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Das System des Arbeitslosengeld II. Erfolgsgeschichte oder reformbedürftig?

Title: Das System des Arbeitslosengeld II. Erfolgsgeschichte oder reformbedürftig?

Term Paper , 2021 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Sociology - Social System and Social Structure
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Ziel dieser Hausarbeit ist es, das System Arbeitslosengeld (ALG) II zu erläutern, die Erfolge der Reform herauszuarbeiten sowie die Kritik zu analysieren und auszuwerten. Nach der Hinführung zum Thema folgt die Definition des ALG II, welche Voraussetzungen es gibt und welcher Personenkreis betroffen ist. Im nächsten Schritt beschäftigt sich die Arbeit damit, ob die Hartz IV Regelungen ihre Ziele erreicht haben.

Das ALG II ist die Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II), welches der:dem Leistungsberechtigten ermöglichen soll, ein Leben zu führen, das der Würde des Menschen entspricht. Die Eigenverantwortung von erwerbsfähigen Leistungsberechtigten soll gestärkt werden, um ein Leben in Unabhängigkeit von der Grundsicherung bestreiten zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Hinführung zum Thema

2 Definition Arbeitslosengeld II

2.1 Grundsicherung für Arbeitssuchende statt Sozialhilfe

2.2 Voraussetzungen, Rechte und Pflichten des Leistungsempfängers

3 Hat die Reform die gewünschte Wirkung erzielt?

4 Kritik

4.1 Die Sanktionen bei fehlender Mitwirkung und die Menschenwürde

4.2 Effekte auf die Lohnentwicklung in Deutschland

5 Hartz IV auf dem Prüfstand

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem System des Arbeitslosengeldes II auseinander, beleuchtet dessen historische Einführung im Rahmen der Agenda 2010 und untersucht, ob die Reformen ihre gesteckten Ziele hinsichtlich der Arbeitsmarktbelebung erreicht haben oder ob grundlegender Reformbedarf besteht.

  • Historische Einordnung von Hartz IV und der Agenda 2010
  • Strukturelle Analyse der Grundsicherung und des Leistungsprinzips
  • Bewertung der Arbeitsmarkteffekte und der Lohnentwicklung
  • Kritische Auseinandersetzung mit Sanktionsmechanismen
  • Diskussion aktueller politischer Reformvorschläge

Auszug aus dem Buch

4.1 Die Sanktionen bei fehlender Mitwirkung und die Menschenwürde

Einer der umstrittensten Bestandteile der Grundsicherung, sind die Sanktionen bei fehlender Mitwirkung oder Verletzung von Verhaltenspflichten.

Dabei wird zwischen leichten und schwerwiegenden Sanktionen unterschieden. Wer ohne wichtigen Grund seinen Meldepflichten nicht nachkommt, dem werden die Leistungen um 10 % des nach § 20 SGB II beschriebenen Regelbedarfs gekürzt. Wer sich trotz Belehrung über die Rechtsfolgen pflichtwidrig verhält, dem werden 30% des Regelbedarfs gekürzt. Gründe hierfür können eine Weigerung sein, sich um eine Rückkehr auf einen Arbeitsplatz zu bemühen oder eine angebotene Arbeit anzunehmen. 2019 entschied das Bundesverfassungsgericht, dass Sanktionen verfassungskonform seien, aber nicht in der bisher durchgeführten Höhe. Eine Kürzung um mehr als 30% der Leistungen ist demnach verfassungswidrig.

Sanktionen sollen einen (finanziellen) Anreiz für Leistungsbeziehende von ALG II darstellen, damit diese ihren im SGB II geregelten gesetzlichen Pflichten nachkommen. Vordergründig haben sie den Zweck, dass sich erwerbsfähige Leistungsberechtigte um die Aufnahme einer Beschäftigung bemühen. Im Ergebnis soll dies dazu führen, dass Leistungsberechtigte schneller eine Beschäftigung, egal ob Arbeit oder Ausbildung, aufnehmen.

Sanktionen stehen in der Kritik die Betroffenen zu gängeln und demotivierende Wirkung zu haben. Die Befürwortenden führen an, dass Sanktionen nötig seien, um Pflichtverletzungen zu ahnden. Sanktionen während des Bezugs von ALG II bedeuten für die betroffenen Personen ein (je nach Dauer der Sanktion ggfs. längerfristiges) Leben unter dem soziokulturellen Existenzminimum.

Studien belegen aber, dass allein schon eine potentielle Sanktion dazu führen kann, dass die/der Leistungsberechtige den Mitwirkungs- oder Meldepflichten nachkommt. Wird eine verletzte Pflicht nachgeholt, kann zudem die Sanktion verkürzt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Hinführung zum Thema: Dieses Kapitel erläutert den historischen Kontext der Agenda 2010 und definiert das Ziel der Hausarbeit, die Erfolge und Kritikpunkte der Arbeitsmarktreform zu analysieren.

Definition Arbeitslosengeld II: Hier werden die rechtlichen Rahmenbedingungen der Grundsicherung nach SGB II sowie der Unterschied zur Sozialhilfe gemäß SGB XII dargelegt.

Hat die Reform die gewünschte Wirkung erzielt?: Es wird untersucht, ob die Reformmaßnahmen zur Belebung des Arbeitsmarktes beigetragen haben und welche Faktoren neben der Einführung von Hartz IV die Arbeitslosenzahlen beeinflussten.

Kritik: Dieses Kapitel widmet sich der gesellschaftlichen und sozialpolitischen Kritik am System des ALG II, insbesondere in Bezug auf Sanktionen und Lohnentwicklungen.

Hartz IV auf dem Prüfstand: Hier werden aktuelle politische Debatten und Reformvorschläge sowie alternative Konzepte zur Weiterentwicklung der Grundsicherung diskutiert.

Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Reform und einem Ausblick auf notwendige politische Handlungsoptionen ab.

Schlüsselwörter

Hartz IV, Arbeitslosengeld II, Agenda 2010, Grundsicherung, Sanktionen, Arbeitsmarkt, Sozialversicherung, Lohnentwicklung, Niedriglohnsektor, Sozialhilfe, Pflichten, Bürgergeld, Arbeitslosigkeit, Recht, Reformbedarf.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das System des Arbeitslosengeldes II, das als Kernstück der Hartz-IV-Reformen im Rahmen der Agenda 2010 eingeführt wurde.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die rechtliche Ausgestaltung der Grundsicherung, die Wirksamkeit der Arbeitsmarktpolitik, das Spannungsfeld zwischen Fordern und Fördern sowie die Auswirkungen auf den Niedriglohnsektor.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Wirkungsweise des ALG II zu erläutern, die erzielten Erfolge bei der Senkung der Arbeitslosigkeit kritisch zu hinterfragen und die Debatte um notwendige Reformen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, die auf einschlägigen Publikationen, Berichten der Bundesagentur für Arbeit und sozialrechtlichen Quellen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Definition des Systems, eine Wirkungsanalyse der Reformen, eine kritische Untersuchung von Sanktionsmechanismen und eine Darstellung aktueller politischer Reformvorschläge wie beispielsweise das Bürgergeld.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Bestimmende Begriffe sind Hartz IV, Grundsicherung, Arbeitsmarktboom, Niedriglohnsektor, Menschenwürde und Reformbedarf.

Warum wird im Kapitel 4.1 so dezidiert auf die Sanktionshöhe eingegangen?

Das Kapitel adressiert die verfassungsrechtliche Relevanz, da das Bundesverfassungsgericht 2019 Sanktionen oberhalb von 30 % als nicht verfassungskonform eingestuft hat.

Welche Rolle spielt das Niedriglohnsegment in der Argumentation der Arbeit?

Es dient als Fallbeispiel für die prekären Auswirkungen des Systems, da aufgezeigt wird, dass trotz Arbeitsaufnahme viele Betroffene aufgrund niedriger Stundenlöhne weiterhin auf Aufstockung angewiesen sind.

Was unterscheidet das vom ifo Institut vorgeschlagene Konzept von der aktuellen Regelung?

Das Konzept der aktivierenden Sozialhilfe zielt durch geänderte Anreizstrukturen darauf ab, Erwerbsanreize bei niedrigen Einkommen zu erhöhen, ohne den Staatshaushalt zusätzlich zu belasten.

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Details

Title
Das System des Arbeitslosengeld II. Erfolgsgeschichte oder reformbedürftig?
College
University of Statutory Accident Insurance
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2021
Pages
16
Catalog Number
V1348782
ISBN (PDF)
9783346853929
ISBN (Book)
9783346853936
Language
German
Tags
ALG II Hartz IV Grundsicherung Sozialhilfe Sanktionen Bürgergeld
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2021, Das System des Arbeitslosengeld II. Erfolgsgeschichte oder reformbedürftig?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1348782
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