Diese Arbeit gibt einen Überblick über das Gebiet des Versorgungsmanagements zur Entwicklung eines nachhaltigen Gesundheitsmanagements und bespricht Themen wie Satzungsleistungen, Morbi RSA, Wahltarife, Innovative Versorgungsform und Kosten-Nutzen-Relation.
Kapitelübersicht
1 EINFÜHRUNG VERSORGUNGSMANAGEMENT
1.1 Übergeordnete Ziele des Versorgungsmanagement
1.2 Entwicklung für eine nachhaltige Gesundheitsversorgung
2 LEISTUNGSMANAGEMENT UND FINANZMANAGEMENT
2.1 Vor- und Nachteile der Satzungsleistungen
2.2 Finanzierung von Satzungsleistungen
2.3 Zusatzbeitrag
2.4 Morbi-RSA
3 KUNDENMANAGEMENT
3.1 Überblick der Wahltarife mit zugehörigen Zielgruppen und deren Vor- und Nachteile
3.2 Ziele der Krankenkassen mit den Wahltarifen und deren Risiken
4 INNOVATIVE VERSORGUNGSFORMEN
4.1 Definition der Innovative Versorgungsformen
4.2 Vor- und Nachteile von Kollektiv- und Selektivverträge
4.3 Hausarztzentrierte Versorgung
5 MODELLIERUNG UND ENTSCHEIDUNGSFINDUNG
5.1 Darstellung von Nutzenniveau und Kosten
5.2 Berechnung der Kosten-Nutzwert-Relation
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Analyse des Versorgungsmanagements und der gesundheitsökonomischen Evaluation im deutschen Gesundheitswesen. Ziel ist es, Strategien und Instrumente aufzuzeigen, die zur Effizienzsteigerung und Qualitätsverbesserung in der Gesundheitsversorgung beitragen, unter Berücksichtigung von Finanzierungsaspekten, Kundenbindungsinstrumenten und innovativen Vertragsmodellen.
- Grundlagen und strategische Ziele des modernen Versorgungsmanagements.
- Leistungs- und Finanzmanagement in der gesetzlichen Krankenversicherung.
- Analyse von Wahltarifen, Kollektiv- und Selektivverträgen.
- Methodische Modellierung der Kosten-Nutzwert-Relation bei Therapieentscheidungen.
- Bedeutung der Hausarztzentrierten Versorgung für eine nachhaltige Gesundheitsversorgung.
Auszug aus dem Buch
1.1 Übergeordnete Ziele des Versorgungsmanagement
Für das Versorgungsmanagement gibt es viele verschiedene Definitionen. Die Gemeinsamkeiten der Definitionen findet sich im Ziel wieder. Übergeordnete Ziele des Versorgungsmanagement sind die Senkung der Kosten, die Verbesserung der Versorgung und die Optimierung des Managementprozesses im Gesundheitswesen oder das Einfrieren der Kosten und die Erhöhung der Versorgung. Bei allem soll die interdisziplinäre Arbeit und die Grenzen der medizinischen Disziplinen überwunden. Das wichtigste Ziel bei allen Definitionen des Versorgungsmanagement ist die Überwindung von Problemen bei Schnittstellen im Gesundheitswesen (Weatherly & Knetsch, 2016, S.11).
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINFÜHRUNG VERSORGUNGSMANAGEMENT: Dieses Kapitel erläutert die Grunddefinitionen, Ziele und die Notwendigkeit des Versorgungsmanagements angesichts demografischer Herausforderungen.
2 LEISTUNGSMANAGEMENT UND FINANZMANAGEMENT: Hier werden Satzungsleistungen, deren Finanzierung, der Zusatzbeitrag sowie das Morbi-RSA-Instrument als wesentliche steuernde Elemente analysiert.
3 KUNDENMANAGEMENT: Fokus sind hier die Wahltarife als Instrumente zur Kundenbindung und deren Auswirkungen auf den Wettbewerb sowie die damit verbundenen Risiken für Krankenkassen.
4 INNOVATIVE VERSORGUNGSFORMEN: Das Kapitel vergleicht Kollektiv- und Selektivverträge und hebt die Hausarztzentrierte Versorgung als konkretes Modell zur Qualitäts- und Effizienzsteigerung hervor.
5 MODELLIERUNG UND ENTSCHEIDUNGSFINDUNG: Ein methodischer Abschnitt, der das Standard-Gamble-Verfahren und die Berechnung der Kosten-Nutzwert-Relation am Beispiel der Katzenallergie demonstriert.
Schlüsselwörter
Versorgungsmanagement, Gesundheitsökonomie, Krankenkassen, Satzungsleistungen, Morbi-RSA, Wahltarife, Kollektivverträge, Selektivverträge, Hausarztzentrierte Versorgung, Kosten-Nutzwert-Relation, QALY, Gesundheitsversorgung, Demografischer Wandel, Wettbewerb, Finanzierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Strukturen und Instrumente des deutschen Versorgungsmanagements sowie die ökonomischen Rahmenbedingungen, unter denen gesetzliche Krankenkassen agieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen Finanzmanagement, Kundenbindung durch Tarife, innovative Versorgungsformen und die mathematische Entscheidungsfindung in der medizinischen Therapieplanung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen Versorgungsmanagement, ökonomischer Effizienz und der Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung praxisnah aufzuarbeiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt neben einer Literaturanalyse für die theoretischen Kapitel eine quantitative gesundheitsökonomische Modellierung (Standard-Gamble-Verfahren) zur Untersuchung von Therapiekosten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Finanzierungsstrukturen, die Darstellung von Wahltarifen, den Vergleich zwischen Kollektiv- und Selektivverträgen sowie die Modellierung der Kosten-Nutzwert-Relation.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Typische Begriffe sind Versorgungsmanagement, Morbi-RSA, Selektivverträge, QALY und Kosteneffektivität.
Warum ist das Morbi-RSA-Instrument für Krankenkassen so wichtig?
Das Morbi-RSA dient dem Ausgleich von Risikounterschieden zwischen Krankenkassen mit unterschiedlichen Versichertenstrukturen, um fairen Wettbewerb zu ermöglichen.
Welchen Nutzen bietet die Hausarztzentrierte Versorgung?
Sie koordiniert den Patientenfluss, reduziert unnötige Mehrfachuntersuchungen und fördert eine effiziente, qualitativ hochwertige Versorgung durch den Hausarzt als "Gatekeeper".
Welche Erkenntnis ergibt sich aus der Kosten-Nutzwert-Relation am Beispiel der Katzenallergie?
Die Analyse zeigt, dass eine neue Therapieform trotz höherer Behandlungskosten durch ein höheres Nutzenniveau (QALY) kosteneffektiver sein kann im Vergleich zur Nichtanwendung der Therapie.
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- Carola Löhmer (Author), 2023, Entwicklung eines nachhaltigen Gesundheitsmanagements, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1353956