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Divergierende Auffassungen der deutschen Zeitgeschichte

Das „Ich" in „Geschichte"

Título: Divergierende Auffassungen der deutschen Zeitgeschichte

Trabajo Escrito , 2009 , 11 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Alexander Tutt (Autor)

Historia de Europa - Historia contemporánea, Unificación europea
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Einleitung

Sobald man sich mit dem Begriff „Zeitgeschichte“ beschäftigt, wird man vor eine Vielzahl von Problemen der Begrifflichkeit und der Periodisierung ebenjener gestellt. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte der näheren Vergangenheit, insbesondere der NS-Zeit, hat in den letzten Jahrzehnten an Popularität in der deutschen Bevölkerung zu-genommen. Ein Grund dafür ist der Boom der audiovisuellen Dokumentationen, welche von vielen Publizisten monumental und sensationell in Szene gesetzt werden. Diesen vorangegangene oder aus jenen hervorgegangene Publikationen taugen in der Regel nicht als Quelle für wissenschaftliche Arbeiten, es sei denn, sie beschäftigen sich mit der Thematik der Medialisierung der Historiographie. Nichtsdestotrotz ist die Quellenlage verwendbarer Publikationen für den Themen-bereich mehr als umfangreich, was die Sichtung relevanten Quellenmaterials sehr zeit-aufwendig gestaltet. Ziel dieser Hausarbeit ist es daher nicht, eine allgemeingültige epochale Einteilung der deutschen Zeitgeschichte zu definieren, sondern vielmehr, die Debatte um die Begrifflichkeit und Periodisierung zu beleuchten. Eingeläutet wurde die Debatte maßgeblich vom Mitherausgeber der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte (VfZ) Hans Rothfels, welcher in seinen einleitenden Worten der ersten Ausgabe dieser Zeitschrift die Auseinandersetzung der Zeitgeschichte als „Aufgabe“ bezeichnete. Diesen Hinweis haben viele Zeithistoriker aufgenommen, was sich in der Anzahl der Zitate eben jener Textpassage niederschlägt. Die Schwierigkeiten, die während der wissenschaftlich-historischen Auseinandersetzung mit der Gegenwart auftreten, thematisierte Peter Rassow im Jahre 1948 folgendermaßen:
„Aber die Tendenzen der eigenen Zeit in ihrem Wirrsal überhaupt zu
unterscheiden, ist für jeden Lebenden gerade unserer Zeit unendlich schwer.
Wer unterscheidet die lauten von den starken Kräften, die aktuellen, aus dem
Heute neu aufgebrochenen Kräfte von den aus der Vergangenheit zu uns
hereinwirkenden?“
Diese rhetorische Frage könnten viele Zeithistoriker als Ansporn für die Ausübung ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit sehen. Was vier bedeutende von ihnen bisher an Ergebnissen hervorbrachten soll in dieser Hausarbeit nun anhand ihrer diesbezüglichen Publikationen zusammengefasst und gegenübergestellt sein.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Auffassungen programmatischer Zeithistoriker

2.1 Hans-Joachim Rothfels

2.2 Eberhard Jäckel

2.3 Hans Günter Hockerts

2.4 Hans-Peter Schwarz

3. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Debatten um die Definition, Periodisierung und methodische Ausrichtung der deutschen Zeitgeschichtsforschung, indem sie die Ansätze führender Historiker gegenüberstellt.

  • Begriffliche Klärung der "Zeitgeschichte"
  • Diskussion über wissenschaftliche Periodisierung
  • Rolle von Objektivität und Subjektivität in der Historiographie
  • Entwicklung und Phasen der deutschen Zeitgeschichtsschreibung
  • Methodische Zugänge wie Primärerfahrung und Erinnerungskultur

Auszug aus dem Buch

2.2 Eberhard Jäckel

In seinem Aufsatz „Begriff und Funktion der Zeitgeschichte“ geht Jäckel ebenfalls ausführlich auf die Etymologie des Begriffes „Zeitgeschichte“ ein und bemerkt dabei stolz, dass keine andere Sprache als die deutsche ein so „griffiges Wort“ für diesen Gegenstand der Geschichtswissenschaft zu bilden vermochte. Folgend definiert er die Zeitgeschichte als das, „was gleichzeitig geschieht und erzählt wird, historia sui temporis“.

Die Ansichten Rothfels‘ werden von Eberhard Jäckel auf negative Art und Weise aufgegriffen und kommentiert. Zum einen kritisiert er die „doppelte Definition“ des Zeitgeschichtsbegriffes Rothfels‘, zum anderen die wiederholte falsche Adaptation an eben jene durch andere Historiker. Auf die Suggestion von Hans Rothfels, dass die Beschäftigung mit der Zeitgeschichte einer unterschiedlichen Methodik folgen müsste, zeigt Jäckel seine Haltung dazu mit einem Zitat des britischen Historikers Alan Bullock. Demnach sind die vom Historiker auf seinem Bildungsweg erworbenen Fähigkeiten auf die Erforschung „der Geschichte unserer Zeit ebenso anwendbar“, da sich am qualitativen Charakter der Geschichte nichts ändere.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Begrifflichkeit und Periodisierung der Zeitgeschichte ein und beleuchtet die Rolle prominenter Zeithistoriker bei der wissenschaftlichen Aufgabenstellung.

2. Die Auffassungen programmatischer Zeithistoriker: Das Hauptkapitel analysiert und vergleicht die unterschiedlichen, teils kontroversen theoretischen Ansätze von Rothfels, Jäckel, Hockerts und Schwarz zur Zeitgeschichte.

2.1 Hans-Joachim Rothfels: Hier wird Rothfels' Verständnis der Zeitgeschichte als Forschungsaufgabe, geprägt durch zeitliche Distanz und die Zäsur von 1917/18, dargelegt.

2.2 Eberhard Jäckel: Dieses Unterkapitel behandelt Jäckels Kritik an Rothfels' Periodisierung und seine Definition der Zeitgeschichte als "historia sui temporis".

2.3 Hans Günter Hockerts: Hier werden Hockerts' dreiphasige Einteilung der deutschen Zeitgeschichte sowie seine methodischen Ansätze wie die "Primärerfahrung" analysiert.

2.4 Hans-Peter Schwarz: Dieses Kapitel erläutert Schwarz' Konzept der "neuesten Zeitgeschichte" und seine Skepsis gegenüber starren Periodisierungsversuchen angesichts aktueller globaler Ereignisse.

3. Fazit und Ausblick: Das Fazit resümiert, dass Zeitgeschichte ein dynamisches Feld ist, und betont die Notwendigkeit wissenschaftlicher Geduld sowie die Bedeutung der methodischen Vielfalt gegenüber einseitigen Ansätzen.

Schlüsselwörter

Zeitgeschichte, Historiographie, Periodisierung, Objektivität, Subjektivität, Hans-Joachim Rothfels, Eberhard Jäckel, Hans Günter Hockerts, Hans-Peter Schwarz, Zeitzeugenbefragung, Erinnerungskultur, Quellenarbeit, deutsche Geschichte, Methodik, Historismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen der deutschen Zeitgeschichtsschreibung und den kontroversen Debatten namhafter Historiker über die Definition dieses Fachbereichs.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Im Fokus stehen die Problematik der Periodisierung, die Definition von Zeitgeschichte, die Rolle des Historikers sowie das Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Objektivität und subjektiver Betroffenheit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die unterschiedlichen wissenschaftlichen Standpunkte bedeutender Zeithistoriker zusammenzufassen, um ein Verständnis für die Dynamik und die Herausforderungen bei der Erforschung der jüngeren Vergangenheit zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor wendet eine vergleichende Literaturanalyse an, indem er zentrale programmatische Schriften und Publikationen der behandelten Historiker kritisch gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich den theoretischen Ansätzen von Hans-Joachim Rothfels, Eberhard Jäckel, Hans Günter Hockerts und Hans-Peter Schwarz hinsichtlich ihrer jeweiligen Konzepte zur Zeitgeschichte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zeitgeschichte, Historiographie, Periodisierung, Objektivität, Subjektivität, Zeitzeugenbefragung und die genannten Historiker sind die prägenden Begriffe.

Wie bewertet der Autor die Bedeutung der zeitlichen Distanz?

Der Autor verdeutlicht anhand der Positionen von Rothfels, dass zeitliche Distanz zwar als notwendiges Instrument für Objektivität gilt, aber die direkte Erfassung von Zeitzeugeneindrücken logisch erschwert.

Welche kritische Sicht nimmt Jäckel auf die Periodisierung ein?

Eberhard Jäckel lehnt eine allgemeine Datierbarkeit von Zeitgeschichte vehement ab und betont, dass der Begriff eher das Verhältnis des Subjekts zur Geschichte beschreibt als eine starre zeitliche Einteilung.

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Detalles

Título
Divergierende Auffassungen der deutschen Zeitgeschichte
Subtítulo
Das „Ich" in „Geschichte"
Universidad
University of Heidelberg
Calificación
1,3
Autor
Alexander Tutt (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
11
No. de catálogo
V135454
ISBN (Ebook)
9783640438136
ISBN (Libro)
9783640438075
Idioma
Alemán
Etiqueta
Divergierende Auffassungen Zeitgeschichte Definition Rothfels schwarz Hockerts jäckel
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Alexander Tutt (Autor), 2009, Divergierende Auffassungen der deutschen Zeitgeschichte, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135454
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