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Besondere Rezeptionsbedingungen von Sprechtexten

Sprache und Spreche im den Medien

Título: Besondere Rezeptionsbedingungen von Sprechtexten

Presentación (Redacción) , 2009 , 14 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Sascha Hammel (Autor)

Didáctica de la asignatura Alemán - Gramática, estilo, métodos de Trabajo
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Gesprochene Sprache sind alle mit dem menschlichen Sprechapparat produzierten mündlichen Äußerungen einer Sprache, im Unterschied zur geschriebenen Sprache, der visuell und manuell orientierten Gebärdensprache und der Parasprache. Gesprochene Sprache ist die ursprüngliche und grundlegende Form menschlicher Sprache.

Gesprochene Sprache als spontanes, frei formuliertes Sprechen in nicht gestellten, unbeobachteten Kommunikationssituationen wird in Gesprächen zwischen zwei oder mehreren Beteiligten produziert. Zu den besonderen Produktionsbedingungen der gesprochenen Sprache gehören neben der geringeren Normierung die Situationsgebundenheit, die Interaktivität und die geringere Verarbeitungszeit des Sprechens.

Die gesprochene Sprache ist ein flüchtiges Medium. Daraus ergeben sich eine geringere Vorausplanungskapazität auf der Sprecherseite und die Notwendigkeit, den Beitrag in der laufenden Interaktion zu verankern, ohne durch Unterbrechungen das Rederecht zu verlieren. Es werden andere Anforderungen an das Verstehen und Verstandenwerden gestellt, als an einen schriftsprachlichen Text, der ohne Zeitdruck verfasst und beliebig oft gelesen werden kann.

Ein Sprecher verfügt über eine nur geringe Vorausplanungskapazität. Der zeitliche Rahmen bewegt sich im Bereich von etwa 3 Sekunden. In der historischen Entwicklung der Funknachrichten gab es lange Zeit keine umfassenden Kommunikationstheorien.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Gesprochen Sprache

„Wahrnehmungsfenster“ und Korrekturphänomene

Kleine Geschichte der Sprache und „Spreche“ in den (Funk-)Medien

Sprachwandel – Tendenzen zur Mündlichkeit

Einflüsse auf die Entwicklung zur Mündlichkeit

Das Phänomen der „Unsichtbare Hand“

Die Faktoren für den Sprachwandel nach Peter von Polenz

Rezeptionsmodelle

Das Verhältnis von Sprach- und Sprechstil (Geißner)

Das Verhältnis von Produktion und Rezeption (Straßner)

Das integrative Verstehensmodell (Lutz/Wodak)

Sprecherregeln (nach Rossié 2000)

Betonung

Die Wortbetonung

Besonderheiten

Pausen

Tempo

Die Nachrichten in Radio und TV: Struktur und Sprache

Leadsatzprinzip

Anwendung im Journalismus

Kritik

Alternativen

Gegenüberstellung sich widersprechender Standpunkte

Stützung von Aussagen durch Tatsachen

Abgrenzung von eigenen und fremden Aussagen

Gliederung von Informationen in einer bestimmten Anordnung

Trennung von Nachrichten und Kommentaren

Nachrichtenstil

Verständlichkeit („Sprechschreibe“) ist oberstes Prinzip, d.h.:

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die spezifischen Rezeptionsbedingungen von gesprochenen Texten in den Medien. Dabei liegt der Fokus auf der linguistischen Unterscheidung zwischen geschriebener und gesprochener Sprache sowie der Analyse, wie journalistische Strukturen und Sprecherregeln die Verständlichkeit beeinflussen.

  • Besonderheiten gesprochener Sprache und Produktion unter Zeitdruck
  • Historische Entwicklung der Sprache in Funk- und TV-Medien
  • Theorien zum Sprachwandel und Einflussfaktoren auf die Mündlichkeit
  • Rezeptionsmodelle zur Analyse von Produzent-Rezipient-Beziehungen
  • Praktische Sprecherregeln und das journalistische Leadsatzprinzip

Auszug aus dem Buch

Kleine Geschichte der Sprache und „Spreche“ in den (Funk-)Medien

In der historischen Entwicklung der Funknachrichten gab es lange Zeit keine umfassenden Kommunikationstheorien. Die Verständlichkeitsforschung war noch nicht ausgeprägt und begann erst in den 50er und 60 er Jahren. Bis dahin waren das Klassenbewusstsein, die Eitelkeit und der Profilierungsdrang sehr ausgeprägt.

(Ein Herr Dr. Weigelt muss auch wie ein „Herr Doktor“ reden!)

Bis Mitte der 60er Jahre galt in Deutschland der Satz der Schriftsprache als Norm auch für die gesprochene Sprache. Erst dann kam es zu sprachlichen Verbesserungen durch Ergebnisse der Rezeptionsforschung. Weitergehende Änderungen traten erst ein, als die Redakteure selbst mit ihren Nachrichten konfrontiert wurden und Verständlichkeitstests mit ihnen machte. Dies führte zu konzeptionellen Verbesserungen:

Die Nachrichtenzeit wurde gekürzt => Kürzung der Beiträge

Die Einführung von Magazinen, welche den alltäglichen Sprechstil der Hörer aufgriffen

Die Einführung von O-Tönen/Korrespondentenberichten/Dialogen (Gast/Moderator)

Im Zuge der „kommunikativ - pragmatischen Wende“ in der Linguistik, die unter der Einwirkung pragmatischer und soziolinguistischer Theorien zustande kam, wurden zu Beginn der 70er Jahre die Besonderheiten der gesprochenen Sprache gegenüber der Schriftsprache rehabilitiert. Eine große Rolle spielte hierbei auch die Kommunikationstheorie der Gruppe um Paul Watzlawick, nach der jede Kommunikation eine Einheit von Inhalts- und Beziehungsaspekt darstellt. Eine Erkenntnis, der sich auch die Sprachwissenschaft auf Dauer nicht verschließen konnte. Hier waren es speziell die Gliederungssignale, die als ein kommunikatives Element ausgemacht wurden, nachdem sie zuvor bei der Verschriftung gesprochener Texte als störend galten und regelmäßig getilgt wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

Gesprochen Sprache: Definition der mündlichen Äußerung als ursprüngliche Sprachform und Erläuterung der spezifischen Produktionsbedingungen wie Situationsgebundenheit und Interaktivität.

Kleine Geschichte der Sprache und „Spreche“ in den (Funk-)Medien: Überblick über die historische Entwicklung der Nachrichtensprache und die linguistische Rehabilitation der gesprochenen Sprache ab den 1970er Jahren.

Sprachwandel – Tendenzen zur Mündlichkeit: Analyse der Triebkräfte des Sprachwandels und der zunehmenden Anpassung der Mediensprache an die Mündlichkeit der Zielgruppen.

Rezeptionsmodelle: Kurzvorstellung zentraler theoretischer Ansätze zur Beschreibung des Verhältnisses von Sprachstil, Sprechstil und der Verständlichkeit bei Rezipienten.

Sprecherregeln (nach Rossié 2000): Zusammenstellung konkreter Handlungsanweisungen für Sprecher in Medien hinsichtlich Betonung, Pausensetzung und Sprechtempo.

Die Nachrichten in Radio und TV: Struktur und Sprache: Erläuterung der journalistischen Kernstruktur des Leadsatzprinzips sowie der qualitativen Anforderungen an den Nachrichtenstil.

Schlüsselwörter

Gesprochene Sprache, Mündlichkeit, Sprachwandel, Unsichtbare Hand, Rezeptionsmodelle, Sprecherregeln, Leadsatzprinzip, Journalismus, Kommunikationstheorie, Verständlichkeit, Sprechschreibe, Mediensprache, Gliederungssignale, Nachrichtenaufbau, Funknachrichten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die besonderen Rezeptionsbedingungen gesprochener Sprache in den Medien und untersucht, wie sich die Sprache und Sprechweise unter journalistischen Anforderungen entwickelt haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Unterschieden zwischen mündlicher und schriftlicher Kommunikation, der historischen Entwicklung von Mediensprachen, sowie der praktischen Anwendung von Sprecherregeln und Nachrichtenstrukturen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen schriftlicher Norm und gesprochener Wirklichkeit in den Medien aufzuzeigen und Strategien für eine verständlichere Nachrichtenproduktion abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt Ansätze aus der Linguistik, Soziolinguistik und der Kommunikationstheorie, insbesondere die Konzepte zur Verständlichkeitsforschung und die Theorien zum Sprachwandel.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Konzepte (z. B. das Modell der „unsichtbaren Hand“) mit praktischen journalistischen Prinzipien wie der „umgekehrten Pyramide“ und dem Nachrichtenstil verknüpft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mündlichkeit, Sprecherregeln, Leadsatzprinzip, Sprachwandel, Rezeptionsmodelle und Nachrichtenstil.

Wie unterscheidet sich die „umgekehrte Pyramide“ von anderen Nachrichtenstrukturen?

Im Gegensatz zu chronologischen Berichterstattungsformen stellt das Prinzip der umgekehrten Pyramide die wichtigsten Informationen an den Anfang, um eine Kürzung von hinten bei Zeit- oder Platzmangel zu ermöglichen.

Warum wird im Bereich der Nachrichten der „Sprechschreibe“ eine solche Bedeutung beigemessen?

Die „Sprechschreibe“ dient dazu, komplexe Informationen für ein breites, heterogenes Publikum durch einfache Wortwahl, aktiven Satzbau und Vermeidung von Fremdwörtern sofort verständlich zu machen.

Welchen Zweck erfüllen die sogenannten Gliederungssignale beim Sprechen?

Sie dienen der Portionierung einer Äußerung und helfen dem Hörer dabei, die Struktur des Gesagten sowie das Rederecht (Turn-Taking) besser nachzuvollziehen.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Besondere Rezeptionsbedingungen von Sprechtexten
Subtítulo
Sprache und Spreche im den Medien
Universidad
University of Applied Sciences Giessen  (Technische Redaktion & Multimediale Dokumentation)
Curso
Texten für das gesprochen Wort
Calificación
2,0
Autor
Sascha Hammel (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
14
No. de catálogo
V135264
ISBN (Ebook)
9783668354166
ISBN (Libro)
9783668354173
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kleine Geschichte der Sprache und Spreche in den (Funk-)Medien Sprachwandel KISS Pyramiden-Prinzip (Leadsatz) Sprechregeln nach Rossi Rezeption & Rezeptionsbedingungen Verständlichkeit Mündlichkeit Aufbau von Nachrichten
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sascha Hammel (Autor), 2009, Besondere Rezeptionsbedingungen von Sprechtexten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135264
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