkes einholen.

Die Folie mit dem Bild, das den Unterrichtseinstieg der zweiten Stunde begleitet, stellt ein schwarzweißes Bild eines Fensters dar, das möglicherweise zu einer Küche gehört und vor dem ein Stuhl steht. Das Bild ist eine relativ neutrale Darstellung, die die Schüler anregen soll, über das ‚Fenster’ im Allgemeinen und seine symbolische Bedeutung im Speziellen nachzudenken.

5. Didaktische Analyse

5.1. Auswahl

Grundlage der Unterrichtseinheit ist der Text aus der Schüler-Ausgabe7. Da jedoch dieser Reader von den Schülern zu erwerben war, und nicht alle Schüler dem nachgekommen sind oder nachkommen konnten, arbeiten manche Schüler auch mit einem im Internet erhältlichen Text5, der jedoch keinerlei inhaltliche Unterschiede zu dem der Schüler-Ausgabe aufweist. Die in dieser Ausgabe vorgeschlagenen Übungsaufgaben erschienen mir nicht für diesen Leistungskurs angemessen, weshalb ich mich bei der Verständnissicherung auf die vorgeschlagenen Verständnisfragen beschränkt habe. Die Fragen zum Symbolismus, die in dieser Unterrichtsstunde vervollständigend zu beantworten sind, sind einer weiteren Ausgabe des Textes9 entnommen. Da in der Kurzgeschichte vor allem der Einsatz der Symbole gut zu beobachten ist, eignet sich der Text vor allen anderen in Dubliners besonders. Weiterhin bietet sich die Geschichte aus dem Grund zur Behandlung im Unterricht an, da sie dem Subthema adolescence zugeordnet werden kann; dies erleichtert eine Identifikation der Schüler mit der Heldin, die im gleichen Alter wie sie ist. Eine Situation des Verabschiedens ist den Schülern des Weiteren auch nicht fern, da sie in einigen Wochen die Schule beendet haben werden und auch ihnen eine Entscheidung bevorsteht.

5.2. Abstufung

Die Sachanalyse hat die Schwerpunktbildung im Bereich der Interpretation der Kurzgeschichte dargelegt. Da in sich dieser Kurzgeschichte besonders der Einsatz der Symbole gut analysieren lässt, liegt hier auch der Hauptgehalt des Unterrichts. Die Verknüpfung von Form und Inhalt kann anhand der Symbolik gut diskutiert werden, da die Symbole nicht nur die Atmosphäre der Geschichte verdichten helfen, sondern bei näherer Betrachtung auch die Entscheidung der Protagonistin entscheidend beeinflussen. Durch eine Analyse der ‚häuslichen’ Symbole, beispielsweise, wie the broken harmonium oder des Staubes, werden die starken Bindungen der Protagonistin sichtbar, die letztendlich ja auch ihre Entscheidung beeinflussen. Auf der anderen Seite stehen die Symbole Buenos Ayres oder auch Frank selbst für Evelines Drang, ihr Leben zu verändern.

Aus der formellen Gestaltung des Textes in der Schüler-Ausgabe ergibt sich die Abstufung in Haupttext und letzter Abschnitt.

Die erste darzustellende Unterrichtsstunde widmet sich dem Thema der Interpretation der im Text enthaltenen Symbolik und der rhetorischen und stilistischen Mittel. Daraus ergibt sich folgende Gliederung:

1. Unterrichtseinstieg: Interpretation der Folie „Window“

[...]


1 Schüler wird synonym verwendet mit Schülerinnen und Schüler.

2 Als Abkürzung für Leistungskurs wird im Folgenden LK verwendet.

3 Abgerufen am 01.03.2006 unter http://sensjs.berlin.de/schule/rahmenplaene/rahmenplan/e-gy-12-13.htm.

4 Ingersoll, Earl G. “The stigma of femininity in James Joyce’s ‘Eveline’ and ‘The Boarding House.’” Studies in Short Fiction, Fall, 1993. <http://www.findarticles.com/p/articles/mi_m2455/is_n4_v30/ai_14762709>. 25.02.2006.

5 Joyce, James. “Eveline”. Dubliners. Originally published in Great Britain by Grant Richards, Ltd., 1914. Reprinted by Penguin. New York: Penguin, 1992. <http://www.classicreader.com/read.php/sid.6/bookid.345/>. 25.02.2006.

6 “Epiphanie bezeichnet ein meist unspektakuläres Ereignis gegen Ende, durch das dem Helden – wenn nicht ihm, dann mindestens dem Leser – auf einmal ‘alles klar’ wird. Wobei sich weniger wie im Krimi oder griechischem Drama verborgene sachliche Zusammenhänge herausstellen, sondern etwas, das den Ausblick desjenigen, der es nachvollzieht, verändert.“ Anonym. <www.de.wikipedia.org>. 24.02.2006.

7 “Paralysis is a common theme in Dubliners, and poor Eveline finds herself unable to move forward”. Anonym. <http://www.gradesaver.com/classicnotes/titles/dubliners/section6.html >. 25.02.2006.

8 Joyce, James. „Eveline“. 1914. Great English Short Stories. Ernst Klett Schulbuchverlag. Stuttgart, 2004. 26­29, 59-62.

9 Joyce, James. „Eveline“. 1914. Great English Short Stories. Ernst Klett Schulbuchverlag. Stuttgart, 1983. 26­29, 59-61, 89-99.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten

Details

Titel
Bericht über das Unterrichtspraktikum im Fach Englisch an der Oberschule
Untertitel
Thema des Unterrichtsvorhabens: James Joyce „Eveline“ (Sprachanwendung Text)
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Institut für Englische Philologie)
Veranstaltung
Planung, Durchführung und Analyse von Englischunterricht (Unterrichtspraktikum im Block)
Note
2
Autor
Jahr
2006
Seiten
35
Katalognummer
V134737
ISBN (eBook)
9783640894154
ISBN (Buch)
9783640894000
Dateigröße
1452 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unterrichtspraktikum, Englisch Unterricht, James Joyce
Arbeit zitieren
Katja Buthut (Autor), 2006, Bericht über das Unterrichtspraktikum im Fach Englisch an der Oberschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134737

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