In dieser Hausarbeit beschäftige ich mich mit dem Thema der menschlichen Spracherwerbs-prozesse und mein Ziel ist die Klärung der Frage, wie der Mensch genau zur Sprache kommt.
Bevor ich auf die konkreten Spracherwerbsprozesse eingehe, werde ich im zweiten Kapitel erst einmal klären, was Sprache genau ist und was sie ausmacht. Zum Einstieg gebe ich hier schon einmal eine kurze Definition von Sprache. Laut dem Sprachwissenschaftler Noam Chomsky ist „Sprache das wichtigste Medium der zwischenmenschlichen Kommunikation, gleichzeitig aber auch eine der kompliziertesten Fähigkeiten des Menschen“.
Desweiteren werde ich in diesem Kapitel auf die Unterschiede zwischen Körpersprache, Lautsprache und Schriftsprache eingehen.
Im dritten Kapitel komme ich dann zum Kern meiner Hausarbeit, dem Spracherwerb. Zuerst werde ich mich mit zwei Theorien auseinandersetzen, der Theorien der Induktion, Generali-sierung und Erprobung und der Theorie der angeborenen Universalgrammatik. Daran anschließend werde ich vier weitere theoretische Erklärungsversuche anführen, den Behaviorismus, den Nativismus, den Kognitivismus und den Interaktionismus. Gegen Ende des dritten Kapitels werde ich mich dann mit den konkreten Entwicklungsphasen des Spracherwerbs beim Kind auseinandersetzen.
Im vierten Kapitel werde ich auf die Unterscheidung zwischen Erstsprache (Muttersprache) und Zweitsprache eingehen. Unter der Erstsprache versteht man die erste Sprache, die ein Mensch erwirbt und unter der Zweitsprache, jede Sprache, die nach der Erstsprache erlernt wird.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Sprache
2.1 Definition Sprache
2.2 Unterscheidung Körpersprache, Lautsprache, Schriftsprache
2.2.1 Körpersprache
2.2.2 Lautsprache
2.2.3 Schriftsprache
3 Spracherwerb
3.1 Spracherwerb und Universalgrammatik
3.2 Theoretische Erklärungsversuche
3.2.1 Behaviorismus
3.2.2 Nativismus
3.2.3 Kognitivismus
3.2.4 Interaktionismus
3.3 Entwicklungsphasen
4 Unterscheidung Erstsprache, Zweitsprache
4.1 Erstspracherwerb
4.2 Zweitspracherwerb
5 Schluss
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die grundlegenden Prozesse des menschlichen Spracherwerbs zu durchleuchten und zu klären, wie der Mensch die Fähigkeit zur Sprache entwickelt.
- Definition und Arten der Sprache (Körpersprache, Lautsprache, Schriftsprache)
- Theoretische Erklärungsmodelle des Spracherwerbs (u.a. Behaviorismus, Nativismus, Kognitivismus)
- Entwicklungsphasen des Erstspracherwerbs beim Kind
- Abgrenzung zwischen Erst- und Zweitspracherwerb
- Einfluss des Alters auf den Zweitspracherwerb
Auszug aus dem Buch
3.2.2 Nativismus
Der Nativismus entstand Ende der fünfziger Jahre und ist sozusagen die Gegentheorie zum Behaviorismus. Der Begründer des Nativismus ist der bereits angesprochene Noam Chomsky. Der nativistische Ansatz betrachtet den Spracherwerb als Reifungsprozess, der weitgehend biologisch bestimmt und angeboren ist. Das bedeutet, dass bestimmte Sprachkenntnisse von innen kommen, also angeboren sind. Obwohl auch die Nativisten nicht der Auffassung sind, dass ein Kind eine Sprache lernen kann, wenn es keinen sprachlichen Input bekommt, d.h. keine sprachlichen Äußerungen anderer Menschen hört, weil es beispielsweise gehörlos ist, weisen sie ausdrücklich darauf hin, dass der sprachliche Output eines Kindes immer größer ist als der Input.
„So schnell und mühelos und sicher, wie das Kind seine Muttersprache lernt, könnte es sie nie und nimmer lernen, wäre es nicht angeleitet von einem erheblichen Vorwissen, das in ihm nicht anders als genetisch angelegt sein kann. Der Input, dem es normalerweise ausgesetzt ist, sei viel zu verwirrend, zu dürftig und zu unzuverlässig, als dass ein kleines Kind ihm ein so hochkomplexes Regelwerk entnehmen könnte, wie es die Grammatik einer natürlichen Sprache darstellt. Die Grundregeln müssten ihm angeboren sein.18
Die sprechende Umwelt spielt bei Chomsky eine eher untergeordnete Rolle, da er der Meinung ist, dass die sprachliche Entwicklung in fast allen Sprachen und Kulturen ähnlich verläuft. Chomsky geht sogar soweit zu behaupten, dass Kinder keine sprachliche Kompetenz entwickeln könnten, wenn sie nur auf die unvollständigen und fehlerhaften Äußerungen ihrer Bezugspersonen angewiesen wären. Nach Auffassung der Nativisten ist ein Kind also ein spezialisiertes Wesen, das die Sprache nach einem vorgegebenen Sprachprogramm verarbeitet und annimmt.19
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung legt das Thema dar, definiert die zentrale Fragestellung zur Entstehung menschlicher Sprache und gibt einen Überblick über den strukturellen Aufbau der Arbeit.
2 Sprache: Dieses Kapitel definiert den Begriff Sprache, grenzt sie von bloßem Wortschatz ab und unterscheidet die drei Hauptformen Körpersprache, Lautsprache und Schriftsprache.
3 Spracherwerb: Hier werden zentrale Theorien wie Behaviorismus, Nativismus, Kognitivismus und Interaktionismus vorgestellt sowie die sukzessiven Entwicklungsphasen des Spracherwerbs bei Kindern beleuchtet.
4 Unterscheidung Erstsprache, Zweitsprache: Das Kapitel differenziert zwischen dem natürlichen Erstspracherwerb und dem meist systematischen Erwerb einer Zweit- bzw. Fremdsprache unter Berücksichtigung kritischer Zeitfenster.
5 Schluss: Der Schluss fasst die Ergebnisse zusammen, konstatiert die Komplexität des Themas und betont die Bedeutung des frühen Lernbeginns für den Spracherwerb.
Schlüsselwörter
Spracherwerb, Erstsprache, Zweitsprache, Fremdsprache, Universalgrammatik, Behaviorismus, Nativismus, Kognitivismus, Interaktionismus, Sprachentwicklung, Kommunikation, Lautsprache, Schriftsprache, Körpersprache, Muttersprache
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?
Die Arbeit befasst sich mit den Prozessen des menschlichen Spracherwerbs und untersucht, wie und durch welche Faktoren der Mensch Sprache erlernt.
Welche Themenfelder werden primär behandelt?
Die zentralen Felder sind die Definition von Sprache, verschiedene theoretische Erklärungsansätze für den Spracherwerb sowie die Unterscheidung zwischen Erst- und Zweitsprache.
Was ist das zentrale Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, die Frage zu klären, wie der Mensch zur Sprache kommt und welche Mechanismen diesen Prozess steuern.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit sprachwissenschaftlichen Erklärungsmodellen.
Was deckt der Hauptteil ab?
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Modelle zum Spracherwerb (Behaviorismus, Nativismus, Kognitivismus, Interaktionismus), die Entwicklungsphasen des Kindes sowie die Abgrenzung von Erst- und Zweitsprache.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Publikation?
Wesentliche Begriffe sind Spracherwerbsprozesse, Universalgrammatik, Erstsprache, Zweitsprache, Sprachphasen und die verschiedenen lerntheoretischen Konzepte.
Welche Rolle spielt die Universalgrammatik laut Noam Chomsky?
Chomsky postuliert, dass Menschen grundlegende Sprachregeln angeboren sind, die ein Kind nicht erst mühsam lernen muss, sondern die sich genetisch entfalten.
Warum ist der Zeitpunkt des Spracherwerbs für die Zweitsprache entscheidend?
Der Erwerb einer Sprache gelingt vor der Pubertät meist mühelos, während er danach deutlich mühsamer ist und oft zu einem bleibenden Akzent führt.
Wie unterscheidet sich der Interaktionismus von anderen Theorien?
Der Interaktionismus betont die enge Wechselbeziehung und Kommunikation zwischen dem Kind und seiner Bezugsperson als treibende Kraft der Sprachentwicklung.