Die vorliegende Hausarbeit möchte sich mit der Theorie der Devianz, ihrer Entwicklungen und mit nachgelagerten Konzepten wie Etikettierungsprozessen und Dehumanisierung auseinandersetzen. Dabei wird im ersten Teil versucht, die Begriffe näher zu ergründen, um diese anschließend miteinander in Beziehung zu setzen. Grundsätzlich wird Devianz als Konzept der Markierung / Etikettierung verstanden, um den Prozess des 'Doing Social Problems' aufzeigen zu können. Es wird versucht, kritisch aufzuzeigen, dass durch die Stigmatisierung und Marginalisierung Menschen in sozialen Gebilden dehumanisiert werden. Das soll im Kontext der Neuköllner Silvesternacht diskutiert werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Theoretischer Zugang
- Devianz
- Subjektbildung, Etikettierungsprozesse und Dehumanisierung
- Soziale Arbeit & Devianz und die Frage nach dem Selbstverständnis der Profession
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Theorie der Devianz, ihren Entwicklungen und nachgelagerten Konzepten wie Etikettierungsprozessen und Dehumanisierung. Der Fokus liegt dabei auf der Untersuchung, wie diese Konzepte im Kontext der Neuköllner Silvesternacht 2022/23 zum Tragen kommen und welche Rolle sie im gesellschaftlichen Diskurs spielen.
- Devianz als Konzept der Markierung/Etikettierung
- Subjektbildung und Etikettierungsprozesse
- Dehumanisierung und die Konstruktion sozialer Probleme
- Das Selbstverständnis der Sozialen Arbeit im Kontext der Devianz
- Die Bedeutung von Differenz, Punitivität und Sanfter Kontrolle
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Diese Einleitung diskutiert die mediale und politische Reaktion auf die Ereignisse der Neuköllner Silvesternacht und stellt die zentrale Frage nach der Rolle von Devianz und Etikettierung in diesem Kontext. Die Arbeit möchte die Theorie der Devianz beleuchten und ihre Auswirkungen auf Subjektbildung, Etikettierungsprozesse und Dehumanisierung untersuchen.
- Theoretischer Zugang: Dieses Kapitel führt in das Konzept der Devianz ein und beleuchtet die Bedeutung von Normen und Werten für den sozialen Zusammenhalt. Es wird die Frage diskutiert, wie soziale Probleme konstruiert werden und welche Rolle die Stigmatisierung und Marginalisierung in diesem Prozess spielen.
- Soziale Arbeit & Devianz und die Frage nach dem Selbstverständnis der Profession: Dieses Kapitel untersucht die Rolle der Sozialen Arbeit im Kontext von Devianz und beleuchtet die Herausforderungen im Umgang mit Differenz, Punitivität und Sanfter Kontrolle. Die Konzepte der menschenrechtsbasierten Sozialen Arbeit und der Kritischen Sozialen Arbeit werden vorgestellt.
Schlüsselwörter
Die Arbeit fokussiert auf die Konzepte der Devianz, Subjektbildung, Etikettierungsprozesse, Dehumanisierung und die Konstruktion sozialer Probleme. Sie beleuchtet den gesellschaftlichen Umgang mit Abweichung und die Rolle der Sozialen Arbeit im Kontext von Differenz und Punitivität.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet "Devianz" in der Soziologie?
Devianz beschreibt abweichendes Verhalten von gesellschaftlichen Normen und wird oft als Prozess der Etikettierung durch die Mehrheitsgesellschaft verstanden.
Wie wird Dehumanisierung im Kontext der Neuköllner Silvesternacht erklärt?
Durch mediale und politische Stigmatisierung bestimmter Gruppen werden Menschen marginalisiert und in ihrer Individualität herabgestuft.
Was ist der "Labeling Approach" (Etikettierungsansatz)?
Dieser Ansatz besagt, dass Devianz erst dadurch entsteht, dass die Gesellschaft einem Verhalten das Etikett "abweichend" zuschreibt.
Welche Rolle hat die Soziale Arbeit bei Devianz?
Die Soziale Arbeit muss zwischen staatlicher Kontrolle (Punitivität) und ihrem Auftrag als menschenrechtsbasierte Profession abwägen.
Was versteht man unter "Doing Social Problems"?
Es beschreibt die aktive Konstruktion gesellschaftlicher Probleme durch Diskurse, Medien und politische Markierungen.
- Arbeit zitieren
- Nico Se (Autor:in), 2023, Devianz als Marker. Dehumanisierung am Beispiel der Neuköllner Silvesternacht 2022/23, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1351711