Marcard betrachtet in diesem Kapitel zusammenfassend die vorher genannten Ursachen der entsprechenden Krankheiten und behandelt auftretende Komplikationen im Einzelnen. Er ergänzt diese durch zwei beispielgebende Krankengeschichten.
Inhaltsverzeichnis
- Achtes Kapitel
- Neuntes Kapitel
- Nervenkrankheiten mit Fehlern im Unterleib
- Nervenkrankheiten mit Fehlern im Unterleib
- Hypochondrie
- Melancholie
- Zehntes Kapitel
- Elftes Kapitel
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Marcards „Beschreibung von Pyrmont“ (Band 2) befasst sich mit der therapeutischen Anwendung des Pyrmonter Brunnens bei verschiedenen Krankheiten. Der Text konzentriert sich auf die Beschreibung von Krankheitsbildern, Komplikationen und Behandlungsmöglichkeiten, wobei der Pyrmonter Brunnen als zentrale heilende Kraft dargestellt wird.
- Kritik an einseitiger Ursachenbestimmung in der Medizin
- Vielfältige Ursachen und Komplikationen von Krankheiten
- Bedeutung der „lösenden“ Wirkung des Pyrmonter Brunnens bei verschiedenen Krankheiten
- Nervenkrankheiten und ihre Ursachen sowie die heilende Wirkung des Pyrmonter Brunnens
- Gicht und ihre Behandlung mit dem Pyrmonter Brunnen
Zusammenfassung der Kapitel
Achtes Kapitel
Marcard analysiert die Komplikationen von Krankheiten und kritisiert die Praxis, Krankheiten auf eine einzige Ursache zu reduzieren. Er beleuchtet die Wichtigkeit einer umfassenden Ursachenbehandlung und stellt den Pyrmonter Brunnen als wirksames Mittel zur Behandlung verschiedener Beschwerden vor. Zwei detaillierte Krankengeschichten illustrieren die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten des Brunnens.
Neuntes Kapitel
Marcard widmet sich den Nervenkrankheiten und der Hypochondrie. Er betont die Bedeutung dieser Leiden und kritisiert die unzureichende Aufmerksamkeit, die ihnen in der Medizin zukommt. Der Pyrmonter Brunnen wird als wirksames Mittel zur Behandlung von Nervenkrankheiten vorgestellt. Marcard diskutiert verschiedene Ursachen für Nervenleiden, darunter Reizbarkeit, Fehler im Unterleib und seelische Faktoren. Er betont die heilende Wirkung des Pyrmonter Brunnens.
Zehntes Kapitel
Marcard behandelt die Gicht und ihre Behandlung mit dem Pyrmonter Brunnen. Er widerlegt die Ansicht, dass Gicht und Nervenkrankheit identisch seien. Der Pyrmonter Brunnen wird als effektives Mittel zur Behandlung von Gicht dargestellt, wobei er auf die unterschiedlichen Wirkungen des Wassers (stärkend oder lösend) eingeht.
Elftes Kapitel
Marcard fasst die Funktionen des Lymphsystems, der Drüsen und der Haut zusammen und behandelt verschiedene damit verbundene Krankheiten. Der Pyrmonter Brunnen wird als wirksames Mittel zur Behandlung von Lymphknoten, Hautirritationen, Geschwulsten und Fettleibigkeit vorgestellt. Marcard beleuchtet die Bedeutung des Brunnens für die Verbesserung der Verdauung und die Stärkung des Körpers.
Schlüsselwörter
Pyrmonter Brunnen, Krankheiten, Komplikationen, Nervenkrankheiten, Hypochondrie, Gicht, Lymphsystem, Drüsen, Haut, Heilung, Behandlung, „lösende“ Mittel, Ursachen, Ursachenbehandlung.
Häufig gestellte Fragen
Wofür wurde der Pyrmonter Brunnen im 18. Jahrhundert genutzt?
Der Pyrmonter Brunnen wurde als Heilmittel für eine Vielzahl von Leiden eingesetzt, darunter Nervenkrankheiten, Gicht, Hypochondrie und Verdauungsprobleme.
Was schreibt Marcard über Nervenkrankheiten und Hypochondrie?
Marcard kritisiert die mangelnde Aufmerksamkeit für diese Leiden und stellt das Brunnenwasser als wirksames Mittel dar, um Reizbarkeit und seelische Faktoren zu lindern.
Wie wirkt das Pyrmonter Wasser bei Gicht?
Laut Marcard wirkt das Wasser entweder stärkend oder lösend. Er widerlegt zudem die damalige Ansicht, dass Gicht und Nervenkrankheiten identisch seien.
Welche Rolle spielt das Lymphsystem in Marcards Abhandlung?
Er beschreibt die heilende Wirkung des Brunnens auf Lymphknoten, Drüsen und die Haut, insbesondere bei Geschwulsten oder Hautirritationen.
Warum kritisiert Marcard die einseitige Ursachenbestimmung in der Medizin?
Er argumentiert, dass Krankheiten oft komplexe Ursachen und Komplikationen haben, die eine umfassende Behandlung erfordern, anstatt sie auf einen einzigen Faktor zu reduzieren.
- Quote paper
- Robert Leuck (Author), 2005, Exzerpt zu Marcard, Heinrich Matthias, "Beschreibung von Pyrmont", Bd. 2; Leipzig 1785, S. 125-193., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135030