Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Leadership and Human Resources - Miscellaneous

Konstruktorientierte Personalauswahl

Title: Konstruktorientierte Personalauswahl

Seminar Paper , 2009 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dana Vokata (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In der vorgelegten Arbeit habe ich versucht einen kurzen Überblick über das Thema konstruktorientierte Personalauswahl zu liefern. Grundsätzlich gibt es drei Ansätze in der Personalauswahl (konstrukt-, biografie- und simulationsorientiert. Bei der Eignungsdiagnostik wird auf folgende Gütekriterien geachtet: Dokumentation, Objektivität, Reliabilität, Validität, Fairness, Normierung, Ökonomie, Einsatzbreite, Nützlichkeit und Akzeptanz. (Nerdinger, Blickle & Schaper, 2008. In der berufsbezogenen Diagnostik werden am häufigsten Tests eingesetzt. Zu den wichtigen Messverfahren gehören: Allgemeine Intelligenztests, Tests spezifischer kognitiver Fähigkeiten, Tests der Aufmerksamkeit und Konzentration, Tests sensorischer und motorischer Leistung, Sonstige Leistungstests, Allgemeine Persönlichkeitstest, Spezifische Persönlichkeitstest, Einstellungs-, Motivations- und Interessentests. (Schuler & Höft, 2006)Zum Thema der Einsatzhäufigkeit der o. g. Messverfahren stellt Schuler (2003, zitiert nach Kersting 2006, 20 ff.) fest, dass 30 % der Unternehmen Tests zum Messen kognitiver Fähigkeiten und 20 % Persönlichkeitstests mit dem Fokus auf die
Gewissenhaftigkeit verwenden.Allgemeine kognitive Fähigkeiten umfassen den Konstrukt der Intelligenz und somit auch alle Intelligenztests. Schon auf der deskriptiven Ebene zeigt sich die Bedeutung der Intelligenz für den Beruf.Eine interessante Frage stellt sich im Bezug auf allgemeine vs. spezifische kognitiven Fähigkeiten. Erstes wird mit Intelligenztests gemessen und stellt einen direkten Zusammenhang mit der potenziellen zukünftigen Leistung dar.Verfahren zur Messung allgemeiner Persönlichkeitskonstrukte zielen auf Erstellung eines zur Orientierung dienendem Persönlichkeitsprofil ab.Allgemeine Persönlichkeitstests leisten in Kombination mit weiteren Verfahren einen wichtigen Beitrag zur Prognose des beruflichen Erfolgs.Zu den wichtigen spezifischen Eigenschaften gehört auch Kontrollüberzeugung (Locus of control)(Schuler & Höft, 2006).
Die Motivations- und Interessentests werden mehr oder weniger vernachlässigt; deren Anwendung begrenzt sich lediglich nur auf die Beratung. Zum Feststellen der Berufs- und Interessenpräferenzen dient z. B. der Berufs-Interessen-Test. (Schuler & Höft, 2006)Es sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass man beim Einsatz der Verfahren mit zahlreichen Problemen zu rechnen hat, die häufig mit Mängel an Gütekriterien im Zusammenhang stehen.(Nerdinger, Blickle & Schaper, 2008)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Gütekriterien

2.1 Dokumentation

3. Tests als klassische Messverfahren

3.1 Gültigkeit und Einsatzhäufigkeit

4. Eine Auswahl konstruktorientierter Ansätze

4.1 Allgemeine kognitive Fähigkeiten

4.1.1 Berliner Intelligenzstrukturmodell (BIS-Modell)

4.2 Intelligenz und Beruf

4.3 Allgemeine vs. spezifische kognitive Fähigkeiten

4.4 Implikationen für die Personalauswahl

4.5 Aufmerksamkeit, Konzentration & sonstige Leistungstests

4.6 Allgemeine Persönlichkeitskonstrukte

4.6.1 Fünf-Faktoren-Modell der Persönlichkeit

4.6.2 Implikationen für die Personalauswahl

4.7 Spezifische Persönlichkeitseigenschaften & Locus of control

4.7.1 16-Persönlichkeits-Faktoren-Test (16 PF-R)

4.7.1.1 Implikationen für die Personalauswahl

4.7.2 Locus of control

4.8 Motivation und Interessen

4.9 Ausgewählte Problemfelder konstruktorientierter Verfahren

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit bietet einen komprimierten Überblick über den Einsatz konstruktorientierter Verfahren innerhalb der modernen Personalauswahl, um die Eignung von Bewerbern fundiert zu prognostizieren.

  • Grundlagen der Eignungsdiagnostik und relevante Gütekriterien.
  • Analyse klassischer Testverfahren und deren Einsatzhäufigkeit in der Praxis.
  • Bedeutung kognitiver Fähigkeiten und Intelligenzmodelle für den Berufserfolg.
  • Einsatz von Persönlichkeitskonstrukten und spezifischen Eigenschaftstests.
  • Herausforderungen wie Validität, Verfälschungstendenzen und das "Bandwidth-Fidelity"-Dilemma.

Auszug aus dem Buch

4.2 Intelligenz und Beruf

Schon auf der deskriptiven Ebene zeigt sich die Bedeutung der Intelligenz für den Beruf. Schuler (2006) zitiert und veranschaulicht in einer Tabelle eine Studie, aus der signifikante Unterschiede des Intelligenzwertes zwischen den Berufen hervorgehen. Zum Beispiel: Ein Medizinstudent erreichte ein Medianwert von ca. 64 Standartwerten, ein Landarbeiter dagegen nur ca. 44 Standartwerten.

Die Streuung innerhalb der Berufsgruppen wird kleiner, je höher die Qualitätsanforderungen sind, was sich durch die steigenden und präziseren Erwartungen und falls dies nicht erfüllt wird mit entsprechenden Sanktionen gegenüber den Fachkräften möglicherweise erklären lässt. (S. 107 ff.)

Die allgemeine Intelligenz beeinflusst nach Krohne und Hock (2007) direkt die Geschwindigkeit und Ausmaß des Erwerbs von Arbeitswissen. Dies determiniert den Erfolg im Bezug auf die spätere Leistung im Beruf. Die Befunde zeigen auch, dass die allgemeine Intelligenz bei dem Berufserfolg besseren Voraussagewert hat bei komplexeren Berufen als bei den weniger komplexen.

In der Literatur (Kersting, 2006; Schuler & Höft, 2006; Hossiep, Paschen & Mühlhaus, 2000) stellen zahlreiche Studie dar, die die höchste Konstruktvalidität (angesichts anderer Messverfahren) der allgemeinen kognitiven Tests bestätigen. Die Übertragbarkeit der Daten auf andere Länder sowie die Beteiligung der Minoritäten bei der Datenerhebung ist jedoch nicht gesichert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Definition grundlegender Begriffe der Eignungsdiagnostik und Vorstellung der drei Ansätze der Personalauswahl.

2. Gütekriterien: Erläuterung der qualitativen Anforderungen an diagnostische Verfahren und der Bedeutung der DIN 334430 für die Dokumentation.

3. Tests als klassische Messverfahren: Überblick über gängige Testarten und deren Verbreitung in deutschen Unternehmen.

4. Eine Auswahl konstruktorientierter Ansätze: Detaillierte Darstellung verschiedener Testverfahren, von Intelligenz über Persönlichkeitsprofile bis hin zu Motivationsdiagnostik.

Schlüsselwörter

Personalauswahl, Eignungsdiagnostik, Konstruktvalidität, Intelligenztest, Persönlichkeitsmodell, BIS-Modell, Gewissenhaftigkeit, Locus of Control, Testverfahren, Berufserfolg, Leistungsmotivation, Bandwidth-Fidelity-Dilemma, Fachkenntnistests, Personalmanagement, Validität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Grundlagen und Anwendungsbereiche von konstruktorientierten Verfahren innerhalb der Personalauswahl.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen Intelligenzmessung, Persönlichkeitsdiagnostik, Leistungs- und Konzentrationstests sowie die kritische Reflexion der Gütekriterien solcher Verfahren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist ein strukturierter Überblick über moderne psychologische Testverfahren, die zur Entscheidungshilfe im beruflichen Kontext dienen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die auf einschlägigen Standardwerken der Personalpsychologie und Eignungsdiagnostik basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung klassischer Messverfahren, Intelligenzstrukturen sowie spezifische Persönlichkeits- und Motivationskonstrukte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Eignungsdiagnostik, Konstruktvalidität, Persönlichkeitsprofil und Berufserfolg geprägt.

Wie unterscheidet sich das Berliner Intelligenzstrukturmodell von anderen Ansätzen?

Es kategorisiert Intelligenzleistungen durch ein Zusammenspiel von Operationen und Inhalten, was eine detaillierte Matrixanalyse ermöglicht.

Was besagt das "Bandwidth-Fidelity"-Dilemma?

Es beschreibt den Zielkonflikt bei der Personalauswahl: Eine breite Informationserhebung (Bandwidth) geht zulasten der Genauigkeit in den einzelnen Bereichen (Fidelity).

Welche Rolle spielt die "Kontrollüberzeugung" für den Berufserfolg?

Der Locus of Control (intern vs. extern) beeinflusst die Verhaltensdispositionen eines Bewerbers und ist somit relevant für die Prognose von Leistung und Arbeitszufriedenheit.

Excerpt out of 15 pages  - scroll top

Details

Title
Konstruktorientierte Personalauswahl
College
University of Osnabrück
Course
Personalpsychologie
Grade
1,3
Author
Dana Vokata (Author)
Publication Year
2009
Pages
15
Catalog Number
V135294
ISBN (eBook)
9783640431960
ISBN (Book)
9783640431854
Language
German
Tags
Persönlichkeitstest Locus of cotrol Intelligenztest Aufmerksamkeitstest Konzentrationstest Eignung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dana Vokata (Author), 2009, Konstruktorientierte Personalauswahl, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135294
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  15  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint