Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › History of Europe - Newer History, European Unification

Stalin als einflussreichster Vertreter der Potsdamer Konferenz

Title: Stalin als einflussreichster Vertreter der Potsdamer Konferenz

Term Paper , 1999 , 24 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Dirk Wippert (Author)

History of Europe - Newer History, European Unification
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Schon während des Zweiten Weltkrieges beschlossen die Staatschefs Großbritanniens, der USA und der Sowjetunion, daß nach einer bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches eine Friedenskonferenz abgehalten werden sollte. Diese Konferenz fand vom 17. Juli bis zum 2. August 1945 am Potsdamer Cecilienhof statt. Ihr waren bereits zwei große Treffen dieser drei großen Nationen vorangegangen, die im Herbst 1943 in Teheran und im Februar 1945 in Jalta stattgefunden hatten. Beweggrund der Konferenz von Potsdam war vor allem, über den Abschluß des Zweiten Weltkrieges zu beraten. Hierbei sollte das Schicksal des Kriegsverlierers Deutschland und seiner Verbündeten sowie eine Neuordnung Europas bestimmt werden. Einen erheblichen Einfluß auf diese Beratungen hatten die Staatsoberhäupter der drei Siegermächte, die als Vertreter ihrer Länder sich in Potsdam dazu berufen fühlten, die politischen Weichen für die Zeit nach 1945 zu stellen. Ein sehr interessanter Aspekt hierbei ist, daß die drei Staatschefs ganz unterschiedliche Voraussetzungen, Erfahrungswerte und Ziele hatten. Die Vereinigten Staaten wurden auf der Potsdamer Konferenz vom neuen US-Präsidenten Harry S. Truman vertreten. Der Repräsentant des Vereinten Königreichs war zunächst Premierminister Winston Churchill, der aber nach einer Wahlniederlage von Clement Attlee abgelöst wurde. Stalin, der sowjetischen Vertreter, war zum Abschluß der Konferenz der einzige unter den drei Staatschefs, der auch auf den Konferenzen in Teheran und Jalta teilgenommen hatte. Edvard Radzinsky schreibt in seinem Buch “Stalin” sogar: “Stalin had suceeded in outsmarting two Titans; what hope had these two against him?” Radzinsky schreibt also den ehemaligen beiden Vertretern der USA und Großbritanniens, Roosevelt und Churchill, einen großen Einfluß zu, indem er sie als “Titanen” bezeichnet. Diese aber hat Stalin sozusagen überlebt. Jetzt sollte er zwei Verhandlungspartnern, nämlich Truman und Attlee, gegenüber stehen, die laut Radzinsky keinerlei Hoffnung haben konnten, etwas gegen Stalin ausrichten zu können. Stalin wird daher von Lothar Dralle als die Person bezeichnet, die die Potsdamer Konferenz beherrscht hat. Ob dieser Eindruck stimmt, ob Stalin also wirklich den größten Einfluß auf die Entwicklung vor, während und nach der Potsdamer Konferenz gehabt hat, dieser Frage soll im Folgenden nachgegangen werden.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Die Rahmenbedingungen der Potsdamer Konferenz

1.2. Quellenlage und Forschung

2. Hauptteil

2.1. Stalins Erfahrung

2.2. Stalins Vorarbeit

2.3. Determinanten der Potsdamer Konferenz als Diktat Stalins

2.4. Stalins Themen als Druck für die Westmächte

2.5. Stalins Einfluß auf die weiteren Sitzungen der ersten Phase der Konferenz

2.6. Stalins Einfluß auf den Abschluß der Verhandlungen von Potsdam

3. Schluß

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den maßgeblichen Einfluss Stalins auf den Verlauf und die Ergebnisse der Potsdamer Konferenz. Dabei wird analysiert, inwieweit der sowjetische Staatschef durch seine langjährige Erfahrung, strategische Vorarbeit und taktisches Geschick die Verhandlungen dominierte und seine politischen Interessen gegen die westlichen Siegermächte durchsetzen konnte.

  • Die Rolle Stalins als erfahrener Verhandlungsführer im Vergleich zu den neuen westlichen Staatsoberhäuptern.
  • Stalins strategische Vorarbeit zur Schaffung vollendeter Tatsachen, insbesondere in der polnischen Grenzfrage.
  • Die gezielte Ausnutzung der Konferenzbedingungen und -themen zur Durchsetzung sowjetischer Machtinteressen.
  • Die Auswirkungen der Konferenz auf die langfristige geopolitische Aufteilung Europas und den Beginn des Kalten Krieges.
  • Die Wirksamkeit der sowjetischen Außenpolitik und das Scheitern einer effektiven westlichen Gegenstrategie.

Auszug aus dem Buch

1.1 Die Rahmenbedingungen der Potsdamer Konferenz

Schon während des Zweiten Weltkrieges beschlossen die Staatschefs Großbritanniens, der USA und der Sowjetunion, daß nach einer bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches eine Friedenskonferenz abgehalten werden sollte. Diese Konferenz fand vom 17.Juli bis zum 2.August 1945 am Potsdamer Cecilienhof statt. Ihr waren bereits zwei große Treffen dieser drei großen Nationen vorangegangen, die im Herbst 1943 in Teheran und im Februar 1945 in Jalta stattgefunden hatten. Beweggrund der Konferenz von Potsdam war vor allem, über den Abschluß des Zweiten Weltkrieges zu beraten. Hierbei sollte das Schicksal des Kriegsverlierers Deutschland und seiner Verbündeten sowie eine Neuordnung Europas bestimmt werden. Einen erheblichen Einfluß auf diese Beratungen hatten die Staatsoberhäupter der drei Siegermächte, die als Vertreter ihrer Länder sich in Potsdam dazu berufen fühlten, die politischen Weichen für die Zeit nach 1945 zu stellen. Ein sehr interessanter Aspekt hierbei ist, daß die drei Staatschefs ganz unterschiedliche Voraussetzungen, Erfahrungswerte und Ziele hatten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die historischen Rahmenbedingungen der Potsdamer Konferenz ein und erläutert die Ausgangslage sowie den Stand der Forschung zum Einfluss Stalins.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert detailliert Stalins verhandlungstaktische Vorteile, seine strategische Vorarbeit in Osteuropa, die bewusste Einflussnahme auf den Konferenzverlauf sowie die Durchsetzung seiner Ziele bis zum Verhandlungsabschluss.

3. Schluß: Das Fazit fasst zusammen, dass Stalin als entscheidender Akteur den Verlauf der Konferenz maßgeblich bestimmte und seine Forderungen trotz westlicher Widerstände weitgehend durchsetzen konnte.

Schlüsselwörter

Stalin, Potsdamer Konferenz, Sowjetunion, Westmächte, Truman, Churchill, Polenfrage, Außenpolitik, Verhandlungstaktik, Reparationen, Machtsphären, Kalter Krieg, Diplomatie, Gebietsforderungen, Siegermächte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des Einflusses von Josef Stalin auf die Potsdamer Konferenz im Jahr 1945.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Verhandlungstaktiken Stalins, die polnische Grenzfrage, die Reparationsforderungen sowie die geopolitische Neuordnung Europas nach dem Zweiten Weltkrieg.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu klären, ob Stalin tatsächlich den stärksten Einfluss auf den Verlauf und die Ergebnisse der Konferenz hatte und wie ihm dies gelang.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Analyse zeitgenössischer Quellen, Protokolle und politikwissenschaftlicher Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Stalins Erfahrung, seiner strategischen Vorarbeit vor der Konferenz sowie seine konkrete Einflussnahme auf die Sitzungen und den Abschluss des Potsdamer Abkommens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Stalin, Potsdamer Konferenz, Verhandlungstaktik, Einflussnahme, Machtsphären und der Beginn des Kalten Krieges.

Warum war Stalin gegenüber Truman und Attlee so vorteilhaft positioniert?

Stalin war der einzige Staatschef, der bereits an den vorangegangenen Konferenzen in Teheran und Jalta teilgenommen hatte, während seine Partner in Potsdam neu und unerfahren in dieser Konstellation waren.

Wie setzte Stalin seine Forderungen trotz Widerstands der Westmächte durch?

Er schuf durch gezielte Vorarbeit Fakten, nutzte das Einstimmigkeitsprinzip im Außenministerrat geschickt aus und übertrug seine Verhandlungsstrategie effektiv auf seinen Außenminister Molotow.

Welche Rolle spielte das sogenannte Paketabkommen für Stalin?

Das Paketabkommen war ein Instrument, durch das Stalin bereit war, bei weniger wichtigen Punkten Zugeständnisse zu machen, um im Gegenzug seine Kernziele, wie die polnischen Grenzen oder Reparationen, abzusichern.

Wie bewertet der Autor Stalins Erfolg am Ende der Konferenz?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Stalin als "entscheidender und einflussreichster Vertreter" agierte und seine Vorstellungen zur territorialen Neuordnung sowie zum Sicherheitsgürtel im Osten weitgehend durchsetzen konnte.

Excerpt out of 24 pages  - scroll top

Details

Title
Stalin als einflussreichster Vertreter der Potsdamer Konferenz
College
University of Heidelberg  (Institut für Politische Wissenschaft)
Course
Deutschland 1945-1949
Grade
2,0
Author
Dirk Wippert (Author)
Publication Year
1999
Pages
24
Catalog Number
V134857
ISBN (eBook)
9783640429707
ISBN (Book)
9783640430000
Language
German
Tags
Stalin Vertreter Potsdamer Konferenz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dirk Wippert (Author), 1999, Stalin als einflussreichster Vertreter der Potsdamer Konferenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134857
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  24  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint