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Selbstmord (k)ein Freitod. Überlegungen zu Autonomie und Heteronomie und der daraus resultierenden Konsequenz zur moralischen Bewertung von Suizidhandlungen

Título: Selbstmord (k)ein Freitod. Überlegungen zu Autonomie und Heteronomie und der daraus resultierenden Konsequenz zur moralischen Bewertung von Suizidhandlungen

Tesis de Máster , 2022 , 81 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Raziya Yilmaz (Autor)

Filosofía - Práctica (etica, estética, cultura, naturaleza, derecho, etc.)
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Auch wenn die Sterbehilfe aufgrund der rechtlichen Debatten ein höchst spannendes und auch immer wieder aktuelles Thema ist, möchte ich mich nicht auf diesen Aspekt des Suizids beschränken und befasse mich stattdessen mit der Thematik im allgemeinen Sinne. Der Fokus liegt dabei immer darauf, in Erfahrung zu bringen, ob Suizid als eine autonome Handlung gezählt werden kann oder als eine heteronome. Zudem hat es für mich den Anschein, dass diese Einordnung Folgen für die moralische Bewertung hat und ein Suizid moralisch eher verurteilt wird, wenn man das Gefühl hat, dass eine Person sich im vollen Bewusstsein für den Tod anstatt das Leben entscheidet. Der Suizid als freie Entscheidung wäre moralisch gesehen also schlechter als Suizid aufgrund von beeinflussenden Faktoren. Dies gilt es zu prüfen.

Alle fünf Minuten versucht ein Mensch in Deutschland zu sterben. Alle 57 Minuten ist so ein Versuch erfolgreich. Allein in Deutschland sterben somit täglich etwa 25 Personen. Die Summe an Todesfällen, die sich daraus jährlich ergibt, ist dabei mehr als drei Mal so hoch wie die der Opfer von Verkehrsunfällen und das Ganze wird mehr oder weniger stillschweigend zur Kenntnis genommen. Oder wird es überhaupt zur Kenntnis genommen?

In Deutschland rückt die Suizidthematik vorwiegend auf politischer Ebene immer mal wieder in die Öffentlichkeit und wird dort von den Medien aufgegriffen, allerdings auch hier immer vorwiegend unter dem Aspekt der Sterbehilfe, der jedoch auch als Teil von Suizid verstanden werden sollte.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Zur Motivation

2. Terminologie

2.1 Selbstmord, Freitod, Suizid

2.1.1 Differenzierung

2.1.2 Definition

2.2 Moral

2.3 Autonomie, Heteronomie

3. Suizid und Moral

3.1 Positionen

3.1.1 Religiöser Standpunkt

3.1.2 Kant

3.1.3 Améry

3.1.4 Ethikrat/Ethische Betrachtungsmöglichkeiten

3.2 Kann es vernünftig sein, sich zu töten?

4. Gesellschaftlicher Stand

4.1 Zahlen & Fakten

4.2 Zur gesellschaftlichen Ausgangslage

4.2.1 Der Tod als Tabuthema

4.2.2 Der Werther-Effekt

4.2.3 Die Krankheitsthese

4.3 Das Recht auf den eigenen Tod

5. Betrachtung ausgewählter Suizidarten

5.1 Mitnahmesuizid und erweiterter Suizid

5.2 Sterbefasten als Ausweg am Lebensende

5.3 Sterbehilfe als besonderer Fall

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die moralische Bewertung von Suizidhandlungen unter dem Aspekt der Autonomie und Heteronomie. Ziel ist es, zu klären, ob Suizid als autonome Handlung verstanden werden kann und welche Konsequenzen diese Einordnung für eine moralische Bewertung hat, wobei auch gesellschaftliche Relevanz und rechtliche Debatten betrachtet werden.

  • Untersuchung von philosophischen und religiösen Positionen zum Suizid.
  • Differenzierung zwischen autonomen und heteronomen Suizidhandlungen.
  • Analyse der gesellschaftlichen Wahrnehmung und Relevanz des Suizids.
  • Diskussion über das Recht auf den eigenen Tod und Sterbehilfe.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Religiöser Standpunkt

Dieser Abschnitt befasst sich mit dem religiösen Standpunkt zum Suizid, wird sich dabei jedoch auf Judentum, Christentum und Islam beschränken. Diese Auswahl kann unter anderem dadurch begründet werden, da es sich bei diesen Religionen um sogenannte Weltreligionen handelt. Das heißt, auf die gesamte Erdbevölkerung bezogen, gehören zu diesen Religionen die meisten Anhänger:innen, die größte der Weltreligionen ist dabei das Christentum, das auch hierzulande die meisten Anhänger:innen hat. Hinduismus und Buddhismus gehören ebenfalls zu den Weltreligionen und haben sogar noch deutlich mehr Anhänger als das Judentum, doch als sogenannte Buchreligionen sind das Judentum, das Christentum und der Islam bereits eng miteinander verknüpft. So entstand das Christentum mit ganz viel Nähe zum Judentum (es wurde beispielweise ursprünglich diskutiert, ob man als Christ zuerst Jude sein müsse, später wurde jedoch unter anderen durch Paulus auf dem Apostelkonzil entschieden, dass auch sogenannte Heiden zum Christentum konvertieren könnten) und das Christentum übt als in Deutschland größte Religion besonders starken Einfluss auf die Gesellschaft aus und somit auch auf die hier vertretenen Werte und Normen.

Weiter findet man Propheten aus Thora und Bibel auch im Koran. Zudem ist der Islam nicht nur die zweitgrößte Religion weltweit, sondern aktuell auch in Deutschland und übt dadurch ebenfalls Einfluss auf die Strukturen in unserer Gesellschaft aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Motivation der Autorin, die Relevanz der Suizidthematik und das Ziel, Suizid hinsichtlich Autonomie und Moral zu untersuchen.

2. Terminologie: Definiert und differenziert zentrale Begriffe wie Selbstmord, Freitod, Suizid, Moral sowie Autonomie und Heteronomie.

3. Suizid und Moral: Untersucht Positionen aus Religion und Philosophie (Kant, Améry) sowie die Frage nach vernünftigem Suizid.

4. Gesellschaftlicher Stand: Analysiert aktuelle Zahlen, Fakten, die Rolle des Todes als Tabuthema, den Werther-Effekt und die Krankheitsthese.

5. Betrachtung ausgewählter Suizidarten: Thematisiert spezifische Formen des Suizids wie Mitnahmesuizid, erweitertes Suizid, Sterbefasten und Sterbehilfe.

6. Fazit: Fasst die Erkenntnisse über die moralische Uneinheitlichkeit bezüglich des Suizids zusammen und reflektiert den persönlichen Standpunkt der Autorin.

Schlüsselwörter

Suizid, Freitod, Selbsttötung, Moral, Autonomie, Heteronomie, Immanuel Kant, Jean Améry, Ethik, Sterbehilfe, Sterbefasten, Werther-Effekt, Krankheitsthese, Gesellschaft, Philosophie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den philosophischen, ethischen und gesellschaftlichen Aspekten des Suizids und der Frage, ob eine Handlung wie die Selbsttötung als autonom oder heteronom eingeordnet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind Autonomie im Sinne Kants, die Auseinandersetzung mit dem Freitod nach Jean Améry, religiöse Bewertungen des Suizids sowie der gesellschaftliche Umgang mit diesem Thema.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, inwieweit Suizid als autonome Handlung kategorisiert werden kann und inwiefern diese Einordnung die moralische Bewertung des Handelnden beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse, ethischen Argumentationsmustern und der Einbeziehung philosophischer Positionen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in terminologische Grundlagen, eine Auseinandersetzung mit moralischen Positionen, einen Überblick über den gesellschaftlichen Stand inklusive Fakten und eine Betrachtung spezieller Suizidarten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Autonomie, Heteronomie, Moral, Suizid, Kant, Améry und Sterbehilfe.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Mord und Suizid bei Mitnahmesuiziden?

Die Autorin argumentiert, dass eine Trennung schwierig ist, wenn die Suizidhandlung zwingend den Tod Dritter, also Mord, bedingt. Sie positioniert sich hier anders als Améry, der eine Trennung befürwortet.

Warum bezieht die Autorin persönliche Erfahrungen ein?

Die Autorin nutzt persönliche Erlebnisse wie den Tod ihres Vaters, um die theoretischen Konzepte von Autonomie und Moral an der menschlichen Realität zu prüfen und ihre teils wechselvolle Haltung zu reflektieren.

Final del extracto de 81 páginas  - subir

Detalles

Título
Selbstmord (k)ein Freitod. Überlegungen zu Autonomie und Heteronomie und der daraus resultierenden Konsequenz zur moralischen Bewertung von Suizidhandlungen
Universidad
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Calificación
1,0
Autor
Raziya Yilmaz (Autor)
Año de publicación
2022
Páginas
81
No. de catálogo
V1348596
ISBN (PDF)
9783346854933
ISBN (Libro)
9783346854940
Idioma
Alemán
Etiqueta
Ethik Werte und Normen Philosophie Suizid Autonomie Heteronomie Kant Amery Selbstmord Freitod
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Raziya Yilmaz (Autor), 2022, Selbstmord (k)ein Freitod. Überlegungen zu Autonomie und Heteronomie und der daraus resultierenden Konsequenz zur moralischen Bewertung von Suizidhandlungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1348596
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Extracto de  81  Páginas
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