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Wahrung eines professionellen Verhältnisses zwischen Betreuern und Bewohnern in der Inobhutnahme

Title: Wahrung eines professionellen Verhältnisses zwischen Betreuern und Bewohnern in der Inobhutnahme

Internship Report , 2021 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Pedagogy - Social pedagogy
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Summary Excerpt Details

Ich werde mich in meinem Praktikumsbericht mit dem Thema "Nähe und Distanz in der Inobhutnahme" beschäftigen. In meinem ersten Kapitel werde ich die Einrichtung, deren Träger und Finanzierung, die Leistungen der Inobhutnahme, das Leitbild und die Zielgruppe vorstellen. Im darauffolgenden Kapitel werde ich meine Tätigkeiten während des Praktikums beschreiben, um diese in meinem dritten Kapitel kritisch zu betrachten. Das vierte Kapitel widmet sich dem Thema Nähe und Distanz im Allgemeine und im Besonderen in der Umsetzung in der Inobhutnahme in Y.

Das X umfasst in Y ein vielfältiges sozialpädagogisches Angebot für die Kinder- und Jugendhilfe. Die Inobhutnahme ist ein Teil davon. Hier werden Kinder- und Jugendliche von der Geburt bis zur Volljährigkeit vom Jugendamt vorläufig und stationär untergebracht nach dem §42 SGB VIII. In dieser Einrichtung habe ich mein sozialpädagogisches Praktikum vom 22.02.2021 bis zum 02.04.2021 in Teilzeit absolviert. Gearbeitet wurde im Schichtdienst. Somit wurde ich auch für die Früh- Spät- und Tagesdienste eingeteilt. Im Verlauf des Praktikums wurde mir die enge Interaktion zwischen den Betreuer*innen und den Bewohner*innen sehr bewusst. Ich wurde darauf besonders aufmerksam, dass jede*r Betreuer*in eine andere Bindung, einen anderen Kontakt und ein anderes Verhältnis zu Nähe und Distanz gegenüber den Bewohner*innen hatte. Ich empfand dies als ein sehr wichtiges Thema in der stationären Kinder- und Jugendhilfe, da die Betreuer*innen sehr enge mit den Bewohner*innen arbeiten. Sie erleben die Bewohner*innen zu allen Tageszeiten und in allen Stimmungen und dem privaten Verhalten. Das Verhältnis von Nähe und Distanz wird sehr getestet. Die Betreuer*innen müssen sich davor schützen, dass die Bewohner*innen sie nicht als Elternteil sehen. Dieses Problemfeld gewinnt in der Einrichtung an Bedeutsamkeit. In der Inobhutnahme Y werden aktuell viele junge Bewohner*innen untergebracht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeine Vorstellung der Einrichtung

2.1. Trägerschaft und Finanzierung

2.2. Vorstellung der Inobhutnahme

2.3. Konzeptionelle Ausrichtung

2.4. Leistungen der Inobhutnahme

2.5. Zielgruppe der Inobhutnahme – Bewohner*innen während des Praktikums

3. Sozialpädagogische Tätigkeiten innerhalb des Praktikums

4. Nähe und Distanz in der Inobhutnahme

4.1. Nähe und Distanz in der Sozialarbeit/ Sozialpädagogik

4.2. Nähe und Distanz als Spannungsfeld in der stationären Sozialen Arbeit

4.3. Praxistransfer der Nähe und Distanzverhältnisse in stationären Einrichtungen der Sozialen Arbeit am Beispiel der Inobhutnahme Y

5. Kritische Selbstreflexion

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen bei der Gestaltung einer professionellen Beziehungsarbeit in einer stationären Inobhutnahme. Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, wie Betreuende eine ausbalancierte professionelle Haltung zwischen empathischer Nähe und notwendiger Distanz wahren können, um sowohl den Schutz der jungen Bewohner*innen zu gewährleisten als auch förderliche Entwicklungsbeziehungen aufzubauen.

  • Grundlagen der professionellen Beziehungsgestaltung in der Sozialen Arbeit
  • Konzeptionelle Anforderungen und Rahmenbedingungen in der Inobhutnahme
  • Reflexion der Nähe-Distanz-Problematik im stationären Alltag
  • Umgang mit Grenzüberschreitungen und emotionalen Bindungen
  • Die Rolle der Supervision und Teamarbeit als Kontrollinstanz

Auszug aus dem Buch

4.2. Nähe und Distanz als Spannungsfeld in der stationären Sozialen Arbeit

Nähe und Distanz ist eins der größten Spannungsfelder für Fachkräfte in der Sozialen Arbeit, auch wenn die Balance zwischen den beiden Polen und besonders die Nähe zu den Kindern und Jugendlichen ein wichtiger Aspekt in der Entwicklung ist. Abrahamczik et al (2014) geben dies zu Beginn ihres Werkes wider: „Kinder und Jugendliche benötigen für ihre gesunde Entwicklung gelingende Beziehungen mit Körperkontakt, Zärtlichkeit, Zuwendung und Geborgenheit. Sie brauchen zwingend Nähe und Berührung. Es gehört daher ganz selbstverständlich zum Auftrag der (teil-) stationären Erziehungshilfe, dies Grundbedürfnisse angemessen zu erfüllen. Dieser Auftrag scheint jedoch in Gefahr zu sein“. In den letzten Jahren wurden einige sexuelle Vergehen an Kinder und Jugendliche in Heimen und Internaten aufgedeckt. Aufgrund dessen kam es zu neuen umfangreichen Leitlinien und Handlungsanweisungen für die Fachkräfte in (teil-) stationären Einrichtungen zur Prävention von sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen. Dies führte zu Verunsicherungen und Spannungen unter dem Personal, dass in den Einrichtungen Beziehungsarbeit leistet. Sie sind sich unsicher, was sie inzwischen machen dürfen und was nicht. Sie vertrauen nicht mehr ihren eigenen Gefühlen und Maßstäben. Sie fragen sich, was an körperlicher Nähe noch legitim ist und wann sie sich strafbar machen. Dies führt dazu, dass die Fachkräfte deutlich weniger körperliche Nähe gegenüber den Kindern und Jugendlichen ausüben. Dabei ist die Verweigerung von körperlicher Nähe auch nicht im Sinne des Kinderschutzes.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des praktischen Rahmens in der Inobhutnahme Y und Herleitung der Forschungsfrage bezüglich des Verhältnisses von Nähe und Distanz.

2. Allgemeine Vorstellung der Einrichtung: Detaillierte Beschreibung der Trägerstruktur, der Zielgruppe sowie des pädagogischen Konzepts der Inobhutnahme.

3. Sozialpädagogische Tätigkeiten innerhalb des Praktikums: Darstellung des Aufgabenspektrums, inklusive Begleitung und Beobachtung im Alltag sowie die Reflexion der Praktikumsrolle.

4. Nähe und Distanz in der Inobhutnahme: Theoretische Herleitung des professionellen Spannungsfeldes und Übertragung auf die konkreten Praxisbeispiele innerhalb der Einrichtung.

5. Kritische Selbstreflexion: Persönliche Auseinandersetzung mit eigenen Erfahrungen, Kompetenzgrenzen und Schwierigkeiten in der Umsetzung der professionellen Rolle.

6. Fazit: Zusammenfassende Erkenntnis über die Relevanz einer ausbalancierten Beziehungsgestaltung für die pädagogische Arbeit und die eigene berufliche Orientierung.

Schlüsselwörter

Inobhutnahme, Nähe und Distanz, Sozialpädagogik, Beziehungsgestaltung, Stationäre Jugendhilfe, Professionelle Distanz, Kindeswohl, Supervision, Pädagogische Alltagshilfe, Psychosoziale Bindung, Reflexion, Rollenverständnis, Fachkräfte, Traumapädagogik, professionelles Handeln.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der professionellen Beziehungsgestaltung zwischen Betreuenden und Bewohnern in einer Inobhutnahme-Einrichtung unter Berücksichtigung des Spannungsfeldes Nähe versus Distanz.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Beziehungsarbeit in der Sozialen Arbeit, die institutionellen Rahmenbedingungen der Inobhutnahme sowie die praktische Reflexion beruflicher Grenzziehungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Strategien zu beleuchten, wie Fachkräfte eine gesunde Balance finden, um den Schutzbedürfnissen der Kinder gerecht zu werden, ohne ihre professionelle Rolle zu gefährden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und der reflexiven Auseinandersetzung mit eigenen praktischen Erfahrungen im Rahmen eines sozialpädagogischen Blockpraktikums.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung der Einrichtung, die Beschreibung der täglichen Tätigkeiten und eine detaillierte Analyse der Nähe-Distanz-Dynamik in der Theorie und Praxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen: Inobhutnahme, Beziehungsarbeit, professionelle Distanz, Kindeswohl und Reflexion.

Wie geht die Einrichtung mit dem Verhaltenskodex bei der Einschlafbegleitung um?

Um ein professionelles und geschütztes Umfeld zu wahren, ist es Mitarbeitern beispielsweise nicht gestattet, sich auf die Bettkante der Kinder zu setzen; zudem ist die Tür während dieser Zeit offen zu halten.

Welchen Einfluss haben aktuelle Präventionsvorgaben auf das Personal?

Durch Vorfälle im Bereich sexueller Gewalt in Heimen sind neue Leitlinien entstanden, die bei vielen Fachkräften zu einer Verunsicherung hinsichtlich der Angemessenheit körperlicher Nähe führen.

Welche Bedeutung hat das Team für die Reflexion der Nähe-Distanz-Verhältnisse?

Das Team fungiert als wichtige Kontrollinstanz; Supervisionen und Teamsitzungen bieten den notwendigen Raum, um kritische Situationen zu besprechen und das eigene Handeln zu prüfen.

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Details

Title
Wahrung eines professionellen Verhältnisses zwischen Betreuern und Bewohnern in der Inobhutnahme
College
University of Applied Sciences Darmstadt
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2021
Pages
16
Catalog Number
V1351836
ISBN (eBook)
9783346864116
ISBN (Book)
9783346864123
Language
German
Tags
Nähe und Distanz Praktikumsbericht Inobhutnahme Soziale arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2021, Wahrung eines professionellen Verhältnisses zwischen Betreuern und Bewohnern in der Inobhutnahme, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1351836
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