Im September 2021 fand die erste Bundestagswahl unter Pandemiebedingungen statt und es stellt sich die Frage, ob es überhaupt einen Zusammenhang zwischen der Pandemie und dem Wahlverhalten der Wähler*innen bei der Bundestagswahl 2021 gibt. Meine Hausarbeit wird sich folglich mit der Forschungsfrage beschäftigen, inwiefern die COVID-19-Pandemie das Wahlverhalten der Wähler*innen bei der Bundestagswahl 2021 beeinflusst hat.
Mithilfe von vielseitiger Literatur zum Thema Krisensituationen und Wahlen, der Bundestagswahl 2021 und ebenfalls zum sozialpsychologischen Ansatz zur Erklärung von Wahlverhalten, werde ich herausarbeiten, inwiefern die COVID-19-Pandemie das Wahlverhalten der Wähler*innen bei der Bundestagswahl 2021 beeinflusst hat.
Hierbei setze ich mit der oben genannten Literatur sowohl den Ausbruch der COVID-19-Pandemie und die getroffenen Maßnahmen, das Regieren in Krisenzeiten und die Ergebnisse der GLES-Nachwahl-Querschnittsumfrage zur Bundestagswahl 2021 in den Zusammenhang zu all den oben genannten Analyseaspekten. Ich schaue mir die Bedürfnisse und Wünsche der Bürger*innen in Krisenzeiten, wie beispielsweise einer Pandemie, an und werde ebenfalls die Ergebnisse der GLES-Nachwahl-Querschnittsumfrage nach der Bundestagswahl 2021 darstellen und interpretieren.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2. COVID-19-Pandemie
2.1 Ausbreitung und Maßnahmen
2.2 Einfluss auf die Politik - Forschungsstand
3 Regieren in Krisenzeiten
3.1 Bedürfnisse der Wähler*innen
3.2 Die Rolle der Exekutive
4. Bundestagswahl 2021: GLES-Nachwahl-Querschnittsumfrage
4.1 Ergebnisse Angst vor Corona
4.2 Ergebnisse (Un-)Zufriedenheit Corona-Politik
4.3 Ergebnisse Regierungsparteien
4.4 Interpretation und Auswirkungen auf das Wahlverhalten
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht auf Basis der GLES-Nachwahl-Querschnittsumfrage 2021, inwiefern die COVID-19-Pandemie und das damit verbundene Krisenmanagement das Wahlverhalten der Wählerinnen und Wähler bei der Bundestagswahl 2021 beeinflusst haben.
- Analyse des Einflusses der Corona-Pandemie auf das Wahlverhalten.
- Untersuchung der Bedürfnisse von Wählern in Krisenzeiten.
- Auswertung der Angst vor Corona im Vergleich zu anderen politischen Themen.
- Betrachtung der Rolle der Exekutive und des Krisenmanagements der Regierungsparteien.
- Interpretation der Wählerwanderung zwischen 2017 und 2021 unter Pandemiebedingungen.
Auszug aus dem Buch
3.1 Bedürfnisse der Wähler*innen
Regieren in Krisenzeiten stellt immer eine Ausnahmesituation dar, sowohl für die Bürger*innen als auch für die Regierung. Die Bürger*innen haben während einer Krise besondere Bedürfnisse und Wünsche, wie sie regiert werden wollen (Wilharm 2020: 5).
Der sozialpsychologische Ansatz zur Erklärung von Wahlverhalten spricht von drei Komponenten, welche eine Rolle bei der Wahlentscheidung spielen: Issue-Orientierung, Parteiidentifiktation und Kandidatenorientierung. (Schoen, Weins: 247). Issue-Orientierung bedeutet in diesem Fall die Haltung der Wähler*innen zu bestimmten politischen Problemen (Tosson/Pickel: 4). Parteiidentifikation ist wortwörtlich die emotionale Identifikation mit einer Partei und die Kandidatenorientierung ist besonders die Sympathie, welche die Person gegenüber dem/der Kandidat*in hat (Tosson/Pickel: 2). Hierbei ist besonders die Parteiidentifikation der Aspekt, der meistens langfristig stabil bleibt und sowohl die Issue-Orientierung und Kandidatenorientierung sich mit der Zeit wahrscheinlicher ändern werden (Schoen,/Weins: 257).
Es ist zu erwarten, dass in einer Pandemie, die Issue-Orientierung stark auf dem Aspekt der Gesundheit und Sicherheit liegt, da besonders in Krisensituationen Sicherheit und Stabilität für die Bürger*innen wichtig sind (Wilharm: 6).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der COVID-19-Pandemie als Einflussfaktor auf die Bundestagswahl 2021 ein und definiert die Forschungsfrage sowie die methodische Grundlage mittels der GLES-Umfrage.
2. COVID-19-Pandemie: Dieses Kapitel erläutert den Ausbruch der Pandemie, die verhängten Schutzmaßnahmen sowie den wissenschaftlichen Forschungsstand zum politischen Vertrauen und Regierungsverhalten.
3 Regieren in Krisenzeiten: Hier werden die Erwartungen der Wähler an Regierungen in Krisensituationen sowie die besondere Rolle der Exekutive und sozialpsychologische Faktoren des Wahlverhaltens beleuchtet.
4. Bundestagswahl 2021: GLES-Nachwahl-Querschnittsumfrage: Der Hauptteil analysiert empirisch die Ängste der Befragten, die Zufriedenheit mit der Corona-Politik und die Veränderungen des Wahlverhaltens zugunsten oder zu Lasten der Regierungsparteien.
5 Fazit: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage und kommt zu dem Schluss, dass der Einfluss der Pandemie auf das Wahlverhalten 2021 insgesamt nur gering war.
Schlüsselwörter
Bundestagswahl 2021, COVID-19-Pandemie, GLES, Wahlverhalten, Krisenmanagement, Exekutive, Parteiidentifikation, Issue-Orientierung, Kandidatenorientierung, Wählerzufriedenheit, Corona-Politik, Regieren in Krisenzeiten, Wahlentscheidung, Politische Psychologie, Parteienwechsel.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das zentrale Anliegen dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss die COVID-19-Pandemie spezifisch auf das Wahlverhalten der Wählerinnen und Wähler bei der Bundestagswahl 2021 hatte.
Welche Themenfelder werden in der Analyse behandelt?
Die zentralen Themen sind das Krisenmanagement der Regierung, die psychologische Wahrnehmung von Ängsten (Corona, Klima, Wirtschaft) und deren Auswirkung auf die Wahlentscheidung.
Welche Forschungsfrage verfolgt der Autor?
Es wird der Frage nachgegangen, inwiefern die COVID-19-Pandemie das Wahlverhalten der Wählerinnen und Wähler bei der Bundestagswahl 2021 beeinflusst hat.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine empirische Analyse auf Basis der GLES-Nachwahl-Querschnittsumfrage 2021, ergänzt durch politikwissenschaftliche Theorien zum Wahlverhalten.
Was steht im Zentrum des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der sozio-ökonomischen Hintergründe der Pandemie, die Analyse der GLES-Daten und die Interpretation der Ergebnisse im Hinblick auf Wählerwanderungen und Parteizustimmung.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich durch Keywords wie Bundestagswahl 2021, COVID-19-Pandemie, Krisenmanagement und Wahlverhalten sowie sozialpsychologische Wahltheorien beschreiben.
Spielte die Angst vor Corona für die Wähler eine entscheidende Rolle?
Die Analyse zeigt, dass zwar eine breite Angst vor Corona existierte, Themen wie Klimawandel und wirtschaftliche Lage jedoch eine höhere Relevanz für das Wahlverhalten hatten.
Wie schlägt sich der CDU/CSU-Verlust in der Analyse nieder?
Die Autorin stellt fest, dass die CDU/CSU zwar massive Stimmenverluste erlitt, führt diese jedoch weniger allein auf das Pandemiemanagement zurück, sondern auch auf die Bedeutung der Kandidatenorientierung.
- Citar trabajo
- Laura Humpich (Autor), 2023, Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf das Wahlverhalten bei der Bundestagswahl 2021, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1353586