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Public Choice and Economic Growth

Titre: Public Choice and Economic Growth

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2002 , 17 Pages , Note: 2,7

Autor:in: Francisco Baraona (Auteur)

Economie politique - Finances
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Résumé Extrait Résumé des informations

Public Choice Ansichten zur Begründung von Wirtschaftswachstum wurden lange Zeit
als nachrangiges Forschungsgebiet betrachtet, da moderne makroökonomische
Wachstumstheorien den Prozess des Wirtschaftswachstums bis 1989 gut erklärt haben.
Doch der Fall der Berliner Mauer und der Zerfall der Sowjetunion zeigten deutlich, dass
politische Institutionen eine wesentlich bedeutendere Rolle in einem Wachstumsprozess
spielen als vorher angenommen. Der Versuch, in den ex-kommunistischen Ländern
durch die Implementierung demokratischer Systeme das Wirtschaftswachstum
anzukurbeln, scheiterte, da gewisse Kriterien nicht erfüllt wurden. Diese Kriterien und
empirischen Untersuchungen werde ich unter Punkt 2 vorstellen und erläutern.
Die klassischen Wachstumsmodelle wurden vorrangig als Analyseinstrument zur
Betrachtung der wesentlichen Wirtschaftswachstumsfaktoren benutzt. Als Basis dieser
Betrachtungen galt die Produktionsfunktion. Politische und wirtschaftliche Institutionen
wurden als vernachlässigbar betrachtet. Wirtschaftswachstum wurde durch Steigerung
des Inputs und / oder durch bessere Ausnutzung der vorhandenen Ressourcen generiert
(Human und Physisches Kapital und Technologischer Fortschritt), wobei eine dem
Wachstum dienliche institutionelle Struktur vorausgesetzt wurde.
Nach dem Zerfall der kommunistischen Systeme änderte sich der Schwerpunkt des
Interessensgebietes von Public Choice. Der Fokus der Betrachtungen verschob sich vom
Prozess politischer Willensbildung zu der institutionellen Betrachtung. Die Public
Choice Betrachtung sieht in erster Linie Markt-Institutionen als wesentlichen
Stimulierungsfaktor des Wirtschaftswachstums an. Sie betrachtet, im Gegensatz zu den
modernen Wirtschaftsmodellen, institutionelle Rahmenbedingungen nicht als
hinreichende Bedingung, sondern vielmehr als notwendige Bedingung. Um richtige
politische Entscheidungen treffen zu können mit dem Ziel, Wirtschaftswachstum zu
fördern, muss man also sowohl den Public Choice Ansatz als auch die modernen
Wachstumsmodelle nehmen.
Politische Entscheidungsträger müssen die richtige institutionelle Umgebung schaffen,
damit Marktkräfte sich entfalten und Wirtschaftswachstum entstehen können. Die
politischen Entscheider müssen sich in erster Linie also mit der Schaffung richtiger
Strukturen beschäftigen, der Markt übernimmt dann die Steuerung der Ressourcen.
[...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wirtschaftswachstum und Public Choice

2.1. Wirtschaftswachstum und Institutionen

2.1.1. Eigentumsrecht

2.1.2. Staatsquote

2.1.3. Politische Institutionen

3. Zusammenfassung und Bewertung

4. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung institutioneller Rahmenbedingungen für nachhaltiges Wirtschaftswachstum und hinterfragt dabei die ausschließliche Fokussierung klassischer makroökonomischer Wachstumsmodelle auf Produktionsfaktoren wie Kapital und Arbeit.

  • Die Rolle institutioneller Differenzen als Determinanten für langfristiges Wachstum.
  • Die Auswirkungen von Eigentumsrechten und Rechtssicherheit auf die wirtschaftliche Entwicklung.
  • Die Korrelation zwischen der Staatsquote, staatlichen Interventionen und dem Bruttoinlandsprodukt.
  • Die kritische Analyse des Zusammenhangs zwischen Demokratie, politischer Stabilität und wirtschaftlichem Erfolg.

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Eigentumsrecht

Mit der Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Eigentumsrechten und Wirtschaftswachstum beschäftigten sich Stephan Knack und Philip Keefer (1995) und präsentierten einen Beweis, dass ein legales System, welches Eigentumsrechte und Vertragstreue schützt und ein rechtsstaatliches System besitzt, Wirtschaftswachstum fördert. Ein Problem, auf das sie stießen, war die Quantifizierung dieser Frage. Sie lösten das Problem mit der Benutzung zweier internationaler Investor Service Firmen, die Länder nach Kriterien wie Vertragsrisiko, Enteignungsrisiko und dem Grad der Rechtsstaatlichkeit bewerteten. Die Annahme, die sie trafen, war, dass Firmen anhand dieser Ratings ihre Investitionen weltweit treffen. Dies reicht aus, um von einer objektiven Bewertung der einzelnen Länder auszugehen.

Keefer und Knack bewiesen eine deutlich positive Beziehung zwischen Schutz von Eigentumsrechten und Wirtschaftswachstum. Sie zeigten, dass Entwicklungsländer, die nicht das Eigentumsrecht schützen, geringe oder sogar negative Wachstumsraten aufweisen. Dieser fehlende Schutz ist dafür verantwortlich, dass Entwicklungsländer sich nicht weiter entwickeln können.

Torstensson (1994) bewies, dass die Wirtschaftwachstumsrate in Ländern mit einem starken Schutz von Eigentumsrechten höher ist, als in Ländern mit geringerem Schutz. Diese Beweise verdeutlichen recht gut die Beziehung zwischen Schutz der Eigentumsrechte und dem Wirtschaftswachstum, sie geben aber keine Antwort auf die Frage, wie der Schutz der Eigentumsrechte mit anderen Institutionen zusammenhängt. So kann es zum Beispiel einen negativen Zusammenhang mit anderen Institutionen geben, der dann zu bewerten wäre. Die Frage, ob Rechtsstaatlichkeit und der Schutz der Eigentumsrechte eine notwendige Bedingung für das Wirtschaftswachstum ist, konnten Olson (1996) und Landes (1998) beweisen. Doch dies ist ein noch offenes Feld der Public Choice Theorien.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung institutioneller Strukturen für den Wachstumsprozess und zeigt die Grenzen klassischer makroökonomischer Wachstumsmodelle auf.

2. Wirtschaftswachstum und Public Choice: Dieses Kapitel analysiert die historische Entwicklung der Wachstumstheorien und die zunehmende Relevanz der Public Choice Perspektive bei der Betrachtung wirtschaftlicher Prozesse.

2.1. Wirtschaftswachstum und Institutionen: Hier wird der empirische Zusammenhang zwischen institutionellen Rahmenbedingungen und ökonomischer Freiheit beleuchtet.

2.1.1. Eigentumsrecht: Dieses Unterkapitel belegt anhand verschiedener Studien den signifikanten positiven Einfluss von Eigentumsschutz und Rechtssicherheit auf das Wirtschaftswachstum.

2.1.2. Staatsquote: Hier wird der negative Zusammenhang zwischen einer hohen Staatsquote und dem Wirtschaftswachstum sowie die Bedeutung der Art der Staatsausgaben erörtert.

2.1.3. Politische Institutionen: Dieses Kapitel diskutiert die differenzierte Beziehung zwischen Demokratie, politischer Stabilität und wirtschaftlicher Performance.

3. Zusammenfassung und Bewertung: Das Fazit fasst zusammen, dass eine rein inputorientierte Wachstumspolitik ohne institutionelle Absicherung zum Scheitern verurteilt ist.

4. Literaturverzeichnis: Umfassende Zusammenstellung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Studien.

Schlüsselwörter

Public Choice, Wirtschaftswachstum, Institutionen, Eigentumsrechte, Staatsquote, Makroökonomie, Produktionsfunktion, Rechtsstaatlichkeit, politische Stabilität, ökonomische Freiheit, Ressourcenallokation, Transformationsprozess, Investitionsschutz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, warum die alleinige Konzentration auf klassische Wachstumsfaktoren wie Kapital und Technologie oft nicht ausreicht und welchen entscheidenden Einfluss institutionelle Rahmenbedingungen auf das Wirtschaftswachstum haben.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind der Zusammenhang zwischen institutioneller Qualität (Eigentumsschutz, Rechtsstaatlichkeit), staatlicher Interventionsgröße (Staatsquote) und der Rolle politischer Systeme für ökonomischen Wohlstand.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass für nachhaltiges Wirtschaftswachstum nicht nur die effiziente Steuerung von Inputs, sondern maßgeblich die Schaffung stabiler und marktkonformer Institutionen erforderlich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und wertet zahlreiche empirische Studien aus der Public Choice Theorie aus, um Zusammenhänge zwischen ökonomischen Indikatoren und institutionellen Gegebenheiten zu verifizieren.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Im Hauptteil werden spezifisch die Effekte von Eigentumsrechten, die Auswirkungen der Staatsquote auf das Wachstum sowie der Einfluss politischer Institutionen und Stabilität auf die wirtschaftliche Performance analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Public Choice, Wirtschaftswachstum, Institutionenökonomie, Eigentumsschutz, Staatsquote und Rechtssicherheit charakterisieren.

Warum spielt die Staatsquote laut der Untersuchung eine negative Rolle für das Wachstum?

Die Analyse verdeutlicht, dass eine übermäßige Staatsquote eine effiziente Marktallokation behindern kann und hohe Staatsausgaben oft mit negativen Auswirkungen auf die Wachstumsrate korrelieren, sofern sie nicht direkt produktive Bereiche wie Rechtsstaatlichkeit oder Infrastruktur fördern.

Welche Rolle spielt die Demokratie für das Wirtschaftswachstum laut der Analyse?

Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die reine Implementierung demokratischer Systeme nicht automatisch zu Wachstum führt; vielmehr sind politische Stabilität, Glaubwürdigkeit und der Schutz von Eigentumsrechten essenziellere Faktoren für den ökonomischen Erfolg.

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Résumé des informations

Titre
Public Choice and Economic Growth
Université
Humboldt-University of Berlin  (Öffentliche Finanzwischenschaft)
Cours
Public Choice
Note
2,7
Auteur
Francisco Baraona (Auteur)
Année de publication
2002
Pages
17
N° de catalogue
V13494
ISBN (ebook)
9783638191449
Langue
allemand
mots-clé
Public Choice Economic Growth Public Choice
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Francisco Baraona (Auteur), 2002, Public Choice and Economic Growth, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13494
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Extrait de  17  pages
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